Gitarrenhersteller Gibson will Naturschutzgesetz kippen

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Aktionsform:

Unterschriftenaktion

Ziel:

Rettung der noch verbliebenen Tropenwälder auf Madagaskar durch Erhaltung des Lacey Gesetzes

Mitmachen:

Unterzeichnen Sie die Protestaktion auf https://www.regenwald.org/aktion/823/gitarrenhersteller-gibson-will-naturschutzgesetz-kippen

Unter den Käufern des auf Madagaskar geschlagenen Holzes ist der berühmte Nobelgitarrenbauer Gibson aus Nashville, USA. Bei Durchsuchungen der Firma haben die amerikanischen Bundesbehörden Tropenhölzer, daraus hergestellte Gitarren und Lieferdokumente beschlagnahmt. Das Eben- und Palisanderholz soll aus illegalem Einschlag auf Madagaskar stammen, so der Vorwurf.

Die Beschlagnahmung war nur durch ein weltweit einmaliges Gesetz möglich. Das sogenannte Lacey Gesetz verbietet es, Hölzer aus illegalen Quellen in die USA einzuführen, auch wenn die Gesetzesverstöße in einem anderen Land geschehen sind. Seit das Gesetz in den USA, dem größten internationalen Holzmarkt, in Kraft ist, sind die illegalen Rodungen rund um den Globus stark zurückgegangen.

Anstatt die Umweltgesetze einzuhalten, kämpfen der Gitarrenbauer Gibson und andere Regenwaldzerstörer wie der indonesische Holzkonzern Asia Pulp and Paper (APP) dafür, das vorbildliche Gesetz aufzuweichen oder abzuschaffen. Dazu haben die Regenwaldvernichter Lobbyvereinigungen und die Tea Party-Bewegung eingespannt. Ein Antrag zur Änderung des Gesetzes wurde bereits im US-Kongress eingereicht.

In den USA kämpfen Umweltorganisationen dafür, das Lacey Gesetz zu verteidigen. Und auf Madagaskar stellen sich Musiker schützend vor den Wald. Bekannte Künstler wie Razia Said und Jaojoby veranstalten dort Konzerte für den Regenwald und pflanzen Tausende Bäume. Jetzt planen sie auch in Europa und in den USA eine Konzerttour.

"Die Regenwälder Madagaskars werden von Kriminellen geplündert, erklärt die Musikerin Razia aus Madagaskar. "Jeden Tag werden im Masoala Nationalpark Tausende Bäume gefällt. Die Lebensgrundlagen der Menschen und die Lebensräume von einzigartigen Tieren wie den Lemuren werden unwiederbringlich zerstört. Bitte helfen Sie das Massaker zu stoppen. Helfen Sie den Menschen auf Madagaskar, helfen Sie der Welt vor dem Verlust dieser einmaligen Artenvielfalt, in dem Sie das Lacey Gesetz unterstützen."

Das Lacey Gesetz ist weltweit vorbildlich. In der EU kann solches illegales Holz aus Madagaskar bisher nicht beschlagnahmt werden. Durch die Arbeit von Umweltschutzgruppen und das Lacey Gesetz in den USA wurde auch die EU gezwungen, endlich zu reagieren. Ab 2013 darf auch nach Europa kein Holz aus illegalen Quellen mehr importiert werden.

Die Lage für den Tropenwald auf Madagaskar ist nicht hoffnungslos. Wir wollen die verbliebenen Wälder der Insel retten. Bitte unterzeichnen Sie den nachfolgenden internationalen Aufruf der Musiker. Das Lacey Gesetz in den USA soll beibehalten werden.

Ein Video von dem Regenwald-Konzert können Sie hier sehen. Die Musiker möchten das Regenwaldkonzert auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern veranstalten. Wer helfen will, bitte an Razia schreiben: info@cumbancha.com

Weitere Hintergrundinformationen und Quellen finden Sie in unserem Infoblatt zum Fall Gibson und dem Lacey Act.

Themenkategorien:

Natur-, Tier-, Umweltschutz
45 Kommentare
1
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Kommentar von Arne Babenhauserheide
30.01.2012, 08:43 Uhr

Einfuhrbeschränkungen sind kein Rechtsexport, sondern nur Schutz des lokalen Rechtes gegen Rechtstourismus.

2
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Kommentar von Arne Babenhauserheide
30.01.2012, 08:44 Uhr

(als Unterstützung)

3
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Kommentar von Kurt Zawiedek
31.01.2012, 22:53 Uhr

Ebenholz und Palisander werden von allen Musikinstrumentenherstellern eingesetzt. Griffbretter, Tasten und andere Bauteile wie Stege oder Saitenhalter werden überwiegend aus diesen Materialien gefertigt. Insofern ist es überhaupt nicht ausgeschlossen, dass auch andere Hersteller von Importlieferungen illegal geschlagener Hölzer betroffen sind, auch wenn derzeit kein weiterer Fall eines behördlichen Vorgehens gegen diese Praxis bekannt ist.

