Ostermärsche und -aktionen 2011

Omtaub_large
22bfe90ac98d8e13286074c08520b92a

Eingetragen von:

Aktionsform:

-

Ziel:

Über die Ostermärsche und -aktionen 2011 informieren und viele Menschenzu den Veranstaltungen mobilisieren

Mitmachen:

Zu einem der rund 70 Veranstaltungen gehen, die Aktion weiterempfehlen, weitere Termine an uns melden oder selber eintragen

Netzwerk Friedenskooperative

Bei den Ostermärsche demonstrieren Friedensinitiativen in diesem Jahr für den Abzug der Truppen aus Afghanistan, die Abschaffung der Atomwaffen und die Stilllegung der AKWs - gemeinsam mit Umweltgruppen und der Anti-AKW-Bewegung. 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl werden am Ostermontag große Demonstrationen gemeinsam durchgeführt (vgl. auch Infos zu 25 Jahre Tschernobyl).


Themenkategorien:

Anti-Atom / Klima / Energie, Frieden / Antimilitarismus, Politik / Demokratie / Recht
6 Kommentare
1
9a0acf80ddb2154152f476dc0cb3b974
Kommentar von Stefan Marco
16.04.2011, 11:53 Uhr

Also die grosse Mehrheit der Deutschen befürwortet nach meiner Meinung weder den Afghanistan-Einsatz noch möchten Sie deutsche Soldaten in Libyen sehen. Die Friedensbewegung will dies nicht und es ist enttäuschend, das die Grünen hier solche Einsätze befürworten.

Zum einem sind grosse Teile der Deutschen zu Recht der Meinung, dass wir Deutschen nicht überall auf der Welt mit Soldaten mitmischen sollten: zwei Weltkriege reichen vollkommen aus, da starben genug deutsche Soldaten völig sinnlos. Zurückhaltung mit Militäreinsätzen durch deutsche Soldaten auf fremden Kontinenten in Afrika und in Asien ist geboten.

Zum anderen sind die meisten Deutschen der Meinung, das wir uns militärisch auf Europa beschränken sollten und dort nur für Sicherheit sorgen sollten. Es ist den meisten Deutschen nicht vermittelbar, warum Deutsche in Afrika oder in Asien kämpfen sollten.

Desweiteren kosten solche Militäreinsätze immer jede Menge Steuergelder und der Verteidigungshaushalt explodiert dann. Das wollen die meisten Wähler nicht: das Steuergeld fehlt dann an anderer Stelle und ist für besser Schulen, Hochschulen, Strassen, usw. dann nicht vorhanden.

Gewinner solcher Militäraktionen ist in erster Linie nur die Rüstungsindustrie aber sicherlich nicht der deutsche Steuerzahler.

Daher Westerwelle und FDP, die hier gemeinsam mit der Linkspartei, die Enthaltung in der UNO getragen haben, haben hier vollkommen Recht. Es ist gerade für die Grünen, die einmal die Friedensbewegung verkörperten, äußerst problematisch, wie sie Kriegseinsätze in Afghanistan und in Libyen befürworten können. Daher liebe Grüne: wo wollt ihr unsere Soldaten denn noch so alles hinschicken, damit dort Frauenrechte gestärkt werden: Syrien, Jemen oder Iran ? Die Grünen verraten die Friedensbewegung und sollten besser nicht bei den Ostermärschen erscheinen, da sie das Gegenteil der Friedensbewegung mittlerweile verkörpern.

Bei diesem Thema lobe ich Westerwelle derzeit sehr, denn er zeigte hier bisher Weitsicht, indem er nicht in den nächsten Kriegseinsatz hineinrannte. Enttäuschend hingegen hier Trittin und die Grünen, die zu einer stinknormalen Partei geworden sind, die bei Kriegseinsätzen auf fremden Kontinenten mittlerweile in der ersten Reihe mit CDU und SPD stehen. Traurig aber wahr...

2
D41d8cd98f00b204e9800998ecf8427e
Kommentar von FrauBlau
16.04.2011, 14:41 Uhr

Interessant, dass du hier für "die Mehrheit der Deutschen" sprechen kannst. Sprich für dich selbst und stell dich nicht als Meinungsrepräsentant "der Deutschen" dar oder für wen du sonst noch gerne das Wort übernehmen möchtest.

