Panzerdeal mit Saudi-Arabien verhindern

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Aktionsform:

-

Ziel:

Den schlimmsten Waffendeal der jüngeren bundesdeutschen Geschichte verhindern: die Lieferung von 270 Leopard 2 Panzern nach Saudi-Arabien.

Mitmachen:

- Sich über die deutschen Waffenhändler informieren

 

Es geht uns um die Verantwortung der Eigentümer für ihr eigenes Unternehmen. Für niemanden, für keinen gewählten Politiker, keinen Menschenrechtler, nicht einmal für die Generäle der Bundeswehr ist es so einfach, Einfluss zu nehmen auf die Firmenpolitik von Krauss-Maffei Wegmann. Der Panzerdeal mit Saudi-Arabien stellt einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz dar und bricht den Verhaltenskodex der EU zu Waffenexporten.  Saudi-Arabien belegt in Sachen politischer Rechte Platz 161 von 167. Der Leopard 2 ist nicht irgendein Panzer. Er wurde für die Aufstandsbekämpfung entwickelt. Helfen Sie den Eigentümern dabei, Verantwortung zu tragen. Denn: Eigentum verpflichtet.

Dies ist nach Ansicht aller beteiligten Organisationen die letzte Gelegenheit, den Deal zu verhindern. Wenn wir erfolgreich sind, ist die Bundesrepublik nicht mehr dieselbe. Verwandeln Deutschland in ein Zentrum für Politische Schönheit. 

Achtung: aufgrund einer Klage ist die Fahndung eingestellt!

 

Presse

http://www.taz.de/Mit-Kopfgeld-gegen-den-Waffendeal/!93767/

http://www.krone.at/Nachrichten/D_Webgemeinde_jagt_Panzerfamilie_per_Kopfgeld-Wegen_Saudi-Deal-Story-322114

 

Stimmen zur Aktion

"Interessant ist an der Aktion, dass diese einige der den meisten wohl unbekannten Eigentümer aus den Familien von Braunbehrens, von Maydell und Sethans Tageslicht holt und zur Verantwortung ruft, die mit der Rüstung Geschäfte machen, gleichzeitig aber als Anthroposophen, Künstler, Fotografen, Lehrer, Psychologen und Humanisten arbeiten."

Telepolis

 

Themenkategorien:

Frieden / Antimilitarismus
16 Kommentare
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Seit: Aug. 2011
Beiträge: 1
Kommentar von rickijane
22.05.2012, 13:32 Uhr

Geniale Aktion.

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Kommentar von vantast
23.05.2012, 07:16 Uhr

Die Firma zu schließen, würde viele Menschenleben retten. Aber wahrscheinlich würden sich gerade die christlichen Parteien dagegen wehren, steht doch Aufrüstung und Atombombe seit Adenauer und Strauß in langer Tradition. Idealistischer, religiöser Hintergrund ist wohl die Idee, Menschen möglichst früh in den Himmel, in's Paradies zu bringen. Da sind punktuelle Bombenexperimente, wie z.B. bei den islamischen Kollegen, zu amateurhaft, die professionelle Form ist der Export christlicher Waffen in alle Welt, erst der große Absatz schafft Frieden, historisches Vorbild war die berühmte Handfeuerwaffe zur Selbstverteidigung, der "Peacemaker".
Deswegen ist es auch falsch, der Geschäftsleitung Moral abzusprechen, der Tod war schon immer ein Meister aus Deutschland und die Manager gehen wohl auch immer sonntags zur Kirche.

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Kommentar von Maximilian S
23.05.2012, 15:46 Uhr

Eine gute Aktion. Allein: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Ginge es darum, Saudi Arabien zu bewegen, überhaupt keine Panzer zu kaufen, dann würde ich diese Idee sofort unterstützen. Es geht jedoch allein darum, die Panzer woanders zu kaufen. Zum Beispiel in China. China wird das Geld benutzen, um die eigene Rüstung voranzutreiben und eigene Entwicklungen zu verbessern, so dass auch künftige Panzerdeals eher mit China als mit Deutschland gemacht werden. Wie hoch stehen die Chancen, dass man in China Rüstungsgeschäfte in den kommenden 100 Jahren aus humanitären Gründen auslässt? Was gewinnen wir, wenn Gewinne, technische Entwicklung und Arbeitsplätze in dieser Industrie zukünftig in China und Co stattfinden? Wer glaubt, dass Europa in den kommenden 100 Jahren keine Panzer bräuchte, wenn es wirtschaftlich erfolgreich bleibt? Sollen wir gar unsere eigenen Panzer dann bald in China kaufen? Übrigens wurde der Leo2 nicht für die Niederschlagung von Aufständen entwickelt, sondern ist ein Produkt des kalten Krieges für ganz andere Szenarien. Dass dies unterstellt wird, soll vermutlich suggerieren, dass es allein um diesen Zweck der Waffe ginge. Saudi Arabien hat andere potentielle Feinde als das eigene Volk und wird in jedem Fall Panzer kaufen.

