Verschmutzung des Titicacasees muss ein Ende haben! Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gefordert!

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Aktionsform:

Briefaktion

Ziel:

Briefaktion u.a. an die Regionalregierung der Region Puno, um Forderungen und Beschwerden der Betroffenen vor Ort zu unterstützen

Mitmachen:

Auf unserer Webseite kann man die Briefaktion online unterzeichnen, oder sich den Brief herunterladen und uns per Post zusenden.
22.05.2017, 23:38 Uhr

Hier der deutsche Text des Briefes

An: Dr. Juan Luque Mamani, Präsident der Regionalregierung Puno

CC: Pedro Pablo Kuczinski, Präsident Perus

CC: Edmer Trujillo Mori, Minister für Wohnungs- und Bauwesen sowie Abwasserentsorgung/-behandlung

CC: Dr. Luis Antonio Maldonado Neyra, Regionaldirektion für Gesundheit Puno

CC: Ing. Enith Luisa Montreuil Garcia, Gerente Municipal, Gemeindebehörde San Román

CC: Ing. Salvador Teodoro Valdivia Cárdenas, Vorstandsvorsitzender von SEDA in Juliaca, das von der Provinz beauftragte Unternehmen für Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung

 

Sehr geehrter Herr Dr. Luque Mamani,

mich haben Nachrichten über die besorgniserregende Situation am Titicacasee erreicht, was die fortgesetzte Verschmutzung und den langsamen Tod des Sees und seiner Zuflüsse angeht. Die Konzentrationen von Blei, Quecksilber, Kadmium und anderen Metallen, die berichtet wurden, überschreiten die zugelassenen Grenzwerte und stellen eine Bedrohung für die Gesundheit der umliegenden Gemeinden dar. Dadurch werden grundlegende Menschrechte wie das auf Gesundheit, auf Wasser und eine saubere und gesunde Umwelt verletzt. Abgesehen davon dass es keine Aktivitäten zur Vorbeugung und zur Beseitigung der Schäden gibt, sind die Maßnahmen, die die Bevölkerung vor dem verschmutzten Wasser schützen sollen, völlig unzureichend, ebenso fehlt eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung über die Situation. Nicht zuletzt bin ich besorgt, da wir in aller Welt die natürliche Schönheit und den kulturellen Reichtum des Titicacasees und seiner Region schätzen.

Daher unterstütze ich die Beschwerde, die die Bewohner/innen und ihre Vertreter/innen aus den Bezirken Juliaca, Coata, Huata, Capachica und Caracoto im März 2017 gegen die Regionalregierung von Puno eingereicht haben, um Schutzmaßnahmen für die betroffenen Gemeinden zu fordern.

Ich fordere Sie daher auf, die folgenden Maßnahmen zu ergreifen:

  • Richten Sie (geeignete) Kläranlagen für die Abwasserbehandlung und Anlagen für die Behandlung von Abfällen in den Städten am See ein.
  • Setzen Sie effektive Kontrollen ein, um Verschmutzungen durch die Bergbauindustrie in der Region zu verhindern.
  • Betreuen Sie die Opfer der Verschmutzung in der Form, dass sie medizinische Behandlung erhalten, über die Gefahren angemessen informiert werden und in Zukunft geschützt werden.
  • Setzen Sie sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten dafür ein, die unter Ihrer Verantwortlichkeit stehenden Institutionen mit Zuständigkeit für Wasser- und Umweltschutz zu kontrollieren und zu überwachen.

Bitte informieren Sie mich über Ihre Schritte in dieser Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

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(Wir nannten ihn Birne - eigentlich heißt er Helmut ...)

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