zeo2 antworten - der Leserstandpunkt zur Windkraft

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Umweltdialog

Website:

zeozwei.taz.de

Ziel:

Der Übergang in eine ökologische und nachhaltige Gesellschaft verlangt Antworten. Wir möchten einen lebhaften und kritischen Dialog fördern

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Einen Leserstandpunkt formulieren - Interessierte einladen - eine Auswahl ihrer Antworten wollen wir im kommenden Heft veröffentlichen

Thema Windkraft auf See

Im aktuellen Heft berichten wir über die schwindenden Chancen der Windkraft auf See. Jetzt haben auch die Verbraucherzentralen ihre Kritik formuliert: Offshore Wind sei zu teuer, der Ausbau soll eingefroren werden.

 

Unsere Frage:

Brauchen wir die Windparks als Ergänzung zu Wind, Sonne und Biomasse an Land? Oder sind die Milliardeninvestitionen überflüssig?

 

Ihre Antwort >> stellen sie bitte hier als Kommentar ein. Eine Auswahl der Antworten werden wir im kommenden Heft unter den Leserstandpunkten veröffentlichen.

Themenkategorien:

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38 Kommentare
1
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Kommentar von Christian Kaiser
29.04.2013, 14:18 Uhr

Die Wartung und Pflege von Off-shore Windkraftanlagen in der Nordsee wird viel teurer als bisher angenommen. Ein zusätzliches Problem ist die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom welches weiterhin nicht erwartungsgemäß funktioniert.

2
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Kommentar von Sonja Buder
30.04.2013, 11:38 Uhr

Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass Menschen nicht in Ansehung einer Wohlstandsschmälerung in Regelungswut verfallen, sondern mit ökonomisch- und energieffiziente Verfahren auf die Energiewende reagieren. Dass der Mensch, auch im Zuge seiner technischen Ausbreitung auf unserem Erdball, zunehmend unberührte Naturpanoramen einbüßen muss, ist nicht weniger leicht zu akzeptieren.

3
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Kommentar von Adi
30.04.2013, 12:23 Uhr

Es ist unverständlich, dass die Windräder gleich in's Gigantomanische vergrössert worden sind: Warum gibt es nicht einmal einen Versuch, das Problem mit vielen kleinen Mantelturbinen zu lösen. Die können auf jedem Hausdach betrieben werden und brauchen keine Leitungen (Stromautobahnen). Die Deutschen müssen flexibler denken lernen, es geht nicht alles immer mit einem Riesenschlag. So "Rumms und platt !"

4
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Kommentar von ruediger1683
30.04.2013, 14:11 Uhr

die sichersten atomkraftwerke der welt wieder anschalten und die energiewende stoppen
schluss mit unsozialen belastungen für geringverdiener
schluss mit grundwasserverunreinigung durch biomasserückstände
schluss mit landschaftsverschandelung
schluss mit vogel- und fledermausschredderung
schluss mit artensterben durch monokulturen
schluss mit iodeologischen schwachsinn
schluss mit deindustrialisierung

ach so, gibts kein besseres zitat als spam schutz?

5
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Kommentar von rb001
01.05.2013, 09:49 Uhr

also - kleine Mantelturbinen auf jedem Dach sind auf jeden Fall günstiger als chinesische Solarpanel. Allerdings löst die Klingelverdrahtung in den Haushalten nicht das Problem der Stromautobahnen.

6
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Kommentar von Detlef Piepke
01.05.2013, 12:04 Uhr

Als ich das erste Mal durch eine Windindustrieanlage fuhr (der Ausdruck "Park" ist ein zynischer Euphemismus, genau wie "Entsorgungspark"), war mir spontan klar, dass ich das nicht wollen kann. Zumal die Dimensionen damals noch niedlich waren, im Vergleich zu dem, was für eine effiziente Stromversorgung nötig wäre. Dass die "grüne Idee" sich einmal so ins Negative umkehren könnte, hatte ich nicht erwartet - ich hatte diese Geister sogar selber gerufen! Statt einer teilweisen Renaturierung von Kulturlandschaft und Flächen sparendem Landbau, gibt es jetzt Monokulturen für "Bio-Sprit", Flächen fressenden "Bio-Anbau" und den Umbau ehemaliger Kulturlandschaften in Industriegebiete! Das habe ich nicht gewollt.

7
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Kommentar von Peter Neumayer
01.05.2013, 22:00 Uhr

Um mal auf die Frage zu antworten: Den Sinn von Monokulturen zum Energieanbau sieht vermutlich niemand ernsthaft, hier sehnen sich wohl selbst FDP/CDU einen Regierungswechsel hierbei um da rauszukommen. Für Windkraft auf See ist vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, da die konfliktarmen Onshore-Standorte verbraucht sind und es jetzt an die schönen , wertvollen und "bürgernahen" Standorte geht. Und solange Bürgermeister selbst (durch eigene Beteiligungen) oder für die Gewerbesteuer Vorteile sehen wird sich am Genehigungswillen auch für die schwachsinnigsten Standorte wohl wenig ändern.

8
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Kommentar von Heinz Nowak
02.05.2013, 00:01 Uhr

Wenn die Windräder stehen verbrauchen sie auch noch zusätzlich Energie-es muss nämlich ein Überdruck aufrechterhalten werden damit keine Salzhaltige Luft hereinströmt und die Dinger zerstört.

Ausserdem werden für alle neuen Windkraftanlagen(Magneten) in China ganze Landstriche Radioaktiv verseucht.

Beim Bau werden Wale etc. gestört,so manchen dürfte das Gehör platzen.

Die Schallwellen(nicht hörbar aber trotzdem Störend)sind an Land schon über 1,5 km weit zu hören(Elefanten verständigen sich auch so)im Wasser ist der Schall viel weiter zu hören.

