Die Bäume bluten! Holzfäller sofort stoppen!

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In Nigerias Taraba State schlagen Holzfäller in hohem Tempo Palisander. Der Export der Stämme muss aufhören.

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Bitte unterschreiben Sie unsere Petition: https://www.regenwald.org/petitionen/1080/die-baeume-bluten-holzfaeller-sofort-stoppen

Rot gefärbt - als würden sie bluten - liegen die Stämme gefällter Palisanderbäume am Straßenrand. „Wenn wir nicht schnell handeln, sind die Wälder verloren“, warnt die Ökologin Hazel Chapman. Sogar der Gashaka Gumti National Park ist bedroht. Bitte fordern Sie Nigerias Umweltministerin Amina J. Mohammed auf, den Export zu verbieten.

In hohem Tempo schlagen Holzfäller in Nigerias Bundesstaat Taraba Palisander, um es nach China zu verkaufen. Seit einem Jahr dringen sie immer tiefer in die Wälder vor. Bäume, die sie an Hügeln fällen, lassen sie die Hänge herunter rollen. „Was dort wächst, wird niedergewalzt", berichtet Hazel Chapman: „Zurück bleiben kahle Wüstungen." Die Firmen scheren sich nicht darum, dass „Afrikanisches Rosenholz“ (Pterocarpus Erinaceus) geschützt und das Fällen von Bäumen verboten ist.

Palisander spielt eine zentrale Rolle im Savannen-Ökosystem am Rande der Sahelzone. Die Wälder bieten Schimpansen und Weißnasenmeerkatzen einen Lebensraum. Biologen beobachten eine Vielzahl von Schmetterlingen und Vögeln. Die Bevölkerung gewinnt in den Wäldern Viehfutter, Medizin und Textilfarbe. Sie schonen die Natur.

Holzfäller dagegen raffen gierig zusammen, was sie kriegen können. Es herrsche eine Stimmung wie während eines Goldrauschs. Das Ziel der Stämme ist Fernost. Chinas Importe von Palisander- und Ebenholz aus Westafrika sind zwischen den Jahren 2010 und 2014 um schwindelerregende 700 Prozent gestiegen. Allein im ersten Halbjahr 2016 kassierten Holzhändler damit 216 Millionen Dollar.

Nigerias Bundesstaat Taraba bekämpft zwar die Umweltzerstörung, ist aber offenbar zu schwach, sie zu stoppen. Taraba ist kein Einzelfall: Holzfäller hinterlassen in ganz Nigeria eine Spur der Verwüstung. Im Plateau State soll eine Firma aus China die Genehmigung bekommen haben, in einem Schutzgebiet Holz zu schlagen.

Bitte fordern Sie Nigerias Umweltministerin Amina J. Mohammed auf, den Export von Palisander zu verbieten.

Themenkategorien:

Natur-, Tier-, Umweltschutz
1 Kommentar
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Kommentar von Florian Rheinländer
20.04.2017, 09:27 Uhr

Das sich wirtschaftlich in der Rezession befindliche Nigeria tut alles, um die eigene Wirtschaft wieder anzukurbeln. Leider geht dieser "Export-Wahn" zu lasten der Umwelt und der Erhaltung des Lebensraumes der Tiere.
Einfach nur schlimm, dass soetwas auf Kosten der Umwelt in Kauf genommen wird.
Deshalb kaufen wir seit Jahren nur Möbel, die nicht aus artengeschütztem Holz gemacht sind.

Super Aktion - reise diesen Sommer selbst nach Nigeria und werde die Petition definitiv unterschreiben - es fehlen nur noch ca. 10T Unterschriften!

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(Wie heißt das wendländische Dorf in dem ein Atom-Müll-Endlager errichtet werden soll?)