Belo Monte: Euer Profit zerstört unser Leben

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Eingetragen von:

Aktionsform:

Petition

Website:

regenwald.org

Ziel:

Bitte fordern Sie die europäischen Firmen auf, aus Belo Monte und weiteren unethischen Staudamm-Projekten auszusteigen.

Mitmachen:

Petition unterschreiben unter: https://www.regenwald.org/aktion/876/belo-monte-euer-profit-zerstoert-unser-leben

Über eine Milliarde Euro sollen an deutsche Firmen fließen – für ihren Beitrag zum Mega-Staudamm in Brasilien. Die indigene Bevölkerung am Fluss Xingu bleibt dabei auf der Strecke. Das Großprojekt soll sie ihren Regenwald kosten. Fordern Sie die europäischen Firmen auf, sich sofort aus Belo Monte zurückzuziehen!

Die Zerstörung am Fluss Xingu hat bereits begonnen. Bagger tragen den fruchtbaren Boden ab, der einst die gewaltigen Baumriesen nährte. Menschen werden bedroht und vertrieben. Bis zu 40.000 könnten ihre Heimat verlieren.

Belo Monte soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt werden. Mit sauberer Energie hat das Projekt allerdings nichts zu tun. Denn 600 km² Regenwald sollen einfach geflutet werden. Durch die verfaulenden Pflanzen würden gigantische Mengen an Treibhausgasen freigesetzt.

Die ansässigen Indigenen ringen um ihre Lebensgrundlage. Doch ihre Rechte und Belange werden missachtet.

Milliarden-Profite für europäische Firmen

 

Hierzulande verdient die Industrie gut an diesem Umwelt- und Menschenrechts-Desaster. Rund 1,3 Milliarden Euro fließen an europäische Firmen. Allein Voith Hydro, ein Joint Venture von Voith und Siemens, hat ein Auftragsvolumen von 443 Millionen Euro bekommen. Alstom bringt es gar auf 500 Millionen; Andritz kassiert 330 Millionen, Daimler 86 Millionen Euro. Die Münchener Rück erhält 16 Millionen Euro Versicherungsprämien über einen Zeitraum von vier Jahren.

Mega-Staudämme für ein Mega-Wachstum

 

Rund 11.000 Megawatt sollen durch das Belo Monte-Kraftwerk erzeugt werden – großenteils für die Aluminium-Produktion. Die brasilianische Regierung strebt ein starkes Wirtschaftswachstum durch den Export an, sogar auf Kosten des eigenen Landes. 

Denn Belo Monte soll kein Einzelfall bleiben. 150 weitere Staudämme sind in ganz Amazonien geplant. Die Baugenehmigung für fünf Wasserkraftwerke am Rio Tapajós soll bereits im nächsten Jahr erteilt werden. Und an allen Projekten wollen europäische Konzerne mitverdienen.

Update: Neuer Protest der Indianer gegen Belo Monte

Die Weltstaudammkommission nahm im Mai 1998 die Arbeit auf, nachdem Proteste Projekt-betroffener gegen die negativen Folgen von Großstaudämmen immer mehr zunahmen und auch die Weltbank für ihre Finanzierung von Dämmen kritisierten. Sie war aus WissenschaftlerInnen, ProjektkritikerInnen und Unternehmensvertretern besetzt. Auftrag der Kommission war es,

a) die Wirksamkeit von Großstaudämmen im Entwicklungsprozess zu prüfen und Alternativen für die Nutzung von Wasserressourcen und zur Energiegewinnung zu begutachten sowie

b) international annehmbare Kriterien für Planung, Bau und Betrieb von Staudämmen zu entwickeln, die sie im November 2000 in einem Bericht vorstellte. 

Hierzu gehören unter anderem

- die Gewinnung öffentlicher Akzeptanz

- die umfassende Prüfung von Optionen

- der Nutzen bestehender Dämme muss verbessert werden

- die Erhaltung von Flüssen als Existenzgrundlage

-  die Anerkennung von Ansprüchen und gerechte Teilung des Nutzens

- die Einhaltung von Verpflichtungen und Vereinbarungen

- der gemeinsame Nutzen von Flüssen zugunsten von Entwicklung, Frieden und Sicherheit

Bitte fordern Sie die europäischen Firmen auf, aus Belo Monte und weiteren unethischen Staudamm-Projekten auszusteigen.

Diese Aktion wird von einem Bündnis folgender Organisationen getragen:

- GegenStrömung

- Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL)

- Gesellschaft für bedrohte Völker e. V.

- KoBra e.V.

- Incomindios

- POEMA e. V.

- Urgewald e. V.

- Regenwald Institut e. V.

- Campo Limpo, Solidarität mit Brasilien e.V.

- Brasilieninitiative Freiburg e.V.

- Arbeitskreis Internationalismus der IG Metall Verwaltungsstelle Berlin

- GRÜNE LIGA e.V.

- Survival International e. V.

- infoe e.V. (Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie)

- Rettet den Regenwald e.V.

 

 

Themenkategorien:

Anti-Atom / Klima / Energie, Natur-, Tier-, Umweltschutz, Globalisierung / Entwicklung / Migration, Soziales / Arbeit, Bildung / Familie / Gesundheit, Frieden / Antimilitarismus, Gender, Ökonomie / Finanzen, Verkehr / Stadtentwicklung, Freiräume / Subkultur, Politik / Demokratie / Recht
37 Kommentare
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Kommentar von valeria damiroxa
25.06.2012, 08:20 Uhr

"WER GLAUBT DASS BRASILIEN KEINE WEITEREN STAUDAEMME IN AMAZONIA BAUEN WIRD - LEBT IN EINER FANTASIE-WELT!" Praesidentin Dilma Rousseff . Gute Leute im kleinen deutschen Land in der Mitte Europas: Ruht eure alte Knochen in euren Garten - und mischt euch nicht in die Entwicklung anderere Nationen!

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Kommentar von Zarakthuul
25.06.2012, 10:43 Uhr

Brasilien sollte doch lieber ein paar neue Kohlekraftwerke bauen um sich zu entwickeln. Diese blöde Wasserkraft trägt ja nicht langfristig zur schönen Erwärmung des Klimas bei ( nur so 20 bis 30 Jahre ).

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Caliban_78x78c
Seit: Apr. 2010
Beiträge: 9
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9ef5bcb727c16f37e91e18f2694f557d
Kommentar von otton
26.06.2012, 06:00 Uhr

Brasilien bezieht 86% der Elektrizitaet von Wasser: Staudaemme. Brasilien hat 40,000 km Fluesse, davon 30,000 km von rund 3,000 Fluessen im Amazonasgebiet. 300,000 Schueler werden jeden Tag mit mit Flussbooten zu ihren Schulen transportiert. Belo Monte Staudamm entsteht nicht "im Urwald" sondern in einem seit 100 Jahren entwickelten Landwirtschaftsbezirk um die Stadt Altamira mit 110,000 Einwohnern. Die Baumkronen von ober gesehen sind nicht Urwaldbaeume, sondern die Schattenbaeume ueber Brasiliens groesste Kakau-Plantagen. Soja, Bohnen, Zucker und Mais werden auch angebaut. Der Bezirk hat 400,000 Rinder. Die Indianer-Reservationen liegen 30 km und weiter entfernt - und 7 der 11 Indigenenstaemme wollen die Elektrizitaet von Belo Monte Staudamm fuer ihre Schulen, Haueser, Fernsehen und Wasserpumpen (kein Eimerschleppen von der Ferne!) Fuer Fotos sieh "belomonteblog.com" Belo Monte wird Elektrizitaet fuer 60 Millionen Brasilianer liefern - besonders dort wo noch mit Funzeln beleuchtet wird und mit Holz gekocht wird.