Guido Westerwelle hat die Entscheidung der UN um Tage verzögert, was viele um Hilfe bittende Menschen das Leben gekostet hat. Dem Einsatz zuzustimmen und Soldaten hinzuschicken sind zweierlei Dinge. Aber sich zu enthalten im Einklang mit Russland und China hat lediglich bewiesen, dass Menschenrechte und deren Verteidigung nur als willkommenes Argument für die Durchsetzung eigener Interessen gebraucht werden, andernfalls sind sie nicht "unser" Problem!?
Einzige Überlegung der Regierung war die Hoffnung auf ähnliche Lobeshymnen wie Schröder sie für sein Nein zum Irakkrieg erhalten hat. Dass zwischen der Mobilmachung unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, Begriffe wie Freiheit und Demokratie zu missbrauchen, sie zu Hülsen auszuhöhlen, um zu legitimieren, was nötig ist, um Macht und Öl zu sichern ein gewaltiger Unterschied besteht zu einer Bevölkerung, die ihren Wunsch nach Freiheit in die Welt hinaus ruft, dafür von ihrem Machthaber bebombt wird, aller Unterlegenheit zum Trotz nicht aufgibt, in ihrem Kampf um einen Neuanfang um Unterstützung fleht.
Warum geht "uns" das nichts an? Weil Libyen zu weit weg ist? Weil wir nicht davon profitieren? Weil sich mit einem Tyrannen besser Geschäfte machen lassen als mit einer demokratischen Regierung, die sich eventuell schwieriger lenken lässt? Oder richtet sich die Bedeutung von Menschenleben nach den Landesgrenzen?

Wir leben hier in Wohlstand und Frieden, weil wir zufällig das Glück hatten in diesem Teil der Erde geboren worden zu sein. Welch ein Verdienst! Unser Wohlstand wird dadurch gesichert, dass in anderen Teilen der Erde möglichst Viele möglichst wenig darüber nachdenken, was Gerechtigkeit ist. Wenn ich dann so Menschen wie dich höre, befürchte ich, dass es wohl so einige gibt, nach denen es gerne so bleiben darf! Und wenn du schon in Nationalität sprechen möchtest: ich schäme mich dafür zu "den Deutschen" zu gehören, die von einem Narzisten wie Westerwelle "vertreten" werden, dessen Weitsicht nicht über sein Grinsen hinaus reicht!

3
9a0acf80ddb2154152f476dc0cb3b974
Kommentar von Stefan Marco
16.04.2011, 20:45 Uhr

@Frau Blau
Interessant hier zu lesen, dass Sie die grosse Mehrheitshaltung der Deutschen zu Kriegseinsätzen bezweifeln und das auch noch bei einem Artikel zu Ostermärschen.

Ihr Artikel trieft nur so vor Kriegsgetöse und Mobilmachung auf fremden Kontinenten, die nur der Rüstungsindustrie dienen.

Nein Frau Blau, hier hat Westerwelle und die FDP vollkommen Recht und interessant, das Sie hier nur Unterstützung von Lafontaine und der Linkspartei erhalten haben, während Trittin und die Grünen als Verräter der Friedensbewegung voll auf Westerwelle draufgeschlagen haben.

Sie haben im Gegensatz zu den meisten Deutschen nicht verstanden, was die zwei sinnlosen Weltkriege bedeutet haben. WIR Deutschen wollen das nicht wieder und haben kein Interesse, das wieder die Kriegsmaschinerie angeworfen wird und die Rüstungsindustrie tüchtig verdient. Denn JEDER Kriegseinsatz in Afghanistan, in Libyen oder potentiell dann kommend in Syrien, in Jemen, usw. kostet uns Steuerzahlern viel GELD, das dann für bessere Strassen, bessere Schulen und bessere Kindergärten bei uns fehlt.

Es ist der falsche Weg, wenn die Grünen mit Trittin glauben, durch Militäreinsätze in Libyen, Syrien, Jemen, usw. würden man dort Verbesserungen erreichen. Hat sich seit dem Tode Husseins im Irak irgendetwas verbessert dort ? NEIN hat es nicht, das Land ist wirtschaftlich total am Boden und täglich erfolgen Bombenanschläge. Hat sich irgendetwas in Afghanistan verbessert, ausser das dort Teile der Bevölkerung nunmehr auch uns Deutsche nicht mögen. NICHTS verbessert sich dort und sobald wir abziehen, wird es dort genauso weitergehen, wie es zuvor dort der Fall war.

Hier werden Milliardenbeträge nur in die Rüstungsindustrie durch sinnlose Kriege gepusht, die dann woanders bei Schulen, Strassenbau und Hochschulen fehlen.

DAHER Schluss mit der Kriegsmaschinerie der GRÜNEN und Schluss mit Trittins Attacken auf Westerwelle, der hier einmal vollkommen Recht in seiner Haltung als Aussenminister hatten. Die Grünen in Verbund mit CDU und SPD treiben uns in die nächsten Kriegseinsätze auf fremden Kontinenten.

4
F85baf6a4df20f56b85437363255b5e3
Kommentar von kammertöns karl heinz
19.04.2011, 06:43 Uhr

ich bin jetzt siebzig jahre alt und habe den ostermarsch seit den siebziger jahren aktiv unterstützt. leider sind die ziele des ostermarsches immer noch aktuell und daher ist er notwendiger denn je.

karl heinz kammertöns dortmund

5
D41d8cd98f00b204e9800998ecf8427e
Kommentar von FrauBlau
19.04.2011, 15:57 Uhr

@ Stefan Marco

Ja, was haben wir auch auf fremden Kontinenten verloren, wenn da nicht Kinder unsere Kleider nähen, unser Öl gefördert oder unsere Handys produziert werden? Ach da kämpfen Menschen um ihre Freiheit und Recht auf Selbstbestimmung? Ist ja weit genug weg, dass es nicht interessieren muss!

