zeo2 antworten - der Leserstandpunkt zum ökologischen Leben

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Umweltdialog

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zeozwei.taz.de

Ziel:

Der Übergang in eine ökologische und nachhaltige Gesellschaft verlangt Antworten. Wir möchten einen lebhaften und kritischen Dialog fördern

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Einen Leserstandpunkt formulieren - Interessierte einladen - eine Auswahl ihrer Antworten werden wir im kommenden Heft veröffentlichen

Thema: Ökologisch Leben

Die kommende Ausgabe von zeo2 fragt danach, welche Chancen die Städte für den weltweiten Klima- und Naturschutz bieten.

 

Unsere Frage:

Wie wollen wir (ökologisch) leben? Indem wir die Städte begrünen oder indem die Städter auf's Land ziehen?

 

Ihre Antwort >> stellen sie bitte hier als Kommentar ein. Eine Auswahl der Antworten werden wir im kommenden Heft unter den Leserstandpunkten veröffentlichen.

Themenkategorien:

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15 Kommentare
1
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Kommentar von Andreas Krüger
15.05.2013, 10:23 Uhr

Nein. In den nächsten 50 Jahren sicher nicht.
Aber wir können die Effekte der eigenverursachten Dichte und der daraus resultierenden Belastung unserer Umwelt massgeblich mildern.
Transport und Verkehr, Energieversorgung sowie naturnahe grüne Räume sind die drei grossen Stellschrauben.

In den deutschen Metropolen beispielsweise sind die Zulassungszahlen privater Kfz bereits seit Jahren rückläufig.
Es sollten noch mehr Anreize durch massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, von Fahrradschnelltrassen und von intermodalen Mietfahrzeugangeboten gegeben werden.

2
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Kommentar von Heim
15.05.2013, 10:44 Uhr

Mein Versuch, ökologisch wie ökonomisch sinnvoll zu leben, besteht darin, Selbstversorgung zu praktizieren. Das sollte von politischer, wissenschaftlicher und medialer Seite gezielter vorgestellt und propagiert werden.

3
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Kommentar von Anna Sleegers
15.05.2013, 11:29 Uhr

Städte begrünen und lebenswerter machen ist eindeutig der bessere Weg. Wenn nicht gleichzeitig das Wirtschaftssystem auf den Kopf gestellt wird, gibt es auf dem Land einfach zu wenige Jobs für die vielen Städter. Pendeln ist nicht bloß nervig, sondern auch Umweltverschmutzung.

4
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Kommentar von Lo Ka
15.05.2013, 11:43 Uhr

Die Idee Städte zu begrünen, darf nicht einfach einer Flower-Power Philosophie entsprechen, die keinen Mehrwert bringt. Vielmehr sollten Grünflächen, Parks und Eisenbahnlandwirtschaften zur Erzeugung von Lebensmitteln dienen. Hierbei ist nicht gesagt, dass alle Vegetarisch/Vegan leben müssten, obwohl dies einen Vorteil bringen könnte. Dennoch müssen sich Stadtplaner und Architekten auch bewusst machen, wie zusätzlicher Platz geschaffenwerden kann, die dann als Grünflächen für die Klimatisierung von dem Gebäude oder Nahrungsgewinnung dienen kann. Essentiell ist aber auch die Diskussion über die Kommerzialisierung und Industrialisierung von Urban Gardening und Farming. Denn hierbei können kleine Vereine und Initiativen leicht herunterfallen und genau das Gegenteil einer ökologischeren Herangehensweise sein.

5
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Kommentar von Boris Schneider
15.05.2013, 16:54 Uhr

Natürlich sind Transport und Verkehr Stellschrauben für eine noch ökologischere Handlungsweise. Aber man darf auch nicht außer Acht lassen, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn es der Autoindustrie schlecht geht. In dem Segment sollte man sich eher auf elektrische Antriebe konzentrieren, was derzeit auch der Fall ist.

Privat sollte sich jeder mal Gedanken über die Selbstversorgung machen. Wenn nicht ganz, dann zumindest teilweise. Das wäre eine richtige Entlastung für die Umwelt.

