zeo2 antworten - der Leserstandpunkt zum Klimawandel

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Aktionsform:

Umweltdialog

Website:

zeozwei.taz.de

Ziel:

Der Übergang in eine ökologische und nachhaltige Gesellschaft verlangt Antworten. Wir möchten einen lebhaften und kritischen Dialog fördern

Mitmachen:

Einen Leserstandpunkt formulieren - Interessierte einladen - eine Auswahl ihrer Antworten wollen wir im kommenden Heft veröffentlichen

Thema Klimawandel

Die Klimabilanz 2011 ist verheerend, besonders China vermeldete neue Rekordemissionen. Und in den USA bestätigen Wissenschaftler unisono, dass die aktuelle Dürre direkte Folge des KLimawandels ist. Vor diesem Hintergrund laufen die Vorbereitungen für den nächsten Klimagipfel im November in Katar.

 

Unsere Frage: 

Hand aufs Herz: Ist das globale 2 Grad Ziel überhaupt noch zu schaffen? Oder sollten wir uns von dem Ziel verabschieden?

 

Ihre Antwort >> stellen sie bitte hier als Kommentar ein. Eine Auswahl der Antworten wollen wir im kommenden Heft unter den Leserstandpunkten veröffentlichen.

 

Themenkategorien:

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37 Kommentare
1
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Kommentar von Wolfgang Preiser
09.08.2012, 15:09 Uhr

Ich glaube nicht, dass es noch zu schaffen ist. Doch sich deswegen davon veranschieden? Keinesfalls! Ich "hoffe" auf ein "freak event", etwas Unvorhersehbares (und bestimmt Schlimmes - insofern ist "hoffen" vielleicht nicht der richtige Ausdruck), welches zu einem massiven Umschwung der oeffentlichen Meinung auch in Laendern wie den USA fuehrt, so dass die Politik auch dort agieren kann, sogar muss.

2
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Kommentar von Anja Vorspel
10.08.2012, 09:51 Uhr

Es ist natürlich zu schaffen, wenn wir es ernsthafter angehen.
Einige Beispiele wären:
Tempolimit von 120 kmh auf Autobahnen,
Tempolimit von 30 kmh in Orten,
Kerosinsteuer auf alle Flüge,
Verbot der Inlandsflüge,
Stilllegung aller Braun- und Steinkohlekraftwerke,
Beteiligung der Industrie an Netzkosten, Ökosteuer und EEG Umlage,
Flächendeckender Ausbau der Bahn,
Erhöhung der ÖPNV Taktzahl,
Straßenrückbau und Renaturierung,
Einschränkung der Massentierhaltung,

das ist nur das, was mir gerade so spontan einfällt...

Es gibt bestimmt noch mehr :-)

Wir müssen auf jeden Fall die Männer mit Ihrem ständigen testosterongesteuerten "höher, weiter, schneller" stoppen und mit den Kindern im Sand spielen lassen.
Dann kann es klappen.

3
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Kommentar von Frank Reibold
10.08.2012, 15:04 Uhr

Da der menschliche Einfluss auf das CO2 verschwindend gering ist und CO2 bei dem allseits bekannten negativen Feedback allenfalls einen geringen Einfluss auf die Temperatur hat, sind keine speziellen Klimaschutzmaßnahmen erforderlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass man keine Deiche bauen muss oder dass es nichts bringt, Ressourcen zu schonen. Man kann eben nicht das Klima schützen! Aus theoretischer Sicht ist der so genannte Treibhauseffekt erwiesenermaßen unmöglich.

4
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Kommentar von Karl Freitag
10.08.2012, 16:37 Uhr

Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir die +2 Grad weltweit niemals erreichen. Eher wird die Durchschnittstemperatur wieder sinken.
Um +2 Grad weltweit zu erreichen, müssen wir Wasser-, Wind- und Atomkraft sofort stoppen, Kohle und Biogas fördern.
Ich fürchte, dass es trotzdem kälter werden wird.

5
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Kommentar von Julia Junge
13.08.2012, 15:08 Uhr

Das 2-Grad-Ziel ist nicht gesetzt, weil es realistisch ist, sondern weil nur unter diesem Ziel die Auswirkungen des Klimawandels (hoffentlich) für die Menschheit bewältigbar bleiben.

Insoweit gilt es nicht länger über das Ob, sondern das Wie zu streiten und die entsprechenden gesellschaftlichen Umbauten in Deutschland, Europa und weltweit voran zu treiben. Neben dem massiven Ausbau der Erneuerbaren, gehören dazu neue Konzepte für Mobilität und vor allem eine Effizienzinitiative in Unternehmen und Privathaushalten.

Alle Investitionen lohnen sich in diesem Bereich mehrfach, weil sie zukünftige Klimaschäden vermeiden, Energiepreise dauerhaft stabilisieren und Armut, Hunger, Flucht besonders in den Ländern des Südens zu vermeiden helfen!