Die Dinger stehen oft in den am meisten befahrenen Wasserstrassen der Welt,nur eine Frage der Zeit bis zur Ölkatastrophe.

Was ist mit den sogenannten Monsterwellen?Wenn riesige Schiffe deswegen untergehen dürfte so manche WIndkraftanlage auch um umkippen.

9
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Kommentar von Thomas Loew
02.05.2013, 18:20 Uhr

Um eine möglichst auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung zu erreichen ist es erforderlicheine Vielfalt an Optionen zu nutzen. Windkraft offshore gehört dazu. Die Frage ist nicht "ob" Windkraft offshore oder "ob" klein und dezentral, sondern: wieviel wovon?

Und schließlich dürften wir zukünftig eher noch mehr (dann erneuerbar erzeugten) Strom benötigen als heute, denn mit Strom könnten wir auch Wärmepumpen betreiben und so auch die Wärmeversorgung zukunftsfähig gestalten.

10
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Kommentar von Hönig Sabine
02.05.2013, 18:23 Uhr

ofschorewindkraftanlagen sind meiner Meinung nach zu teuer und aufwendig in der Herstellung und Pflege.

Es gibt doch genug Möglichkeiten an Land sauberen Strom zu produzieren. - und Menschen sollten in die Forschung von Alternativen zu bisherigen Energiespendern mehr Kraft und Zeit spenden. Damit meine ich Z. B. die naturwissenschaftliche forschung mit der aus der Geisteswissnschaft, die wir von rudolf Steiner geschenkt bekommen haben zu erweitern, um das Ganze immer besser einbeziehen zu können.

Sabine Hönig

11
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Kommentar von Detlef Mahlo
02.05.2013, 18:49 Uhr

Nein, wir brauchen sie nicht !
Was wir brauchen ist
1. Stromsparen
2. Stromspeichern
3. Stromgewinnung aus einheimischen Bio-Abfällen und nicht aus tropischen Nutzpflanzen mit Vernichtung der Urwälder.
4. Rohstoffe sparen und reecyclen.
Dann braucht man keine neuen Windparks und keine neuen Kohlekraftwerke und kann die Atomkraftwerke abschalten.
Detlef Mahlo

12
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Kommentar von Volker Jansen
02.05.2013, 18:54 Uhr

Wie sinnvoll ist das Sammeln von LeserInnen-Meinungen zu einer Frage, deren Beantwortung (auch) eine Menge technischen, ökonomischen und ökologischen Sachverstand erfordert?
Ich kann nur mit einer Meinung aus dem Bauch dienen: Small is beautiful und Technik sollte fehlerfreundlich sein. Beides trifft meines Erachtens nicht auf Offshore-Anlagen zu. Natürlich bläst der Wind über dem offenen Meer stärker (und länger?), aber wie fällt die Bilanz (Aufwand zu Ertrag inclusive Anbindung an die Stromnetze) im Vergleich zu kleineren Anlagen an Land aus? Auf Unfallgefahren wurde schon hingewiesen.
Ist langfristig die Fortentwicklung der Fotovoltaik zu Strom erzeugenden Fassaden in Kombination mit - noch zu entwickelnden - Speichern ohnehin der Königsweg? Welche Form regenerativer Stromerzeugung ist wie sie überall und folglich dezentral einsetzbar? Und bei sinkenden Kosten der Technik rentieren sich auch (früher) verworfene Standorte.
Das ist kein Geschäftsmodell für die Energie-Riesen? Dann müssen sich die was einfallen lassen, wenn sie nicht aussterben wollen.

13
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Kommentar von Öseeg
02.05.2013, 18:54 Uhr

* Erneuerbare Energien sollten dort gewonnen werden, wo sie benötigt werden, also an Land mit möglichst wenig/kurzen Übertragungsleitungen.

* Photovoltaik mit Batteriespeichern und Windkraftanlangen mit Langzeitspeichern (z.B. Power-to-Gas) sind besser als riesige und unnötig teure Windparks in schwierigen Offshore-Anlagen.

* Offshore-Windparks sind so teure Investments, dass sie nur durch Großkonzerne gestemmt werden können, statt durch lokale Bürgerbeteiligungsformen finanziert zu werden.

* Soll vielleicht mit Offshore-Windparks das Geschäftsmodell der "großen Vier" gerettet werden?

14
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Kommentar von Helmut Höge
02.05.2013, 20:01 Uhr

Im Gegensatz zu Ostdeutschland sind die WKAs an der Küste so gut wie alle im Besitz der dortigen Bevölkerung - d.h. der Friesen, die wie stets und seit jeher solche Projekte genossenschaftlich organisierten. Auch der 2009 geplante große Offshore-Windpark in der Nordsee wurde von ihnen zunächst als Genossenschaft aufgelegt. Es kam jedoch nicht genug Geld zusammen, so dass das Projekt schließlich den Energiekonzernen anheimfiel.

Bei den ganzen und halben Öko-Projekten geht es zumeist um Kosten-Nutzen, Umweltverträglichkeit etc. - aber um das Soziale stets nur am Rande, das ist mehr als schade.

Bei den WKAs kann man das sehr schön in Brandenburg studieren: Dort - in der Prignitz entstanden nach der Wende europaweit die meisten Anlagen für regenerative Energieproduktionen von unten - und es herrschte eine große und breite Begeisterung dafür. Aber in Nullkommanichts rückten große Abschreibungsgesellschaften vor allem aus Bayern und Baden-Württemberg an und klatschten den Bewohnern "Windparks" vor die Nase, wobei sie nicht selten die damit befaßten Bürgermeister erpreßten, sofern sie zögerten zuzugreifen. Mit dem Resultat, dass schon bald eine Bürgerinitiative nach der anderen gegen WKAs dort entstand.

