Indien: Stoppt das Michelin-Werk im Wald der „Unberührbaren"!

Michelin_newsletter_de_large
22bfe90ac98d8e13286074c08520b92a

Eingetragen von:

Aktionsform:

Unterschriftenaktion

Website:

www.regenwald.og

Ziel:

Landraub und Vertreibung durch Michelin-Reifenwrk in Indien verhindern

Mitmachen:

Bitte beteiligen Sie sich an der Protestaktion unter www.regenwald.org

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu will der französische Konzern Michelin eine große Fabrik im Gemeindewald einer Gruppe von Dalit (die sogenannten „Unberührbaren") bauen. Die Dorfbewohner wehren sich seit zwei Jahren gegen den Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Nun bitten sie um internationale Hilfe, um das Reifenwerk noch verhindern zu können. 
Unterstützen Sie bitte die Bauern mit Ihrer Unterschrift.

Das Dorf Thervoy Kandigai liegt 50 km nördlich von Chennai (ehemals Madras) und ist von Weiden, dichten Wäldern, Reisfeldern und Seen umgeben. Die Menschen leben unmittelbar vom Wald, aus dem sie Heilpflanzen, wilde Früchte und Gemüse beziehen. Vor allem in der Dürrezeit, wenn der Reis knapp ist, hängt ihr Überleben von den Naturressourcen ab. Zudem spielt der Wald als Wasserreservoir eine wichtige Rolle  für die 13 umliegenden Dörfer.

Die Einheimischen wehren sich dagegen, dass das Michelin-Werk ihren Wald und damit auch ihre Lebensgrundlagen vernichtet. „Sie können unsere Häuser nehmen, aber nicht den Wald. Niemand hat das Recht, den Wald zu zerstören", klagt Anbhazhgan, ein ehemaliger Dorfvorsteher, an.

Seit zwei Jahren kämpft das Dorf mit seinen Mitteln gegen den Bau des Werks: Informationsveranstaltungen und Hungerstreiks. Die Polizei antwortet regelmäßig mit Gewalt und Festnahmen von Demonstranten. Der Wald ist mittlerweile von einem Zaun umgeben und wird bewacht. Wenn man den Zaun überwindet, steht man vor einem Schild, auf dem steht: «Michelin - A better way forward» (dt: Michelin – Wir bringen Sie weiter).

Der bekannte französische Umweltjournalist Fabrice Nicolino schrieb in der Wochenzeitung Charlie Hebdo am 14. September: „Michelins Vorgehen in Indien ist ein Anschlag auf das Menschenrecht einer Gemeinschaft, nicht weniger. Wie Sie sich vorstellen können, werden durch die Zerstörung des Waldes, der Wasserquellen und der Weiden des Dorfes gleichzeitig dessen Lebensbedingungen zerstört. Es (der Bau der Fabrik, Anm.d.Verf.) ist nicht unvermeidlich, und ich fordere Sie auf, gegen Michelin zu protestieren."

Aktionstext übersetzt aus dem Französischen. Hier finden Sie das Original.

Demnächst reist eine indische Delegation nach Frankreich, um mit Umweltverbänden bei Michelin Einspruch zu erheben. Unterstützen Sie bitte die Protestaktion – damit der Wald der Dalit bewahrt werden kann.

Themenkategorien:

Anti-Atom / Klima / Energie, Natur-, Tier-, Umweltschutz, Globalisierung / Entwicklung / Migration, Soziales / Arbeit, Frieden / Antimilitarismus, Ökonomie / Finanzen, Freiräume / Subkultur, Politik / Demokratie / Recht
4 Kommentare
1
657645befdb43cd73a3acdf22b3c95e3
Kommentar von Jaitapurspeaks.com
13.01.2012, 09:31 Uhr

Die grösste Sauerei ist das 9900 MW 6-Block Atomkraftwerk in Jaitapur Indien, dass der weltgrösste Atomwaffenkonzern, die Firma AREVA dort hinbaut, finanziert von der BNP Paribas.

Das AKW Jaitapur liegt im allergrösst-möglichen EXTREM AKTIVEN Erdbebengebiet der Welt (major fault line).