6
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Kommentar von Alexander Huber
13.08.2012, 15:28 Uhr

Es wird verdammt schwierig werden, dass Ziel zu schaffen. Unsere Politik hängt der Wissenschaft um Jahre hinterher und jede Entscheidung, die in die richtige Richtung führen würde ist - nicht nur in Deutschland - unpopulär.
Das der Klimawandel das größte Marktversagen aller Zeiten ist, hat Stern bereits vor Jahren festgestellt. [vgl. http://www.zeit.de/2006/45/Klima-Kasten] Abhilfe könnte hier nur ein Steuersystem schaffen, dass die externen Kosten - insbesondere des Klimawandels - in die Preise integriert. Doch heute ist das Gegenteil der Fall: Die Industrie wird von den Ökostromabgaben befreit und die Anreize zum sparen minimiert.
Schlimmer noch: Wenn selbst nach einem Kongress wie McPlanet, wo die Menschen z.B. von Skandalen um Coca-Cola in Indien erfuhren, die jugendlichen Teilnehmer anschließend bei McDonalds in der Schlange stehen, um eine Cola zu erwerben [selbst erlebt 2005 in Hamburg], wie soll dann die Weltbevölkerung ein Einsehen haben, dass Sie ihr handeln ändern muss, um zukünftige Probleme zu verhindern?
So werden heute, ohne die zukünftige Preisentwicklung beim Erdöl zu bedenken, weiterhin Autobahnen gebaut und die Menschen daher nicht auf einen neuen Lebensstil "umgelernt", der mit deutlich weniger CO2-Emissionen auskommen muss - auch ganz ohne den Klimawandel, da das Erdöl früher oder später zur Neige geht und die Preise entsprechend explodieren werden. Leider wird dieser Preisschock jedoch für das Klima zu spät kommen, so dass vorher etwas getan werden muss, damit die Menschheit nicht gleichzeitig das endende Öl und das aus dem Ufer gelaufene Klima als Probleme beseitigen muss.
Die Befürchtung ist jedoch: Höchstens vereinzelte Bürger werden es schaffen Ihren CO2-Ausstoß tatsächlich auf ein verträgliches Limit zu reduzieren. Die Politik unternimmt nichts und die Welt stürzt früher oder später wegen Klimawandel, Finanzkrise und/ oder "Peak-Oil" in eine noch nie dagewesene Krise.

7
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Kommentar von Jörn
13.08.2012, 16:55 Uhr

Der Mensch wandelt das Klima. Der wichtigste Parameter ist die Niederschlagsverteilung. Überflutungen und Dürren machen Mensch und Natur zu schaffen. In letzter Zeit häufen sich diese Katastrophen, obwohl die Klimaerwärmung seit 10 Jahren zwischen 0.7 und 0.8 Grad hin und her dümpelt. Folgerichtig wird heute vom Klimawandel als Problem gesprochen und nur noch selten von Klimaerwärmung. Die Entwaldung des Planeten, das Abpumpen des Grundwassers und die Trockenlegung der natürlichen Feuchtgebieten sind die wesentlichen Ursachen hierfür. Der gestörte Wasserkreislauf gefährdet die Biodiversität und unsere Lebensmittelversorgung bereits jetzt und die 2 Grad Marke ist noch in weiter Ferne. Von daher sollten wir das richtige Ziel den Klimawandel zu stoppen beibehalten, aber Ursache und Wirkung richtig benennen, um geeignete Maßnahmen für eine nachhaltige(re) Bewirtschaftung der Erde umzusetzen.

8
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Kommentar von Matthias Flor
13.08.2012, 17:21 Uhr

Eine sehr gute Analyse von Bill McKibben ist vor Kurzem im Rolling Stone magazine erschienen: http://www.rollingstone.com/politics/news/global-warmings-terrifying-new-math-20120719?stop_mobi=yes

McKibben zeigt, dass die Menge an fossilen Brennstoffen, die die Oel- und Kohleindustrie zu verbrennen plant, 5 mal so viel ist wie maximal verbrannt werden duerfte, wenn man die 2 Grad einhalten wollte. Sein Fazit: "Given this hard math, we need to view the fossil-fuel industry in a new light. It has become a rogue industry, reckless like no other force on Earth. It is Public Enemy Number One to the survival of our planetary civilization."

9
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Kommentar von Yorken Pandarian Wienerschnitz
13.08.2012, 17:59 Uhr

Natürlich ist das möglich, wenn die geliebte Bundesregierung mit der Kanzlerin der Herzen beschließen das Klima die nächsten 50 Jahre zu bestimmen dann schaffen die das, die kriegen das mit der Rente zwar im 6-12 Monatsrhythmus nicht gebacken aber das Klima ja das Klima ... können wir das schaffen? Yo wir schaffen das.

10
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Kommentar von Ulrich Kost
14.08.2012, 22:35 Uhr

Warum wird in der Klimapolitik immer das Pferd am Schwanz aufgezäumt? Warum verbietet man nicht einfach weltweit die Erkundung und Erschließung neuer Ölquellen und fährt die Förderung bestehender Ölquellen schrittweise zurück?
Ansonsten können wir nur die noch vorhandenen Öl-, Gas- und Kohlevorräte der Erde abschätzen, sie in CO2 umrechnen und ausrechnen, wie warm es dann wird. Und so wird es dann auch kommen.

11
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Kommentar von achwas
15.08.2012, 11:05 Uhr

Wie kann man sich von diesem Ziel verabschieden?

Natürlich ist es zu schaffen, wenn wir unser Wirtschaftssystem verändern und endlich den Menschen dienlich machen.

Es sind radikale Maßnahmen nötig und ein konsequentes Umdenken.

Demokratie. Solidarität. Mitmenschlichkeit.

Das Problem steckt in unseren Köpfen und Herzen.

Und da ist jeder einzelne gefragt. Veränderungen sind stets nur eingetreten, weil es mutige Menschen gibt, die ihre Angst überwinden, grundsätzlich nachdenken und handeln.

Die Natur leidet an unserer Dummheit, Feigheit, Angepaßtheit, typische deutsche Sekundär Tugenden, die in unseren Schulen fleißig trainiert und insbesondere von der SPD gefördert werden.

Solange 60% - 70 % der Wahlgänger SPCDU wählen, können wir uns auf den Weltuntergang vorbereiten.

Das ist im übrigen keine Demokratie sondern Feudalherrschaft.

Aber es fängt im Kopf eines jeden einzelnen Feiglings an.

