Zwischen 1961 und 1971 wurden dioxinhaltige Herbizide zur Wald- und Erntevernichtung zigtausendfach im amerikanischen Vietnamkrieg über Südvietnam, Kambodscha und Laos eingesetzt. Dies löste eine bis heute anhaltende humane und ökologische Katastrophe aus: Millionen durch das Dioxid erkrankte Menschen (darunter viele mit Erbschäden) und einige bis heute massiv verseuchte Gebiete (bei Da Nang, Phu Cat und Bien Hoa).
Wir haben uns 2012 zum dritten Mal auf die Reise begeben, um Veteranen und ihre Familien zwischen Hanoi und Saigon zu treffen, die uns von ihren Lebensgeschichten erzählten. Sie sind die Botschafter einer Gruppe von Menschen, die sich trotz aller Schwierigkeiten tagtäglich aufrafft so gut es geht und nicht resigniert.
18 Minuten der professionell aufgenommenen Filmaufnahmen sind nun aufführbar. Dies verdanken wir dem Dorf der Freundschaft Vietnam, den Stiftungen Umverteilen und Asienbrücke sowie der Technischen Kunsthochschule Berlin und einigen privaten Spendern.
Damit das Projekt weiter angetrieben werden kann, suchen wir Orte der Aufführung und der Diskussion.
Ihr könnt all den betroffenen Menschen eine Stimme geben: Ladet uns zu euren Veranstaltungen ein, lasst euch von uns über Protagonisten und Hintergründe informieren und tragt finanziell zur Fertigstellung dieses "Sprachrohrs" der Geschädigten von Agent Orange bei, damit der Prozess der Aufarbeitung weiter angeregt werden kann.
Der Erlös des fertiggestellten Filmes wird einigen besonders schwer vom Schicksal getroffenen Protagonisten zugute kommen, um ihre Existenz in der Zukunft absichern zu können.
Regie/Produktion: Matthias Leupold
Unterstützt hier:
http://www.indiegogo.com/projects/290858





Ein sehr beeindruckender Film! Auch weil er u.a. zeigt, dass die Vietnamesen keinen Hass für den Filmemacher empfinden, obwohl er das Regime repräsentiert, das dem vietnamesischen Volk so viel Leid zugefügt hat. So viel Vergebung seitens der vietnamesischen Opfer! Da könnten sich sämtliche "christliche" Vertreter der US-Kirchen ein Beispiel dran nehmen! Aber diese gehören ja eher zu den Kriegshetzern und Rassisten.
Leider wiederholt sich heutzutage alles: US-Soldaten werden immer noch in fremde Länder geschickt und begehen dort große Verbrechen (Irak, Afghanistan). Und da die Amerikaner in einer desinformierten Gesellschft leben, wird es auch in Zukunft bei ihnen kein Nachdenken über Sinn und Unsinn eines Krieges geben. Denn ich glaube nicht, dass z. B. dieser aufklärerische Film große Massen der Amerikaner erreichen wird. Auch Obama hat in dieser Hinsicht nichts verändert.
Lieber Felix Klickermann,
sehr beeindruckend, sehr gut und hoffentlich bekommt die Initiative viel Öffentlichkeit. Weil ich persönlich von diesem Thema angesprochen werde habe ich mir erlaubt, ihre Seite hier zu erwähnen, in der Hoffnung dadurch vielleicht den ein oder die andere aufmerksam zu machen.
http://derhimmelistblau-annette.blogspot.de/2012/12/lighter-than-orange-ein-fundstuck-das.html
Ich bin sehr gespannt, wie der Film ist, wenn er fertig ist!
Noch heute finanzieren europäische (und insbesondere deutsche) Steuerzahlerinnen und Steuerzahler den Amis ihre Militärbasen in Europa. Wir Europäer haben es nicht gelernt unsere eigenen Interessen selbst zu vertreten. Wir sind also kein Stück besser als jene, die mit Agent Orange wehrlose Menschen verseucht haben. Wieso eigentlich?
Da Deutschland mit Einverständnis der meisten Bürger drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist, sollten wir uns in solchen Fragen besser bedeckt halten.
Wenn Richard von Weizsäcker in einer Maischberger-Sendung angeblich keine Aussenaufnahmen seines Wohnsitzes möchte, also auch seine Adresse nicht sagen mag, dann, frag ich mich, ob es wohl damit zu tun hat, daß er seinerzeit Manager im Böhringer Konzern war, als dort das Agent Orange hergestellt wurde? Oder/und weil er Mitglied in der Atlantikbrücke ist?