Bitte helft, die Palmöl-Mafia zu stoppen!

Nordin-ioi-baumstaemme-2_large
E7d9aa4ffde4b6dca9a9b4e801495e57

Eingetragen von:

Aktionsform:

Petition

Website:

regenwald.org

Ziel:

Illegale Rodungen stoppen und bitte fordern Sie Nestlé, Unilever und Neste Oil dazu auf, kein Palmöl von IOI zu kaufen.

Mitmachen:

Petition unterschreiben unter: https://www.regenwald.org/aktion/873/bitte-helft-die-palmoel-mafia-zu-stoppen

„Die Umwandlung von Regenwald in Palmölplantagen erschüttert unser Land", sagt Nordin. "Bitte helft mir, die illegalen Abholzungen zu stoppen." Wieder sind 7000 Hektar Wald in Borneo unerlaubt gerodet worden – von dem Konzern IOI, der Nestlé, Unilever und Neste Oil beliefert. Fordern Sie ein Ende der Geschäfte mit der Palmöl-Mafia!

Nordin (Foto) leitet unsere Partnerorganisation Save Our Borneo (SOB), die illegal agierenden Palmölkonzernen das Handwerk legt. „Ich möchte die Regenwälder Borneos für uns und unsere Kinder bewahren", erklärt der 42-Jährige.

Nordin kann große Erfolge verzeichnen: 2011 leitete die Polizei dank seiner Beweise Untersuchungen gegen zehn illegal rodende Palmölfirmen ein. Das Verfassungsgericht entschied zudem, dass tausende Hektar Palmölplantagen gegen die Verfassung verstoßen, weil Ureinwohner und Bauern vertrieben wurden.  

7.000 Hektar illegal gerodet für Schokolade und Agrosprit

 

Am 23.3.2012 wird Nordin von Bewohnern des Dorfes Tumbang Kalang in der Provinz Zentralkalimantan auf ein gewaltiges Umweltverbrechen aufmerksam gemacht: Wo vorher dichter Urwald stand, liegen nur noch abgeholzte Baumstämme aufeinander. 7.000 Hektar Urwald sind zerstört, auf der Hälfte der Fläche sprießen schon profitträchtige Ölpalmen. Eintausend Menschen haben hier ihren Wald mit Kautschuk- und Obstbäumen verloren. Böden und Gewässer sind vergiftet.  

Verantwortlich ist Palmöl-Gigant IOI, der Nestlé, Unilever und Agrosprit-Hersteller Neste Oil beliefert. Alle drei Firmen rühmen sich öffentlich ihrer angeblichen Nachhaltigkeit.  

Nordin liegt ein Brief des Forstministeriums vor, in dem die Genehmigung zur Abholzung bereits 2008 entzogen wurde. Nun bereitet er eine Klage gegen IOI vor. Und er hat Rückenwind: Die Gemeindeverwaltung forderte IOI nun auf, sich zurückzuziehen. Doch um zu verhindern, dass sie anderswo noch mehr Schaden anrichten, müssen die Profitquellen dieser Palmöl-Mafia versiegen.   

Der Konzern IOI ist Gründungsmitglied des RSPO, einem Verein, der angeblich für nachhaltiges Palmöl steht. IOI selbst versprach, ab 2007 keine Regenwälder mehr für Palmöl-Plantagen zu zerstören. Doch immer wieder gerät IOI wegen Landenteignungen, illegalem Holzeinschlag und der Vernichtung von Orang-Utan-Gebieten in die Kritik. 

IOI lässt über ein Subunternehmen seiner Tochterfirma Bumitama Gunajaya Agro Group (BGA), die PT Hati Prima Agro (HPA), Regenwald für Palmöl-Plantagen abholzen, obwohl diese Firmen nicht die erforderlichen Genehmigungen dafür haben. Das hat unser Partner Nordin mit sorgfältigen Berichten und Fotos dokumentiert. Am 24. April 2012 wurde HPA die Lizenz entzogen.

Es ist eine häufig angewandte Strategie der Palmöl-Konzerne, dass sie ständig neue Tochterfirmen gründen, um das Nachweisen illegaler Aktivitäten zu erschweren.  

IOI betreibt Kunden- und Verbrauchertäuschung  

 

Palmöl-Lieferant IOI täuscht seine Kunden und die Verbraucher von Palmöl-Produkten, weil er einerseits mit seinen Methoden gegen indonesische Gesetze verstößt und sich andererseits auf seinen Webseiten als nachhaltig und umweltfreundlich präsentiert.    

In einer neuen Studie stellt ein internationales Forscherteam fest, dass die Ausweitung von Palmöl-Monokulturen das Weltklima bedroht. Wichtige Kohlenstoffsenken wie Torf- und Regenwälder werden von den Plantagen verdrängt und setzen dadurch immense Mengen Treibhausgase frei. Wenn sich die Monokulturen weiter wie bisher ausbreiten, dann bedecken sie 2020 ein Drittel der Fläche Borneos. Intakte Wälder hingegen werden nur noch fünf statt heute 15 Prozent der Landschaft ausmachen.

Auch für die traditionellen Dorfgemeinschaften stellen die Plantagen eine Bedrohung dar. Die Menschen in den anliegenden Siedlungen verlieren ihre Lebensgrundlagen. Der Wald dient ihnen nicht nur als natürliches Wasserreservoir und Nahrungsquelle. Er schützt sie auch vor Erdrutschen und Hochwasser. Die für die Zucht von Palmöl eingesetzten Chemikalien vergiften Böden und Gewässer und machen die herkömmliche Landwirtschaft daher unmöglich. Durch den Verlust der Existenzgrundlagen werden viele Landbewohner gezwungen, in die Städte abzuwandern und dort in Armut zu leben.

Bitte fordern Sie Nestlé, Unilever und Neste Oil dazu auf, kein Palmöl von IOI zu kaufen.  

 

 

Themenkategorien:

Anti-Atom / Klima / Energie, Natur-, Tier-, Umweltschutz, Globalisierung / Entwicklung / Migration, Frieden / Antimilitarismus, Ökonomie / Finanzen, Politik / Demokratie / Recht
Kommentar schreiben:
(Welcher Tag kommt nach Samstag?)

Sympathisanten