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Kommentar von Jean Peters
23.05.2012, 16:48 Uhr

Hier haben wir es im lab kurz und knapp beschrieben. Alle Daumen hoch für die runde aktion!

http://trendreport.betterplace-lab.org/case/die-panzerfamilie

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Seit: Mai. 2012
Beiträge: 1
Kommentar von jannik
23.05.2012, 17:15 Uhr

Lieber Maximilian,
ich muss dir Leider Wiedersprechen. Nehmen wir das Beispiel Drogen oder Menschenhandel. Da würde es dir auch nicht in den Sinn kommen zu behaupten wenn wir es nicht machen werden die Drogen oder Menschen halt bei der Mafia verkauft. Damit will ich keinen Vergleich zwischen der Mafia und China herstellen sondern nur darlegen, dass ich dein Argument sehr denkwürdig finde.
Nur weil andere Scheiße bauen heißt das noch lange nicht, dass wir das auch das Recht dazu haben. Und Rüstungsgüter an ein Autoritäres Regime zu verkaufen ist meiner Meinung nach nicht mit den Menschenrechten in Einklang zu bringen. Abgesehen davon, was das Deutsche Gesetzt dazu sagt.

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Kommentar von Maximilian S
24.05.2012, 17:17 Uhr

Hallo Jannik!
Dein Argument leuchtet mir ein. Man muss wirklich eine deutliche Grenze ziehen und demokratische und konstruktive Regierungen unterstützen und die anderen nicht beliefern. Es ist nur schwer zu sagen, wo diese Grenze verläuft. Viele Länder bewegen sich in einem Graubereich. Hat Saudi Arabien, das konkret durch den Iran bedroht wird, kein Recht, sich zu verteidigen? Es ist schwierig, einfach Lösungen gibt es nicht. Und es ist paradox: je weniger sich ein Land verteidigen kann, desto mehr lohnt es sich, dieses Land zu überfallen: siehe Kuwait. Und es wird immer Länder wie China geben, die bei Zahlung nicht nachfragen... Und je weniger Deutschland liefert, desto mehr lohnt es sich für die anderen. Es wird immer wieder neu abzuwägen sein. Die ehrenvolle und friedlich gemeinte Haltung vieler Menschen, die deutsche Rüsungsindustrie insgesamt zu bekämpften, ist in dieser Welt zugleich teuer, gefährlich und sinnlos zugleich. Es macht die Welt nicht sicherer, belohnt nur die anderen, die sich freuen, die Einnahmen und Technologien an unserer Stelle zu verbuchen. Einfache Kopf-in-den-Sand-Lösungen gibt es hier so wenig wie für alles andere auch.

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Kommentar von Hans
29.05.2012, 10:00 Uhr

Ich möchte nur eins hinzufügen, damit das hier etwas klarer wird, denn es ist im Text etwas falsch dargestellt:

Der Leopard 2 ist seit Jahren ein Exportschlager der dt. Rüstungsindustrie, und wird in verschiedenen Varianten angeboten: Es gibt die Schlachtfeldvariante mit langem Geschützrohr, die seit dem Kalten Krieg entwickelt wird, wie @Maximilian richtig bemerkt. Bei diesem konkreten Deal haben die Saudis allerdings Exemplare mit kurzer Kanone (sozusagen für einen kleineren Wendekreis, die Standardkanone ist sehr lang), Räumschaufeln u.ä. bestellt. Somit geht es um den Einsatz in Städten, denn wenn die Saudis zB Kuwait überfallen wollten (absichtlich falsches Beispiel!), könnten sie ja sehr lange einfach geradeaus fahren und wären auch mit dem anderen Modell gut bedient. Ob sie verschiedene Modelle bestellt haben, konnte ich aus der Berichterstattung nicht nachvollziehen, soviel sei der Korrektheit halber angefügt.

Entschuldigt, wenn ich keine Quellen anfüge, die sind aber über Suchmaschinen schnell zu finden.

@Maximilian: Ein jeder fängt bei sich an, dann ist allen geholfen. Sieh es doch mal so. Das mag gefährlicher Idealismus sein. Ich persönlich möchte keinem Bürger Saudi-Arabiens in die Augen sehen und sagen müssen: Wir haben nichts unternommen, denn sonst hätten sie eure Demonstrationen halt mit chinesischen Panzern zusammengeschossen.