LG

6
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16.05.2013, 13:50 Uhr

Um in der Stadt möglichst ökologisch leben zu können, müssen wir viele Bereiche unseres Lebens verändern. Ein Teil des Problems städtischer Lebensweise ist die große Diskrepanz zwischen Produktion und Verbrauch vor allem landwirtschaftlicher Güter. Um die Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln sicherzustellen, werden auf dem Land riesige
monokulturelle Felder bestellt, deren Ertrag dann mehr oder weniger weite Transportwege zurücklegen muss. Dies ist traurig sowohl für die ländliche Natur als auch für die CO²-Bilanz. Das himmelbeet möchte sich mit dem städtischen Gärtnern gegen lange Transportwege und für eine Stadtnatur mit größtmöglicher Biodiversität engagieren. Denn wer die Natur direkt erlebt, lernt sie auch schätzen!

7
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Kommentar von Annette
17.05.2013, 12:03 Uhr

Die Antwort ist ganz klar: die Städte weiter begrünen, Flächen entsiegeln, ZEO2 stärker reduzierende Mobilität ermöglichen, v.a. durch multiple Arten wie u.a. im Versuch der Bahncard 25 plus, die Kombination aus Zugfahren, Carsharing, ÖPNV & Fahrrad. [...] Allein die Mitnahme von Rädern auf der VBB Umweltkarte ohne Sonderticket wäre schon sehr attraktiv!

Dass die Städter auf's Land ziehen ist keine Alternative blickt man auf die täglichen Pendlerströme von/nach Berlin. Zuviel noch erhaltener Natur wäre dann Opfer.

8
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Kommentar von Bernd Hercksen
18.05.2013, 20:00 Uhr

Keine der beiden Alternativen bringt recht viel. Wenn auf dem Land viele neue Eigenheime mit kleinem Garten, der für die eigene Versorgung fast bedeutungslos ist, entstehen, bringt das nur zusätzlichen Umweltverbrauch. Städte zu begrünen oder besser gesagt, Flächen für urbanes Gärtnern zu schaffen ist fast bedeutungslos, weil die möglichen Flächen im Verhältnis zur Einwohnerzahl viel zu klein und zu wenige sind. Besser wäre die dritte Alternative: Städter schließen sich zu funktionierenden Nachbarschaften zusammen und organisieren solidarische Landwirtschaft, bei der die Bauern nur das liefern, was ihre städtischen Auftraggeber bestellt haben, wobei diese oft mithelfen und so ein ganz anderes Verhältnis zu Landwirtschaft und Gartenbau bekommen. Das Konzept wird bei P.M. ("Kartoffeln und Computer ") beschrieben. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Nachbarschaftszentrum und Agrozentrum, also landwirtschaftlichen Betrieben, die die Bewohner der Nachbarschaft versorgen. Dieses Konzept könnte auch heute schon umgesetzt werden, wobei es beileibe nicht nur um die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln, sondern insgesamt um ein gutes, gemeinschaftliches Leben geht.

9
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Kommentar von Andreas Urstadt und Julien Lewis
19.05.2013, 11:03 Uhr

Offenbar gehen einige nur von Berlin aus. Berlin ist nicht mehr der Wandlungsbooster, der staerkere Umbau und staerkere Veraenderung passieren um Dortmund etc mit ueber 5 Millionen Bewohnern. Die Region wird gruener und generiert nicht nur Dienstleistung, darueber hinaus entstehen gruene Jobs. Eine ganz andere Form von Stadtgruen und nachhaltig gleich Grashalmen, die nicht akribisch gejaetet werden. Momentan laeuft dagegen eine aggressive Unkrautzangenwerbung im TV, bei der heldenhaft schoen strahlend bluehender Loewenzahn zugunsten von Handelsrasen gezogen wird. Gruen kann nicht heissen, sich nur auf den Magen zu reduzieren.

In Berlin Lichtenberg fallen im Sommer ganz andere Exzesse auf, einerseits laesst man Wildblumen und Wildgraeser in den Strassen lustig stehen, Mengen an weissen, grauen, braunen und schwarzen Haufen aber dazu, im Sommer kann man s riechen. Ein alternatives Stadtmgmt entpuppt sich als Personalmangel im Sommer.

