Umwelt- und sozialkritische Malerei

Living_pixels600px_large
22bfe90ac98d8e13286074c08520b92a

Eingetragen von:

Aktionsform:

Diskussion

Ziel:

Kunst als umwelt- und sozialkritische Botschaft verstehen und mitreden.

Mitmachen:

Diskutieren, verlinken, Meinungen posten...
06.08.2012, 16:10 Uhr

Muslime am Jakobsweg…

Jakobsweg_taz600_600x600

... oder die Weltreligionen am Tisch.

In meinem Blogbeitrag „Mekka verboten?" habe ich eine heftige Diskussion ausgelöst. Ich danke ausdrücklich allen Kommentatoren, so unterschiedliche Meinungen sie auch vertreten mögen.

Mir geht es nicht darum, zu spalten, sondern Gemeinsamkeiten zu entdecken! Sich auszutauschen und sich besser zu verstehen.

Neugierde und Toleranz

In meinem neuen Buch über die Urvariante des Jakobsweges beschreibe ich deshalb ausführlich, dass auch Muslime den Weg gehen und dass in einem „katholischen Kloster" durchaus die Weltreligionen gemeinsam am Tisch sitzen. Einer meiner Pilgergefährten, Jean-Louis aus Frankreich ist als Christ zum Buddhismus übergetreten. Am Jakobsweg ist er, so wie ich, auf der Suche nach sich selbst. Er sucht Antworten zum Leben, zur Spiritualität und natürlich zum Glauben. Für ihn spielt es keine Rolle, ob der Jakobsweg ein „katholischer" ist. Es ist der Weg zu sich selbst und es ist der Weg der Verständigung. Warum soll nicht ein gläubiger Muslim den Jakobsweg gehen. Wohlgemerkt aus seinen ganz eigenen freien Motiven? Und warum soll nicht ein Katholik am Nil entlang pilgern? Oder ein Buddhist in Jordanien? Die Motive des Pilgerns sind doch zu 90% deckungsgleich. Man geht. Man schweigt. Und manchmal tauscht man sich aus. Toleranz und gegenseitiges Interesse sind selbstverständlich.

 

Besuchen und Staunen

Es geht nicht darum, wer gläubig ist und wer nicht. Oder wer aus der Sicht des anderen gläubig ist oder nicht. Ich habe auch viele Konfessionslose (also Atheisten) getroffen, die - ganz vorsichtig - auf der Suche nach etwas "Übergeordneten" waren. Warum auch nicht? Der Jakobsweg bekehrt nicht. Er ist neutral. In meinen zahlreichen Aufenthalten in den verschiedensten arabischen Ländern habe ich immer wieder Menschen getroffen, die mich und meine Familie dazu eingeladen haben, eine Mosche zu besuchen. Natürlich mit Respekt. Und man bekommt diesen Respekt, wenn man sich die Schuhe auszieht und ganz hinten niederkniet und teilnehmen darf.

Gehen und zuhören

Dieses Mal zeige ich kein Motiv das spaltet, sondern ganz einfach einen Pilger. Wo immer er auch sein mag und was immer er suchen mag. Die Suche nach sich selbst, dem tieferen Sinn und dem Glauben beschreibe ich in meinem Buch: BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat | Jakobsweg an der Küste | deshalb mit dem gebührendem Abstand und der Liebe zum Anderen.

Wie immer freue ich mich auf eine Diskussion. Ich freue mich aber auch auf ausgleichende und versöhnliche Kommentare!

Euer Christian Seebauer

1 Kommentar
1
626676532f3de257c321917532c00435
Kommentar von Latos
21.08.2012, 10:51 Uhr

Nettes Bild und ein wirklich kompetenter Text. Danke für die Informationen über das Buch.

Kommentar schreiben:
(Welche Partei sagt: Klar machen zum ändern?)

Blogarchiv...

Btn-rss