Ein erstes Resümee zu ziehen fällt leicht: "Blockupy hat gewonnen" und "die Stadt Frankfurt hat sich blamiert". Nun gut, da gehen bis auf die FAZ (1) und die Bild auch alle Medien mit - aber ganz so einfach ist es nicht.
Vier Tage Ausnahmezustand in Frankfurt... und niemand regt sich öffentlich auf. Das möchte ich hiermit nachholen - Klartext:
5000 Polizisten riegeln weite Teile der Frankfurter Innenstadt ab. Anwohner, Angestellte und Geschäftinhaber müssen sich ausweisen um passieren zu dürfen. Der Einzelhandel spricht von 10 Millionen Euro Verlust, alleine am Samstag ...
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Am Freitag war die europäische Zentralbank weiträumig blockiert. Die Polizei nahm den AktivistInnen größtenteils die Arbeit ab, was sie aber auch in den Tagen zuvor schon getan hatte.
Aber auch 1- 2000 Blockupy-AktivistInnen waren vor Ort. Über den Tag verteilt fanden viele kleine Aktionen, Sitzblockaden, Flashmobs, Kundgebungen und spontane Demonstrationen statt.
"Take the squares", so das Motto von Blockupy für diesen Donnerstag. Viele hundert Menschen hielten sich daran und versammelten sich auf verschiedenen Plätzen in der Frankfurter Innenstadt. Trotz eines Großaufgebotes der Polizei, die sehr selbstbewusst versuchte eine nicht vorhandene Allgemeinverfügung* durchzusetzen.
Eigentlich wollte das Bündnis Blockupy gegen das Spardiktat der Toika (IWF, EZB und EU-Komission) und die Krisenpolitik protestieren. Vor einer autoritären Wandlung des EU-Regimes wurde gewarnt. Manch ein Beobachter fragte sich gestern, ob sich diese Wandlung nicht schon manifestiert habe. Tatsächlich hat sich Blockupy heute in einen Aktionstag für das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gewandelt...
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Gestern Abend ging es nach Frankfurt am Main. "Pass auf Dich auf!", "sei bloß vorsichtig", haben sich meine KollegInnnen von mir verabschiedet. Es war lieb gemeint, aber wo fahre ich eigentlich hin? Doch nicht nach Kairo oder Damaskus. Nein, nach Frankfurt am Main, also aus der wilden Hauptstadt raus in die Provinz. Ein paar tausend Menschen werden hier erwartet, die gegen die Krisenpolitik der Troika demonstrieren wollen. Keine Unbekannten, sondern ein großes Bündnis von Gewerkschaften, Die Linke, Grüne Jugend, Attac ... bis zur Interventionistischen Linken hat dazu aufgerufen. Unter anderem ist geplant, am Freitag die EZB und ...
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