In der verlinkten Studie zum illegalen Holzhandel wird eine Rechnung an Gibson gezeigt, in der es um insgesamt 15m³ Holz geht. Grob geschätzt sind das 10 bis 15 Bäume. Gleichzeitig weist die Studie darauf hin, dass in in dem Schutzgbiet in Madagaskar täglich ca. 100-200 Bäume illegal geschlagen werden. Die Studie macht viel mehr deutlich, dass der weitaus überwiegende Teil an Tropenhölzern in die fernasiatische Produktion von Luxusmöbeln geht. Gibson als "Regenwaldzerstörer" zu beschreiben, ist eine groteske Übertreibung.

Die Nutzung von mutmaßlich illegalen Tropenhölzern zur Herstellung von Griffbrettern soll aber auch gar nicht der Hauptgrund für die Beschlagnahmung im Gibsonbetrieb sein. Es geht im Fall des indischen Importholzes vielmehr um eine Auseinandersetzung, inwieweit die Rohgriffbretter Zwischen- oder Endprodukt seien. Der Gesetzesverstoß läge darin, Holz aus Indien zur unzuläsigen Weiterverarbeitung zu importieren.

Als E-Gitarrenhersteller hat Gibson eine überaus kritische Kundschaft, die wahrscheinlich Umweltaspekten ihrer Instrumente viel aufgeschlossener ist als bspw. Musiker klassischer Instrumente, bei denen es auch mal gern Tastenbeläge oder Stege aus Elfenbein sein dürfen. Ein politischer Kampf gegen den Schutz des Regenwalds dürfte deshalb nicht im Sinne von Gibson sein. Außerdem sind Ebenholz und Palisander nicht so einfach durch andere Holzarten ersetzbar, was ebenfalls dazu führt, dass es unlogisch für Gibson - und andere Hersteller - wäre, gegen den Schutz und für Aussterben dieser Holzarten Kampagnen zu fahren.

Henry Juszkiewicz hat in der nicht als besonders konservativ bekannten Huffington Post einen Artikel veröffentlicht, in dem er seine kritische Position zum Lacey-Gesetz darstellt und den vermehrten Schutz des Regenwalds und die Verbreitung nachhaltiger Holzwirtschaft fordert.

http://www.huffingtonpost.com/henry-juszkiewicz/gibson-guitars-lacey-act_b_1071770.html

Das alles ist aber nur für Leute geeignet, die differenziert denken können. Allen anderen sei diese digitale Unterschriftenaktion empfohlen.

4
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Kommentar von Jengre
02.02.2012, 10:58 Uhr

Gibson mit einem Konzern wie Asia Pulp and Paper (!) in einem Atemzug als "Regenwaldzerstörer" zu geißeln, ist glatte Verhetzung. Böswillige Unwissenheit gepaart mit den Wunsch, einen Sündenbock zu hängen. Regenwälder werden zerstört durch Brandrodung für Biosprit und Soja, nicht durch Einschlag in so geringen Mengen, wie für die Griffbretter von Gibson erforderlich ist (die meisten Hersteller von billigeren Gitarren verwenden das Holz übrigens auch - was ist mit denen?). Eine Gibson-Gitarre ist zudem ein Gegenstand, der niemals weggeworfen, sondern höchstens weiterverkauft wird - ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit. Rettet den Regenwald, aber greift die Richtigen an, anstatt Euch wichtig zu machen, während der wirkliche Raubbau und die Brandrodungen weitergehen. (Die Gibson-Tochter Epiphone, die diverse asiatische Hölzer als Mahagoniersatz verbaut, würde ich mir als Regenwald-Aktivist allerdings genauer ansehen...)

5
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Kommentar von Fenoamby
02.02.2012, 19:57 Uhr

Ich besitze mehrere Instrumente und möchte keins (!) kaufen oder besitzen, das auf illegalem Holzeinschlag basiert. Ich bin mehrere Male in Madagaskar gewesen und weiss zu gut, welche katastophalen Folgen in okologischer und sozialer Hinsicht dadurch entstehen. Eine Firma, die sich nicht daran hält, wird von mir boykottiert und eine Relativierung, wie sie Jengre vornimmt ist vollständig inakzeptabel. Es gibt mittlerweile Firmen, die sich verpflichtet fühlen ökologische und soziale Mindestandards einzuhalten. Dies verlange ich als Kunde. Sollten Gibson - oder andere - tatsächlich illegal gefälltes Holz verwenden, dann ziehe ich daraus die Konsequenzen.

6
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Kommentar von Viersaiter
02.02.2012, 23:53 Uhr

Echt mal... selten so einen Schund gelesen.
Ihr Oekos koennt dann ja Gitarren aus Presspappe spielen, die sollen auch ein top sustain haben.
Wenn das so ein Riesenladen ist macht der auch mal nen Fehleinkauf. Steht ja auch auf jedem Brett drauf wo das geschlagen wurde.....macht euch mal nicht gleich ins Hemd.
Guckt mal bei Ebay was da fuer Body-Rohlinge rumschwirren bestimmt alles voll legal.
Ach, aus was fuer Holz sind wohl die Gitarren die die Musiker da bei dem Protest Konzert spielen? Da muesst ihr jetzt euer voll oekologisches Iphone zuecken und mal googlen wa?
Besitze 8 Klampfen btw (ist keine Gibson bei weil die Baesse von denen nix taugen - persoenliche Meinung), die aelteste ist von 1973, neuste von 2011. Wenn man Gitarren pfleglich behandelt halten die ewig. Ist ja nicht so das man die bei jedem gig verfeuert. Die werden irgendwann vererbt oder verkauft falls Parkinson mal meine Hand schuettelt.

