Gläserne Urne zur Bundestagswahl

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Eingetragen von:

Aktionsform:

Wahlalternative

Ziel:

siehe www.glaeserne-urne.de -Hintergrund

Mitmachen:

siehe www.glaeserne-urne.de -Hintergrund

Anstatt überhaupt nicht oder einfach ungültig zu wählen, bieten wir allen Unzufriedenen an, ihre Stimme in die “Gläserne Urne” zu geben und fordern auch dazu auf, aktiv dabei mitzuhelfen, die “Gläserne Urne” in ganz Deutschland zu verbreiten.

In Stuttgart kam die “Gläserne Urne” als qualifizierter Wahlboykott bei der Wahl zum Oberbrügermeister 2012 bereits zum Einsatz. Nun ist es Zeit, dieses Instrument auch bundesweit bekannt zu machen.

Das Prinzip:

  • Die “Gläserne Urne” ist ein qualifizierter Wahlboykott
  • Anstatt wählen zu gehen, werfen wir unsere Wahlbenachrichtigung in die “Gläserne Urne” bzw. senden sie an das Postfach der “Gläsernen Urne”
  • Jeder kann in seiner Stadt eine “Gläserne Urne” aufstellen – wir unterstützen dabei gerne durch unserer Erfahrung und Info-Material
  • Auch wenn keine physische gläserne Urne aufgestellt wird, kann quasi per “Briefwahl” die Wahlbenachrichtigung an unser zentrales Postfach gesendet werden.
  • Damit drücken wir aus, dass wir keiner der vorhandenen Parteien zutrauen, wirklich zum Wohle des Volkes, also zu unserem Wohle Politik zu machen.
  • Wie wir mit den abgegeben Wahlbenachrichtigungen dann umgehen, werden wir mit allen Aktiven besprechen

Wer Interesse hat oder mithelfen will oder in seinem Wahlkreis die “Gläserne Urne” bekannt machen will, lädt sich entweder die Infos von dieser Seite herunter oder nimmt einfach Kontakt mit uns auf.

 

Themenkategorien:

Politik / Demokratie / Recht
11 Kommentare
1
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Kommentar von Dr. Reinhard Gaede
13.09.2013, 15:40 Uhr

Wer durch solch einen "qualifizierten Wahlboykott" seine Stimme gar nicht abgibt, sondern in die "Gläsernen Urne" wirft, stärkt die Regierung CDU-FDP, die dadurch ihre Mehrheit erhalten und sich über eine solche Art von Unzufriedenheit sehr freuen kann..
Die genaue Bezeichnung sollte deshalb heißen:
"Qualifizierter Wahlboykott zur Unterstützung der schwarz-gelben Regierung".

2
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Kommentar von Bella Anonym
13.09.2013, 17:59 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen!

3
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Kommentar von Alex
15.09.2013, 06:44 Uhr

“Ich werde meine Wahlbenachrichtigung bei der Gläsernen Urne abgeben, weil ich beim gegenwärtigen Parteienfächer nicht mehr bereit bin, als passives Stimmvieh die immer gleichen Volksverdummungs- und Selbstvermarktungsspielchen zu legitimieren. Spätestens wenn sie an der Macht sind, scheint aus jedem Politiker ein gesichtsloses, austauschbares Wesen zu werden, dem oder der die Hände gebunden sind, Wahlversprechen umzusetzen oder juristische Möglichkeiten zu nutzen.
Stattdessen sehe ich nur den Verweis auf Zwänge und Strategien, um die Schwierigkeiten auszusitzen oder zu verschieben. Ich hoffe, dass sich die Wahlberechtigten, die sich für die Gläserne Urne entscheiden, auch weiter aktiv mit Politik auseinandersetzen und dafür einsetzen, dass den sogenannten Volksvertretern ihre Lobbyverflechtungen entrissen werden.”

4
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Kommentar von Erny Belter
15.09.2013, 13:38 Uhr

Es ist richtig, dass rot-grün keine wirkliche Opposition zu schwarz-gelb darstellt, da diese Parteien trotz etwas Detailkritik in allen wesentlichen Fragen immer mit der Regierung gestimmt haben (Ausnahme Energiepolitik bei den Grünen). Vergessen wird, dass es mit der Linken eine echte Opposition im Bundestag gibt, die nicht von der Industrie gesponsert wird und keinen neoliberalen Ansatz in der Wirtschaftspolitik verfolgt, weshalb sie in der veröffentlichten Meinung totgeschwiegen oder skandalisiert wird, und deren Unterstützung allemal sinnvoller ist als die Urne.