Andererseits existiert in Berlin ein kluges Stadtmgmt, das Versuche von anderswo uebernommen hat, gruene Sickerflaechen fuer Regenwasser in der Stadt neben Strassen und Gehwegen anzulegen. Es entstehen besser regulierte Stadt u Mikroklimata, die Lebensqualitaet steigt. Mit oekoinnovation liesse sich auch der oede Alexanderplatz verwandeln.

Bei der Menge ausgepusteter Abgase in Staedten liegen die Schwermetallanteile etc in der Stadt zu hoch fuer Nahrungsanbau. Die Grauschleier ueber den Staedten sinken grossteilig dort auch runter. Es benoetigt zur Regulation moeglichst ganzjaehrig gruene Pflanzen in der Stadt. Da Nadelbaeume kaum in Frage kommen, muss mit Graesern etc gearbeitet werden. Nahrungsanbau in der Stadt macht nur bei entsprechender Schadstoffreduktion Sinn.

Ein wichtiges tool Schadstoffe zu senken ist die Miete, bislang cool uebersehen. Niedrige Mieten sorgen dafuer, dass diejenigen, die in der Stadt arbeiten auch dort wohnen koennen. Frankfurt Muenchen etc haben Hammermieten, die allein durch Pendler Hammerabgase produzieren. Zu hohe Mieten sind ergo nicht nachhaltig und oekologisch schaedlich. Es braucht auch gruene Mieten.

Bevor Nahrung in Stadt angebaut werden kann, muss sie mehr Land werden. Das "Pendeln" von Nahrung in die Stadt (ergo Nahrungspendeltransport) macht erst Sinn, wenn die Stadt selbst gruener transformiert wurde.

Spaeter kann auf allen Strassen Gras wachsen, wenn Oekoschwebfahrzeuge und automatische Solarrasenmaeher die Stadt bevoelkern. Mehr gruen heisst, mehr Insekten, mehr Voegel, etc. Bessere Mikroklimata. Grossplantagen auf dem Land produzieren nebenbei auch Mikroklimatadefizite, Nahrungsanbau in der Stadt kann auch das Land mitregulieren und vice versa.

10
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Kommentar von Jutta Holstein
20.05.2013, 14:06 Uhr

Es gibt viele Möglichkeiten und eine davon ist natürlich die Städte grüner werden zu lassen, urban gardening ist ein Stichwort! Es macht sicher nicht alle Städter satt, für die anderen Wünsche müssen ökologische Landwirtschaften her. Mit kurzen Lieferwegen und sozialen Versorgungen der Ökobauern.
Meine ureigenste Entscheidung ist jedoch, als Selbstversorgerin auf dem Land zu leben. Kein neues Haus zu bauen, sondern ein altes zu bewohnen. Mit wenig Geld wenig konsumieren und trotzdem glücklich zu sein! Mit Freunden und gleich gesinnten zu tauschen, was wir im Überfluß haben. Und wünschen, daß die anderen leerstehenden Häuser und Höfe ebenfalls bewohnt werden. So tauscht es sich leichter!

11
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Kommentar von Tobias Braun
21.05.2013, 10:53 Uhr

Für eine ökologische Stadtgestaltung ist eine Zusammenarbeit von Bürger*innen, der Stadtpolitik und Unternehmen unabdingbar. Zum einen muss bei der Stadtplanung darauf geachtet werden möglichst viele freie (!) Grün- und Wasserflächen vorzusehen, sowie beispielsweise Dachgärten oder Gemeinschaftsgärten politisch und ökonomisch zu fördern.
Wir Bürger*innen sollten uns zudem an die eigene Nase packen und überlegen, wo wir ganz pragmatisch etwas für eine ökologischere Stadt tun können. Beispielsweise viel Grün in meiner Wohnumgebung selbst anbauen, sei es in einem Gemeinschaftsgarten, auf dem eigenen Balkon, oder im Grünstreifen an der Straße. Selbstversorgung mit Gemüse und Obst aus Gemeinschaftsprojekten hat neben der ökonomischen Autonomie und Selbstbestimmung den Vorzug der vollen Transparenz und kurzer Transportwege.

