9. März 2013 - um das AKW Grohnde
Aktions- und Menschenkette
Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rufen wir für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. Mit vielen Aktionen und Menschen wollen wir im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor zeigen, welches Ausmaß eine Katastrophe wie Fukushima in Deutschland haben könnte und die Stilllegung der noch laufenden Atomanlagen fordern.
Aktuell gibt es rund 200 Aktionsorte rund um Grohnde.
Einige Ideen für Aktionen entlang der Strecke - der "Aktionsleitfaden" mehr... (pdf)
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Aufruf zur Aktionskette rund um das Atomkraftwerk Grohnde
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9.3.2013 PARIS CHAINE HUMAINE ANTI NUCLÉAIRE
www.chainehumaine.org
www.sortirdunucleaire75.org
9.3.2013 NECKARWESTHEIM
www.endlich-abschalten.de
9.3.2013 GUNDREMMINGEN
www.atommuell-lager.de
10.3.2013 Tihange Anti Atom Demo
www.stop-tihange.org
http://www.stop-tihange.org/news.html/-/asset_publisher/content/ehemaliger-leiter-der-aufsicht-uber-kerntechnische-einrichtungen-in-deutschland-halt-das-wiederanfahren-der-atomreaktoren-tihange-2-und-doel-3-fur-unv
Ehemaliger Leiter der Aufsicht über kerntechnische Einrichtungen in Deutschland hält das Wiederanfahren der Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3 für unverantwortlich
Am 7. Februar hat die belgische Atomaufsicht FANC die Berichte zu den Fehlstellen in den Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 veröffentlicht. Diese Berichte enthalten offene Fragen und weisen auf die fehlenden Nachweise zur strukturellen Integrität hin. Trotzdem kommt die belgische Atomaufsicht FANC zum Schluss, dass „ ... es keine Gründe gibt, den Reaktor definitiv abzuschalten."
Im Sommer 2012 wurden in den beiden Reaktoren tausende Fehlstellen gefunden. Im Reaktor Tihange 2 befinden sich mehr als 2.000 und in Doel 3 weit mehr als 8.000. Sie besitzen eine Größe von bis zu 2,4 cm und sind durchschnittlich 1 cm groß. Seit diesen Funden stehen die beiden Reaktoren still und Betreiber und belgische Atomaufsicht setzen alles daran die beiden Reaktoren wieder ans Netz zu bekommen. Anfang Februar wurden nun die Berichte von Betreiber Electrabel, der nationalen und internationalen Expertenkommission sowie der FANC selbst veröffentlicht.
Diese Berichte stellen fest:
Die Herkunft der Risse kann nicht nachgewiesen werden.
Die Struktur der Fehlstellen kann nicht nachgewiesen werden.
Die Herstellerdokumentation ist unvollständig und widersprüchlich.
Den Gutachtern liegt kein Original-Testmaterial der Reaktordruckbehälter vor.
Das stattdessen verwendete Testmaterial hat weder den Alterungsprozess (Neutronenbeschuss und thermische Belastung) erlitten, noch ist es von der gleichen Legierung.
Das bei den Reaktordruckbehältern eingesetzte Ultraschallverfahren ist nicht validiert.
Der Nachweis der strukturellen Integrität der Reaktordruckbehälter berücksichtigt keine Alterungserscheinungen durch thermische Belastung und Neutronenbeschuss.
Der Nachweis der strukturellen Integrität der Reaktordruckbehälter ist nach zugrundeliegendem Standard gescheitert.
Der Betreiber Electrabel empfiehlt nun, bereits im Normalbetrieb die Belastungen der Reaktoren zu reduzieren. So soll
der Neutronenbeschuss reduziert und
der Reaktor langsamer hoch- und wieder runtergefahren werden.
Dieter Majer sagt dazu: „All das deutet darauf hin, dass die Verantwortlichen der Meinung sind, dass die Anlage nicht mehr in einem sicheren Zustand ist."
Dieter Majer ist ausgewiesener Experte für Fragen der Sicherheit von kerntechnischen Anlagen und leitete 13 Jahre die Aufsicht über kerntechnische Einrichtungen in Deutschland. Im weiteren betonte er, dass man Qualität nicht in ein Bauteil hineinprüfen kann, falls bei der Herstellung nicht ausreichend dokumentiert wurde. „Hier muss man auf die Herstellungsdokumentation vertrauen. Und wenn man die nicht hat, dann kann man nur sagen, da haben wir ein Riesenproblem. Ich hatte einen Fall in dem deutschen Atomkraftwerk Biblis, wo wir eine Komponente rausgeworfen haben, nachdem die Dokumentation widersprüchlich war."
Zusammenfassend sagt Dieter Majer: „Man muss feststellen, dass ein Wiederanfahren der beiden Reaktoren nach der uns zur Verfügung stehenden Aktenlage nicht zu verantworten ist."
Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie unabhängig eine Atomaufsichtsbehörde sein kann, die von Jan Bens geleitet wird. Jan Bens ist seit Jahresbeginn oberster Leiter der belgischen Atomaufsicht FANC. Während des Baus von Doel 3 war er beim Betreiber Electrabel im Bereich Betrieb und Sicherheit beschäftigt (1979 – 1985). Ab 2004 war Jan Bens sogar auf Betreiberseite Leiter des Atomkomplexes Doel.
Er wechselte dann 2007 zur WANO (World Association of Nuclear Operators), die die internationale Interessenvertretung der Atomkraftbetreiber ist. „Mit Jan Bens hat man den Bock zum Gärtner gemacht" stellt Inge Gauglitz vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie dazu fest.
Soll den drei Toten im AKW gedacht werden oder den 20.000 Opfern des vorausgegangenen Tsunamis?
@ Tsunami- Missbrauch
Warum vergleichst du Äpfel mit Birnen?