12
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Kommentar von kai
15.08.2012, 16:14 Uhr

verehrter "achwas", sie sind ein ziemlich blasierter mensch. sie fordern mehr demokratie und zeihen gleichzeitig alle spd- und cdu-wähler der unwürdigsten eigenschaften. demokratie ist aber nun mal die herrschaft der mehrheiten, und nur weil diese mehrheiten jemandem nicht passen, sind es nicht schlechte mehrheiten, sondern mehrheiten. das ist nicht feudalherrschaft, das ist demokratie.

13
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Kommentar von Juergen K.
15.08.2012, 17:55 Uhr

CO2.

Der Einzige CO2 Fänger sind Pflanzen.

Wenn Köhle und Öl weg sind, werden diese verbrannt.
WIE HEUTE schon, als als Bio-Gas.

Es ist nett, dass man Pflanzen verbrennen oder verfahren kann. Kohle und Öl kann man im Gegenzug nicht essen.

Auch nicht, wenn es weg ist.

Verbrennen ist aber "alternativlos" !

Schliesslich haben wir MERKEL.
Und die Anderen haben auch alle MERKELS.

14
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Kommentar von Jan Fickel
16.08.2012, 12:33 Uhr

Mein Eindruck: Vielen Leuten, vor allem auf dem Land, in Kleinstädten oder z.B. in Osteuropa ist es völlig egal, was passiert bzw. welche Folgen ihr Handeln hat. Konsumieren, Festhalten am Weiter-So, und wenn es noch so Scheiße ist, sich suhlen in Ignoranz, hoffen, dass sie irgendwie durchkommen, und wenn ihre Enkel dafür bezahlen, werden sie tot sein. Damit verliert man zwar auch seine Menschenwürde, aber das ist auch schon egal.

Ganz zu schweigen davon, dass ökologische Zusammenhänge in ihrer Komplexität und die katastrophalen Folgen von 2-3 Grad Plus auch nur annähernd verstanden würden. Zu groß Trägheit, Erstarrung, Angst und Dummheit bei vielen. Als Hoffnung vielleicht die nächsten 2, 3 Generationen.

15
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Kommentar von Alexander Wernke
16.08.2012, 16:39 Uhr

Solange das Bild eines beständig über den Menschen schwebenden Damoklesschwertes, der unmittelbar bevorstehenden verheerenden Katastrophe im Kopf jedes Einzelnen steckt, wird immer nur das Gegenteil passieren: Die Menschen werden noch schneller und mehr konsumieren, bevor das unbeschwerte Leben vorbei ist. Jahrzehntelange Belehrungen zum Besser-Leben, Energiesparen und Konsumverzicht haben uns abgestumpft, die Klimapolitik scheitert an der Kommunikation. Nicht nur für einen effektiven, schnellen und zukunftsfähigen Klimaschutz, auch für die Vorstellung eines neuen Traums einer langfrstig lebensfähigen postfossilen Gesellschaft müssen wir weg vom Katastrophismus hin zu der positiven Kommunikation von erfolgreichen Projekten. Wir müssen neue, unverbrauchte und Mut machende Geschichten erzählen, von Menschen die weder stehengeblieben sind noch einen Schritt zurück gemacht haben, sondern sich für ihren Traum auf den Weg gemacht haben.

16
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Kommentar von Hannah
18.08.2012, 10:23 Uhr

Geburtenkontrolle ist das Gebot der Stunde.

17
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Kommentar von Klaus Ermecke
18.08.2012, 13:17 Uhr

Leute - wacht auf!

Beim "Klimaschutz" geht es nicht um das "Klima" (also eine Langfrist-Wetterstatistik) oder um das Wetter (den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt). Vielmehr geht es um "Geld und Macht für die Retter".

Zu deutsch: es geht darum, im weltweiten Maßstab Wertschöpfung und Vermögen im Umfang von Tausenden von Milliarden Euro umzuverteilen. Dazu werden Angstbotschaften generiert (wir sprechen in unserer neuen Studie von drei "Mega-Ängsten", die in Deutschland die Debatte beherrschen) und diese dann durch ein kollusives Zusammenwirken von Politikern, Medien und geneigten "Wissenschaftlern" der Bevölkerung einmassiert. Kritiker werden von fanatischen Aktivisten und Öko-Gruppen eingeschüchtert und gemobbt, der Begriff "Öko-SA" drängt sich auf.

Dann werden Zwangssysteme aufgebaut, um die Wirtschaft umzusteuern und Geld abzuschöpfen. Es ist am Schluß der "kleine Mann", der durch dieses System endgültig veramt.

Betrachtet man die Mega-Angst "Klimakatastrophe", so ist es das Gebot der Stunde, einmal nachzuprüfen, ob der stets behauptete CO2-Wirkungszusammenhang überhaupt existiert. Denn das ganze Gedankengebäude beruht auf einer Handvoll physikalischer Hypothesen, die man mit den wissenschaftsüblichen Mitteln hinterfragen kann. Das ist - wie wir in einem schon Ende 2009 veröffentlichten Grundsatzreport untersucht haben - längst geschehen. Danach ist der elementare CO2-Wirkungszusammenhang von den Treibhauspäpsten nicht einmal physikalisch eindeutig beschrieben, und die existierenden Vorstellungen sind widerlegt falsch. Ausführlich und allgemeinverständlich beschrieben findet man das unter www.ke-research.de/downloads/Klimaretter.pdf .

Klaus Ermecke
KE Research
Oberhaching

18
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Kommentar von Udo Henn
18.08.2012, 13:54 Uhr

Ich dachte immer, die taz sei ein eher kritisches Medium. Um so mehr wundert mich, dass beim Thema CO2 bzw. Klimawandel unkritisch nachgeplappert wird, was von einigen "Experten" als Behauptung oder Vermutung hierzu verbreitet wird.

