An die EU-Energieminister: Stoppen Sie "Biosprit"!

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Eingetragen von:

Aktionsform:

Unterschriftenaktion

Website:

regenwald.org

Ziel:

Fordern Sie das Ende der EU- Biosprit-Politik und damit den Erhalt der letzten Regenwälder Malaysias und Indonesiens

Mitmachen:

https://www.regenwald.org/aktion/908/an-die-eu-energieminister-stoppen-sie-biosprit

Wissenschaftler zeigen der EU-Agrospritpolitik längst die rote Karte. Die EU-Kommission geriet unter Druck und entscheidet nun über den künftigen Weg beim Agrarsprit. Doch auf dem Tisch liegen nur faule Kompromisse - und die Natur bleibt weiter auf der Strecke. Fordern Sie mit uns das Aus für den Pflanzenkraftstoff

Die Europäische Union will mit angeblich umweltfreundlicherem Kraftstoff im Autotank unser Klima retten - und setzt dabei vor allem auf „Biosprit". 14 Millionen Tonnen davon werden dem Benzin und Diesel pro Jahr in der EU beigemischt. 2020 sollen es 30 Millionen Tonnen sein, um zehn Prozent des Erdöls zu ersetzen.
Doch längst fliegt den Politikern in Brüssel dieses Konzept um die Ohren. Denn neben Umweltschützern und Entwicklungsexperten ist auch die Wissenschaft überzeugt: Der Kraftstoff vom Acker ist weder umwelt- noch menschenfreundlich und alles andere als klimaneutral. Das zeigen selbst die von der EU in Auftrag gegebenen Studien.

Die EU müsste also ihre Biospritpolitik sofort beenden. Doch die Agrarindustrie setzt alles daran, um weiter ihre Milliarden-Geschäfte zu machen. Die EU-Kommission sucht nun einen faulen Kompromiss: Agrarsprit aus Lebensmitteln soll höchstens auf einen Anteil von fünf Prozent wachsen, und neuer Kraftstoff aus Zellulose gleich vierfach angerechnet werden, obwohl es sie gar nicht gibt.
Die schrecklichen Folgen des EU-Biosprits zeigen sich beispielsweise in Malaysia. Auf Borneo rodet die staatliche Yayasan Sabah Gruppe 70.000 Hektar Regenwald für Ölpalmen. 14 bedrohte Borneo-Zwergelefanten wurden in den letzten Wochen im Regenwald vergiftet, weil sie den Plantagenunternehmen im Wege standen. Die Plantagen sind mit dem Siegel des "Runden Tischs für nachhaltiges Palmöl (RSPO)" zertifiziert. Das dort erzeugte Palmöl gilt damit für die EU als „nachhaltig" und kann dem Biodiesel beigemischt werden.
Am 22. Februar beraten die EU-Energieminister und am 21. März die EU-Umweltminister über mögliche Änderungen beim Agrosprit. Bitte unterzeichnen Sie unser Schreiben an die EU und fordern Sie mit uns, Agrosprit zu stoppen

Themenkategorien:

Anti-Atom / Klima / Energie, Natur-, Tier-, Umweltschutz, Soziales / Arbeit, Bildung / Familie / Gesundheit, Ökonomie / Finanzen, Verkehr / Stadtentwicklung, Politik / Demokratie / Recht
4 Kommentare
1
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Kommentar von Weber Irina
25.02.2013, 14:23 Uhr

Ich weigere mich den sogenannten Bio-Sprit zu kaufen. Meines Erachtens sollten Lebensmittel nicht als Benzin benutzt werden und "bio" ist daran nichts. Es ist nur Agrar-Sprit.
Europäischer Schwachsinn

2
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Kommentar von Vigolais Schubert
25.02.2013, 19:37 Uhr

Biosprit ist generell schon der richtige Ansatz. Ich tanke sogar E85 (in einem Serienfahrzeug). Natürlich brauchen wir auch sparsamere Fahrzeuge und mehr ÖPNV, aber auch da bewegt sich nichts ohne einen passenden Energieträger. Da macht ein nachwachsender Rohstoff schon sehr viel Sinn. Fordern Sie lieber einen schnellen Ausbau an Biosprit der 3. Generation, der aus Cellulose / Holzabfällen / Algen hergestellt wird und nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln steht. Anders werden wir die Abhängigkeit vom Öl nicht in den Griff bekommen - und dessen Umweltprobleme werden immer größer. Die Alternative zum (nachhaltig produzierten!) Biosprit ist Fracking und Klimawandel. Das will ich nicht, und daher würde ich diese Petition nie unterschreiben

3
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Kommentar von Andreas Horn
01.03.2013, 09:06 Uhr

Wer den Biosprit stoppen will, schüttet das Kind mit dem Bade aus! Die zunächst einfache Rechnung ist: weniger Biosprit = mehr fossiler Sprit. Die Forderung "Stoppt Biosprit" ist plakativ, einfach zu verkaufen und somit auch populistisch, aber auch dumm. Biosprit per se ist kein Problem, sondern kann Teil einer Lösung sein. Wichtig ist der Kampf für nachhaltige, möglichst regionale Erzeugung, ab besten von reinen Pflanzenölen, ohne aufwändige Umesterung, denn dort ist die Ökobilanz am besten. Ansonsten natürlich: Treibstoff sparen und auf EE-E-Autos umsteigen.

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Kommentar von Mitschuld der SPD + Grünen
06.03.2013, 20:52 Uhr

Ihr meint, dass Biosprit schlecht sei?

Tja... Dann bedankt euch mal bei den ökologischen Grünen und der SPD;

Die haben Das nämlich mitverbockt!

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/gruene-fordern-gesetzliche-pflicht-fuer-betreiber--um-bio-kraftstoffen-wie-ethanol-zum-durchbruch-zu-verhelfen-jede-tankstelle-soll-eine-gruene-zapfsaeule-bekommen,10810590,10317714.html

"Grüne fordern gesetzliche Pflicht für Betreiber, um Bio-Kraftstoffen wie Ethanol zum Durchbruch zu verhelfen"

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http://www.rhein-erft-spd.de/meldungen/11604/22388/SPD-Kreistagsfraktion-fordert-Konzept-zur-Foerderung-und-Steigerung-der-Produktion-von-Bioethanol.html

"SPD-Kreistagsfraktion fordert Konzept zur Förderung und Steigerung der Produktion von Bioethanol"

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http://fraktion.bawue.spd.de/index.php?docid=2514

"SPD: Zuckerrübenbauern sollen Getreide für Bioethanol liefern"

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http://www.spd-stuttgart.de/index.php?nr=50168&menu=1

"Es ist jedoch zu begrüßen, dass nun endlich eine Umsetzung der Richtlinie erfolgt und der Einführung von E10 nichts mehr im Wege steht."

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/irrweg-biosprit-gruenen-tragen-verantwortung-fuer-debakel-a-851607.html

"23.08.2012

S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal

Gutes Gewissen vom Acker

Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

Seit eine globale Hungerkatastrophe droht, auch weil wir immer mehr Nahrungsmittel nicht mehr essen, sondern durch den Auspuff jagen, sind alle gegen Biosprit - vorneweg die Grünen. Dabei sind es Spitzenleute der Ökopartei, die für dieses Debakel mitverantwortlich sind."

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(Was ist das Gegenteil von fest?)

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