Bei der innerstädtischen Mobilität kann auch noch jede Menge passieren. Heute scheint es ja oft so, dass die Straßen in Städten eher für Autos konzipiert als für Menschen konzipiert sind. Doch eine fahrradfreundliche Straßengestaltung, der Einsatz von Lastenrädern für Transportfahrten (z.B. für Paketlieferungen), ein viel weitreichenderer Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, oder auch autofreie Innenstädte
sind möglich! Es braucht nur die richtigen Menschen und Konzepte, um solch einen Wandel voranzubringen.

Jede*r Verbraucher*in hat zudem die Freiheit zu entscheiden, ob sie/er Energie aus erneuerbaren Energieträgern von zukunftsweisenden Energieunternehmen bezieht (Stichwort: Förderung Neuanlagenbau) und sich politisch einzumischen, wenn es um Entscheidungen der Stadt zur Bereitstellung der infrastrukturellen Versorgung geht (z.B. Berliner Energietisch, EU-Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung,...).

Im Sinne der Idee einer "Postwachstumsökonomie" sollten wir Menschen darüber hinaus dahin kommen, die Begriffe Subsistenz, Suffizienz und Ressourceneffizienz authentisch mit Leben zu füllen. Das heißt nicht, wie es im Nachhaltigkeitsdiskurs öfter den Anschein hat, nur darüber zu
reden, sondern anzufangen, uns individuell wieder mehr selber zu versorgen und die Versorgungsstrukturen der Stadt gemeinsam zu nutzen (Dinge, Wissen, Transportmöglichkeiten, öffentliche Räume,...). Interessante Konzepte und theoretische Ansätze hierfür bieten Commons,
Solidarische Ökonomie, kollaborativer Konsum, sharing economy oder auch die Idee des Nutzens statt Besitzens.

Wesentlich für ein größeres ökologisches Bewusstsein und einen persönlichen Einsatz für meine Stadt ist jedoch auch der soziale Austausch. So bekommen wir Menschen das Gefühl zum sozialen Gefüge eines Systems Stadt wirklich dazu zu gehören und damit auch (Mit)Verantwortung für unser Lebensumfeld zu übernehmen. Wichtig dabei ist zu beachten,
dass ein wahrer gesellschaftlicher Wandel nur in kleinen, fehlerfreundlichen Gemeinschaften geschehen kann.

http://www.projekt-neongruen.de

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Kommentar von Silke Schäfer
21.05.2013, 18:36 Uhr

Warum sollte man in der Stadt weniger ökologisch leben können als auf dem Land?
Wohnraum ist teuer, so dass Stadtbewohner tendenziell weniger Platz und damit auch weniger Zeug haben. Und wenn man trotzdem noch zu viel Dinge hat, dann findet man in der Stadt immer einen Mitmenschen, der sich darüber freut - sei es über ebay oder ein anderes Portal, sei es über soziale Einrichtungen, sei es auf dem nächsten Flohmarkt.
Die Heizanlagen in der Stadt versorgen mehrere Parteien und arbeiten deshalb effizienter. Während es auf dem Land viele alleinstehende Häuser gibt, heizen in der Stadt die Nachbarn von unten, links und rechts für einen mit.
Auf dem Land ist man ohne Auto verloren, denn der ÖPNV ist schlecht ausgebaut, die Verbindungen schlecht getaktet und abends und am Wochenende geht dann gar nichts mehr. In der Stadt kommt man ohne Auto überall hin, und wenn nicht, gibt es Carsharing Angebote oder viele andere umweltfreundlichere Alternativen.
In der Stadt gibt es für jeden Geschmack etwas, Naturkostläden, Biosupermärkte, Supermärkte mit reichhaltigen Bio-Sortiment, Bauernmärkte in jedem Viertel, Biorestaurants, vegetarische und vegane Restaurants. Außerdem sprießen Gemeinschaftsgärten wie Pilze aus dem Boden. Auf dem Land lebt man zwar naturnäher, aber einen Nutzgarten haben auch hier die wenigsten. Und das Angebot an Lebensmitteln ist sehr viel beschränkter, so dass es schwerer fällt sich umweltfreundlich zu ernähren.
Wenn man ökologisch leben möchte, hat man in der Stadt alle Möglichkeiten dazu. Ebenso wie auf dem Land.

