Critical Mass Berlin

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Eingetragen von:

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Aktionsform:

Critical Mass

Ziel:

Gemeinsames Radfahren für mehr Platz auf den Straßen und bessere Bedingungen für Radverkehr.

Mitmachen:

Jeden letzten Freitag im Monat, 20 Uhr Mariannenplatz.

Die CRITICAL MASS ist eine weltweit stattfindende Aktion von Radfahrerinnen und Radfahrern, mit der sie gegen ihre systematische Benachteiligung durch Straßenverkehrsordnung und Verkehrsinfrastruktur sowie die Dominanz des motorisierten Verkehrs in den Städten protestieren und für ihre Rechte als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer*innen eintreten. Sie findet einmal im Monat statt, traditionell am letzten Freitag. In vielen Städten wird aber auch an anderen Tagen gemeinsam geradelt.

Eine Liste aller derzeit in Deutschland aktiven CMs, mit Treffpunkten und Abfahrtzeiten, findet sich hier: CMs Deutschland.

Die Critical Mass – mehr als eine Radtour in der Stadt

Critical – was? Die Erklärung: eine möglichst große Zahl an Radfahrern schließt sich regelmäßig zu einer Gruppe zusammen und beansprucht so ihren Platz im Straßenverkehr. Man kann diese Aktionsform also getrost als Gegenbewegung zur alltäglichen Blechlawine auf den Straßen begreifen – und als Feier für das Verkehrsmittel Fahrrad.

Ein Grundanliegen der Critical Mass ist, sicheren Verkehrsraum für Radfahrer zurückzugewinnen.

Dieser Verkehrsraum wird hierzulande bisher vor allem von Kraftfahrzeugen besetzt – allein für diese sind Spuranlagen und Leitsysteme angelegt. “Autogerecht” nennt man das.

An dieser einseitigen Ausrichtung unserer Stadt rüttelt die Critical Mass. Radfahrer sollen nicht länger auf minderwertige Nebenwege geschickt werden. Damit sind zum Beispiel Radwege gemeint, die sich an Engstellen der Autospur beugen müssen. Man stelle sich im Gegenzug eine Autospur vor, die vor einem Kreisverkehr unvermittelt endet. Radfahrer erleben so etwas ständig.

Darüber hinaus stellt die Bewegung eine grundsätzliche Frage an die Stadt- und Verkehrsplanung: wie soll in Zukunft unsere Fortbewegung im Straßenraum, somit auch unser Umgang und die Begegnung im öffentlichen Raum aussehen? Weiterhin Vorfahrt für das Auto, unter Inkaufnahme aller Begleiterscheinungen wie Abgas, Lärm, Flächenverbrauch und Gefährdung schwächerer Verkehrsteilnehmer? Oder spricht nicht viel mehr für ein umweltverträgliches Verkehrskonzept, wie es das Fahrrad schon längst bereitstellt?

Themenkategorien:

Verkehr / Stadtentwicklung
1 Kommentar
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Kommentar von Stefan Wagner
22.12.2016, 04:02 Uhr

Ich sehe die Bemühungen um radgerechte Verkehrsführung mit gemischten Gefühlen.

Als erwachsener Radler der sich nicht freiwillig auf dem Gehweg versteckt bevorzuge ich Straßen, die gar keine Radstreifen haben. Die Taschen vor Ampeln, so dass man vor den Autos steht, wenn man sich vormogelt, sind fast immer hilfreich, aber sonst?

Kreisverkehr, z.B. - Moritzplatz:
Jedes Auto, das 3/4 Runde fahren will, zieht, wenn Platz ist, nach innen u. dann wieder nach außen. So können auf der inneren Spur andere schon einbiegen. Als Radler werde ich gaaanz außen rundgeführt und komme mir vor wie im Wildfreigehege. Wenn man schnell fährt und fahren will schneidet man automatisch die Kurve (siehe PKWs), Platz natürlich vorrausgesetzt.

Richtig bizarres Labyrinth am Großen Stern. https://demystifikation.wordpress.com/2014/07/26/geschicklichkeitsparcours-groser-stern/ X-mal muss man da abbiegen und warten, hat immer rot, Bettelampeln. Bei 2-3 Rädern verstopfen diese den anderen die Durchfahrt. Ohne Not hat man einen Gegenverkehrr rund um den Platz eingerichtet. Die Vorfahrt ist sehr unübersichtlich, weil die von links kommenden Grün haben, wer aus der Straße kommt und rechts abbiegt hat aber gar keine Ampel, wer nach links will hat auch grün und Vorfahrt. Soviele Linien und Ampeln kann man auf dem engen Raum gar nicht unterbringen.

Generell gibt es sehr viele Kreuzungen, wo es vorteilhaft wäre, man führe auf der Straße, und könnte sich zeitig links einordnen, um links abzubiegen. So könnten sich die Verkehrsströme nach Richtung trennen (wie Auto und Motorrad auch) und das geht oft gerade deswegen gut, weil die unterschiedliche Geschwindigkeit dafür sorgt, dass Autos und Radler nicht gleichzeitig ankommen. Man muss sich den Spurwechsel also nicht erkämpfen. Stattdessen ist man oft bis auf die Kreuzung rechts gefangen und soll dann irgendwie eine kl. Pirouette drehen, einmal mehr warten als die PKWs, und sich wie orientieren wann grün wird? An der Fußgängerampel, was ja für Radfahrer unmaßgeblich ist? Soll man die Pirouette gegen die Spur zurück hinter die Ampel fahren?

Nicht durchdacht, praxisfern, radfahrerbremsend.

Ich sehe ein, dass manche Manöver, die man von Erwachsenen verlangen kann, für Kinder nicht angemessen sind. Aber ich will als Radler auch nicht ständig wie ein Kind behandelt werden, nur weil sich viele Radler wie Kinder verhalten (Bürgersteigradeln).

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(Welcher Tag kommt nach Samstag?)

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