Sollen sie mal ein paar Ranger in den Nationalpark stellen, die Holzdiebe einknasten anstatt Konzerte zu machen, Problem geloest.

Kurt hats geblickt.

7
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Kommentar von Arribert
03.02.2012, 07:24 Uhr

Interessant, wie sich hier die sonst so "Korrekten" aufregen. Gibson will Tropenholz für die Gitarren nutzen, das ist illegal. Das finde ich als Gitarrenquäler schade, aber man kann keine Ausnahme machen. Würde Gibson sich an Aufforstungen des Regenwaldes beteiligen, für jeden Baum ein paar neue pflanzen, dann könnte man vielleicht noch drüber reden. Aber bis jetzt haben sie illegal und umweltzerstörerisch gehandelt, wenn auch vergleichsweise gering. Griffbretter müssen nicht aus Mahagoni sein. Das es mit dem Protest bei Musikern nicht weit her ist, ist klae. Bon Jovi hat bei irgendeinem "Rettet die Umwelt"-Konzert die Motoren seines Flugzeuges laufen lassen, damit er schneller wieder zurückfliegen kann...

8
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Kommentar von Player
03.02.2012, 19:30 Uhr

Alles schön und gut. Aber wenn ich eine neue Gibson Les Paul brauche, ist mir der Regenwald scheißegal.

9
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Kommentar von Chico
04.02.2012, 11:06 Uhr

Bin gerade in Madagaskar, werde die Tage in die Region gehen, in der das Holz geschlagen wird. Werde mich mal umsehen was man effektiv tun kann. Fakt ist, dass hier Spitzenpreise erzielt werden und man mit Geld hier so ziemlich alles machen kann. Fakt ist, dass die Politik mit vielem anderem beschaeftigt ist. Fakt ist, dass nur ein Boykott der Ware helfen kann UND man die lokalen Leute unterstuetzen muss, die ihr auskommen finden wollen UND die lokalen Behoerden unterstuetzen, die wirklich versuchen was zu tun UND die "intelektuellen" der reichen Nationen endlich mal so schlau sind und ihren Arsch hochkriegen, anstatt nur scheisse zu labern um das multiple Egosyndrom zu befriedigen. Salama!

10
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Kommentar von Sandra Schill
05.02.2012, 08:36 Uhr

Fadenscheinige Entschuldigungen/Rechtfertigungen wegen Eigeninteresses sind nicht hilfreich !
Grübele was überlebensnotwendiger ist Regenwald oder Gitarren ? Und ? Was meint ihr ?

11
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Kommentar von Der Armlochgitarrist
05.02.2012, 12:52 Uhr

@Sandra Schill: Gitarren. Was sonst. Erst kommt die Kunst. Dann von mir aus die Sintflut. Vorher höchstens noch alle Musikfeinde ins Lager.
Des weiteren ist die Schauermär von den regenwaldvernichtenden Gitarren (seltsamerweise nur die von Gibson!) seit Jahren im Umlauf. Ein Schelm, wer "Fender" dabei denkt. Bei genauerem Lesen der Hintergründe stellt sich auch tatsächlich dabei heraus, dass es sich keineswegs um Neuimporte oder grössere Mengen, sondern um ein beschlagnahmtes Kontingent von jahre- ,teils sogar jahrzentelang abgelagertem Tropenholz in irgendeiner Lagerhalle des US-Zolls handelt, das gegen irgend ein obskures Einfuhrgesetz verstösst, obwohl die betreffenden Hölzer zur Zeit ihrer Einlagerung noch nicht einmal importbeschränkt waren. Also nichts mit Abholzen. Ganz im Gegenteil. BTW: Vielleicht hätte man sich auch mal schlau machen sollen, wieviel Ebenholz oder Palisander man eigentlich so für ein Griffbrett benötigt - es sind vielleicht 100 oder 200 Gramm. Dafür wird kein Wald, nicht mal ein Hain abgeholzt. Saitenhalter und Stege besserer E-Gitarren werden schon seit Jahrzenten aus Stahl gefertigt.
Aber alle Jahre wieder impft irgend eine PR Abteilung ein paar Presseheinis und das Theater geht von vorne los.

12
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Kommentar von Realist
06.02.2012, 08:34 Uhr

Gibson Mahagoni Planken mit Kinder-Mensur braucht kein Mensch. Eine Fender ist klanglich vielseitiger u. mit Maple-Neck wird kein Tropenholz benötigt!

13
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Kommentar von magy
06.02.2012, 09:08 Uhr

GITARRENHERSTELLER GIBSON WILL NATURSCHUTZGESETZ KIPPEN
Antwort zu Der Armlochgitarrist und Player
Leute wie Sie, sind genau die Leute welche die Umwelt zerstören aus egoistischen Gründen und solche Holzfirmen tun es aus reiner Profitgier.
Euch ist es natürlich egal ob den Menschen dabei die Nahrung genommen wird und oft auch die Medizin oder deren Wohnraum zerstört wird.
Man sollte Musikinstrumente bzw. das Holz so teuer machen, noch besser die Urwälder generell unter Naturschutz stellen , das Leute wie Gabor und Egoisten wie ihr keine Musikinstrumente mehr spielen könnten

14
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Kommentar von Broxx
07.02.2012, 13:45 Uhr

Gut so Gibson! Gitarristen brauchen Mahagoni. Und kommt mir jetzt nicht mit Fender. Ahorn ist´n Scheissholz für Bodies(und Strats klingen billig und scheisse).Außerdem brauchen Gitarrenbauer nur ganz wenig davon.Meine ist aus Palisander, klingt traumhaft!Schwachsinnige Aktion!