Um bei Ihrem homogenen National-Kollektiv-Verständnis zu bleiben: „Die Franzosen“ und „die Amerikaner“ hatten die Revolution, sich gegen Unterdrückung und Obrigkeit aufzulehnen, „wir Deutschen“ hatten diese historische Erfahrung nicht, die sich offensichtlich so sehr in ein kollektives Gedächtnis einbrennt, dass es bis heute Einstellungen und Verhalten beeinflusst. Und wenn Sie schon von den zwei Weltkriegen anfangen: Wie hätte die Geschichte wohl ausgesehen, wenn keine „fremde Nation“ eingegriffen hätte? Wie würde „unsere“ Welt wohl aussehen, hätten die USA damals gesagt „Was geht uns das an? Sollen die doch im fernen Europa mit ihrem Hitler selber klar kommen“?!

Ich rede hier nicht von einer Kriegsmaschenerie, von einer Mobilmachung mit möglichst vielen tötenden Waffen die Welt zu erorbern (denn das ist es, worum sich die meisten Kriege handeln: um Eroberung und Unterdrückung), sondern darum Menschen zu schützen und ihre Recht auf Freiheit zu verteidigen. Und das ist es, worum es in Libyen geht und worin der Unterschied zum Irak und zu Afghanistan besteht, weshalb sie für einen Vergleich oder gar eine Gleichsetzung absolut fehl am Platz sind. Ganz abgesehen davon, dass sowohl Hussein als auch die Taliban ihre Macht zum erheblichen Teil „dem Westen“ zu verdanken hatten – und letztere noch haben: Wer hat denn die Taliban im Kampf gegen die Russen mit Waffen beliefert?

Also halten wir uns raus, wenn wir nichts verdienen können? Welche Art von Moral ist das denn? Apropos Geld: Warum das Geld für Kindergärten, Hochschulen und - was war’s noch wichtiges? - ach ja: bessere Straßen fehlt, können Sie ja mal den weitsichtigen Herrn Westerwelle fragen. Ob da an erster Stelle die Rüstungsindustrie steht, wag ich mal zu bezweifeln, wo doch unzählige Steuergelder in Subventionen von ungefährlicher und preiswerter Atomenergie fließen oder Banken „gerettet“ werden müssen, deren für den Ruin Verantwortliche sich mit einer Abfindung begnügen müssen, die dem Bruttoinlandsprodukt einiger Staaten entspricht oder oder oder – die Verpulverung von Steuergeldern bezieht sich mitnichten auf ihren wortwörtlichen Sinn (in Form der Rüstungsindustrie).

Also, es lebe die Teilung in „wir“ und die „anderen“? Wir müssten uns ja auch ein neues Feindbild suchen, wenn „die arabische Welt“ sich plötzlich unseren Vorurteilen entgegengesetzt verhält. Nein, nein, wo soll das nur hinführen?!

Ihre Argumentation ist genau das, was fanatischen Tyrannen Zündstoff bietet, um Hass und Feindseligkeit zu schüren, was die Basis ist für das, wogegen Sie doch angeblich so vehement sind: Krieg.
Libyens Freiheitskämpfer zu unterstützen war eine Chance zu zeigen, dass „die westliche Welt“ nicht nur aus Kapitalismus, Geldgier, Egozentrik und Wertelosigkeit besteht, eine Chance den immer tiefer werdenden Graben von Vorurteilen und beidseitigem Fanatismus zu überwinden. Guido Westerwelle hat diese Chance vertan. Und das fatale Zeichen gesetzt, Freiheitsrechte sind nur von Bedeutung, wenn sie zweckdienlich sind.

6
User_78x78c
Seit: Apr. 2011
Beiträge: 1
Kommentar von artzim
20.04.2011, 13:49 Uhr

Wenn Menschen - egal welcher politischen Couleur - das Bedürfnis haben, sich bei einem Ostermarsch mit anderen zu solidarisieren und zusammenzuschließen für ein gemeinsames Ziel, so halte ich das für gut.
Ausgrenzung und Vorverurteilung sind meiner Meinung nach kein guter Weg um an solch eine Veranstaltung heranzugehen.

@ Stefan Marco und FrauBlau
Ich selbst würde mich freuen Herrn Trittin und Herrn Westerwelle auf einer Friedensdemo zu treffen und mich mit Ihnen zumindest in dieser einen Sache im selben Boot wiederzufinden:
Frieden und Gewaltlosigkeit, hier und überall, sind ein erstrebenswertes Ziel.

Kommentar schreiben:
(Kurt Tucholsky sagt: Soldaten sind ...)









Sympathisanten