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Kommentar von Simon Berg
24.05.2013, 11:48 Uhr

Wenn man sich nur den In- und Output der Kalorien bei der Erzeugung von tierischen Nahrungsmitteln anschaut würd es Sinn machen vegan zu leben.
Hinzu kommt weniger Eintrag von schädlichen Stoffen in die Umwelt durch geringere Tierabfallbelastung und weniger benötigte Düngemittel.

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Gruenzuege_78x78c
Seit: Jul. 2011
Beiträge: 1
30.05.2013, 23:02 Uhr

Die Frage stellt sich so gar nicht. Weder bei uns noch auf globaler Ebene gibt es schließlich einen Trend wieder aufs Land zu ziehen - viele Stadtbewohnende wollen dies auch gar nicht, sie profitieren von den Möglichkeiten, die ihnen die (Groß)stadt bietet: ein großes kulturelles Angebot, eine örtliche Nähe zum Arbeitsplatz, viele gesellschaftliche Freiräume und eine große Bandbreite von verschiedenen Millieus, Subkulturen und Lebensentwürfen. Das Konstrukt Stadt ist aus dem menschlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Trotzdem brauchen wir Menschen zu einem erfüllten Leben Naturerlebnis, Grün und Biodiversität. Dies muss und ist kein Widerspruch. Deshalb ist es wichtig, danach zu fragen, wie wir diese Aspekte in der "Stadt der Zukunft" so umsetzen können, dass die BewohnerInnen der Städte von Stadt und Natur gleichermaßen profitieren können. "Grünzüge für Berlin" setzt sich deshalb dafür ein, dass in der Stadt die vorhandenen Grünzüge und Grünverbindungen weiter ausgebaut werden und neue dazukommen. Entlang dieser Grünzüge können die Menschen zu Fuss und per Rad entspannter, CO2-neutraler und gefahrenärmer von einem Punkt der Stadt zum anderen gelangen und einen Ausflug nach "Draußen" machen. Niemandem nützt es, beim Joggen zehnmal um den begrünten Kiezplatz zu laufen - eine Grünverbindung ermöglicht es ihm dagegen, in andere "grüne Ecken" der Stadt zu gelangen und die Stadt innerhalb eines grünen Netzes entdecken zu können. Der Kampf um Grünzüge wird damit auch ein Kampf um Lebensqualität in der Stadt. Wenn steigende Mieten mit Neubauten bekämpft werden sollen, dann sind Brachen und "wilde" Grünflächen meist die ersten Opfer. Bei jeder dieser Planungen sollten wir uns aber ernsthaft fragen, ob die Allgemeinheit an dieser Stelle mehr gewinnt oder mehr verliert. Ein Haus ist schnell gebaut - ein Grünzug ist meist unwiederbringlich verloren.

Jan Drewitz, engagiert bei "Grünzüge für Berlin"

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Kommentar von Bernd
14.03.2014, 21:15 Uhr

Die Fragestellung ist zwar schon etwas her, aber ich wollte mich trotzdem nochmal dazu äußern. Das die Städter auf's Land ziehen ist sicherlich keine sinnvolle Option, in den Städten für mehr Ökologie zu sorgen umso mehr. Hier hat jeder die Möglichkeit auch im eigenen kleinen Rahmen Dinge zu verändern. Das eigene Auto stehen lassen oder abschaffen, Stromanbieter zu Ökostrom wechseln und gleichzeitig Strom sparen, aber auch der Ansatz der eigenständigen Verschönerung von öffentlichen Grünanlagen ist ein toller individueller Ansatz. Jeder kann die Dinge ändern, man muss es nur wollen!

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(Welche Partei ist neoliberal und gelb?)