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Kommentar von Ardaga Widor
27.06.2012, 10:55 Uhr

Otton kann wohl nur ein Synonym für einen Ruralista in der brasilianischen Botschaft Berlins sein. Oder ein Voith-, oder Andritzprofitierer. Grauslich mit wieviel Mist und Lügen Menschen zu Europa überfahren werden, die sich - eigentlich - informieren woll(t)en.
Aber es gibt sie doch. Die INFORMATION. Siehe: http://de.indymedia.org/2012/05/330153.shtml

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Kommentar von otton
28.06.2012, 06:13 Uhr

Was die NATO-Propagandisten wie Argada Widor ueber Brasilien, die Indigenen und das Amazonasgebiet publizieren ist Fantasie wie damals die Buecher von Karl May. Die Tatsache: Brasilien has 27 politische Parteien, und 26 dieser politischen Parteien - Konservative, Sozial-Demokratische, Sozialistische, Kommunistische - haben ALLE fuer den Bau von Belo Monte und andere Staudaemme gestimmt. Die 12 Parteien der Regierunskoalition, und die 18 Partein der Opposition haben alle fuer Belo Monte gestimmt. Die evangelischen Kirchen wollen die Staudaeumme fuer ihre Anghaenger. Nur die Katholischer Kirche und die USA und Britanien NROs sind aus geopolitischen Gruenden gegen alle ENTWICKLUNG in Brasilien - damit Brasilianer arm und rueckstaendig bleiben und weiter von USA, NATO-Europa und dem Vatikan "kontrolliert' werden koennen. Weder die USA, noch Britanien, noch der Vatikan sind an am Wohl der Menschen interessiert - weder in Brasilien noch in BRD.

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Kommentar von spandlpepi
28.06.2012, 08:45 Uhr

Sag Otton, woher beziehst du eigentlich dein "Wissen"? Es wäre besser, deine an den Haaren herbeigezogenen Schlussfolgerungen aus Halbwahrheiten dieser Community und der Welt im Allgemeinen zu ersparen, es wird bereits genug Blödsinn verzapft. Ardaga Widor ist seit bald 15 Jahren in Brasilien, und zwar immer dort, wo es weh tut, kennt das Land, das System und dessen perfide Hauptprotagonisten wie seine Westentasche, was ihn entschieden von Karl May und den anderen Ottons dieser Welt unterscheidet. Also das Feld besser mal den Profis überlassen.

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Kommentar von ardaga widor
28.06.2012, 11:31 Uhr

„Otton“:
Dass Du zu Brasilien nichts zu sagen hast, ausser dem Lügenschmarrn, den die Ruralisten, sowie die Holzschlag-, Frauen- und Kinderhandel- und (Regierungs-) Energie-, Stahl- und Betonmafias ohnehin querglobalein verbreiten, dass Du billigste Propagandaflöte spielst ohne auch nur Instrument oder Gehör zu haben, ist (mir) offenbar.
Aber vielleicht könntest Du mal mit Mathematik beginnen, Abbruch- bzw. Aufbrucharbeit Deiner Ignoranz bezüglich an zu gehn. Schau, wenn wir 27 politische Parteien hätten (Konjunktiv, weils eine Fanatsiezahl ist), kann es nicht 12 in Regierung und 18 in Oppositon geben. Das wäre Opposition zur rechnerischen Logik. Oder Zahlen-Karl-May?
Dann vielleicht, einmal sattelfester in Sachen Rechnen, zur Geografie und Geschichte, hm? In welchem Jahrzehnt kopflebst Du? „BRD“...?
Und dass mich mal wer als NATO-Schreiber-James-Bond tituliert...., hahaha, DAS – danke! – hat mich (und sicherlich auch die Leute dort) köstlich amüsiert.

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Kommentar von Ardaga Widor
28.06.2012, 14:03 Uhr

Eine (meinerseits) abschliessende Betrachtung:
Es geht hier – oder sollte gehn – nicht um Trauerfiguren wie „Otton“ und/oder „Zarakthuul“. Auch nicht um Ardaga, oder andere Einzelne. Es geht um

a) Menschen und Natur in der unmittelbar betroffenen Region – Unterer Xingu;
b) Menschen und Natur in den naheliegenden Regionen, die als nächste „dran kommen“;
c) Menschen in fernen Regionen (wie Deutschland), die ihr Recht auf Information chronisch durch (gezielte = finanzierte) Falschmeldungen bzw. schlechte „Korrespondenten“arbeit desavouiert, wenn nicht verhindert haben;
d) Wenigstens minimalsolidarisches Unterstützen per Unterschreiben der Rettet-den-Regenwald-Initiative;

Alles Liebe & Eine Welt!

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Kommentar von Erich Hoata
28.06.2012, 18:00 Uhr

Hallo Ardaga! Schau wir wissen, doch eh alle das du ein absoluter NATO-USA Spion bist. Was natolastigers wie dich, gibt's ja gar nicht!! Deswegen verstehst du das mit den Parteien auch nicht! Otto hat geschriebenem, dass 26 von 27 Parteien dafür waren. Also 1 nicht. => 27 + 1 = 28! Weiters hat er geschrieben, das es 12 Regierungsparteien gibt. Also sind sicher einmal 16 in Opposition (weil 28 -12 = 16) Die eine aber, die nicht dafür gestimmt hat, ist wahrscheinlich auch keine Regierungspartei, also auch in Opposition, womit sich die Zahl auf 17 erhöht. Das es auf eine mehr oder weniger nicht ankommt, kann man aber auch 18 sagen. Also 12 in der Regierung 18 in Opposition und alle sind eh dafür, ist doch logisch oder?
So und nun gib Ruhe, du Querulant, lass sie Ihren ach so naturschützerischen Staudamm in mitten in einem Kulturland bauen und weiter Ihre Lügen verzapfen!

heile Welt! Erich

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Kommentar von valeria
29.06.2012, 05:35 Uhr