15
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Kommentar von Broxx
07.02.2012, 16:48 Uhr

@ magy

dann klau´n wir welche...

16
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Kommentar von Bernd
07.02.2012, 21:08 Uhr

BIG Blaschtik issch guuud!

17
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Kommentar von Gibson-freak
08.02.2012, 17:14 Uhr

schon armselig wie sich hier die gutmenschen wieder über ein neues opfer hermachen.
das für "euren" soja der halbe brasilianische regenwald abgeholzt wird wisst ihr wahrscheinlich nichtmal, aber schön über gibson schimpfen, ohne worte, da sieht man den wald vor lauter bäumen nicht mehr.
ich erfreu mich weiter an meiner les paul die mich begleiten wird bis ich dahingehe, und dann wird sie einen neuen fan finden. gibson gitarren sind nunmal keine wegwerprodukte, sondern eine anschaffung fürs leben, wer das nicht versteht tut mir leid.

18
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Kommentar von vic
08.02.2012, 17:32 Uhr

Jimi Hendrix hätte dich trotzdem verbrannt, Gibson.
@ Gibson Freak,
Typen, die Gutmenschen schlecht finden, sind krank.

19
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Kommentar von Guitarero
08.02.2012, 18:48 Uhr

Da haben ja die Hölzer der Griffbretter einen höheren I.Q. als manchen "poster" hier…
Das Lacey Gesetz ist der richtige Weg, Gibson als Adressat vielleicht nicht die richtige Nummer, da viel zu klein. Das Entscheidende ist, dass diese Aktion aufrüttelt und an den Zustand der Wälder in Madagaskar erinnert, dem gefällten Baum ist es letztlich ergal ob er zur Vitrine oder zum Griffbrett wird, die leidtragenden sind die Menschen die in den abgeholtzen Gebieten leben müssen, die Umwelt, die speziell in Madagskar komplett vor die Hunde geht und letztlich auch wir Gitarristen, die irgendwann nur noch auf Kunststoffklampfen zupfen können, weil das Holz im Raubbau "ausgegangen" ist.

Ob für Soja gerodet, für Ackerland abgefackelt, für Rinderfarmen eingeebnet oder eben für Gitarrengriffbretter gesägt, in der Summe zeigt sich die Kopflosigkeit der "höchsten entwickelten Lebensform" auf dieser Welt. Wenn es um den schnellen Profit geht, um das "unschlagbare Palisander" etc. wird eben maximal bis zu den Fingernägeln gedacht. Ein Großteil der hier schreibenden "Künstler" ist vermutlich von solch minderer Qualität, dass sie bei mir eh nicht auf dem Plattenteller landen würden, "der ist übrigens aus Glas ;) ).

Ein Gitarrist, dem der Klang genauso wenig egal wie die Umwelt ist!

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Kommentar von Guitarero
08.02.2012, 18:48 Uhr

Da haben ja die Hölzer der Griffbretter einen höheren I.Q. als manchen "poster" hier…
Das Lacey Gesetz ist der richtige Weg, Gibson als Adressat vielleicht nicht die richtige Nummer, da viel zu klein. Das Entscheidende ist, dass diese Aktion aufrüttelt und an den Zustand der Wälder in Madagaskar erinnert, dem gefällten Baum ist es letztlich ergal ob er zur Vitrine oder zum Griffbrett wird, die leidtragenden sind die Menschen die in den abgeholtzen Gebieten leben müssen, die Umwelt, die speziell in Madagskar komplett vor die Hunde geht und letztlich auch wir Gitarristen, die irgendwann nur noch auf Kunststoffklampfen zupfen können, weil das Holz im Raubbau "ausgegangen" ist.

Ob für Soja gerodet, für Ackerland abgefackelt, für Rinderfarmen eingeebnet oder eben für Gitarrengriffbretter gesägt, in der Summe zeigt sich die Kopflosigkeit der "höchsten entwickelten Lebensform" auf dieser Welt. Wenn es um den schnellen Profit geht, um das "unschlagbare Palisander" etc. wird eben maximal bis zu den Fingernägeln gedacht. Ein Großteil der hier schreibenden "Künstler" ist vermutlich von solch minderer Qualität, dass sie bei mir eh nicht auf dem Plattenteller landen würden, "der ist übrigens aus Glas ;) ).

Ein Gitarrist, dem der Klang genauso wenig egal wie die Umwelt ist!

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Kommentar von technoschnecke
08.02.2012, 19:04 Uhr

Wer braucht heute noch Gitarren ?
Techno schützt den Regenwald !

