Landrückgabe in Kolumbien!

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Aktionsform:

Online Kampagne

Website:

www.kolko.net

Ziel:

Seit Jahren kämpfen die Gemeinschaften an den Flüssen Curbaradó und Jiguamiandóum die Rückgabe ihres Landes. Unterstützen Sie sie!

Mitmachen:

Beteiligen Sie sich an der Online-Kampagne: Schreiben Sie dem kolumbianischen Präsidenten. Zeigen Sie, dass die Gemeinden nicht allein sind!

Zwischen 1996 und 1997 wurden im Bundesstaat Chocó in Kolumbien über 3.000 Menschen der afrokolumbianischen Gemeinschaften am Curbaradó und Jiguamiandó im Zuge der "Operation Genesis" gemeinsam von Militär und illegalen Paramilitärs gewaltsam vertrieben. Danach wurde ihr Land illegal von Palmöl- und Bananenunternehmen und Viehzüchtern besetzt. Seit Jahren kämpfen die Gemeinschaften an den Flüssen Curbaradó und Jiguamiandó in Kolumbien um die Rückgabe ihres Landes.

Ein Urteil des kolumbianischen Verfassungsgerichtes von Mai 2010 hat ihre Rechte gestärkt, doch im Zuge einer Registrierung der Bevölkerung im Vorfeld geplanter Gemeinderatswahlen nehmen Drohungen zu. Der Gemeindesprecher Manuel Ruiz und sein Sohn wurden im März 2012 ermordet.

Etliche Palmölunternehmer sind inzwischen angeklagt. Doch noch immer sind große Teile des Landes der Gemeinschaften von Unternehmern und Großgrundbesitzern illegal besetzt. Diese locken außerdem Menschen aus anderen Regionen zur Ansiedlung an und schüren so soziale Konflikte.
Auch das Verfassungsgericht hat die Rechte der Gemeinschaften im Mai 2010 bestätigt und Maßnahmen zu einer ordnungsgemäßen Landrückgabe angeordnet. Das Gericht hat eine Registrierung angeordnet, um festzustellen, wer vor der Vertreibung schon an den Flüssen Curbaradó und Jiguamiandó gewohnt hat und damit berechtigt ist, den neuen Gemeindevorstand zu wählen. Darum gibt es seit Jahren Streit. Es ist zu befürchten, dass Außenstehende sich registrieren lassen, um die Wahl zu beeinflussen. Insbesondere die Ansiedlungen von Personen aus anderen Regionen begründen diese Sorge. Vor dem Verfassungsgerichtsurteil im Mai 2010 hatte das Innenministerium geplant, das Land offiziell an solche ?Gemeinderepräsentanten? zurückzugeben, die von den Menschen in den Humanitären Zonen nicht anerkannt sind und die angekündigt hatten, das Land nach der Rückgabe umgehend an Unternehmer zu verpachten. Das Verfassungsgerichtsurteil stoppte diese ?Übergabe? im letzten Moment.

Die Registrierung ist weit fortgeschritten, doch die Ermordung von Manuel Ruiz zeigt, welchen Gefahren die Gemeinde weiterhin ausgesetzt ist. Um die Sicherheit der Gemeinde zu gewährleisten und die endgültige Rückgabe zu gewährleisten müssen die Beschlüsse des Verfassungsgerichtes umgesetzt werden.

 

Themenkategorien:

Natur-, Tier-, Umweltschutz, Globalisierung / Entwicklung / Migration, Politik / Demokratie / Recht
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(Nie wieder Krieg - Nie wieder ...)