"Argada Widor" - vom so etwas hat keiner in Brasillien gehoert! Ist auf keiner Liste oder Publikation in Brasilien erschienen. Die Organisationen und Typen welche beobachtet werden sind schon in der Presse publiziert worden, besonders die Liste von ABIN - sieh CONVERSA AFIADA ABIN - das Dokument und die Analyse von ABIN erschien "leaked" in Conversa Afiada julho 5. 2011. Aber "Amazonwatch" und "International Rivers" welche oben im Kommentar von "caliban" angepriesen werden - sind auf der Liste . Brasilien beobachtet "fremden NROs" - alle nur von USA, Britanien, Niederland. Deutschland mischt sich nur ein gegen die nationalen Entwicklungsprojekte Brasilien durch die "Heinrich Boell Stiftung" (und die verdummten Linken der "Rosa Luxemburg Stiftung), und die Katholischen Bischoefe Deutschlands und Oestreichs (fuer welche ein "taz" Korrespondent nach BRD und Oest. die Propaganda publiziert). "Amazonwatch" ist "interessant - das Geschaeft der Exil-Iranierin Atossa Soltani welche ihr Buero in San Francisco/California betreibt - wo die "Spenden" eingehen von merkwuerdigen "Stiftungen" in USA. Du glaubst doch nicht dass der ganze NRO-Zauber nur durch die kleinen Spenden des Publikums bezahlt wird ? Atossa Soltani erschien 1979 in the Fluchtwelle der Scha von Iran Anhaengern in USA und sie wird gross verehrt von reichen Iraniern in USA, wahrscheinlich Leute von der SAVAK - welche in Iran fuer die CIA gewirkt hatten. Mensch merkste das nicht - der ganze "Indianerschutz" ist doch nur ein Geschaeft welches aus geopolitischen Zwecken von USA, Britanien und dem Vatikan gegen die geopolitische Unabhaengigkeit Brasiliens finanziert wird!

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Kommentar von iracema
29.06.2012, 21:23 Uhr

Vom Bezirk Altamira, wo Belo Monte Elektrik-Staudamm entsteht: Am 28. Juni haber sich 50 Vertreter der Indigenen und der Vertreter der Baugesellschaft (Norte Energia) getroffen. Die Indigenen waren von den Ethnien: Xikrin, Juruna, Parakama, und Arara do Maia. Die Indigenen and der Vertreter von Norte Energia beschlossen: Die Indigenen werden eine der Baustellen verlassen, welche sie besetzt hatten, damit die Entwicklung weiter fortgesetzt werden kann. Am 9. Julie werden sich die Indigenen mit dem Vertreter von Norte Energia, der Stadtverwaltung von Altamira und den Beamten der FUNAI (Nationaler Indigenenschutz) in Altamira treffen um die schon vorgesehenen Sozialprogramme und den Umweltschutz vollstaendig zu besprechen. Es handelt sich alles um Geld - die Indigenen wissen, dass die 10, 12 Kinder in jeder Indigenenfamilie nicht als Nuessesammeln leben koennen oder wollen. Also machen sie etwas dramatisches Theater - schmieren sich Farbe ins Gesicht und setzen die Federkrone auf - dann kommt das Fernsehen - und ein Tag spaeter wird wieder etwas "mehr" von der Gegenseite bezahlt. Das wissen die Indigenen (schon seit 500 Jahren!) und das wissen die Entwicklungsgesellschaften - erst immer Geschrei, dann Verhandlung, dann immer ETWAS "mehr" bezahlt. Die Indigenenkinder wollen heute alle ihr Fernsehen und sogar Computer (die Indigenen in Brasilien und in USA suchen heute sogar Ehepartner per Computer!) Als ein kleines Indianermaedchen gesucht wurde als neue "Taina" der Filmserie - schleppten ueber 3,000 Indianermuetter ihre kleinen Toechter zum naechsten Schulgebaeude am Amazonas - wo fuer "casting" (wie in Hollywood) per Video. Sieh youtube Video SELECAO TAINA 3 . Wo soll denn die Elektrizitaet fuer die Indianer von 2012 herkommen ?

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Kommentar von ardaga widor
30.06.2012, 14:22 Uhr

Liebe Iracema, liebe Valeria, liebe Ottons & Huuls:

Wer Euch das Hirnkastl verdreht bzw. das Geldbörsl füllt, auf dass Ihr solch billigen und hämischen (wenn nicht rassistischen) Schmarrn verzapft, kann ich, aus der Ferne weil VOR ORT, nicht beurteilen. Aber es ist wohl (eigentlich un-wohl) ein Gemisch aus UDR (für die brasilianisch Nicht-so-Eingeweihten: das ist unser Ku-Klux-Klan in Sachen Umweltzerstörung, geführt von der Landraub-Verbrecherin und Immun-Senatorin Kátia Abreu, wen’s tiefergehend interessiert: http://switzerland.indymedia.org/de/2011/02/79989.shtml) und Aracruz-bezahlten und Mensalão-verwöhnten Führungs-PTlerInnen und PcdoBlerInnen. (Mensalão ist der Spitzname für ein flächendeckendes Korruptionsschema seitens Lula’s PT, um Abstimmunhgsmehrheiten im Kongress per Öffigelder sicher zu stellen. Es kommt nun, spät aber doch, vors Höchstgericht.)

Zahlt Euch eigentlich die Botschaft (in Berlin) auch was drauf? Für diese Ausgüsse? DAS möchte ich als Steuerzahler schon gern wissen. Um, nötigenfalls, beim Ministerio Público (unsere Bundesstaatsanwaltschaft) Klage ein zu reichen.

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Caliban_78x78c
Seit: Apr. 2010
Beiträge: 9
Kommentar von caliban
30.06.2012, 14:51 Uhr

Hinter "iracema", "valeria", "otton", "OBJZ", "jan z. volens" und noch ein paar anderen Pseudonymen verbirgt sich ein und derselbe Verschwörungstheoretiker aus Florida/USA, der seit Jahren meint, der deutschsprachigen Linken in Foren oder Leserbriefen die Verhältnisse in Lateinamerika erklären zu müssen. Wer seine eigenwillige Weltsicht nicht teilt, ist eine CIA- und Vatikan-Wühlmaus, die den Brasilianern Amazonien wegnehmen will. Die brasilianischen Diktaturgeneräle der 70er müssen "otton" etc. schwer beeindruckt haben.

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Kommentar von valeria
01.07.2012, 03:35 Uhr

"caliban" ? Ist das nicht der selbe "Korrespondent" der 1998 fuer die Familie Santos von Kolumbien in Hamburg gewirkt hat ? Und warum ist der jetzt seit 2002 ausgerechnet in Brasilien nahe der Grenzen zu Paraguay, Uruguay, Argentinien - wo er von "katholischen" deutschen Bischoefen auf Informationsreisen eingeladen wird ? Und warum schreibt der "caliban" immer alles genau ab von dem was der oestreichische Bischof bei Belo Monte schon vorher allen den "gruenen" NATO-NROs und "pseudo-linke" Stiftungen vorgeschrieben hat ? Und warum berichtet der "caliban" an seine wenigen Leser in der katholischen Presse und verdummten Linken - NIEMALS etwas ueber die USA und "wikileaks" im Sueden Suedamerikas - oder die Sexualverbrechen der katholischen Priester ? "caliban" ist nicht wichtig genug als Propagandist des Vatikans und derUSA in Suedamerika - und deshalb hat sich weder die "Esquerda" noch .... mit ihm befasst. NICHT WICHTIG GENUG! Aber das Publikum in Brasilien, besonders Porto Alegre, sollte doch mal wissen was alles von Europa in Brasilien herumlungert sich als "Korrespondenten" oder "Entwicklungshelfer" aufspielen...und dabei ein vorsaetzliches entstelltes Zerrbild von ALLEN in Brasilien und Lateinamerika verbreiten - unter "Gruenen" und "verdummten Linken" in Deutschland, und eigentlich nur ausgelacht in Oestreich.