Der für diese Energiegewinnung damals verantwortliche taz-Redakteur meinte, als ich ihn fragte, wie man diese Kapitalgesellschaften da raushalten könnte: Das sollte man nicht, im Gegenteil, es sei doch gut, wenn das Kapital endlich auch einmal in etwas Positivem investiere.

Es ist jedoch mitnichten positiv. Die Bevölkerung, d.h. die Betroffenen sollten nicht nur in jedem Fall und bei allem mit einbezogen werden, sondern möglichst auch all diese Projekte selbst realisieren (mit Krediten und Staatshilfen notfalls). In der Prignitz hat das so gut anfangs geklappt, dass es dort sogar arbeitslos gewordene LPG-Mitarbeiter zu eigenen WKAs brachten, dazu noch zu kostenlosen Reisen zu japanischen Öko-Reisbauern - als Erfolgsprämie sozusagen.

Unsere taz-Reise "Ostfriesland" (2011) führte uns u.a. auch zu dem ehemaligen friesischen Bauern Peter Ahmels, damals noch Vorsitzender des Bundesverbandes Windenergie, heute Bereichsleiter "Erneuerbare Energien bei der Deutschen Umwelthilfe". Mit ihm führten wir über diese ganze WKA-Problematik ein sehr schönes und langes Gespräch auf seinem Hof bei Jever.

In diesem Jahr führt uns die taz-Reise nach Nordfriesland, wo wir in Husum u.a. bei einem Windkraftanlagenbauer ein Gespräch über die geplanten großen Offshore-Windparks führen werden. Daneben wollen wir uns aber auch kundig machen über das seit 2010 existierende norwegische Pilotprojekt "Osmose-Kraftwerk" im Oslo-Fjord.

Trotz dieser - unserer - (technischen) Neugier sind wir jedoch davon überzeugt, dass es eine Schande ist, erwiesenermaßen, dass Menschenaffen Meister für "soziale Erfindungen" sind, während der modernen Menschheit bei/zu allen Problemen immer nur blöde "technische Erfindungen" einfallen - weil nur diese Profit und Copyrights versprechen. Wobei noch hinzukommt, dass alle kleinen diesbezüglichen Erfindungen, die noch insofern einen sozialen Aspekt haben als sie von unten kommen, sofort - wenn sie einmal durchgesetzt sind, vom Kapital aufgegriffen und an sich gerissen werden. Das blüht auch den Bio-Lebensmitteln und überhaupt allen Öko-Ideen. So werden wir aber den Kapitalismus nie los - wir "erneuern" ihn damit nur ständig, fügen ihm laufend neue Wirkungskreise zu, die ihn immer wieder beflügeln.

Hinzu kommt noch - mit Bruno Latour und der "Akteur-Netzwerk-Theorie" gesprochen: »Ökologie wird nur dann gelingen, wenn sie nicht in einem Wiedereintritt in die Natur; diesem Sammelsurium eng definierter Begriffe besteht, sondern, wenn sie aus ihr herausgelangt«.

15
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Kommentar von Maurice
02.05.2013, 21:08 Uhr

Offshore Windanlagen, riesiege versiegelte Flächen durch Solarkomplexe. Alles bringt mehr Profit und gesamt ökologisch gesehen wenig Nutzen. Dezentrale Stromerzeugung, Verminderung des Energiebedarfs weltweit, hinsichtlich allen fossilen Energieträgern wäre angesagt. Der Verzicht auf atomare und (hoffentlich) fossile Stromversorgung sind lobenswert, die "Energiewende" höchstens belächelbar. Wind- und Solarenergie sind im globalen Energiemix mit vernachlässigbaren 0,2% vertreten.
Ergo: Suffiezienz und bewusster Umgang mit allen natürlichen Ressourcen für alle Konsumenten. Politischer Druck auf die Großkonzerne, damit diese dasselbe tun. Peak Oil kommt, die Frage ist wie sehr wir darauf vorbereitet sind.

16
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Kommentar von Eberhard Eckert
02.05.2013, 21:36 Uhr

Eine Regionalisierung der Stromproduktion und der Enegiespeicherung ist nachhaltiger und wahrscheinlich auch kostengünstiger als die von den großen Energieversorgern finanzierten Offshore-Windkraftgiganten, die auch noch gigantische Stromtrassen in die südlichen Bundesländer erfordern.
Viele Betriebe mit größerem Strombedarf investieren schon in Blockheizkraftwerke. Regionale Energiegenossenschaften werden gegründet. Das ist gut, denn: Bürgerbeteiligung schafft Verantwortungsbewusstsein und auch Gemeinschaftssinn.

Was allerdings noch fehlt ...
... sind eine ausreichende Förderung von bzw. finanzielle
Anreize für Energiesparmaßnahmen am
Gebäudealtbestand.
... ist ein Zurückfahren der Förderung von Biogasanlagen, die
mit Mais betrieben werden. (In Niedersachsen sollen
schon 40 % der Ackerflächen mit Mais bebaut sein,
größtenteils für Biogasanlagen. Acker wird zum bloßen
Produktionsfaktor mit den bekannten Folgen für Artenvielfalt
und für eine Bodenpreisentwicklung, die bäuerliche
Familienbetriebe häufig finanziell überfordert.)
... Greenpeace energy macht mit der Erzeugung von
"Wind-Gas" vor, wie überproduzierter Windstrom als
Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist und somit
gespeichert wird. Gaskunden beteiligen sich dabei am
Aufbau dieser Energiespeicherung.

