Es gibt keine „hinnehmbare Menge getöteter Tiere“, Frau Ministerin!

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Die Artenvielfalt in Deutschland nimmt seit Jahren dramatisch ab. Eine geplante Novelle des Naturschutzgesetzes verschlimmert das.

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Ministerin Hendricks muss den Gesetzentwurf zurückziehen. Bitte unterschreibt unsere Petition auf www.regenwald.org

Die Artenvielfalt in Deutschland nimmt seit Jahren dramatisch ab. Wenn die Regierung das Naturschutzgesetz wie geplant ändert, verschlimmert sich das. Der Bau von Windparks, Stromtrassen und Straßen würde leichter genehmigt, selbst wenn dadurch Tiere getötet werden. Bitte fordern Sie Ministerin Hendricks auf, den Entwurf zurückzuziehen.

Zahlreiche Umwelt- und Tierschutzorganisationen wenden sich gegen die Pläne der Regierung, insbesondere gegen die Aufweichung des „Tötungsverbots“: Im Gesetzentwurf ist von einer „hinnehmbaren Menge getöteter Tiere“ die Rede. Sind bedrohte Tiere einem Bauvorhaben im Weg, können sie bald leichter beiseitegeräumt werden.

Konsequenter Artenschutz sieht anders aus! Wir brauchen Industrie und Infrastruktur - aber nicht überall und nicht mitten in der Natur.

Im Zentrum der Debatte stehen Windkraftanlagen. Weil in Deutschland ein „öffentliches Interesse“ am Ausbau erneuerbarer Energien bestehe, sollen hierfür Ausnahmen vom „Tötungsverbot“ besonders einfach möglich sein. „Eine derartige Begünstigung eines Wirtschaftszweiges zeugt von Lobbyismus“, wertet dies Harry Neumann von der Naturschutzinitiative e.V. Für Vögel und Fledermäuse hätte sie dramatische Folgen.

Auch bei Vorhaben wie dem Bau von Straßen oder Stromtrassen und der Ausweisung von Industriegebieten würden es Behörden leichter akzeptieren, dass dafür bedrohte Tiere getötet werden. Fachleute befürchten, dass in der Praxis Eingriffe in die Natur weniger intensiv geprüft werden.

Schon heute ist es um den Artenschutz in Deutschland nicht gut bestellt. Jede sechste Tier- und Pflanzenart gilt als extrem selten, ausgestorben oder verschollen. Nun droht eine weitere Verschlechterung.

Das Bundesumweltministerium wollte die Novellierung klammheimlich vor Weihnachten auf den Weg bringen. Es gewährte Umweltschutzverbänden nur 14 Tage für Stellungnahmen.

Bitte fordern Sie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf, den vorliegenden Gesetzentwurf zurückzuziehen und den Artenschutz zu stärken.

Bitte unterstützen Sie persönlich eine umweltverträgliche Energiewende und sparen Sie Strom.

Themenkategorien:

Natur-, Tier-, Umweltschutz
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(Wir nannten ihn Birne - eigentlich heißt er Helmut ...)