Bis heute fehlt jeglicher physikalischer Beweis, dass CO2 etwas mit moeglichen Klimaaenderungen zu tun hat. Und von dem vielbeschworenen Klimawandel ist nichts zu bemerken.

Es ist also vollkommen irrelevant, sich den Kopf ueber irgendwelche Temperaturziele zu zerbrechen, da hierauf kein Einfluss genommen werden kann. Man koennte viel Geld einsparen, wenn man mit den sinnlosen CO2-Reduzierungmassnahmen aufhoert.

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Kommentar von Peter Serra
18.08.2012, 16:12 Uhr

Kein Mensch schreibt etwas über die jährlichen gewaltigen Wald- und Buschbrände und ihre enormen CO2 und Staub- und Rußemissionen, die sich mit Sicherheit auf Wetter und Klima auswirken! Diese Emissionen sollten in die Klima- und CO2-Emissionsbilanz der einzelnen betroffenen Staaten mit einfließen! Vielleicht gibt man sich dann etwas mehr Mühe bei der Vermeidung und effektiven Löschung.

20
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Kommentar von Jörg G.
18.08.2012, 20:20 Uhr

Was soll bloß der ganze Bohei um die CO2-Einsparungen zwecks Klimaschutz? Selbst wenn das was nützen würde, wäre es niemals auch nur annähernd politisch durchsetzbar. Einige Südseeinseln, die ohne Maßnahmen in 100 Jahren untergehen, werden bei Einhaltung der Soll-Ziele fünf Jahre später absaufen, bei den realen Ist-Werten wird der Untergang vermutlich nur ein paar Tage verzögert. Das viele Geld sollte man besser in andere - sehr viel wirksamere - Maßnahmen zur Erhöhung der Lebensqualität stecken, z. B. Malariabekämpfung o. ä.

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Kommentar von Jamir
20.08.2012, 09:02 Uhr

Die aktuelle Entwicklung zeigt, eher auf eine deutliche Zunahme der Emissionen. Durch den intensivierteren Abbau von z.B. Schiefergas, Ölschiefer und durch die Erschliessung neuer Ölquellen, somit ist aus Sicht der Energietechnik ein unmitelbare Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Energien nicht notwendig! Jeder der ein bischen über den "Westlichen" Propaganda See geblickt hat, sieht die immensen Umweltzerstörungen die der Mensch bisher auf dieser einen Welt mit seinem Energiehunger und seiner Wirtschaftlichkeit angerichtet hat.

Ausserdem ist grad ein Weltkrieg zu gewinnen, da haben wir alle andere Probleme als das 2 Grad Ziel.

@Herr Hehn
Reden sie nicht so einen Quatsch und plappern sie nicht der Welt und Bildfraktion nach, nicht alles was auf googles Platz 1 zu diesem Thema erscheint stimmt!

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Kommentar von Herr Schobel
20.08.2012, 15:36 Uhr

Mich erschreckt dass es noch Leute gibt die nicht gerafft haben dass wir und unsere Haltung der Welt gegenüber sehr wohl maßgeblich am Klimawandel beteiligt sind. Sei es durch Abholzung von Regenwald, maßlosen Billigfleischkonsum oder Verheizung von fossilen Brennstoffen. Wenn sogar der CEO von Exxon eine Verantwortung an der globalen Erwärmung sieht (was natürlich nichts an seiner expansiven Business Strategie ändert !) dann könnte man sagen: es ist 5 vor 12 !
Natürlich ist es einfacher gar nichts zu ändern und weiter gierig und bewußt(seins)los vor sich hinzu leben.
Dabei hilft natürlich die Lektüre der Bild und anderer Postillen ungemein.
Wenn dann alles den Bach runter geht wills wieder keiner gewesen sein.
Erstaunlich das eine Spezies nach so langer Zeit noch immer so dumm ist. in Teilen ;)
Gruss

23
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Kommentar von rooosen
20.08.2012, 19:31 Uhr

Wenn ich höre was für "Heldentaten" von umweltbehörden usw. begangen werden wundert mich nicht das keines der Umweltziele erreicht wird . Und immer wieder werden wichtige Ziele Verschoben , die Kriese lässt sich nicht Verschieben .

24
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Kommentar von Chrischan74
21.08.2012, 07:45 Uhr

Sogar der IPCC gibt zu, daß, selbst wenn jetzt in diesem Moment sämtliche fossilen Brennstoffe auf der Welt verbrannt werden würden, daß es zu keinem Anstieg der globalen Temperatur kommen würde, schon garnicht um 2°C.
Das hängt auch mit dem CO² zusammen, denn sein Anteil in der Atmosphäre ist nahezu gesättigt, d.h. bei ca. 98%.
Da mit einer derartigen Erkenntnis sämtliche Modelle irgendwelcher fiktiver "Klimakatastrophen" obsolet wären, werden derartige Informationen nur sehr zögerlich frei gegeben. Schließlich sind die IPCC-hörigen Staaten auf die Steuern angewisen, die sie Dank der Panikmacherei des IPCC in den letzten Jahren erheben konnten, hier in Doofland allen voran die Ökosteuer, die einzig und alleine dafür da ist, um die Rentenkassen zu entlasten, die in den 60ern und 70ern von skrupellosen Politikern geplündert und in alle Welt verteilt wurden.