Die Zukunft liegt also in der Regionalisierung und der Beteiligung der Bevölkerung an der Energiewende und nicht in der neuen Abhängigkeit mit von Energieriesen finanzierten
Offshore-Windparks.

17
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Kommentar von Gustaf Ehwald
02.05.2013, 22:07 Uhr

Im asiatischen Raum soll ein Offshore-Windpark feritgestellt worden sein, welchem die Übertragungstrassen fehlten.Indirekt ist es bei uns. Wir installieren regenerative Energieträger & produzieren so viel, daß wir den Strom schon an unsere Nachbarn verschenken weil uns die Speichermöglichkeiten bzw die Übertragungstrassen fehlen.

Seitens Offshore-Winparks gehört zum Aufstellen auch der Betrieb über 15- 20Jahre
# Wie sollen diese Unmengen an Stahl (Windradspitze 150 ü.NN) gewartet, sprich Rostfrei gehalten werden?
# Und wie garanieren wir für die Sicherheit der Leute,welche ihr Leben dabei jeden Tag aufs Spiel setzten (Hubschrauberrettung seltenst möglich, Rettung nur bei gutem Seegang & mit langer Anfahrt)
#Bodenverankerung der Windanlage: Auswirkungen auf Seegrung

18
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Kommentar von volker h weber
02.05.2013, 22:32 Uhr

Da die Investitionskosten sehr hoch sind, fürchte ich,die bisherige Förderung der offshoreAnlagen diehe nur den Momopolen. Dap diese etwas zurück gedrängt werden, kann nur nutzen. Solche Projekte erinnern eher an Gigantismus und erfordern ebensolchen Netzausbau. Da lobe ich regionale Lösungen und mittelfristig die Auflage an Großverbraucher, die eigene Energie zu produzieren. Die Entwicklung von Speicherung ist vorrangiger zur Sicherung der Verfügbarkeit. Dann muß der Verbraucher auch nicht den Strom zahlen der nicht an Land kommt, wie von der Regierung verordnet.

19
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Kommentar von Fritz
03.05.2013, 01:59 Uhr

Horror! Hoffenlich bald wieder Kernkraft. Die einzige Moeglichkeit, den Klimawandel ernsthaft zu bekaempfen.

Die Psychologie der AKW-Gegner, irre! Es geht nur um die Bombe und sie reden Blech. Endlagerung in Schweden.

20
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Kommentar von Udo
03.05.2013, 06:29 Uhr

Egal op offshore oder onshore, alles Mist!

Auf Grund der aktuellen Lage in unserem Aurachtal (meine Heimat) habe ich mich ausgiebig mit dem Thema auseinander setzen müssen, um mir eine Meinung bilden zu können. Aus dem anfänglichen Gedanken der regenerativen Energien ist mittlerweilen ein Indrustriezweig entstanden, eine Lobby mit viel Macht und Einfluss. Die Summen, die bei Windparks fließen enorm hoch.

Die Errichtungskosten eines Windrades liegen derzeit bei ca. 1000€ pro KW Leistung. Für ein Windrad mit einer Leistung 3000 KW ergibt dies eine Investition vom ca. 3 Mio. Euro. Hinzukommen Genehmigungen, Gutachten, Bauanträge, Transport, Fundament, Errichtung und der Stromanschluss. Gehen wir mal von nochmal 1 Mio Euro zusätzlich aus, so kostet ein Windrad dieser Größe ca. 4 Mio. Euro. Hinzu kommen dann hoch mal ca. 0,5 Mio Euro Betriebskosten pro Jahr. So kommen in 20 Jahren eine Summe von ca. 14 Mio Euro zusammen, die auf der Investitions- und Wartungsseite zu Buche schlagen. Auf der Einnahmeseite der Bilanz muss dann min. 700.000 Euro stehen, und das bei einem Strompreis von ca. 5 Cent pro kW und bei 2000 mittlerer Betriebsstunden. Da muss ein Windrad schon sehr wirtschaftlich arbeiten um keine roten Zahlen zu schreiben. Und jetzt frage ich mich gerade was von diesen 14 Mio. Euros in der Gemeinde bleibt.

Meine Meinung: Es geht schon lange nicht mehr um den „Grünen“ Gedanken, sondern nur noch um Profit.

Udo Hagen

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Kommentar von Jutta Holstein
03.05.2013, 10:24 Uhr

Zu den technischen Möglichkeiten kann ich nicht so viel sagen. Ich habe jedoch gelernt, daß nicht alles gut ist, was technisch möglich ist. Aber- hat schon mal jemand das Ohr auf die Eisfläche eines zugefrorenen Sees gelegt? Tut es mal und denkt dann über Lärmverschmutzung auf hoher See nach!
Nicht Geld verdienen ist die Herausforderung der Zeit, sondern Strom sparen, Rohstoffe einsparen, Natur schützen!
Keine Großanlagen, sondern dezentrale Kleinanlagen vor Ort sind angebracht.

22
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Kommentar von jörg krauß
03.05.2013, 11:20 Uhr

Es ist alles viel einfacher und zugleich wird aus "Wachstumsgründen" bewußt die deregulierende Entwicklung kleinteiliger und genossenschaftlicher Energiegewinnung massiv im Steuerrecht verkompliziert und verhindert. Bund, Land und Gemeinden sind jetzt ja bereits mehrfach seit den späten 70er Jahren bis Oberkante Unterlippe verschuldet.
Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, als kommunale Energieversorger reihenweise aus Verschuldungsgründen z.B. in der EnBW aufgingen (die Kommunen wurden entschädigt, das Geld ist auch schon wieder vervespert!!), die nun wiederrum 25 Jahre später ebenfall ministerialverbeamtet und kaltmonopolisiert durch private und öffentliche interessen kur vor den Abgrund manövriert wurde. Mein Urteil lautet, kommunale und regionale möglichst kleinteilige Übernahme der Stromproduktion durch die genossenschaftlich orientierte Bürgerschaft selbst. Alles ander führt zu Konzernstrukturen unter oligarchischer Führung. Und immer höheren Preisen. Und für die Altschulden und noch entstehenden Kosten der Endlagerung und des Rückbaus durch diese völlig verfehlte Energiepolitk der letzten Jahrzehnte bilden die Bund- und Länderregierungen einen "Rettungsschirm", den alle Parlamentarier und Lobbyverbände der letzten 60 Jahre aus Ihren Eigenkapitaldecken, Rentenfonds, Kapital-Rückstellungen, Schwarzgeldkonten und laufenden Gehältern bestreiten.