5
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Kommentar von Nichtwähler_wählen_CDU
20.09.2013, 16:23 Uhr

Bei der Wahl zum Bundestag von 2009 waren 62.180.000 Menschen Wahlberechtigt. Von denen haben nur 20.980.000 die Regierungsparteien CDU(CSU)/FDP gewählt. Das sind rund 34%. Der Rest hat eine Oppositionspartei gewählt (22.400.000, rund 36%) und außerdem sind 18.800.000 nicht zur Wahl gegangen. Das sind rund 30%. Zusammenfassend ist also zu sagen, dass diese Regierung durch nur ca. ein Drittel der Wahlberechtigten legitimiert ist. Toll. Soviel zum Thema "Nichtwählen ist Cool" und wir protestieren.

PS: Die Zahlen stammen aus Zeit-Online Artikel: "Wählerwanderung", 12.09.2013)

6
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Kommentar von Ora-Ïto
20.09.2013, 16:28 Uhr

Im Gegensatz zu:
"Wie wir mit den abgegeben Wahlbenachrichtigungen dann umgehen, werden wir mit allen Aktiven besprechen",
.... wäre eine konkretisierte Initiative zur gesellschaftlichen Diskussion der Änderung des Wahlrechtes definitiv sinnvoller und zielführender:
Was soll bei einer geringeren Wahlbeteiligung als z.B. ? 67 % od. ? 50 % passieren; .... .

7
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Kommentar von Alex
20.09.2013, 18:16 Uhr

Wir sind eine junge Initiative ohne Führungspersonen oder Satzung. Das wir noch kein klares Konzept für die Zukunft haben mag man kritisieren es lässt aber auch Freiraum zu Träumen und für Utopien. Mensch erwartet viel zu oft eine Ansage von anderem Mensch zum aktiv werden.
Schönes Wochenende!
Alex

8
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Kommentar von Kopf in den Sand Taktik?
21.09.2013, 09:08 Uhr

Wie wäre es, statt durch Boykott die Schwarz-Gelben zu stärken, und durch Verweigerung der Stimmabgabe eine 'Alternative' zu proklamieren, einfach mal Zivilcourage zu zeigen und Schwarz-Gelb anzuwählen? Schwarz-Gelb lebt doch davon, dass sich die Oppositionellen an Utopien aufhängen und zersplittern. Eine Kopf in den Sand Taktik ist da wenig konstruktiv.

9
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Kommentar von L.P.
23.09.2013, 02:17 Uhr

Nach wie vor wird eine nicht abgegebene Stimme anteilig zur Siegerpartei gerechnet und somit wird unterstützt, was eigentlich boykottiert werden will. Warum kein Hexenfeuer aus den Wahlzetteln machen - hat den gleichen Effekt!

10
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Kommentar von Akrasia
24.09.2013, 02:23 Uhr

.... und in jedem Falle eine ausgesprochen unverhohlene Möglichkeit an jede Menge personenbezogene Daten zu kommen – und da auf der Website (http://glaeserne-urne.de/) nirgendwo so etwas wie eine ‘Datenschutzerklärung’ aufzufinden ist, gehe ich mal davon aus, dass die unter dem schicken Motto: "Mitmachen ohne mitzuspielen", ‘freiwillig’ überlassenen personenbezogenen Daten (ggf. inkl. E-Mail-Adresse) dort bestimmt besonders “qualifiziert” weiterverwendet werden – oder nicht?

Lustig: Spam-Schutz-Frage:
(Welche Partei sagt: Klar machen zum ändern?)

11
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Kommentar von Hardyhardy
15.10.2013, 11:05 Uhr

Der Gedanke mit der gläsernen Urne ist an und für sich nicht schlecht. Nur werden die Stimmen derer, die sich der Wahl enthalten, der Partei zugeschlagen, welche die meisten Stimmen bekommt. Geht lieber zur Wahl und macht den Stimmzettel ungültig ( Durchstreichen oder zerreißen). Seit über einem halben Jahrhundert verhindert die CDU den Volksentscheid. Daran muss gearbeitet werden. Auch ist unsere Scheindemokratie eine Blockade für den Bürgerwillen. Wir sollten uns ein Beispiel an unseren Nachbarn nehmen. Die Schweiz mit ihrer Demokratie, welche vom Volk ausgeht.

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(Die Abkürzung für Demonstration lautet ...)