Berichte aus Blockupy Frankfurt

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19.05.2012, 10:10 Uhr

EZB erfolgreich blockiert

Am Freitag war die europäische Zentralbank weiträumig blockiert. Die Polizei nahm den AktivistInnen größtenteils die Arbeit ab, was sie aber auch in den Tagen zuvor schon getan hatte.

Aber auch 1- 2000 Blockupy-AktivistInnen waren vor Ort. Über den Tag verteilt fanden viele kleine Aktionen, Sitzblockaden, Flashmobs, Kundgebungen und spontane Demonstrationen statt.

Videoberichte von den Aktionen:

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graswurzel.tv

 

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Der Tag began mit einer Spontandemo, die am Hauptbahnhof startete und bald in zwei Polizeikesseln endete. Auch heute galt die Ansage der Polizei, dass alle Versammlungen in Frankfurt verboten sein. Insgesamt wurden 500 Menschen in Gewahrsam genommen.

Rund um die EZB fanden am Vormittag mehrere Sitzblockaden statt. Ein Flashmob zog durch die Stadt und baute sich vor den Polizeiabsperrungen auf. Mit Zetteln wurde der Text: "Blockade steht" hochgehalten. Der anschliessende Sprechchor "Vielen Dank - Polizei", wurde mit viel Gelächter honoriert.

Eine größere spontane Versammlung gelang am Mittag vor der Deutschen Bank Filiale am Schweizer Platz. Mit zahlreichen Transparenten und vielen Wortbeiträgen wurde über die Themen Landraub, Hunger und Ernährung informiert. Die Lebensmittelspekulation der Deutschen Bank stand im Fokus der Kritik.

Auch heute waren die Aktionen bunt und kreativ. Die Medien versuchen derweil ein anderes Bild der Proteste zu transportieren. Einen besonderen Leckerbissen bietet der Spiegel. Die Überschrift: Polizei setzt Wasserwerfer gegen "Blockupy" ein, beruht auf der Aussage, dass die Polizei auch Wasserwerfer vor Ort hatte. Ein klarer Einsatz von parkenden Wasserwerfern.

Die Polizeirepression zeigt inzwischen Wirkung. Nicht alle AktivistInnen konnten an den Aktionen am Freitag teilnehmen. Sei es, weil sie in Gefangenschaft waren, oder Platzverbote sie von der Innenstadt fernhielten. Zu der offiziell genehmigten Großdemonstration heute "dürfen" aber alle kommen. Die Polizei teilt derweil mit, nun aber endlich würden die 2000 Gewaltbereiten da sein. Es wurden zwar noch nicht ganz 2000 Menschen in Gewahrsam genommen, oder stundenlang an der Anreise gehindert, bis auf die Unterhose ausgezogen und deren Zelte beschlagnahmt. Aber vielleicht hat es ja gereicht, dass zumindet ein paar der Kragen platzt. Jede kaputte Fensterscheibe wird zur Rechtfertigung eines 4-tägigen polizeilichen Ausnahmezustandes dienen.

 

 

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(Wir nannten ihn Birne - eigentlich heißt er Helmut ...)