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Kommentar von Banker
08.02.2012, 21:50 Uhr

Jetzt mal unter uns Pastorentöchtern geplaudert:
Was ist denn wichtiger?
Eine Gitarre, oder ein Regenwald?
Na, wer weiß es?
Fiat-Money? Beinahe richtig!
Fiat-Money, oder Schöpfung?
Schöpfung? Was`n das? Schmeckt das?
Wenn der letzte Baum gerodet wurde, werdet ihr merken, daß man Musik nicht essen kann !

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Kommentar von Bruno (NICHT PROBLEM BÄR)
08.02.2012, 23:49 Uhr

Genau aus dem Grund spiele ich keine Gibson Gitarren.

Wer allerdings meint das Fender und die vielen Co.K.G. Gitarrenhersteller Umwelt-Engel sind der befindet sich ebenso auf dem Holzweg!!!
Der illegale Holzwurm ist fast Überall zu finden.
Deshalb lieber noch warten und Sparen um sich von einem heimischen Gitarrenbauer eine nachweisbar zertifizierte Klangholzklampfe mit gutem und reinen Gewissen zu Kaufen.

Allen Musikern wünsche ich noch einen Guten Gig!!! ;O)

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Kommentar von Zweifler
09.02.2012, 09:26 Uhr

Klar ist es falsch tropische Hölzer illegal einzuführen. Nur Gibson ist in dieser Beziehung ein kleines licht. Ich verstehe nicht das man die kampagne explizit gegen Gibson, und nicht gegen Asian Pulp & Paper bzw dessen Mutter unternehmen, die Sinar Mas Group führt. Oder braucht man den kultnamen Gibson um das öffentliche interesse zu befeuern?
Auch finde ich merkwürdig das nur vermutet wird Gibson unterstütze die Tea Party, das grenzt in meinen augen an rufmord, zumal Gibson auch angekündigt hat die untersuchungen vorbehaltlos zu unterstützen.
Und solange die hier behaupteten vermutungen nicht bewiesen sind werde ich einen Teufel tun und diese hetzkampagne zu unterstützen.

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Seit: Jun. 2009
Beiträge: 7
09.02.2012, 18:09 Uhr

Liebe Unterstützer, Kritiker und Zweifler,

vielen Dank für die rege Beteiligung und Auseinandersetzung mit dem Thema: Gibson - Illegales Tropenholz für Nobelgitarren?

Ich kann nicht einzeln auf die Beiträge eingehen, möchte aber zumindest auf spezielle Kritik reagieren.

Die Verbindung von Gibson zu konservativen Medien, Bewegungen und Parteien in den USA könnt ihr bei den von uns angebotenen Hintergrundinfos nachschlagen:

http://www.regenwald.org/news/3923/gibson-gitaren-illegales-tropenholz-fur-nobelgitarren

Gibson ist kein kleines Licht, sondern hat eine Vorbildfunktion. Wenn ein relativ großer und bekannter Instrumentenhersteller wie Gibson den Lacey Act respektiert und unterstützt sowie seine Produktion umstellt, dann ist das ein positives Signal an andere Hersteller und die Kunden. Rettet den Regenwald verfolgt schon über Jahre die Verbindung von Gibson zu illegalem Holzeinschlag sowie den Lobbyismus des Unternehmens zur Schwächung des Lacey Acts. Die Informationen erhalten wir u.a. von Umweltgruppen und kritischen Musikerverbänden aus den USA und Madagaskar.
Die jahrelangen Ermittlungen sowie die Medienkampagne von Fox zur Unterstützung von Gibson kann ich zudem nicht als Zeichen des "vorbehaltlosen Unterstützens der Untersuchungen" werten.

Im Verein arbeiten Musiker und Musikinteressierte. Aus unserer Sicht wäre es jedoch nicht seriös, nur Konzerne zu kritisieren, die in der Öffentlichkeit ein negatives Image besitzen. Wir versuchen Missstände aufzudecken. Auch wenn es negatives Feedback von UnterstützerInnen gibt, weil eine Firma in der Kritik steht, die in der Öffentlichkeit positiv betrachtet wird. Bei uns steht der Schutz der tropischen Wälder im Vordergrund.

Der Verein Rettet den Regenwald beschäftigt sich zudem nicht nur mit der Kritik an Gibson, wie von einigen Kommentatoren unterstellt wird.

Zum Thema Soja (in Verbindung mit der Massentierhaltung in Dtl.):

https://www.regenwald.org/aktion/836/frau-aigner-stoppen-sie-megastalle-und-schutzen-sie-den-regenwald

Asian Pulp and Paper und APRIL:

http://www.regenwald.org/regenwaldreport/2004/1/papier-aus-raubbau
https://www.regenwald.org/aktion/745/auf-sumatra-wird-der-regenwald-abgeholzt-fur-unser-papier

Sinar Mas und Wilmar:

http://www.regenwald.org/regenwaldreport/2009/271/opfer-des-palmolwahns
https://www.regenwald.org/aktion/557/nestle-kitkat-orang-utans-und-die-regenwalder

RdR

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Kommentar von King
09.02.2012, 22:10 Uhr

@Player Zitat "Alles schön und gut. Aber wenn ich eine neue Gibson Les Paul brauche, ist mir der Regenwald scheißegal. "

Solch einen Zeitgenossen wie sie einer sind, sollte man für immer in eine Irrenanstalt einweisen.