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Kommentar von the ultimate warrior
01.07.2012, 11:05 Uhr

Die Diskussion hier im Forum ist mehr als peinlich.
Irgendwelche Leute behaupten irgendwelche Sachen, stellen irgendwelche Halbwahrheiten und Lügen-Propaganda als Fakten hin.
Irgendwelche Möchtegern-Interessenvertreter werfen irgendwelchen Möchtegern-Verschwörungstheoretiker irgendwelche Art der Propaganda- und Lobby-Arbeit vor.

Mein Gesamt-Eindruck nach lesen dieses Artikels und den sage und schreibe SECHZEHN Kommentaren hier.
Alle wissen alles und jeder hat natürlich die eine und einzige Wahrheit.
BULLSHIT!
Und seit wann braucht eine indigene Bevölkerung Strom?
In der Marketing-Branche spricht man da, glaub ich von suggeriertem, künstlich erzeugtem Bedarf.
Erst wenn diesen Völkern die komplette Ernährungs- und Gesellschafts-Grundlage entzogen ist, wären sie wohl so mürbe gekocht, das sie gar nicht mehr anders können. Ihre Kinder werden ganauso wie unsere vor dem Fernseher verdummen und nicht mehr lernen wie man jagen geht und wie man den Boden bestellt für ein bisschen Gemüse.

Na, bei 1,3 Mrd Euro kann man schon mal nervös werden und: Ja! wohl auch ganz besonders unsere europäischen Armuts-, Wirtschafts- und Krisengewinnler.

Nehmt das schlimmste an, multipliziert es noch mit ein bißchen menschlicher Gier und Rücksichtslosigkeit und Ihr kommt wahrscheinlich so ungefähr auf die "FAKTEN" der Situationen vor Ort.

Wenn die Menschheit in den letzten Jahrzehnten von irgendwelchen Staudamm-Projekten gehört oder gelesen hat, waren am Ende immer die Verlierer noch vor Ort gebunden aber nicht mehr lebensfähig und das ganze Geld aufgeteilt unter einigen sehr wichtigen Leuten.

Glaubt erstens an nichts mehr von irgendwem in dieser Sache und zweitens werde ich jetzt versuchen auf den Zug aufzuspringen und mir das Sahnestückchen von diesen 1,3 Mrd. zu holen! Yeah! Es lebe der Goldrausch!

mit freundlichem Gruß,
euer T U M

Lange lebe die menschliche Menschlichkeit und die Fähigkeit zur Vernunft (bzw. wenn beides nicht mehr funktioniert haben wir ja immer noch unsere dicken Bank-Konten

até logo

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Seit: Apr. 2010
Beiträge: 9
Kommentar von caliban
01.07.2012, 20:23 Uhr

Ein Hund bellt, die Karawane zieht weiter...

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Kommentar von otton
01.07.2012, 23:04 Uhr

Alle Indianer/inen welche man persoenlich "hautnah" kennt, oder mit welchen man Schulter an Schulter als ebenbuertiger geschuftet hat, oder Indianer welche schon vollkommen seit Generationen integriert sind - vielleicht der Zahnartz - schuetteln nur ihre Koepfe wenn man ihnen von den Karl-May-Denken der Deutschen berichtet. KEINER wuerde wieder zum "Jagen" (was?) und Fischen in die gruene Hoelle zurueck oder zum Schlafen in eine Hoehle. Das einzige wichtige - ist dass die Indigenen bei allen Entwicklungen beteiligt werden. Und dafuer haben sie ihre eigenen Rechtsanwaelte: In den beiden Americas stehen TAUSENDE von Indigenenklagen in den Gerichten. Die Klage "Oneida Nation vs. New York" zieht seit 34 Jahren durch die Justiz-Instanzen. In Kanada stehen 800 Indigenenforderungen in den Gerichten und ueber 2000 sind in Vorbereitung. Seh dir an im Internet, den alten RAONI (ein Caiapo) mit den entstellen Lippenteller, und dann in Mexiko: Sieh youtube PLACIDO DOMINGO ARMANDO MANZANERO ADORO - er erklaert:" Ich werde jetzt meine Komposition teilweise in unserer Sprache das Maya singen" Er ist 100% Maya-Indianer - und Komponist von 400+ Kompositionen - welche weltweit gehoert werden (auch fruher gesungen von Sinatra und Elvis, heute von Opernsaengern). Das geht nicht ohne Elektrizitaet - auch nicht fuer Indianer 2012 !

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Kommentar von juergen
02.07.2012, 08:37 Uhr

@iracema:
sag mal, was ist denn in dich gefahren?

sind das so drohungen, die man so im jahre 2012 gegenueber foristen ausstoesst?

wir befinden uns hier in einem offenen und respektvollem meinungsforum und nicht im mittelalter.

oder ist der demokratiegedanke bei dir noch nicht angekommen?

du kannst dich aergern wie du willst; als verwoehnte brasilianerin solltest du bald lernen, mit kritik umzugehen.

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Kommentar von Ardaga Widor
03.07.2012, 15:51 Uhr

Zu meinem Erstaunen sehe ich heute, nach zwei Tagen ohne internet, die Wellen höher schlagen, ohne das viel Substanz aufgewirbelt würde. Das ist freilich dem Niveau des/der fantasie- und hassvollen Menschen zu verdanken, der/die sich mit mehr Namen, als traditionelle Indigene mit Federn schmücken und fleissig seine/ihre Sinnlosigkeit in diversen Diskussionsforen verteilt/verteilen. Wenigstens übt er/üben sie sich im gar nicht so schlechten deutschen Ausdruck. Bravo.
Die unter dem Iracema-Deckblatterl zuletzt abgegebene Dummheit einer „Deportations-Drohung“ hat mich und meine FreundInnen wieder, wie schon zuvor die „Otton’sche“ Erklärung zum Vatikan- und NATO-Spion, kräftig amüsiert, danke. Die Bundespolizei (die Polícia Federal) ist eines unserer ganz wenigen kontemporären Organe, das sich – all-demokratischseits – gute Zensuren verdient. Sie agiert fast immer im Rechtsrahmen und arbeitet tatsächlich und effizient. Auch wider „grosse“ (Polit-) Gangster. Eine Ausnahmeerscheinung, im Gegensatz zum grossen tief korrupten Rest.

Im Übrigen ist es gut, dass xenofobistische Entgleisungen („Ausländer raus aus Brasilien!“) sichtbar werden. Denn in Europa ist vielfach unbekannt, dass Xenofobie AUCH hier Tradition hat. Allerdings eher als Tradition der Mächtigen. Die diese populistsiche Karte immer wieder gerne nützen, wenn’s ums Ablenken von kriminellen Machenschaften geht. Das reicht zurück bis zur vorletzten Jahrhundertwende. Auch haben wir durchaus die ordinärste Form von „interner Xenofobie“. Rechtsradikale Banden in den Metropolen des Südens und auch São Paulo machen immer wieder Jagd auf (dunkelhäutige) Landsfrauen und –männer (vermeintlich) aus dem Nordosten. Oder „Mischpaare“. Das gehört alles zum Dunstkreis der Multietikettenschreiber(s).