Eins dazu noch: die chinesische Rüstungsindustrie greift auf internationale Kooperationen zurück, kauft Waffen teilweise zB in Israel ein, die Israelis haben wiederum die Verkäufe an China gedrosselt. Ob die Chinesen so einfach einspringen können? Da wäre ich mir nicht so sicher. Mir scheint, sie haben gar nichts Vergleichbares anzubieten, der am Tien-Bien-Phu-Platz zu trauriger Berühmtheit gelangte Typ 63 beispielsweise wird seit den 80ern nicht mehr gebaut. Vielleicht würden die Saudis eher versuchen, französische Panzer zu kaufen. (deren Modelle sind auch recht begehrt!). Mit den Franzosen könnte man aber doch mal reden, oder? Und noch eins: Saudi-Arabien ist keineswegs schutzlos, hat eine grössere Armee als der Iran und ist finanziell in der Lage, den "Mercedes" unter den Panzern zu kaufen. Ihr Rüstungsetat soll der fünftgrösste des Planeten sein. Es ist, wie Du richtig sagst, nicht so einfach.

Schönen Tag noch!

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Kommentar von Maximilian S
29.05.2012, 23:44 Uhr

Hallo Hans, danke für die zusätzlichen Informationen. Das lässt den Saudi-Arabien-Deal in der Tat in einem anderen Licht erscheinen. Unter diesen Voraussetzungen würde ich auch gegen den Deal votieren. Zugleich rücke ich aber nicht von meiner Meinung ab, dass Deutschland in der Rüstungsindustrie die Nase vorn behalten sollte und dass eine pauschale Ablehnung weltfremd ist, gut und friedlich gemeint, aber in dieser Welt wären die Konsequenzen gefährlich und teuer. Hier ergibt es keinen Sinn, voran zu gehen, sondern es sollte ein globales Abrüstungs-Regime installiert werden. Viele Grüße!

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Kommentar von Rainer Winters
31.05.2012, 07:51 Uhr

Super, dass Ihr dran bleibt. Bei unserer Petition in Mainz unterschreiben nur 58 Leute. Es scheint den Menschen egal zu sein, womit sie Geld zu verdienen. Ja sie stehen dazu, Ihr Geld mit Kriegsmaterial zu verdienen.

Beste Grüße

Rainer

http://openpetition.de/petition/online/deutscher-winter-gegen-arabischen-fruehling

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Kommentar von Annette
15.06.2012, 02:08 Uhr

Eine gute Aktion, die ich als alte Rüstungsexportgegnerin sehr untertütze. Aber ich vermisse ebenso klare Worte gegen das Geschenk von Atom-U-Booten an Israel. Warum sagt Ihr dazu nichts?

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Kommentar von Mohammed
17.06.2012, 15:16 Uhr

Was islamophober Aufruf!

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Kommentar von rudi
18.06.2012, 04:14 Uhr

duemmlich. als koenntest du mit "tweets" nen panzerdeal verhindern.. euch hat wohl auch ne amsel ins hirn geschissen...

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Kommentar von vic
18.06.2012, 07:18 Uhr

Es geht inzwischen um 600- 800 Panzer. Alle für den Häuserkampf.
Und Merkel? She don`t give a shit.

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Kommentar von Ullrich F.J. Mies
21.06.2012, 02:04 Uhr

Machen wir uns doch bitte nichts vor: An die Verantwortung der Eigentümer zu appellieren, enthebt die Regierung nicht von ihren Pflichten, Rüstungsdeals in Spannungsgebiete zu unterbinden.

Da diese Regierung jedoch zu einem Angestelltenregime der Finanz- und Rüstungsindustrie verkommen ist, wird sie einen Teufel tun.

Diese Regierung, hat mit Demokratie nichts am Schopfe, sie missbraucht sie auf allen Ebenen und ist nicht besser, als die nordafrikanischen Despotenregimes.

Man kann die Politik dieser Regierung durch alle Bereich deklinieren, sie ist ultra-reaktionär, anti-demokratisch, pfeift auf den Souverän. Man sehe sich nur das Vertragswerk ESM an, ein Skandal erster Ordnung. Diese Regierung gehört vor ein internationales Tribunal.

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Kommentar von Bernd Schneider
22.06.2012, 15:28 Uhr

Ich bin ja mal gespannt, ob das Panzergeschäft zustande kommt, wenn erst mal die Dokumente der bundesweiten Islamistenrazzia ausgewertet sind und hoffentlich herausgefunden und auch veröffentlicht wird, wer diese Staatsfeinde finanziert.

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Kommentar von Thomas Gauss
23.06.2012, 18:13 Uhr

Peinlich Aktion. Aber Aufregen brauche ich mich nicht, denn diese dümmlich-radikale Gutmenschenaktion wird eh keinen Erfolg haben.

Ich hoffe, Rüstungsexporte steigen weiterhin und schaffen damit mehr Arbeitsplätze in Deutschland und tragen weiter zur Stabilisierung und zum Frieden bei.

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(Der Tag der Arbeit ist am 1. ...)

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