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Kommentar von Frau Kirschgrün
03.05.2013, 13:37 Uhr

Die großen Off-Shore Windparks dienen meiner Meinung nach nur den großen AtomStrom-Konzernen, kosten irrwitzig viel Geld, das natürlich wir Verbraucher zahlen müssen, sind technisch nicht sinnvoll zu betreiben, benötigen irrwitzig teure Trassen für den Stromtransport (zahlen auch nur wir Verbraucher) und vor allem bremsen sie die dezentrale Versorgung aus. Der Witz an der Energiewende ist ja die kostengünstige dezentrale Erzeugung und Verwendung. Die Stromkostenentlastungen für Großverbraucher müssen ALLE wegfallen (Stichworte: Netznutzungsentgelte, EEG-Umlage, Stromsteuer, CO2-Emissionen).
Die bisherigen Erneuerbaren Energien stammen ausschließlich von Privatinitiativen.
Wann tut die Regierung etwas?
Es fehlt ein Energiewende-Gesamt-Konzept der Regierung, was aber wohl so gewollt ist, denn dann lassen sich mit Panikmache vor Blackouts besser die Großprojekte durchsetzen, bzw. die haben inzwischen so lange gewartet, dass der Normalverbraucher glaubt, dass es ohne die großen Konzerne nicht geht - was definitiv NICHT stimmt (siehe auch Greenpeace "Der Plan" zum runterlasen). Solange alles nur vom Geld abhängt und "Habenichtse" nicht einmal bei Genossenschaftsprojekten mitmachen "dürfen" (da wäre ja die Anlage als Sicherheit vorhanden), wird sich in diesem Land aufgrund von Hierarchie- und Machtverhältnissen nichts ändern. Die gesamte Auffassung von Wirtschaft und Kapitalismus muss geändert werden, auch sollte man endlich mal offen über eine Begrenzung der Weltbevölkerung sprechen (dürfen).

Was kann der/die Einzelne tun?
- Endlich zu echtem Ökostrom wechseln (www.atomausstieg-selber-machen.de), das ist total einfach und sollte es uns wert sein, denn wenn alle Ökostrom beziehen, sind die großen 4 einfach raus aus dem Geschäft . . .
- Sich wirklich unabhängig informieren (wozu gibt es denn ein Internet?), damit die uns nicht so einfach weiter anlügen können.
- Im Herbst wählen gehen - und sich mal eine Veränderung trauen. Was kann den schon schief gehen? Schlechter als die derzeitige Regierung kann das sowieso niemand!
- Sich dafür einsetzen, dass eine gerechte Umverteilung stattfindet, denn es kassieren Menschen Unsummen, die nie selber wirklich gearbeitet haben.
- Mindestlohn und Obergrenzen für Abzocker fordern (mit ehrlicher Arbeit verdient man keine Unsummen).

Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei.
Viel Kraft für Erkenntnis wünscht uns allen Frau Kirschgrün

24
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Kommentar von Frau Kirschgrün
03.05.2013, 13:47 Uhr

Das Wichtigste habe ich gerade vergessen:

Strom sparen! Das muss eine Säule der Energiewende sein, sonst funktioniert es nicht!

Und vielleicht sollten wir uns überlegen, was wir uns alles ersparen - statt Panik zu bekommen, dass wir vielleicht auf etwas verzichten müssten . . . wir haben nur eine Erde und haben schon alle Entwicklungsländer unterjocht.

25
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Kommentar von Ulrich Stein
03.05.2013, 15:32 Uhr

Aus meiner Sicht sind die Offshoreanlagen das Gegenteil der Energiewende. Diese Anlagen werden von den Konzernen betrieben und verhindern die Dezentralisierung der Stromversorgung. Des Weiteren zwingen diese Anlagen den Ausbau der Stromleitungen zu sogenannten Stromautobahnen. Mit einer kleinteiligen Stromerzeugung könnten das heutige Netz ausreichend sein. Wenn mehr Energie ortsnah erzeugt und verbraucht wird, stört dies einzig die Netzbetreiber, da die Überlandleitungen nicht benötigt werden. Von Planungs- und Auslegungsfehlern einmal abgesehen, könnte sehr viel Geld eingespart werden, welches der Verbraucher hinterher den Netzbetreibern zurückzahlen muss. So wie die Energiewende derzeit betrieben wird, nutzt sie nur den Konzernen und nicht den Verbrauchern, das muss Allen klar sein.
In diesem Sinne...