Wusstet Ihr auch, dass die grösste Auslandsorganisation der NSDAP die brasilianische war? Dass wir Konzentrationslagerkopien hatten. Mit Schwarzen, statt Juden und Roma drin? Gebaut mit Ziegeln, wo das Hakenkreuz drauf prangte? Dass zu den grossen Städten im Süden Zenhtausende bei Naziaufmärschen kamen? Dieses starke Gedankenungut hat sich selbstverständlich nicht in ein Nichts verflüchtigt. Ist weiterhin präsent. Und Dank „Iracema“ nun auch für Euch ein wenig sichtbar geworden.

Ich habe heute früh den von „caliban“ gereichten Faden aufgenommen und ein bisschen weiter gedacht. Zur „Figur“ hinter den lustigen Etiketten (Otton, Valeria, Iracema...): „...ein und derselbe Verschwörungstheoretiker aus Florida...“.
Du wirst schon Deine Gründe und Forschungen haben, zu diesem Schluss gekommen zu sein. Aber ich denke, es handelt sich um ein grösseres Um- und Un-Feld. (Das gibts ja nicht, dass einer allein so viel Mist produzieren kann, obwohl die Rechtschreibung bisweilen auf das hindeutet. Der hätte ja kaum noch Zeit zu essen und zu schlafen...?)
In unseren unabhängigen Medienforen beglücken uns ganz ähnliche Figuren. Die zu allen und allem ihren rechtsreaktionären und wirren Senf dazu sprudeln. Egal, ob’s um ökologische, politische oder technologische Sachen geht. „Pedro Mudin“ ist hier so eine Etikette, z.B.
Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass zu China KonkubinenschreiberInnen von staatsseits bezahlt werden, um unabhängige Foren zu desavouieren. Warum sollen strammrechte Interessensgruppen das nicht idem so halten? Kostet die ein Brot ohne Butter.

Unsere Zerstörungslobbies im Land, wie die Ruralisten und die Militär- und Atomfetischisten, können sich durchaus der Unterstützung von ultrastrammrechten „Intellektuellen“ (selbst erklärten) und „thinktanks“ erfreuen. Die wiederum meist in den USA angesiedelt sind. Zu erstern sind Olavo de Carvalho (beliebtestes repetitives Angriffsziel sind all jene, die „abstrakte Werte“ wie „Freiheit, Menschenrechte, Gleichheit, Gerechtigkeit“ vertreten) und Ricardo Felicio („es gibt keine Globalerwärmung“ und „Amazonas kann ruhig abgeholzt werden, in zwanzig Jahren wächst er nach“) zu zählen. Zu zweiteren der MSIa (Bewegung der Iberoamerikanischen Solidarität), wo mensch z.Z. auch nachlesen kann (http://www.msia.org.br/a-quem-interessa-uma-crise-militar/), dass Menschenrechte und deren VertreterInnen eigentlich ein Schmarrn („abstrakter Fetisch“), und die braven brasilianischen Streikräfte Opfer von international konspirierten Verleumdungskampagnen sind. Wer Portugiesisch versteht und die Ergüsse dort liest (starker Magen nötig!), wird die normative „Denk“basis – die „Matrix“ – von den Ottons und Iracemas wieder erkennen.

Aber – NOCHMAL! – , wichtig sind hier nicht die rhetorischen udn inhaltlichen Schwachleistungen, sondern die Rettet-den-Regenwald-Initiative. Unterschreiben, mitmachen. Auf dass „Internationale Solidarität“ nicht zu einem Schlagwort verkomme.
Und für jene, die sich für Indigene Gesellschaften im zeitgenössischen Brasilien interessieren, darf ich noch dies anbieten: http://de.indymedia.org/2012/04/327764.shtml

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Kommentar von zarakthuul
03.07.2012, 16:25 Uhr

Es ist schon interessant wie schnell hier Verschwörungstheorien aufkommen. Dabei ist das Thema doch : Sind die Vorteile des neuen Staudammprojektes größer oder kleiner als seine Nachteile! Hier scheint sachliche Diskussion kaum möglich. Gerade die "Gutmenschen" reagieren auf Fakten gern hysterisch.
Fakt ist unter anderem, das für die meisten indigenen Völker ein traditionelles Leben nicht mehr möglich ist. Hierfür gibt es viele Gründe, jetzt mal nur 2 davon. Erstens der Wegfall von Lebensgrundlagen durch Eingriffe des Menschen in die Natur. Hier wird auch das neue Staudammprojekt weitere Tatsachen schaffen. Zweitens die viel zu hohe Reproduktionsrate der indigenen. Viele Kinder waren sinnvoll bei einem gefahrvollem Leben im Dschungel und ohne Medizin für viele Krankheiten. Jetzt kann auch ein intakter Urwald die wachsende Zahl der indigenen nicht mehr traditionell ernähren.
Außerdem: wer aus der deutschen "Bionade-Bourgeoisie" will den Brasilianern wachsenden Wohlstand verbieten? Von wem werden die bezahlt: von Solarworld, Nordex und Co.?

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03.07.2012, 16:34 Uhr

Auch wenn das Niveau der Argumente teilweise unterirdisch ist und sich in Verschwörungstheorien verliert, sehe ich es dennoch als gutes Zeichen, dass es um das Thema eine lebhafte Diskussion gibt. Die Redakteure von Rettet den Regenwald (RdR) ziehen sich ihre Argumente nicht aus den Fingern, sondern berufen sich auf seriöse Quellen. Ich lade Euch noch einmal dazu ein, diese, zugegeben etwas längere, Stellungnahme von RdR zu lesen. Es geht nicht darum den BrasilianerInnen die Entwicklung streitig zu machen, wie hier einige behaupten. Und RdR beruft sich auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus Brasilien. Die Frage wem solch eine Entwicklung nützt, sollte Leitfaden der Argumentation sein. RdR geht von einem basisdemokratischen Entwicklungskonzept aus, dass Selbstbestimmung, Menschenrechte und Ökologie in den Vordergrund stellt.

Auch wenn der Fokus der aktuellen Protestaktion auf der Kritik an der Beteiligung europäischer Firmen an Belo Monte liegt, wollen wir die Argumentation gegen das Projekt nicht darauf verkürzen. Andere Aspekte hatten wir bei vorhergehender Petitionen zum Thema herausgestellt.(1)

Wir standen auch bereits seit Oktober 2010 u.a. mit der Firma Voith in Kontakt.(2) Auf unsere Kritik an der Beteiligung von Voith an Belo Monte wurde allerdings mit schwachen Argumenten reagiert. Anstatt auf die konkreten Punkte einzugehen, berief sich Voith auf die Zustimmung zu Belo Monte unter seinen Mitarbeitern in Brasilien: "Dies wissen wir nicht zuletzt aus den zahlreichen Gesprächen mit unseren 2500 Mitarbeitern in Brasilien."

