Panzerdeal mit Saudi-Arabien verhindern

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Aktionsform:

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Ziel:

Den schlimmsten Waffendeal der jüngeren bundesdeutschen Geschichte verhindern: die Lieferung von 270 Leopard 2 Panzern nach Saudi-Arabien.

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- Sich über die deutschen Waffenhändler informieren
19.06.2012, 11:39 Uhr

Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes von Manfred Bode gefordert!

Er gehört zu den größten Waffenhändlern Deutschlands und will jetzt im ganz großen Stil mit einer der finstersten Diktaturen der Erde Milliardengeschäfte machen: der lichtscheue Firmenpatriarch Manfred Bode. 2007 erhielt der "verdiente" Bürger das Verdienstkreuz am Bande.

Da er für seine Geschäfte schwere Menschenrechtsverbrechen gerne in Kauf nimmt, fordern wir die Aberkennung dieser kaum nachvollziehbaren Ehrung. Hier gehts zur Petition: Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes von Manfred Bode (Waffenhändler aus Kassel)

1 Kommentar
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Kommentar von Juki
24.07.2012, 20:31 Uhr

Fragen an die politische Schönheit

Zunächst: ich bin entschieden gegen den Panzerverkauf der Firma Kraus-Maffei an Saudi Arabien. Noch besser wäre es, kein Land der Welt produzierte, verkaufte oder kaufte Waffen. Nur leider gibt es Möglichkeiten, Proteste und offizielle Einwände zu umgehen, deshalb halte ich Eure Hoffnung auf den Erfolg der Aktion für naiv. Ist es sinnvoll, Anteilseigner von Krauss Maffei als Privatpersonen anzuprangern? Weiche Ziele auszuwählen, ohne zu bedenken, dass deren Einfluss vielleicht gering ist?
Wer will, kann deren Einkünfte moralisch zweifelhaft finden, aber dagegen mit Hetze und Auforderung zur Schnüffelei vorzugehen, hat etwas Terroristisches. Ihr schreibt: der Besitz von Anteilen ist nicht verboten, weshalb ihr zum Anzeigen anderer strafrechtlich verwertbarer Vergehen der Eigner auffordert. Soll das zu Transparenz führen? Sekten und Diktaturen sind meisterhaft darin, üble Nachrede anzustacheln und zu nutzen.
Haltet Ihr die Aufforderung zur Denunziation für ein Mittel politischer Schönheit? Der Ton und die Behauptungen der (im Übrigen schlecht recherchierten) Steckbriefe wirkt eher ekelhaft als schön. Verdient ausbleibender Erfolg in einer künstlerischen Karriere Häme? Muss eine Person durch Fahndungsplakate in ihrem Wohnort beruflich und sozial erledigt werden - zur Strafe für ihre KM Anteile? Politische Schönheit?
Muss die Öffentlichkeit alarmiert werden, welche Verbrecher (= Anteilseigner) sich in ihren Reihen verbergen? Sollen sie als Kulturträger (Mitglieder in Vereinen und Schulvorständen) entlarvt, ausgeschlossen und geächtet werden? (z.B. durch Veröffentlichung von Wohnorten und Emailadressen). Verdienen Anteilseigner von Waffenschmieden es nicht besser? Wer bestimmt, auf welche Weise sie Verantwortung übernehmen? Ich entdecke in Eurer Aktion weder politische noch moralische Schönheit, eher maßlose Selbstgerechtigkeit.
Jede kritische Aktion wird partiell die Grenzen der Legalität ausloten, um so mehr kommt es auf die Mittel an, mit der sie für ihre Ziele kämpft.
Ihr nennt Eure Mittel Kunst, und die Aktionen symbolisch - doch sind Hetze und Denunziation Mittel der Kunst? Eines Eurer beanspruchten Vorbilder ist der Schriftsteller Armin T. Wegner. Als er 1933 aus Protest gegen die Verfolgung der Juden einen Brief an Adolf Hitler schrieb, wurde er ins KZ verschleppt.
Man hatte ihn denunziert. Es war eine Zeit, in der Denunziation gefordert und Kunst nur als Mittel der Propaganda zugelassen war.
Noch bin ich überzeugt, dass Ihr darin kein Vorbild seht.

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(Wie heißt das wendländische Dorf in dem ein Atom-Müll-Endlager errichtet werden soll?)