26
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Kommentar von Petra von Hoffen
03.05.2013, 16:45 Uhr

Die Offshoreanlagen sind nicht vom Gedanken getragen, sinnvoll Strom zu erzeugen. Dazu muß dezentral Strom gewonnen werden - vor Ort, ohne zentrale Vernetzung! In sonnenreichen Arealen durch Sonnenenergie, in windstarken Gebieten durch Wind, in Gebieten mit starken Strömen durch Wasserkraft. Dazu muß es dezentrale Speichermöglichkeiten geben, keinesfalls Kabeltrassen quer durchs Land!
Schlimm ist die derzeitige, allgemeine Panikmache zur Höhe der Strompreise.; kann ja nicht stimmen, denn in kalten Jahreszeiten stehen die Türen der Shoppingcenter offen, gewaltige Hitze trifft die PassantInnen, die Busse und Bahnabteile sind völlig überheizt. In der heißen Zeit wird gekühlt, bis man friert ... also kann Strom doch nicht teuer sein, oder!?
Über die unabwägbare Gefährdung durch Atomkraftwerke mag ich gar nicht reden, aber wie kann es sein, daß aktuell BUCHENHAINE zur Energieerzeugung durch Braunkohle abgeholzt werden?
Die Energiekonzerne haben eine viel zu große Lobby und damit viel zu viel Einfluß auf die Regierung, das "staatliche Denken"! Hier fehlen neue Denkweisen; die Engeriekonzerne dürfen nicht länger die öffentliche Meinung beeinflussen!

.... und Eure Spam-Schutzfrage ist doof, denn die FDP ist zwar gelb, aber in keiner Weise "liberal"

Sagt Petra aus Friedenau

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Kommentar von Bohl Sven
03.05.2013, 19:49 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Windparks auf See sind in meinen Augen Verschwendung! Der Anschluss an das Stromnetz an Land kostet bald so viel wie der Windpark selbst. Auch die Baukosten im Wasser sind erheblich höher als für einen Windpark an Land.
Besser und preiswerter ist es in meinen Augen, den Netzausbau und den Bau von Windparks im Wasser zu stoppen. Dafür in regionale Energiespeicher zu investieren. Den Ausbau von Windgas und den Bau von Windparks in Süden von Deutschland vorantreiben. Im Süden der Republik stehen bis heute die meisten Atom- und Kohlekraftwerke. Diese können nur abgeschaltet werden wenn dort genug Strom hinkommt. Statt neue teure Leitungen zu bauen, müssen „Bürgerwindparks“ errichtet werden. Der überschüssige Strom wird im „Osmoseverfahren“ in Wasserstoff umgewandelt, dieser kann im Gasnetz eingespeist werden. So werden wir nachhaltig unabhängig von Gasförderung aus dem In- und Ausland. Später kann aus dem Gas wieder Strom werden.
Ein weiteren Vorteil sehe ich noch, der Strompreis singt nachhaltig wenn auf teure Projekte wie Windparks im Meer und auf den Milliarden teuren Netzausbau verzichtet wird.

Sven Bohl , Niebüll S/H

28
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Kommentar von Markus Strobl
03.05.2013, 22:13 Uhr

Offshore-Windparks sind die Fortsetzung der Macht der "Big 4", der großen Energiekonzerne, im Zeitalter der Erneuerbaren.
Dabei eignen sich diese bestens zur dezentralen Erzeugung, vom Solarstrom vom Eigenheimdach bis zum Bürgerwindpark. So sind auch die Verluste zu minimieren, die durch weite Übertragung des Stromes entstehen, ganz zu schweigen vom dann sicher nicht im geplanten Umfang nötigen Netzausbau.
Einziger "Nachteil": die großen Energiekonzerne würden überflüssig, ihr undemokratisches Oligopol gebrochen. Auch benötigte große Strommengen für die Industrie lassen sich versorgungssicher von dezentralen Akteuren erzeugen. Daher ein klares Nein! zu auch ökologisch fragwürdigen Offshore-Windparks! Markus Strobl, Berlin

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Kommentar von Herbert
04.05.2013, 15:21 Uhr

Den meisten Kommentaren kann zugestimmt werden - bis auf die wenigen Atomkraft-Befürworter - aber die erhalten dann ein Fass mit ihrem persönlichen Atommüll in den Garten oder wenn gewünscht, in die Wohnung. Ich erzeuge mit meiner PV-Anlage und dem Windrad im Garten jedenfalls keinen Abfall...

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Kommentar von Gaby aus SCHUTTgart
04.05.2013, 22:37 Uhr

NEIN ! Wir sollten von Off-shore.. Abstand nehmen und -wie oben beschrieben- in Entwicklungen von Strom-SPEICHER-Medien investieren. Diese unsäglichen Off-shore.. sind für die Unterwasser-Tier-Welt ein Horror, dies dürfen wir nicht weiterführen / -subventionieren...
OBEN BLEIBEN - wie & wo auch immer

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Kommentar von Berthold Keunecke
05.05.2013, 17:34 Uhr

Energieverbrauch belastet die Umwelt. Schon damit wir vor Augen haben, dass der Strom nicht nur aus der Steckdose herauskommt, sondern auch eingespeist werden muss, brauchen wir mehr Windkraftanlagen in der Region. Dann ist Off-shore nicht mehr nötig.

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Kommentar von Stephan Bowe
05.05.2013, 22:16 Uhr

Wir benötigen alle Erneuerbaren Quellen, um unseren (Energieverbrauch) von heute auch nur annähernd halten zu können – also auch die Offshore-Windkraft. Der Preis mag zwar aktuell hoch erscheinen, verglichen mit den Folgekosten des Klimawandels ist es ein Klacks.
Leider ist die Förderung von Off-Shore-Windkraft einseitig auf die großen Energeiversorger zugeschnitten. Dezentrale Erzeugung und eine Erneuerung der Energiewirtschaftlichen Strukturen kommem folglich zu kurz. Das sind die „Kosten“, die zu hoch ausfallen.

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Kommentar von Heinrich Rever,ann
07.05.2013, 12:35 Uhr

Als Kohle noch wichtigste Energiequelle für die Stromerzeugung war, wurde Eisenerz ins Ruhrgebiet gebracht um dort Stahl zu erzeugen.