25
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Kommentar von Dr. Leonhard Haaf
24.08.2012, 18:33 Uhr

Der Mensch braucht immer Ziele, an denen er sich orientiert.
Auch wenn das 2-Grad-Ziel willkürlich ist, weil es bereits jetzt mit 0,8 Grad Erwärmung schon massive Zeichen für den Klimawandel gibt, sollte man das Ziel aufrecht erhalten.
Wenn die Menschheit jetzt davon abrückt, wird alles noch viel schlimmer:
Es wird noch skrupelloser nach Öl, Gas und Uran gesucht, um atomar-fossile Energieanlagen zu bedienen. Es gibt noch weniger ein Umdenken und eine Neuausrichtung zu Erneuerbaren Energien und die Fieberkurve des Planeten wird dann noch weniger beachtet.
Der Mensch braucht Symbole und einen Pfad der Orientierung, dafür ist dieses 2-Grad-Ziel bestens geeignet.
Haben wir eine Alternative?

26
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Kommentar von Umweltberater
25.08.2012, 11:19 Uhr

Hallo liebe Mitschreiber- und leser,

Es ist schon erschreckend wenn ich manche bauchgesteuerten Meinungen hier sehe, wieviel an Unkenntnis und nicht wahrhaben wollen hier sichtbar wird.

Für die Menschen die sich schon jahrelang mit diesem Thema befassen ist klar dass spätestens 2007 sichtbar wurde dass die 2 Grad Marke nicht zu halten ist. Professor Rahnsdorf warnt seit Jahren vor der Katastrophe in der wir uns meiner Meinung nach schon befinden. Die Katastrophen nur dieses Jahres umfassen einige DIN A4 Blätter.

Einige der nötigen Maßnahmen um gegenzusteuern wurden hier schon genannt sind aber bei weitem nicht ausreichend den nachfolgenden Generationen ein Überleben zu ermöglichen.

Der weltweite Verkehr benötigt den kostenlosen Massentransit. (Danke Sid Meier ;-) )

Für den Rest des Individualverkehrs ist der Umstieg auf wasserstoffangetriebene Fahrzeuge nötig.
Auch die Umstellung der Industrieprodukte die sinnvoll sind können auf Basis von Wasserstoff produziert werden.
Ebenso sind Techniken vorhanden die es ermöglichen Wasserstoff individuell in Häusern zu erzeugen.

Die völlige Abkehr bis auf wenige Ausnahmen für erdölbasierte Produkte ist unentbehrlich.
Das bedeutet dass dreiviertel der bei Rossmann und Co. erhältlichen Waren ersatzlos gestrichen werden müssten.
Ist aber kein Schaden, ein Rückgang der Allergien wäre vermutlich eine positive Nebenwirkung. ;-)
Der Rest bietet sich an zu konvertieren in Produkte aus natürlichen Rohstoffen.

Der Flugverkehr der nur Touristen befördert müsste völlig eingestellt werden solange keine anderen Techniken entwickelt wurden die die Atmosphäre nicht schädigen.

Der Inlandsflugverkehr wäre bei einem kostenlosen Massentransit nicht mehr konkurrenzfähig.

Die Schweinequälerei in Ställen und das Halten von Rindern auf großen Flächen ist zu stoppen.

Die Hälfte dieser Flächen müsste wieder Wald werden. Dessen Holz kann zu Dämmstoffen verarbeitet werden so
dass wir insgesamt mehr CO² entziehen als emittieren. Aber auch andere natürlich gewonnene Dämmstoffe wie Hanf, Flachs oder Stroh können helfen klimaschädliche Stoffe wie Styropor oder Mineralwolle zu vermeiden.

Die andere Hälfte der eingesparten Fläche kann dann für mehr pflanzliche Nahrung für den Menschen und für kleinteilige Nutzrtierhaltung mit Hühnern, Gänsen und anderer weniger klimaintensiver Tierhaltung zur Verfügung stehen.

Jeder Schrank oder Tisch der fachmännisch produziert wird kann mehrere Generationen genutzt werden.
Auch hier ist noch großes Potential CO² langfristig zu binden.

Eine völlige Abkehr von der bisherigen von Raffgier geprägten Wirtschaftsweise ist unbedingt Voraussetzung
für das langfristige Überleben der Menschheit.

Trotz dass dieses System Menschen geprägt hat die, zerfressen von Geiz und Selbsmitleid, nichts mehr für ein Überleben unserer Art tun werden, sollte der Rest wieder stärker auf Mitmenschlichkeit, Toleranz und gegenseite Unterstützung setzen.

Viele Menschen sind gegen diesen Wahnsinn. An diese Menschen geht der Appell sich zu treffen um zu klönen, zu feiern, auch am Lagerfeuerchen zu sitzen ;-) (in Russland, USA, Spanien usw. geht grade mehrere Billionen dieser CO²-Menge in die Luft) und gemeinsam darüber reden was man zusammen schon jetzt unternehmen kann um obengenannte Notwendigkeiten zu fördern.

Es sind nicht die Merkels dieser Welt die uns ins Chaos führen. Es ist unser Zulassen dass dieser Marionettenzirkus
existiert.

Deshalb mein Rat sich einzumischen und bei vielen Gelegenheiten mit der eigenen Stimme selbstbewusst für
eine Abkehr von der bisherigen Art des Umgangs mit Problemen kämpfen.

Wo und wie? Einige Beispiele:

Hier sind Organisationen bei denen ich mich als mündiger, selbstbewusster Bürger zu Wort melden und mich durch den Bezug von Newslettern oder online an Protestaktionen beteiligen kann um für Menschenrechte und Umweltschutz meine Stimme zu erheben.