27
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Kommentar von Dimebag
10.02.2012, 11:33 Uhr

Auch auf die Gefahr hin gleich gesteinigt zu werden, ich kann mir keine nachhaltigere verwendung von tropischen edelhölzern vorstellen als zu Gibson Gitarren verarbeitet zu werden.
Und es wäre wirklich traurig wenn man kein edelholz mehr für den instrumentenbau verwenden dürfte.
Natürlich sollte das auf nachhaltiger ökologischer basis und transparent geschehen. (wiederaufforstung durch Gibson gelder, unterstützung seitens Gibson für naturschutzorganisationen die in den betroffen Gebieten operieren, ausschliesslich zusammenarbeit mit firmen die sich an geltende umweltgestze halten, also nicht mit so vereinen wie Asia Pulp & Paper)
Anders sieht das mit den verstrickungen Gibsons mit der konservativen Tea Party aus, wie geht das zusammen? Rock 'n Roll und Teaparty? Sollte das stimmen war ich die längste zeit Gibson kunde, auch wenn mein musiker herz blutet.
Es liegt jetzt an Gibson zu beweisen das sie die botschaft verstanden haben.

28
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Kommentar von Peter Zahl
10.02.2012, 11:51 Uhr

Es nimmt immer groteskere Züge an. Jetzt kommen Gitarrenhersteller an den Pranger, die hauchdünne Lagen Palisander und Mahagonie für Griffbretter oder Korpsusse verwenden, so wie es im Instrumentbau üblich ist. Die Logik soll dann heißen, baut keine hochwertigen Instrumente mehr ? Was hier passiert ist, dass ein weltweit bekannter Markenname vor den Ziehkarren einer hysterischen Ökofurie gespannt. Arme Welt.

29
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Kommentar von Zeter Pahl
10.02.2012, 15:14 Uhr

Es nimmt immer groteskere Züge an. Jetzt kommen Gitarrenhersteller und fordern daß für ihre Yuppie-Griffbretter und Korpusse (was'n Wort!) die Natur zerstören dürfen, damit die MI und ihre Stars noch reicher werden. Die Logik ist aber, sucht nach synthetischen Materielaien oder baut keine Instrumente mehr. Was hier passiert ist daß ein Markenname als Ausrede für Umweltzerstörung dient, vor den Ziehkarren der MI und ihrer Vasallen gespannt. Arme Welt.

30
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Kommentar von Hannes
10.02.2012, 16:51 Uhr

Das Schönste ist, daß selbst die größten Vorsinger der Umwelt- und Migrationsbewegungen gemeinhin nicht ohne Gibson-Instrumente auskommen, so deren Vorträge nach Musik klingen sollen. :) Presspappe, Presspahn und Ahorn klingen halt nach Pappe UND fühlen sich nach schmieriger Pappe an. Gibson-Instrumente noch teurer machen ist auch keine Option, denn selbst Umweltbewegte zögern nicht ab EUR 5.000,-- aufwärts für eine Gibson-Klampf aus der Edelholz-Custom-Shop Abteilung rauszutun und zwar deshalb, weil ein Gibson-Instrument bewiesenermaßen länger als ein ganzes Menschenleben hält und dabei immer besser klingt. Eine Gibson Les Paul Standard (!) aus dem Jahr 1959 wird heutzutage nahe 1 Million gehandelt.

Im Übrigen dürfte man kein Klavier, kenie Geige, keine Bratsche, kein Cello, keinen Konzertflügel, keine Harfe und schon gar keine orientalischen Masseninstrumente wie einen Saz oder eine Oud spielen, denn auch diese kommen nicht ohne Edelhölzer aus so der Klang edel und ertragbar sein soll. Klezmer-Flöten, Bässe sowie vor allem Schlagzeuge aus Plastik oder Pappe bzw. Ökopellets tun es übrigens auch nicht auf den Protestbühnen der Occupy-, Regenbogen-, Migrations- und Umweltbewegungen.

Also: alle Umweltbewegten sollen auf Knochenflöten ausweichen (Vorsicht Menschenrechte!) oder auf verendeten Juchtenkäfern (Vorsicht Bahnhof!) blasen.

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Kommentar von Sennah
10.02.2012, 19:19 Uhr

Das schönste ist, daß man gar keine Tropenholzinstrumente braucht. Elektronische Musik ist ehedem besser.

Alos : alle Nobel-Instrumentalbewegten sollen in die Wüste ausweichen, da können sie einen Vorgeschmack auf die Vernichtung der Wälder erleben (worauf sie ja offenbar alle warten), und man hört ihren Krach nicht mehr.

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Kommentar von DirkH
11.02.2012, 17:04 Uhr

Ich liebe gute Gitarrenmusik (z.B. auf "12" von Patti Smith oder "I Speak Because I Can" von Laura Marling"); aber wenn die Oekos die Gitarrenindustrie vernichten, koennten wir einfach eine Gitarre mit einem physikalischen Modell im Computer nachmodellieren, und zB einen Access Virus TI das Modell abfahren lassen. Dann noch n Gitarrennachbau aus Plastik, oder ne Kinect, um die Bewegungen des Gitarristen abzugreifen, wie er ne Atrappe bedient, und das Ergebnis sollte ununterscheidbar vom Original sein. Vorteile:
-Kann recht guenstig massenproduziert werden
-Braucht kein hartholz
-Braucht keine Instrumentenbauer.
-Ist fast wie echte Gitarrenmusik.
Oh, und die Plastik-Imitat-Gitarren sind viel leichter, so dass Kinder full size "Gitarren" bedienen koenen, ohne gleich ein Rueckenleiden zu kriegen.