Es ist schade, dass Herr Dr. Hubert Lienhard seine Meinung auf die Aussage der Leute stützt, die von ihm abhängig sind und die monatlich Geld von ihm bekommen. Mittlerweile dürfte sich die Stimmung bei den Arbeitern am Belo Monte Staudamm auch geändert haben. Seit Ende April 2012 gibt es aufgrund miserabler Arbeitsbedingungen immer wieder Arbeitsniederlegungen und Streiks auf den Baustellen von Belo Monte.(3)

In einer E-Mail erklärt Dr. Lienhard weiter, dass sein Unternehmen davon ausgehe, dass die Betreiber mit den „verbundenen ökologischen und sozialen Themen verantwortungsbewusst umgehen werden“. Zudem, so weiter "prüfen wir als Unternehmen solche Projekte stets sehr intensiv, bevor wir uns engagieren." Dabei hätte Voith allerdings nicht entgehen dürfen, dass das Belo-Monte-Projekt nach wie vor einem Großteil der 40 verbindlichen Umwelt- und Sozialauflagen nicht (!) entspricht, die von der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA als Vorraussetzung für den Baubeginn (!) gestellt wurden. Diese Standards wurden als Ergebnis eines Teil - EIAs (Environmental Impact Assessment - Umweltgutachten) festgelegt. Ein vollständiges und unabhängiges EIA für Belo Monte existiert bis heute nicht. (4) Deswegen fordert sowohl die Staatsanwaltschaft von Altamira (Bauort) (5) sowie die Organisation Amerikanischer Staaten - OAS (6) wegen der Rechtsverstöße beim Bau von Belo Monte einen sofortigen Baustopp für das Projekt.

Die an Belo Monte beteiligten europäischen Unternehmen berufen sich auf ihren Webseiten auf Prinzipien der Nachhaltigkeit und verpflichten sich zu ökologisch und sozial verantwortlichen wirtschaften. Mit der Beteiligung an einem letztlich illegalen Bauwerk, das sowohl gegen internationale Menschenrechte als auch gegen nationale Umweltrechte verstößt, verletzen die Konzerne ihre selbstgesteckten Verpflichtungen fundamental.

Das Argument der grünen und nachhaltigen Energieversorgung durch solche riesigen Staudammprojekte verfängt ebenso. Natürlich ist auch RdR der Meinung, dass schnellstmöglich eine Energiewende notwendig ist, die das Ziel verfolgen muss von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. Nach eingehender Analyse sind wir der Meinung, dass Großprojekte wie der Belo-Monte-Staudamm uns diesem Ziel nicht näher bringen. Für dieses Bauprojekt wird mehr Erde bewegt als beim Bau des Panamakanals. Die Energie die von Belo Monte erzeugt werden soll, dient nicht dazu, die Energieversorgung der brasilianischen Menschen, und erst Recht nicht der lokalen Bevölkerung in Altamira, zu decken. Ein Großteil dieser Energie ist für die weitere wirtschaftliche Erschließung des Amazonas verplant. Im Boden der Amazonasregion Pará liegen große Rohstoffvorkommen. Bisher ist deren Erschließung aufgrund mangelnder Energieversorgung kaum möglich. Große Bergbauprojekte brauchen viel Energie. Auch für die bereits bestehende Industrie ist das Projekt ein Segen. Belo Monte wird vor allem gebaut, um die Energie für internationale Aluminiumkonzerne zu liefern, die in Amazonien im großen Stil Bauxit zu Aluminium verhütten. (7) Die verheerenden ökologischen und sozialen Auswirkungen solcher Megaprojekte lassen sich in ganz Lateinamerika betrachten. Belo Monte ist also kein Aufbruch in ein post-fossiles Energiezeitalter. Es dient eher dazu die Energiewende hinauszuzögern.

Eine Energie-Versorgung der weit verstreuten lokalen Bevölkerung im Amazonasgebiet könnte wesentlich umweltfreundlicher, sozialverträglicher und vor allem auch basisdemokratisch organisierter über eine dezentralisierte, kleinteilige Energieversorgung umgesetzt werden. Ein gutes Beispiel, aus meiner persönlichen Sicht, ist das Projekt "Hydrointag" in der Region Intag in Ecuador. (8)

Die an brasilianischen Forschungseinrichtungen aktiven, international renommierten Experten Dr. Sergio Pacca und Dr. Philip Fearnside schätzen die Umweltauswirkungen für gravierend ein. Zumal eine Regenwaldfläche so groß wie der Bodensee geflutet werden soll. Die im Wasser verrottende Biomasse erzeugt immense Methanemissionen und der zerstörte Wald stünde auch nicht mehr als Kohlenstoffsenke zur Verfügung. Zumal beide Wissenschaftler sogar die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit des Projekts in Frage stellen, da aufgrund der geringen Wassermenge des Xingú, das Wasserkraftwerk 3 bis 4 Monate nicht betrieben werden kann. (9)(10)

Ein weiterer Grund gegen das Belo-Monte-Projekt aktiv zu werden, ist sein Vorbildcharakter. Derzeit sind im Amazonasgebiet mindesten 150 weitere Groß-Wasserkraftwerke geplant. Fast alle ohne ausreichende Analyse ihrer Auswirkungen auf Umwelt- und Bevölkerung. Wenn Belo-Monte unter diesen repressiven Bedingungen durchgedrückt wird, dann wird das negative Vorbildfunktion für die anderen Projekte haben und verheerende Auswirkungen auf die Umwelt sowie viele weitere soziale Konflikte mit sich bringen. (11)

Weitere Gründe gegen solche Mega-Staudamprojekte wie Belo Monte können sie unter den folgenden Fußnoten recherchieren. (12)(13)(14)(15)

(1) z.B. https://www.regenwald.org/aktion/676/megastaudammprojekt-in-brasilien-endgueltig-stoppen

(2) http://www.regenwald.org/news/1652/schadensbegrenzung-statt-einsicht

(3) http://plattformbelomonte.blogspot.de/2012/05/abgeordnetenkommission-bestatigt.html

(4) http://philip.inpa.gov.br/publ_livres/2011/Belo%20Monte-Latin%20America%20Energy%20Advisor.pdf

(5) O-Ton in Dokumentation "Countdown am Xingu II", http://www.neuewut.de/index.php

(6) http://plattformbelomonte.blogspot.co.at/2011/04/oas-fordert-sofortigen-stopp-fur-belo.html

(7) http://www.global2000.at/site/de/magazin/international/belomonteinterview/

(8) http://www.regenwald.org/news/3777/ecuador-interview-mit-kaffeebauer-und-umweltschuetzer-jose-cueva-aus-dem-intag

(9) http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/

(10) http://philip.inpa.gov.br/publ_livres/2011/Belo%20Monte-Latin%20America%20Energy%20Advisor.pdf

(11) http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0035126

(12)http://www.internationalrivers.org/files/attached-files/j4337_irn_factsheet_3.pdf