Die Vergangenheit zeigte dass viele solcher Aktionen Veränderungen bewirkten und erfolgreich waren.
---
Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk http://www.avaaz.org
---
Hilfe und Unterstützung für den Regenwald http://www.regenwald.org
---
Campact - Nimm Einfluss auf aktuelle politische Entscheidungen http://www.campact.de
---
gegen Atomkraft, für gentechnikfreies Essen, für die Energiewende, für ökologischen Landbau http://umweltinstitut.org/
---
Globalisierung geht ganz anders – Menschen und Natur vor Profit! http://www.attac.de/
---
es gibt aber auch kleinere Netzwerke die sehr unterstützenswert sind:
---
Das Inkotha Netzwerk e.V, organisiert eine Kampagne für Saubere Kleidung http://www.inkota.de/protestmail/
---
Entstanden aus der Stuttgart 21 Bewegung werden werden heute auch andere Themen bearbeitet. http://www.onlineaktivisten.de
---
Bei der Kampagne für ‚Saubere‘ Kleidung fordern AktivistInnen und KonsumentInnen die Unternehmen dazu auf, internationale Arbeitsstandards einzuhalten. http://www.saubere-kleidung.de/index.ph ... staktionen
---
Der Tierschutzverein Lauf organisiert Protestaktionen gegen das Quälen von Tieren
http://www.tierschutzverein-lauf.de/pro ... ammlungen/
---
Die Möglichkeit selbst eine online Petition zu erstellen gibt es hier. http://www.petitionen24.com/
---
Oder gleich eine Petition beim Bundestag erstellen. Die Plattform wurde neu überarbeitet. http://www.bundestag.de/service/epet/index.html
---
und außer Konkurrenz:

das Netzwerk Grundeinkommen

Hier kann mensch sich an einer Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen beteiligen.

https://www.grundeinkommen.de/admidio/adm_program/modules/profile/profile_new.php?new_user=2&art=4

Es wäre aber auch sinnvoll sich hier als Mitglied eintragen zu lassen. Auch Mitglieder die keine finanzielle Unterstützung
leisten können sind willkommen. Die Anzahl soll anderen zeigen dass diese Idee von vielen Menschen geteilt wird.
Damit hätten mehr Menschen auch die Grundlage sich den Problemen zuzuwenden und mithelfen diesen grotesken Wahnsinn zu bekämpfen.

Damit möchte ich meine Anregungen auch schon schließen. :-o

Erst wenn sich viele Menschen finden die solche Ideen und Aktionen unterstützen haben wir überhaupt eine Chance.
Wer sagt denn dass dieses Verbissen geschehen soll?

Gerade der Spass dabei, die Möglichkeit neue Freundschaften zu schließen oder alte zu vertiefen bedeuten ein mehr
an Lebensqualität.

viel Freude und Kraft

Umweltberater

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Kommentar von Arne Babenhauserheide
28.08.2012, 12:02 Uhr

Bei den ganzen Skeptikern des Einflusses der Menschen auf das Klima hier, möchte ich einfach nur auf Berkeley Earth verweisen.

Denen waren die ganzen Modelle zu unklar, und die Methoden zu wenig durchsichtig. Deswegen haben sie sich selbst dran gemacht, die existierenden Daten zu sichten und die verschiedensten möglichen Ursachen als Auslöser zu prüfen.

Das Ergebnis: Die Bodentemperatur auf dem Land erhöht sich seit 50 Jahren um durchschnittlich 1.8°C pro hundert Jahre. In den 200 Jahren vorher waren es nur 0,3°C.
Und für die letzten 250 Jahre lassen sich die Temperaturschwankungen alleine mit Vulkanausbrüchen und den CO?-Emissionen sehr gut rekonstruieren.

? http://berkeleyearth.org/results-summary/

Und Menschen sind verantwortlich für den steigenden CO?-Gehalt in der Atmosphäre, da die Natur größtenteils ein Nullsummenspiel spielt (im Sommer wird das aufgenommen, was im Winter abgegeben wird, und am Tag wird aufgenommen, was in der Nacht abgegeben wird).

Menschen fügen diesem Kreislauf CO? aus einer Quelle hinzu, die sonst nicht zugänglich ist, und in die die Natur das CO? nicht auf der gleichen Zeitskala zurückbringen kann. Bis das von uns in den letzten 50 Jahren abgegebene zusätzliche CO? auf natürlichem Weg wieder in der Erdkruste landet, wird es weit über 10.000 Jahre dauern. Und so viel Zeit haben wir einfach nicht…

? http://draketo.de/licht/physik/kohlenstoffkreislauf-carbon-cycle

28
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Kommentar von Arne Babenhauserheide
28.08.2012, 22:10 Uhr

Ich habe meinen Beitrag jetzt in einen echten Artikel gepackt.

http://draketo.de/licht/physik/menschen-und-klima

29
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Kommentar von edwin
29.08.2012, 09:09 Uhr

Träumt schön weiter euren Gutmenschentraum und suhlt euch in masochistischer Selbstgeisselung (oh, wie sind wir doch alle böse - lasst euch erlösen von dem Bösen...).
Natürlich sind die Ziele Quatsch und aus der ganzen Debatte wird ein Megabusiness gemacht. Selbst wenn es gelänge, 500 Millionen Europäer durch Totalverzicht auf Null zu bringen, wäre das ein Nasenwasser im Vergleich zu den zu erwartenden Emissionen der Schwellenländer; ganz zu schweigen von den restlichen Entwicklungsländern, wenn die auch noch kommen. Selbst bei einem sofortigen, und absolut unrealistichen Totalstopp gäbe es noch einen Nachlauf in der Temperaturerhöhung.
Witzigerweise sind es auch jetzt wieder diejenigen, die früher immer mehr globale Gleichberechtigung und mehr Hilfe den Entwicklungsländern gefordert haben, die sich jetzt wundern, wenn die Leute dort sich jetzt auch gerne mal ein Cellphone haben möchten, und Fleisch im Teller wollen.
Realistisch ist: wir müssen uns der Anderung stellen und daraus Konsequenzen ziehen - wen interessieren schon die untergehenden Malediven - sonst kümmert sich doch auch keine Sau um zerstörte Umwelt, insbes.in der Dritten. Und bei einer Erwärmung wird man halt Weizen in Sibirien und Kanada anbauen, Wein in England, Grönland wieder grün.
Die Welt geht nicht unter - wir werden uns anpassen müssen.
Was aber in jedem Fall aufhören muss, ist dass sich der Mensch weiter wie die Karnickel vermehrt!

