Sagen Sie der Palmöl-Industrie: Orang-Utans sind kein Ungeziefer!

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Rechtliche Standards zum Schutz der Menschenaffen, denn Orang-Utans sind kein Ungeziefer!

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Unterstützen Sie den Aufruf des bekannten Orang-Utan-Schützers Sean Whyte, in dem Sie den Protestbrief unterzeichnen.

Orang-Utans leben ausschließlich auf den Inseln Sumatra und Borneo. Indonesien beheimatet 90 Prozent der Gesamtpopulation. Der Rest lebt auf dem Staatsgebiet von Malaysia. Orang-Utans gelten als vom Aussterben bedroht. Deshalb stehen sie international unter Artenschutz. Selbst Indonesien hat einen strengen rechtlichen Schutzstatus für die Tiere eingerichtet. Bis 2017 soll der Bestand der Orang-Utans stabilisiert sein, so der Plan der indonesischen Regierung.

Doch die Realität sieht anders aus. Aufgrund der stark wachsenden Nachfrage nach Palmöl ist die Bedrohung für die Orang-Utans extrem gestiegen. Denn Indonesien und Malaysia sind die weltweit größten Hersteller dieses Produkts. Für die Ausbreitung der Plantagen wurden in beiden Staaten bisher neun Millionen Hektar Regenwald zerstört. Und jeden Tag kommen riesige Flächen hinzu. Da Orang-Utans vor allem in Bäumen leben, bedrohen die Plantagen unmittelbar deren Lebensraum. Bereits in der Bali-Konferenz von 2007 wurde festgestellt, dass jedes Jahr mindestens 3000 Orang-Utans sterben, weil die Regenwälder vernichtet werden. Auf der Konferenz stellte der Präsident Indonesien richtig fest: „Wenn wir die Orang-Utans schützen wollen, müssen wir die Wälder schützen.“

Wenn der Wald zerstört wurde, fressen die Menschenaffen mangels Alternativen Ölpalm-Setzlinge, weshalb die Palmöl-Konzerne Belohnungen auf den Abschuss der Tiere aussetzen. Aktuelle Fälle ereigneten sich vor allem auf Ölpalm-Plantagen in Ost- und Zentralkalimantan (indonesischer Teil Borneos). Dort bezahlen die Konzerne ihre Arbeiter für die Jagd auf die Menschenaffen zur „Schädlingskontrolle“. Nun stehen drei Arbeiter vor Gericht, weil sie dutzende Orang-Utans im Auftrag ihrer Firma getötet haben sollen. Die eigentlichen Schuldigen, einflussreiche Unternehmer der Palmöl-Industrie, welche die Tötungen in Auftrag geben, werden jedoch nicht angeklagt.

Selbst ausgewiesene Schutzgebiete bedeuten keinen ausreichenden Schutz für die roten Menschenaffen. Konzerne erweitern eigenmächtig die Plantagen und roden auch Bäume in den Orang-Utan Schutzzonen. Die indonesische Umweltorganisation Greenomics hat in einer Studie nachgewiesen, dass der Palmölgiganten Wilmar Konzessionen für Schutzgebiete besitzt und somit eine unmittelbare Gefahr für die Affen darstellt. Wilmar beliefert unter anderem Unilever in Hamburg und besitzt eine eigene Raffinerie in Brake bei Bremen.

 

Protestbrief

Links zur BBC:

BBC - Artikel
BBC - Bericht

Link zum Prozess gegen die Orang-Utan Mörder.

Link zur Greenomics Studie.

Studie zur Tötung von Orang-Utans auf Borneo.

Link zur Arte-Reportage Orang-Utans.

Themenkategorien:

Natur-, Tier-, Umweltschutz
1 Kommentar
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Kommentar von Yvonne Heinrich
09.01.2012, 15:15 Uhr

Auch die Verbraucher machen sich schuldig. Wir Verbraucher müssen uns besser informieren und auf Produkte verzichten die mit Palmöl hergestellt werden.

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(Wie heißt das wendländische Dorf in dem ein Atom-Müll-Endlager errichtet werden soll?)