Wenn heute stromintensive Produktionen wie zum Beispiel die Aluminiumproduktion

- an der Nordsee mit Windenergie und zum Beispiel
- an der afrikanischen Atlantikküste mit Wind- + Solarenergie

betrieben würden, bräuchte man keine langen Stromleitungen.

Heinrich Revermann
heinrich.revermann@ingenieur.de

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Kommentar von Schmidt Georg
09.05.2013, 11:09 Uhr

ich muss immer lachen, 30 Jahre standen KKWs unbeachtet in der Gegend un erzeugten Strom, jetzt wird d mit Windparks überzogen und anderen Unsinn, bei uns will man auch so einen Park errichten-16 200m hoher Windmühlen, selbst grasgrüne laufen Sturm-aber es gibt einige, die weit weg wohnen, die befürworten das Objekt, Bedauerlich, dass man den Beführwortern nicht so ein Teil in den Garten stellen kann !

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Kommentar von Dezentral
10.05.2013, 10:19 Uhr

Kein Geheimnis mehr, dass die Off-Shore-Föderung reine Klinentelpolitik für die 4 (noch) großen Energieversorger ist. Unumkehrbar ist aber der Wunsch der Bürger dezentral ihren eigenen Strom (ob Photovoltaik, Bürgerwind, Biomasse etc.) unabhängig von externen Preisbestimmern zu erzeugern. Noch perfektere Speicher und es wird ein Selbstläufer.

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Kommentar von R.Kleine
10.05.2013, 14:41 Uhr

Die Investitionen für Offshore-Windkraftanlagen in entsprechend grossen Windparks sind nur von Betreibern stemmbar, die Erfahrungen mit Milliardeninvestitionen (zur Energieversorgung) haben. Allen voran sind hier für Deutschland die bisherigen Energieversorger (Big five) zu nennen. Diesen wie Monopolisten agierenden Unternehmen ist in den letzten Jahren deutliche Konkurrenz durch Windkraft- und Solaranlagen entstanden, die von kleineren Gesellschaften, Firmen, Genossenschaften, Landwirten oder Einzelpersonen finanziert wurden. Nachdem bis zu 25 % der inländischen Elektrizitätserzeugung schon verloren sind, ist es klar, dass die etablierten Energieversorger sich gegen das Zerbröseln ihrer marktbeherrschenden Stellung stemmen müssen.
Folgendes Szenario: Im Schritt 1 das Bewustsein dafür schaffen, dass nach der Abschaltung der Atomkraftwerke Strom zur Mangelware wird (unterstützt unter anderem durch Preiserhöhungen bei sinkenden Preisen an der Stromhandelsbörse) und die Möglichkeiten des Europäischen Stromverbundes bewußt ausblenden
Schritt 2: Klares Bekenntnis zur regenerativen Stromerzeugung mit dem direkt angeknüften Argument, nur die Erzeugung im Offshore Bereich komme infrage, weil dort der Wind ja am stärksten und dauerhaftesten weht
Schritt 3: Beteiligung der Steuerzahler + Verbraucher an den gegenüber Windkraftanlagen an Land deutlich höheren Investitions- und Instandhaltungskosten über steuerfinanzierte Stromtrassen und beabsichtigten höherer Einspeisevergütungen
Schritt 4: Investition in Windkraftanlagen für kleinere Betreiber erschweren (reduzieren Einspeisevergütung, nachträgliche Korrekturen oder zusätzliche Risiken ankündigen)
Schritt 5: Zusätzlich die Leistungen eigener, bestehender Kohlekraftwerken deutlich ausbauen (wird derzeit realisiert)
Für jeden dieser Schritte finden sich in den vergangenen Monaten genügend Fallbeispiele.

Fazit aus meiner Sicht: Windkraftanlagen an Land und dezentral nahe der Verbraucher - ich befürworte sie voll und ganz.
Windkraftanlagen offshore - zu teuer - zur risikoreich - an der falschen Stelle - im europäischen Verbund unnötig. Sie stützen (mit Hilfestellung durch die derzeitige Bundesregierung) die Monopolstellung etablierter Elektrizitätsversorger.

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Kommentar von Andreas Urstadt und Julien Lewis
12.05.2013, 19:10 Uhr

Nach Auskunft der Meeresforschungsinstitute nimmt die Biodiversitaet um offshore Windanlagen zu. Paul Wegener Institut etc, im internet leicht zu finden. Was hier offenbar niemand fuer noetig hielt.

Damit klar JA zu offshoreWindanlagen.

Die neuen Netzleitungen sind sowieso notwendig und haben wesentlich niedrigere Uebertragungsverluste als die gegenwaertigen. Auch das recherchierte hier sonst niemand.

Die Kommentare hier waeren leicht nachhaltig vorbereitbar gewesen und auch das ist Fehlanzeige. Ergo keine sozialoekologische Nachhaltigkeit feststellbar.

Dezentrale Stromversorgung ist insofern unsolidarisch, indem eben nicht ueberall dadurch der Stromverbrauch gedeckt werden kann. Das Wetter ist nicht ueberall nachhaltig garantierbar (selbst das Wetter ist nicht durchgehend nachhaltig). Unerwartete Trockenheiten lassen Wasserkraft abstuerzen, lange sonnenlose Perioden fahren die PVKapazitaeten runter, unvorhergesehene Windflauten stellen Windraeder still, besonders an Land.

Dass die Haeuslebesitzer nur an ihre Buden denken ist extrem unsolidarisch und kleinbuergerlich. Wenn s um s Geld geht durch ins Verbundnetz eingespeisten Strom ist man wieder dabei. Ich meine, dass die kleinen PVBesitzer gar nicht so unsolidarisch sind und gegen Verbundnetze stimmen wuerden.