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Kommentar von Klaus Ermecke
29.08.2012, 10:20 Uhr

Herr Babenhauserheide (Kommentar #27), haben Sie in Ihren Überlegungen den Blauen Himmel berücksichtigt?

Kein Scherz! Jedes vierjährige Kind weiß bereits, daß es an einem Sommertag kühl wird, wenn Wolken aufziehen, und daß umgekehrt blauer Himmel einen warmen Tag verspricht. Das gilt auch für die Erde insgesamt. Daher sollte man sich doch fragen, wie sich der Blaue Himmel im weltweiten Maßstab eigentlich quantitativ verhält. Ist dessen Anteil immer gleich?

Die Antwort war für uns eine Überaschung: Die globale Wolkenbedeckung wird mit Satelliten seit 1984 kontinuierlich überwacht. Der Anteil des Blauen Himmels sank von 1984 bis 87 zunächst leicht ab, um dann 13 Jahre lang (bis 2000) kontinuierlich anzusteigen, und zwar bezogen auf das bisher gefundene Minimum 1987 zum Schluß um 19 Prozent! Es sollte aber doch jedermann einleuchten, daß eine derart große Zunahme der Energiezuführung zum Erdboden Einfluß auf die Erdtemperaturen haben mußte! Tatsächlich stiegen in den 1990er Jahren die Temperaturen über Land leicht an.

Die staatsbezahlten "Klimaforscher" reden aber nie von Wolken oder gar vom "Blauen Himmel". Sie reden immer nur vom CO2. Die Tatsache, daß die Wolkenlage sich über die Zeit hinweg sehr stark verändert, wird der Bevölkerung komplett verschwiegen. Warum? Weil die Politik vielleicht die Klimaangst will, um auf ihrer Basis Ausbeutungssysteme zu installieren? Dem sollte die taz demnächst nachgehen!

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Kommentar von Aligujon
29.08.2012, 11:05 Uhr

Das Problem am 2 Grad Ziel ist nicht die Formulierung eines solchen Ziels, sondern es sind die herrschenden Regierungen auf den Klimagipfeln, welche sich immer wieder auf dieses Ziel berufen. Damit erwecken sie den Eindruck als ob sie wirklich Maßnahmen gegen den Klimawandel diskutieren und erarbeiten würden, was die größte Verblendung überhaupt ist. Die ganze Aufmerksamkeit für diese Prediger eines grünen Kapitalismus auf den Klimakonferenzen führt zu Hoffnungslosigkeit und Lethargie, weil der Gedanke gefüttert wird nur die da oben könnten die Welt retten, obwohl sie alles dafür tun Scheinlösungen zu etablieren und ihre fossilen Industrien zu retten. Alles was Klimakonferenzen zu bieten haben sind marktbasierte oder technologische Lösungen, die entweder wirkungslos sind (Emissionshandel) oder die Büchse der Pandora öffnen (Geoengeneering).
Klimawandel entscheidet sich auf der lokalen Ebene. Es ist auf der einen Seite der Widerstand vor Ort gegen fossile Energien wie (Braun)kohle, Öl(sande), (unkonventionelles) Gas, welcher den Klimawandel stoppen kann und auf der anderen Seite selbstorganisierter Klimaschutz durch Kleinbäuer_innen, 100% enerbare Energien Initiativen und andere Klimaschutzprojekte von unten. Die Konfliktlinie verläuft zwischen diesen gut vernetzten Basisbewegungen des Globalen Südens/ Nordens und den fossil-kapitalistischen Großkonzernen und ihren loyalen Regierungen, welche nur die Wachstumszwänge des warenproduzierenden Systems kennen. Die weltweiten Bewegungen zeigen uns, dass jede_r sich am Klimaschutz beteiligen kann und Schritt für Schritt an einem besseren Klima auf der Welt und in der Gesellschaft beitragen kann. Angefangen beim Stromwechsel und Biogarten bis zu Kohlezugblockaden und Landbesetzungen.
Deshalb sollte das Ziel sein ein gutes Leben für alle auf der Welt zu ermöglichen und die Verantwortung selbst in die Hand zu nehmen.

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Kommentar von Klaus Ermecke
29.08.2012, 13:14 Uhr

Liebe/r @Aligujon (Kommentar #31), haben Sie schon einmal ausgerechnet, wieviel Atmosphäre und wieviel Wasser eigentlich auf jeden einzelnen der 7 Milliarden Erdenbürger entfällt?

Ich habe es getan. Es sind 763.000 Tonnen Luft, und es sind 200 Millionen Kubikmeter Wasser. Das entspricht etwa dem Fassungsvermögen der Edertalsperre (220 Mio) oder des Kochelsees hier in Oberbayern (185 Mio Kubikmeter). CO2 wird zwischen Atmosphäre und Ozeanen ständig ausgetauscht.

Liebe/r @Aligujon, liebe taz, liebe Mitleser, glaubt jemand von Ihnen allen Ernstes, daß Sie angesichts dieses gewaltigen Anteils Natur, der jedem einzelnen von Ihnen (jedem der 7 Milliarden!) zuzuordnen ist, daß Sie auch nur die Spur einer Chance hätten, auch nur in Ihrem Anteil eine Veränderung der chemischen Zusammensetzung herbeizuführen? Vielleicht durch zweimal Bäumchenpflanzen, dreimal Radfahren und Kein-Rindfleisch-mehr-essen? Das ist doch alles hochgradige Spinnerei!

