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19.12.2012, 14:10 Uhr

In eigener Sache - Weltweiter AKW-Report auf Deutsch

Der "Welt-Statusreport Atomindustrie 2012″ ist der vollständige und unabhängige Bericht zur Atomindustrie weltweit. Die deutsche Ausgabe erscheint exklusiv bei der taz, im taz e-Kiosk zum Download und als Print-on-demand auf Papier. 

Hier das detaillierte Inhaltsverzeichnisses (PDF)

 

Der „Welt-Statusreport“, der Faktencheck zur Atomindustrie 2012, erscheint bei der taz – während die Wahl in Japan für die Atombranche glimpflich ausgeht. von Reiner Metzger  

Es gibt viele Zahlen zu Atomkraft, aber nur wenige davon sind glaubhaft. Der atomkritische, aber propagandaferne „Welt-Statusreport Atomindustrie“ prüft seit Jahren die Angaben der diversen Industriepublikationen und vieler anderer Medien auf ihre Realität. Nun ist die Ausgabe 2012 auf Deutsch erschienen, exklusiv bei der taz.

Alle Länder mit Atomkraft werden dargestellt, mit Diagrammen die Verläufe über die Jahrzehnte erklärt. So stellt man etwa mit Erstaunen fest, dass der Atomstromanteil in China fällt, obwohl das Land die meisten Reaktorneubauten verzeichnet. Mit 1,8 Prozent liegt der Anteil an AKW-Strom in dem Land bereits unter dem von Windstrom.

Der Report ist auf Englisch unter www.worldnuclearreport.org zu lesen. Einen aktuellen Bezug hat er durch die vorgezogenen Wahlen in einem der Musteratomländer gewonnen: Die Parlamentswahlen in Japan vom Sonntag galten als eine Wahl mit weltweiten Auswirkungen. Die regierende Demokratische Partei hatte einen Atomausstieg angestrebt.

Und es kandidierten AKW-Gegner. Japan ist laut dem Statusreport mit 54 Reaktoren eine der größten Nuklearnationen der Welt. Offiziell gelten nur vier der Fukushima-Daiichi-Reaktoren als „endgültig abgeschaltet“, die übrigen 50 Reaktoren bleiben „betriebsbereit“, und in den internationalen Listen erscheinen auch noch zwei Reaktoren als „im Bau“.

Atomkraft war also Thema im Land. Allerdings kam die Wahl überraschend schnell, was es neuen Kräften schwer machte. Es gewann denn auch die traditionelle Regierungspartei LDP zusammen mit einem Koalitionspartner mehr als zwei Drittel der Stimmen im Unterhaus. Die neue Tomorrow Party of Japan mit dem atomkritischen Gouverneur Yukiko Kada an der Spitze erreichte nur neun Sitze.

Mit einer Entscheidung, wieviele Atomkraftwerke nun künftig betrieben werden, will sich die kommende LDP-Regierung Zeit lassen. Aber die Investoren an der Tokioter Börse hatten am Montag eine eindeutige Einschätzung: Die Aktien der Betreibergesellschaft des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima, Tepco, schossen mit einem Aufschlag von fast 33 Prozent regelrecht durch die Decke. In Japan sind derzeit fast alle 50 Atomreaktoren abgeschaltet – nur zwei sind am Netz. 

 

Der Welt-Statusreport Atomindustrie 2012
von M.Schneider und A.Froggatt

103 Seiten DIN A 4, mit vielen Tabellen und hunderten Quellenangaben
Im  taz e-Kiosk zum Download für 9,90 Euro

Im taz-Shop als Print-on-demand für 20 Euro

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