(13)http://www.wissenschaft-online.de/artikel/892219&_z=859070

(14)http://sedl.at/Wasserkraftwerke/Umweltwirkungen

(15)http://plattformbelomonte.blogspot.de/ (Video: Strom der aus dem Wasser kommt)

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Kommentar von jurgen
05.07.2012, 01:52 Uhr

@rettet den regenwald:

wwf
greenpeace
rettet den regenwald
....

warum diese inflation von organisationen, die eh weltweit "taetig" sind?

ich weiss zum beispiel aus eigener erfahrung, dass wwf sich sehr stark im amazonas einbringt. hier waere also ein eventuelles gegenargument ihreseits sinnlos.

wie stehen sie zu bischof kraeutler?

zwei einfache fragen, auf die ich gerne eine antwort haette.

mfg

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Kommentar von otton
06.07.2012, 07:19 Uhr

Von Indianern fuer Indianer produziert und gefilmt: PIRINOP MEU PRIMEITO CONTATO (Erinnerung an 1972 als das "Gespenst" die Siedlung ueberflog - vor der Ankunft der Weissen). ---- SANDRA TERENA BREAKING THE SILENCE - (Aktion von Indianern gegen die Tradition des Infantizids: Das Begraben oder Verbrennen von Kindern: Uneheliche, Zwillinge, Behinderte).

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Kommentar von otton
06.07.2012, 07:28 Uhr

Berichtigung : PIRINOP MEU PRIMEIRO CONTATO - ( primeiro nicht primeito) Also "Pirinop erzaehlt den Moment des ersten Kontaktes mit den Weissen, als das 'Gespenst' die Siedlung ueberflog, und ihre Mutter, welche ihren Bruder umschlugen trug, vor Schreck gegen den Mittelpfahl der Huette rannte." Der Kurzdokumentar wurde vollkommen von den Indigenen selbst produziert.) Manche Deutsche erinnern sich heute auch an den Moment des ersten fremden Soldaten...

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Kommentar von silvicos
06.07.2012, 07:43 Uhr

Arme Nation welche von einem Oestreicher "erloest" werden soll: Erzherzog Ferdinand - erschossen Attentat 1914 in Serbien - Erster Weltkrieg. Erzherzog Maximilian als "Kaiser Mexikos", fusiliert 1867 von der Regierung Mexikos, der "Fuehrer" selbst erschossen in Berlin 1945. Bischof Kraeutler - in Brasilien - immer noch an der Erloesung der Brasilianer wirkend ! Lieber Gott: Schuetze die Voelker vor den Erloesern aus Oestreich !

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Kommentar von Andi
06.07.2012, 15:57 Uhr

Ich muss sagen, die Lektüre der Kommentare war sehr unterhaltsam. Leider nicht wirklich informativ...
Das jeder hier seine Meinung(!) abgibt ist schön, gewollt ind richtig. Aber belasst es doch bitte bei eurer Meinung und werdet nicht Meinungsbildend ohne Belege/Quellen zu liefern.

Das Wort „Fakt” hinter seine Äußerung zu schreiben macht diese nicht zu einem solchen - auch wenn ihr das gerne hättet.
Wenn es „Fakt” ist, liefert einen Beleg.
Wenn ihr keinen habt, lasst das Wort aus dem Spiel und nutzt Argumente um eure Position zu untermauern.

Der Großteil von dem, was ich hier gelesen habe, kann ich mir als recht amüsantes Streitgespräch auf einer Theaterbühne vorstellen.
Übrigens inklusive „Ardaga Widor”, dessen zusehr gehobene Sprache seinen vorhandenen Anspruch auf Glaubwürdigkeit für den Otto-normal-Leser zerstört.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung und nicht als Beleidigung, sondern eher als konstruktive Kritik gedacht.

Egal wieviel hier diskutiert wird, egal auf welchem Niveau, es wird nichts bringen, wenn ihr eure Positionen im Streit und ohne Belege zum Besten gebt.
Dann geschieh hier in Europa lediglich das, was immer geschieht:
Ein wichtiges Thema wird ohne Belege totgeredet; Die Industrie verdient sich eine goldene Nase und die direkt Betroffenen sitzen in der Tinte.

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Beiträge: 9
Kommentar von caliban
06.07.2012, 15:57 Uhr

"silvicos" - auch hübsch, "jzv"!

Zu Ardaga, ich zitiere:
"Ich habe heute früh den von „caliban“ gereichten Faden aufgenommen und ein bisschen weiter gedacht. Zur „Figur“ hinter den lustigen Etiketten (Otton, Valeria, Iracema...): „...ein und derselbe Verschwörungstheoretiker aus Florida...“.
Du wirst schon Deine Gründe und Forschungen haben, zu diesem Schluss gekommen zu sein. Aber ich denke, es handelt sich um ein grösseres Um- und Un-Feld. (Das gibts ja nicht, dass einer allein so viel Mist produzieren kann, obwohl die Rechtschreibung bisweilen auf das hindeutet. Der hätte ja kaum noch Zeit zu essen und zu schlafen...?)
In unseren unabhängigen Medienforen beglücken uns ganz ähnliche Figuren. Die zu allen und allem ihren rechtsreaktionären und wirren Senf dazu sprudeln. (...)"

Ob der Mann aus Florida (NICHT aus Brasilien!) von irgendwelchen Sekten à la Lyndon LaRouche oder aus dem Umfeld des Ex-Greenpeacers Patrick Moore ein Stipendium kriegt oder nicht, ist sekundär - aus dieser Ecke scheint er aber zu kommen. Jedenfalls ist er ein manischer, durchaus belesener Überzeugungstäter, und ich neige immer noch zur These, dass tatsächlich "einer allein so viel Mist produzieren kann"...

Gruß nach Amazonien!

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Kommentar von dahoam
07.07.2012, 16:52 Uhr

ich hoffe das der Regenwald bald platt gemacht wird und die menschen in Brasilien endlich ein high tech land wird.

ich flehe alle Kapitalisten an, sich nicht unterkriegen zu lassen

PEACE!

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Caliban_78x78c
Seit: Apr. 2010
Beiträge: 9
Kommentar von caliban
09.07.2012, 00:22 Uhr

an "valeria" aka "otton" etc.pp.

Auch wenn Porto Alegre meines Wissens nicht in Patagonien liegt - ich bin in der Karibik zu Hause. Aber auch da kann man sich diesen neuen, schönen - aber Achtung! natürlich NATO- und Vatikangesponserten! - Film über Belo Monte ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=091GM9g2jGk

Und damit Gruß in Runde und servus!

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Caliban_78x78c
Seit: Apr. 2010
Beiträge: 9
Kommentar von caliban
09.07.2012, 00:25 Uhr

hier mit englischen Untertiteln:

http://www.youtube.com/watch?v=ZoRhavupkfw

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Kommentar von valeria
03.08.2012, 22:55 Uhr

DEUTSCHE & "AUSTRIACOS" WELCHE BELO MONTE IN BRASILIEN NICHT STOPPEN WERDEN: BISCHOF ERWIN KRAEUTLER, ARNOLD SCHWARZENEGGER, NAIMA MOVASSAT, DAVID VOLLRATH, ELKE ROTHKOPF, ANNA BUGEY, YVONNE BANGERT, CHRISTIAN RUSSAU, CHRISTIAN 'ARDAGA'WIDOR, GERHARD DILGER, NORBERT SUCHANEK, WERNER RUDHART. Wer sich im "Reich" mit Brasilien befasst, wird auch von den Medien und dem Publikum in Brasilien bemerkt!