Der CO2-Gehalt der Atmosphäre ist das Ergebnis ineinandergreifender geochemischer Prozesse. Diese finden seit Milliarden von Jahren statt und haben dazu geführt, daß die Masse des CO2 in der Lufthülle mittlerweile bis auf einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes ABGEBAUT wurde. Das Luft-CO2 von einst ist heute gebunden in kilometerdicken Kalksteinsedimenten.

Kurzfristig ist das alles völlig belanglos, weil der behauptete physikalische Einfluß des CO2 auf die Bodentemperaturen nicht existiert. "Treibhausgase" heizen nicht - nein sie KÜHLEN die Erde.

Darüber sollte man nachdenken.

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Kommentar von Klimaclub Hersbruck
02.09.2012, 10:29 Uhr

Natürlich ist unser Klimaclub zeitweise frustriert. Wir sehen die Klimaschutzziele durch die Regierung, Lobbyisten und weitere Boykotteure in der Umsetzung erheblich behindert. Gleichzeitig merken wir jedoch, dass wir in andere Richtungen blicken müssen, wo ambitionierte Ziele verwirklicht werden, die womöglich über das 2°-Ziel hinausgehen und die uns positiv stimmen.

Drei Beispiele:
1. Die Erfolgsgeschichte der Erzeugung von Ökostrom mittels Photovoltaikanlagen, die damit verbundene Demokratisierung und Regionalisierung der Stromproduktion, ist in Deutschland einzigartig, macht Klimaschutz sichtbar und fungiert weltweit als Vorbildfunktion.
2. Die Industrie hat Hocheffizienzpumpen entwickelt, die in kürzester Zeit weit über das gesetzliche Ziel von Effizienz hinausgeschossen sind und allein durch turnusmäßige Erneuerung dieser Geräte, Stromeinsparungen in ungeahnter Höhe möglich machen.
3. Auch in den eigenen Familien bemerken wir einen Wandel, wenn Kinder, die bisher im Mainstream lebten, ohne ökonomische Not Containern gehen, im Zuge eines Umdenkprozesses zum Imkern anfangen und sich lieber seltener eine Jeans, dafür aber eine aus fairer Produktion kaufen.

In Gesprächen wird die Wachstumsideologie hinterfragt, völlig ohne Verkniffenheit von Reduzierung unseres Resourcenverbrauchs berichtet und immer öfter der Zeitgeist eines aktiven, klimafreundlichen Lebens heraufbeschworen.
Wir können es spüren, es bewegt sich etwas. Wenige sind Vorbild und Anschub zum Umdenken und Handeln.
Das Resümée ist unser Motto: gutes Klima selber machen. Wir versuchen möglichst viele Leute anzustecken.

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Kommentar von Arne Babenhauserheide
03.01.2013, 12:08 Uhr

@Herrn Ermecke: Ja, Wolken werden miteinbezogen.

Für Details wenden Sie sich bitte an die Leute vom IMK TRO und AAF. Die beschäftigen sich mit Wolken und Aerosolen: http://www.imk-tro.kit.edu/168.php http://www.imk-aaf.kit.edu/73.php

Was Sie übrigens in Ihrer Logik vergessen, ist dass ebenso die Erfahrung zeigt, dass eine sternklare Nacht einen frostigen Morgen verspricht.

Aber tiefer sollten wir auch nicht in Sprichworte einsteigen. Die sind nur Annäherungen an subjektive Erfahrungswerte und damit für eine wirkliche Untersuchung von Auswirkungen der Veränderungen im Klima nicht allzu nützlich.

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Kommentar von Arne Babenhauserheide
03.01.2013, 12:11 Uhr

@Herrn Ermecke: Was den Abbau von CO2 angeht, werfen Sie bitte einen Blick auf die Zeitskalen. Der Transport aus Atmosphäre-Biosphäre-Ozean in die Kruste findet auf der >10.000 Jahre-Skala statt. Er bringt uns also kurzfristig nichts.

Das einzige, was er uns sagt, ist dass die Natur sich erholen wird. Ob es in 10.000 Jahren noch Menschen gibt, hat damit wenig zu tun.

Infos: http://draketo.de/licht/physik/kohlenstoffkreislauf-carbon-cycle

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Kommentar von Arne Babenhauserheide
03.01.2013, 12:18 Uhr

@Herrn Ermecke: Als eine letzte Anmerkung: Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre wird in ppm gemessen: Parts per Million, also Teile pro Million Teile. Und er liegt bei etwa 385ppm.

Ihre 763.000 Tonnen Luft (die ich jetzt nicht nachgerechnet habe) durch 1 Million teilen, kommen sie auf nur 763 Kilo. Wenn Sie also 763 Kilo CO2 in die Atmosphäre pumpen, erhöhen Sie alleine den CO2-Gehalt um etwa 1 ppm (Details zu ppmv und ppmm lasse ich hier weg).

Sie können das auch umgekehrt rechnen: In der Atmosphäre sind etwa 800 Gigatonnen Kohlenstoff. Wenn Sie das durch 7 Milliarden Menschen Teilen kommen sie auf etwas mehr als 100 Tonnen Kohlenstoff pro Mensch. Wenn Sie also eine Tonne Kohle verbrennen, erhöhen Sie Ihren eigenen Anteil an Kohlenstoff in der Atmosphäre um 1%.

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Kommentar von Arne Babenhauserheide
03.01.2013, 12:23 Uhr

Nachtrag: Die Erhöhung des CO2-Gehalts im vorigen Post bezieht sich nur auf den Teil der Luft, der Herrn Ermecke zugeordnet werden kann.

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(Welcher Tag kommt nach Samstag?)