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Kommentar von Anders
12.02.2012, 10:06 Uhr

Die liebgemeinten Hinweise das Gitarrenmusik ja ohnehin unnötig sei sind jawohl das bräsigste was in dem ganzen Thread hier aufkommt. Klappe zu, echt.
Die geringfügigen Mengen an Edelhölzern die in Gibson Instrumnten (oder ESP oder Mayones oder Ibanez,...) sind doch lächerlich wenn man bedenkt welche Mengen davon ohne jede Notwendigkeit in die Herstellung von Baumaterial, Möbeln oder Klopapier gehen. Da ist der Handlungsbedarf enorm, aber macht halt mehr Spaß sich über die Kleinen laut aufzuregen statt was gegen die Großen zu tun, wie immer...

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Kommentar von Kurt Zawiedek
12.02.2012, 11:48 Uhr

Sich in diesem Zusammenhang für elektronische Musik auszusprechen, ist, als ob man zum Genuss von Thunfisch aufruft als Alternative zu südamerikanischem Rind.

Ebenso, den Schutz des Regenwaldes gegen Musikinstrumentenbau auszuspielen. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!

Das Ziel kann nicht sein, die Gitarrenproduktion bei Gibson, die Herstellung akustischer Instrumente allgemein oder Gitarrenmusik zu unterbinden.

Das Ziel muss sein, zu nachhaltiger Holzwirtschaft zu kommen, die Naturschutz beachtet und lokal menschenwürdige Arbeitsplätze schafft.

Dieses positive Ziel kommt viel zu kurz im Kampagnenaufruf. Stattdessen wird versucht, polemisch ein Negativ-Image aufzubauen. Die Bedeutung wird mit Begriffen wie "Regenwaldvernichter" maßlos übertrieben. Mit Begriffen wie "Nobelgitarren" wird auf Sozialneid gesetzt, ohne zu reflektieren, welch schlechte Ökobilanz "Billigprodukte" aufweisen. Je preiswerter eine Ware, desto prekärer sind ja in der Regel die Produktionsfaktoren.

Hochwertige Instrumente zeichnen sich nicht durch die Verwendung von scheinbar verzichtbaren "Luxusmaterialen" aus (die auch bei weitaus billigeren Instrumenten zu finden sind), sondern durch den verstärkten Einsatz von handwerklicher Arbeit ausgebildeter Fachkräfte.

Die Kritik an dieser Kampagne liegt nicht darin, dass der Regelwald "scheißegal" sei oder keine heilige Kuh geschlachtet werden soll. Sie überzeugt nicht, weil es nicht kommuniziert wird, dass es hier - wie in der Klarstellung dargelegt - ums Prinzip geht und nicht darum, einen effizienten Kampf gegen die Hauptakteure des Raubbaus zu führen.

Dadurch fühlen sich potenzielle UnterstützerInnen für dümmer gehalten, als sie sind.

35
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Kommentar von Anders
12.02.2012, 12:00 Uhr

Ich muss Herrn Zawiedek völlig zustimmen was auch den Begriff "Nobelgitarren" angeht. Wenn solche Vorwürfe auskommen sollte man sich vergegenwärtigen dass eine Gibson Les Paul zB in Serienausführung und selbst etwas exklusiver preislich locker im vierstelligen Bereich bleibt, was verglichen mit hochwertigen Violinen oder Flügeln kalter Kaffee ist.

36
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Kommentar von DirkH
12.02.2012, 14:14 Uhr

Mein Vorschlag, Gitarren durch Signalprozessoren zu ersetzen, sollte keinesfalls als Missachtung der Gitarrenmusik verstanden werden, sondern als Versuch, diese schuetzenswerte Kunstform in eine Zukunft ohne Hartholzhandel zu retten.

Ausserdem wuerde sich durch die Moeglichkeit, solche Instrumente viel billiger als eine Gibson anzubieten, die Gitarrenmusik einer echten Demokratisierung oeffnen; und selbst Hartz IV-Empfaenger waeren dann in der Lage, hochwertige Gitarrenmusik zu produzieren.

Schlussendlich darf nicht vergessen werden, dass eine Gibson letztendlich ein Import vom imperialistischen Amerikaner ist und bleibt; waehrend eine rein elektronische Loesung vom befreundeten kommunistischen Chinesen importiert werden koennte. (Da wir hier auf einer taz-Seite sind, sollte das unmittelbar einleuchten.)

37
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Kommentar von Olli
12.02.2012, 14:49 Uhr

Wenn man großen der Branche wie der "Edel"marke Gibson ein paar Dollars Strafe abnehmen kann, dann darf man nicht zögern. Es trifft keinen Falschen. Man muss aber bedenken, dass sie damals in den 60ern Wälder aufgeforstet haben, so wie es andere Gitarrenbauer auch getan haben und noch heute tun - eben um sich die eigene Zukunft nicht zu verbauen. Leider ist Tropenholz immer noch viel zu preiswert - wenn es nicht weh tut, ändert sich nichts. Die Schuld der Instrumentenbauer würde ich aber trotzdem mit weniger als 0,1% beziffern und erlaube mir sowohl diesen Artikel als auch die Unterschriftenaktion als vollkommen dämlich zu bezeichnen.