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Kommentar von otton
06.08.2012, 07:05 Uhr

Fremde NROs analysiert in 02551/82260/ABIN/GSIPR/9.5.2011 (von Agencia Brasileira de Inteligencia) - als internationale Propaganda-NROs in der Kampagne gegen das nationale Entwicklungsprojekt Belo Monte Hydroelektrikdamm. (Auch ihre Finanzierung, teilweise durch "fremde" Regierungen) : AMAZONWATCH, INTERNATIONAL RIVERS, AVAAZ FOUNDATION, GREENPEACE, WWF/WORLD WIDE FUND FOR NATURE, RAINFOREST FOUNDATION USA, INTERAMERICAN FOUNDATION FOR ENVIRONMENTAL DEFENSE/AIDA, THE NATURE CONSERVANCY/TNC, FRIENDS OF THE EARTH, CONSERVATION INTERNATIONAL/CI, CLINTON GLOBAL INITIATIVES. (Das Dokument ist in Brasilien publiziert worden. Sieh CONVERSA AFIADA julho 5. 2011, oder CONVERSA AFIADA ABIN ONGS )

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06.08.2012, 12:55 Uhr

Liebe KommentatorInnen,

ich würde mich freuen, wenn wir uns bei der Diskussion an Fakten abarbeiten könnten, Meinungen respektvoll austauschen und das Für und Wider solcher Mega-Projekte anhand von Argumenten debattieren. Die "Nazi-Keule" zu schwingen und indirekte Drohungen auszusprechen, finde ich einfach lächerlich.

@Jurgen: Es ist unerheblich wie RdR zu Bischof Kräutler steht. Die indigenen Basisorganisationen "Xingu vivo para sempre" haben Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen um Solidarität gebeten. Das ist die Triebfeder unserer Arbeit. Ich persönlich (!!) bin kein Freund kirchlicher Institutionen - aber ich bin für Meinungs- und Religionsfreiheit und erkenne die individuellen Leistungen eines Menschen an. Kräutler setzt sich für die Belange der Menschen ein, die von Staat und Unternehmen unterdrückt werden. Das macht er m.W.n. ohne Missionierungsdrang und gegen den Willen der Autoritäten in der katholischen Kirche. Er macht sich somit in seiner eigenen Institution keine Freunde (der Papst wollte ihn bsp. nicht empfangen). Er riskiert auch sein Leben für seine Ideale und die Verteidigung der Entrechteten. Das verlangt mir Respekt ab und deswegen schätze ich den Einsatz von Erwin Kräutler.

@ Valerie und Otton: Eure "Feindesliste" (sogar geheimdienstlich untermauert, wow) erinnert mich eher an dunkle Zeiten. Aber, wie schon öfter erwähnt - die Hauptkritik an Belo Monte kommt aus Brasilien selbst. Und wenn die brass. KritikerInnen mit auf Eurer Liste stehen, dann ehrt es mich, wenn ich auch dabei bin. Hier noch einmal zum lesen und schauen, dass die Belo Monte Kritik aus Brasilien selbst kommt und von Nichtregierungs-organisationen (!) in anderen Ländern unterstützt wird. Belo Monte ist ein transnationales Projekt (Norte Energia, Mercedes Benz, Voith, Andritz etc.) und der Widerstand eben auch. Willkommen in der globalisierten Welt.

Analyse der sozio-ökologischen Folgen von Belo Monte (erstellt von 42 renommierten Wissenschaftlern, die in Brasilien forschen):
http://www.fase.org.br/projetos/clientes/noar/noar/UserFiles/17/File/Belo_Monte_pareceres_Painel.pdf

Analyse der Menschenrechtsverletzung um Belo-Monte durch die Brasilianischen Menschenrechtsplattform:
www.abant.org.br/file?id=197

Analyse der ökonomischen und ökologischen Widersprüche durch das brasilianische Instituto Tecnológico de Aeronáutica:
http://www.xinguvivo.org.br/wp-content/uploads/2010/10/Uncertainties-in-Amazon-hydropower-development_-Risk-scenarios-and-environmental-issues-around-the-Belo-Monte-dam.pdf

Motive der zurückgetretenen IBAMA Experten (bras.Umweltbehörde) aufgrund Belo-Monte Probleme:
http://www.votebrasil.com/noticia/politica/o-estopim-das-demissoes-foi-o-minc
http://www.brasildiario.com/noticias/sustentabilidade/abelardo+bayma+azevedo+deixa+a+presidencia+do+ibama/0151,0009022,index.html

Der Dokumentarfilm "Belo Monte - Announcement of War" vom brasilianischen Regisseur André D'Elia:
http://vimeo.com/31545595

Mit besten Grüßen

D.V.

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06.08.2012, 17:33 Uhr

Als Ergänzung möchte ich noch den Link zum etwas längeren Trailer der Dokumentation "Belo Monte - Announcement of War" hinzufügen.

http://www.youtube.com/watch?v=Vj-3rguDejo

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13.08.2012, 10:13 Uhr

Hier ein aktueller, sehr interessanter Artikel im Wissenschaftsmagazin Sprektrum zu den ökologischen Gefahren von Mega-Staudammprojekten. Das Belo-Monte-Projekt wird dort mit all seinen Widersprüchen als Negativbeispiel durchleutet:

Zur Wirtschaftlichkeit: "(...). Das bedeutet, dass Belo Monte einige Monate lang nicht mit voller Kapazität laufen kann. Im Durchschnitt wird es also eher rund 4300 Megawatt produzieren und bei Weitem nicht die potenziell möglichen 11 000 Megawatt", gesteht daher Nelson Siffert von der brasilianischen Nationalbank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (BNDS), die das Projekt mitfinanziert."

"Walter Coronado Antunes, der frühere Umweltminister des Bundesstaats São Paulo bezeichnete deshalb Belo Monte bereits als "die schlechteste Ingenieursarbeit in der Geschichte des brasilianischen Wasserbaus, wenn nicht gar der Welt" und als "eine Schande für uns Ingenieure" – harte Worte, denen sich andere Techniker bereits angeschlossen haben."

Der ganze Artikel: http://www.spektrum.de/alias/energiewende-international/der-amazonas-wird-angezapft/1150908

MfG

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Kommentar von joern-alexander
15.08.2012, 17:45 Uhr

Weil es hier ja leider sehr viele wenig fundierte Kommentare gab - diese aktuelle Meldung!

Kein Riesenstaudamm in Brasilien
Sieg für die Xingu-Indianer

Ein Gericht verhängt einen sofortigen Baustopp für den Amazonas-Staudamm Belo Monte. Das riesige Wasserkraftwerk im Regenwald wird damit erstmal verhindert...
http://www.taz.de/!99716/

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