Wir hoffen dass Anti Atom Aktivisten das lesen und eine globale Montagsdemo 18h-18.30h vor ALLEN AREVA Büros weltweit organisieren. Dieser Skandal ist NICHT MEHR zu überbieten, den AREVA in Jaitapur abliefert, es handelt sich schlicht und ergreifend um die ALLERGRÖSSTE Sauerei der Welt, noch schlimmer: Das Atomkraftwerk Jaitapur wird von der FRANZÖSISCHEN Atombehörde ASN (=100% Atomlobby) genehmigt und NICHT von einer indischen Atombehörde.

In USA stehen Diablo Canyon San Onofre und 2 weitere AWK im EXTREM-Erdbebengebiet und in Spanien Central Nuclear Cofrentes, Ascó und Vandellós + Atom-Zwischenlager Villar de Cañas.

Wir hoffen dass sich TAZ-Redakteure aller 3 Themen annehmen und riesen-Beiträge publizieren. Von allen anderen Medien werden diese Themen TOTGESCHWIEGEN im Auftrag der Atomindustrie.

2
B8de194fd2a80a9ca3e6470d7c8c6d32
Kommentar von Atomschnecke
17.01.2012, 14:02 Uhr

@ jaitapur labert dumm :

Im Artikel geht es um ein Werk für Autoreifen. Aber die dt. Anti-Kernenergie-Taliban brauchen ja Autoreifen, damit sie zur nächsten veganen Schotterparty fahren können um ihren Angstfetisch aus der Nähe zu sehen.

Ja zum KKW Jaitapur, nein zum Autoverkehr !

3
User_78x78c
Seit: Feb. 2012
Beiträge: 2
Kommentar von frank-ebermann
07.02.2012, 12:54 Uhr

Mit Verlaub, aber wenn man sich auch nur ansatzweise mit den Abgründen der menschlichen Natur befasst muss einem klar werden das Gier alles und jeden zerfrisst. Jeder Mensch weiss das AKWs gefährlich sind. Jeder Mensch weiss das sog. emerging markets von der "westlichen Welt" ausgebeutet werden wie seit Jahrhunderten, nur die Systematik hat sich verändert. Wie verblendet ist das Volk, redet von Informationsfreiheit und Selbstbestimmung, WIR das Volk werden durch Medien gesteuert und kontrolliert, von Politikern regiert die wir gewählt habe, die jedoch das tun was die Lobby "empfielt" oder sollte man sagen BEFIEHLT! Der Planet ist voll von Energiequellen. Gezeiten, Wind, Sonne, Geothermie, Biogas... Im Grunde haben wir eine Überversorgung.

4
User_78x78c
Seit: Feb. 2012
Beiträge: 2
Kommentar von frank-ebermann
07.02.2012, 13:00 Uhr

Und wenn Michelin ein wenig Ethik und Schamgefühl in den Knochen hat bauen Sie nach heutigen EU-Bestimmungen. Und die verbeiten bestimmt ein Werk mitten in einen Wald zu bauen. Ich kann mir nicht vorstellen das es in Frankreich oder Deutschland möglich wäre. Produktionskapazitäten in Verbrauchermärkte auszulagern ist nachvollziehbar. Meistens geht es aber schlicht um Ersparnisse aus geringen Löhnen. Ich kann nur empfehlen Ulrich Wickerts neues Buch zu lesen: "Wenn Geld spricht schweigt die Vernunft!" ist glaub ich der Titel. Großartig. Wacht auf Leute! Die Theorie vom selbstbestimmten Leben verkommt rasant zur Farce. Was nötig ist ist Aktivismus GEGEN Lobbyarbeit und Grosskonzerne. Alle DAX und Dow Jones Konzerne könnten es sich leisten regulär zu zahlen, Umweltschutz zu wahren etc. Sie tun es aber nicht. Weil die Aktionäre RENDITE wollen. und so kommt es das die Welt nicht mehr im Gleichgewicht ist. Das geht auch schon eine ganze Weile so aber alle tun ganz hysterisch von wegen brand new information... hahahah

Kommentar schreiben:
(Die Abkürzung für Antifaschismus lautet:)

Sympathisanten