38
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Kommentar von brainbox
13.02.2012, 11:58 Uhr

gebe meinem vorredner 100% recht. wäre nett wenn die initiatoren dieser undurchdachten aktion mal ihre motive und absichten reflektieren und diesem armseligen schauspiel ein ende bereiten, bzw die aktion neu aufstellen, aber so wird das nix mit der unterstützung.

39
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Kommentar von Gib schon
13.02.2012, 13:12 Uhr

Widerliche Kommentatre hier.

Nach dem Motto:

Gib mir eine Kahlschlag unseres Lebensraums, damit ich meine audiophilen Gelüste befreidigen kann.

40
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Kommentar von Customsammler
13.02.2012, 18:44 Uhr

Was schert es die Eiche (Gibson) wenn sich die Wildsau (regenwald.org) an ihr reibt?

MFG

Ein Regenwaldvernichter der sich grade guten gewissens an seiner neu gekauften Les Paul Custom erfreut.

41
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Kommentar von Hans
13.02.2012, 21:34 Uhr

Die Gibson Apologeten haben die Argumentationsstiel der Tea-Party schon übernommen. Die Strohmann-Argumenten sind kaum zu zählen. Als-ob es nur die Wahl gibt zwischen Gibson Gitarren aus Regenwald vernichtendes illegales Holz, Gibson Gitarren aus Pappe, oder gar kein Gibsons. Es gibt viele schöne Holzarten die legal aus erneuerbare Quellen verfügbar sind. Wird vielleicht eine Gitarre ein Paar Dollar teurer machen. Wo wir wahrscheinlich bei die eigentliche Grund der Gibson Lobby ankommen. Weil am Ende geht es natürlich nicht um die Kunst, aber um die Knete. Traurig das selbst hier in Deutschland Leuten sich benutzen lassen als "nützliche Idioten" von Amerikanische Großfirmen.

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Kommentar von Hans
13.02.2012, 21:35 Uhr

Die Gibson Apologeten haben die Argumentationsstiel der Tea-Party schon übernommen. Die Strohmann-Argumenten sind kaum zu zählen. Als-ob es nur die Wahl gibt zwischen Gibson Gitarren aus Regenwald vernichtendes illegales Holz, Gibson Gitarren aus Pappe, oder gar kein Gibsons. Es gibt viele schöne Holzarten die legal aus erneuerbare Quellen verfügbar sind. Wird vielleicht eine Gitarre ein Paar Dollar teurer machen. Wo wir wahrscheinlich bei die eigentliche Grund der Gibson Lobby ankommen. Weil am Ende geht es natürlich nicht um die Kunst, aber um die Knete. Traurig das selbst hier in Deutschland Leuten sich benutzen lassen als "nützliche Idioten" von Amerikanische Großfirmen.

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Kommentar von JaneDoe
13.02.2012, 22:25 Uhr

Im Vergleich zum weltweiten Bedarf an exotischen Holzarten für die Möbel und Luxusgüterindustrie macht der Bedarf an Tonholz nur einigen relativ geringen Anteil von ca. 3% aus.
Quelle : Wikipedia

Und wegen den 3 % macht die fehlgeleitete Ökolobby hier ein Fass nach dem anderen auf, selten sowas kleinkariertes erlebt.
Gibson-Bashing ist wohl der neue trendsport in gewissen kreisen.

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Kommentar von Jengre
14.02.2012, 09:17 Uhr

LEUTE!!! Differenziert bitte! Das Thema ist wichtig, und Gibson muß (als Konzern) tatsächlich auf den Prüfstand, da das Thema Regenwaldschutz angeht. Allerdings nicht wegen vermutlich alter Lagerbestände an Rosewood (= Palisander )für die paar Gramm Griffbrett pro Gitarre. Rosewood-Griffbretter verwenden auch Fender und sämtliche anderen Hersteller von E-Gitarren, billig oder teuer. Insofern ist es leicht für Gibson, sich als Sündenbock darzustellen. Viel interessanter sind die von Gibson Qingdao und asiatischen Vertragsinstumentenbauern hergestellten Epiphone-Gitarren, die als "Mahagoni" für den Korpus (einige Kilo immerhin pro Gitarre, und das bei hohen Auflagen) asiatische Tropenhölzer verwenden. Ich habe Un-Sung Musical Instruments, den koreanischen Hersteller meiner Epiphone SG, per E-Mail gefragt, aus was für einem Holz die Gitarre eigentlich gefertigt wurde, und die Antwort war: Nyatoh. Hätte ich das vorher gewußt, ich hätte die Gitarre nicht gekauft.

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Kommentar von Wolfgang Schmidt
14.02.2012, 14:01 Uhr

Welches mp3-verkommene Ohr interessiert sich heute noch dafür, wie gut eine Gitarre klingt?
Antwort: Kein Schwein!
Ihr Gitarristen hier seid total unrealistisch.
Und weil es kein Schwein mehr interessiert, kann man auch getrost auf das "beste" Holz verzichten.
Regewald abholzen muss also nicht sein!

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