Nachhaltigkeit und Fortschritt gehoeren zusammen. Daher klar JA zu offshoreWindparks. Bei festgestellter Zunahme von Biodiversitaet in offshoreWindparks passt sogar das Wort Park ohne abei ein Euphemismus zu sein.

Die Kommentare der Leser hier wundern. Eine nachhaltige Bildung scheint nicht vorhanden, obwohl alles Noetige im internet nonchalant zu finden ist.

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Kommentar von Jonathan
14.05.2013, 23:58 Uhr

DIESE Energiewende - NOT in our Name!

Ich bin seit vielen Jahren fester Bestandteil im Castor-Protest, inkl. Ankettungen etc.

Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ausgerechnet die Idee der Energiewende so pervertiert wird, dass sie aktuell zur größten Gefahr für die globale Biodiversität geworden ist.

Auch wenn ich die Energiewende eigentlich begrüße, bin ich geschockt darüber, mit welcher brachialer Gewalt sie gegen die Umwelt durchgesetzt wird.

Eine Energiewende unter kapitalistischen Bedingungen pflanzt das fort, was sie doch eigentlich beenden sollte:
Die totale Kolonisierung der Umwelt durch den Menschen als Folge der Verherrlichung der totalen Konkurrenz:

- Gigantische Regenwaldrodung und Vertreibungen für "Bio"-Diesel in den Tropen,

- Bau riesiger Staudamm-Projekte inkl. Vertreibungen,

- Zerstörung riesiger Moore und Gefährdung von Adlern, Fledermäusen und Schweinswalen durch Windparks in Deutschland. Aktuell sind z.B. 2000 ha Windparks in riesigen Mooren am Stettiner Haff geplant, hier hat der Seeadler die höchste Brutdichte in Europa, hier leben Schreiadler, Schwarzstorch, Wiesenweihe, sogar Schlangenadler - alles Arten, die massiv durch WEA im Radius zwischen 3-6 km gefährdet sind, siehe hierzu die Petition:
http://www.avaaz.org/en/petition/Let_us_save_unique_European_wildlife_in_the_region_of_West_Pomeranian_Voivodship_Poland/?kZjLYdb
Fotos gibt es unter
https://picasaweb.google.com/108974319177165767269/OstlichesStettinerHaffUndInselWolin
Im Gebiet pflanzen sich sogar Elche und Wölfe fort)...

Wir Atomkraftgegner_innen träumten immer von einer wirklichen dezentralen Energiewende - Solaranlagen und Windkraftanlagen auf allen Hausdächern, Blockheizkraftwerke in den Kellern.

Aber Großunternehmen lieben lieber riesige Wind- und Solarparks, die sichern steigende Skalenerträge und damit Marktmacht und bremsen unnötig die Entwicklung, dass jede_r selbst ihren/seinen Strom erzeugt und ins Netz einspeist.
Und diese riesigen Wind- und Solarparks werden dort gebaut, wo Land nichts kostet, weil es noch nicht marktwirtschaftlich verwertet wurde, also dort, wo die Natur noch weitgehend intakt ist.
Und so verstärkt die Energiewende das, was sie doch eigentlich beenden sollte:
Die totale Kolonisierung der Umwelt durch den Menschen.

Das eigentlich Tragische ist für mich, dass die Erneuerbaren Energien vom Lichtblick unserer Umweltbewegung zum Sündenfall unserer Umweltbewegung geworden sind.

Nicht die Erneuerbaren Energien AN SICH sind falsch, sondern unser kapitalistischer Umgang mit ihnen:
Wir sind es gewohnt, unsere Umwelt zu verplanen, zu vermessen, zu kontrollieren, zu vermarkten.
Und dabei schreiten wir seit Jahrhunderten gnadenlos voran.
Wir wissen genau, dass das Spiel irgendwann aus sein muss.
Aber wir machen immer weiter.
Unser System der Konkurrenz zwingt uns dazu.
Zwingt uns zur permanenten Expansion und zum permanenten Wachstum - gegen jede Vernunft.

Ich hatte mit unserer Umweltbewegung die Hoffnung verbunden, dass sich das ändern könnte.
Aber am Beispiel der Erneuerbaren Energien zeigt sich, dass wir Nichts gelernt haben.

Im Gegenteil: Während früher Industrielle gegen Ökologen als "Fortschrittsfeinde" polemisierten, polemisieren heute Ökologen gegen Ökologen als "Fortschrittsfeinde", wird bittererweise ausgerechnet im Namen einer grünen Idee die Umwelt immer stärker und brutaler kolonisiert.

Wir kolonisieren weiterhin gnadenlos die Natur,
mit WEA können wir jetzt sogar Wildnis-Räume Profit-trächtig vermarkten,
die bisher der Kolonisierung und Beherrschung und Kontrolle durch den Menschen noch entzogen waren.

Und das tun wir im Namen einer grünen und ursprünglich guten Idee.
Ist das nicht pervers?

Ich bin Ornithologe und Umweltwissenschaftler, war in den letzten 6 Jahren an mehreren UVP / FFH-Verträglichkeitsprüfungen für Windenergie-Eignungsgebiete / WEA beteiligt, habe teilweise auch das Forschungsdesign zu den UVP miterstellt, ferner selber als Radarornithologe an der Erstellung einer UVP für ein riesiges Windenergie-Eignungsgebiet mitgearbeitet, kurzfristig auch bei den Offshore-Kartierungen mitgearbeitet, bevor ich mich entschlossen habe, dass nie wieder zu tun!

Ich habe erlebt, wie UVP unsachlich beeinflusst werden:
- Der Leiter einer staatlichen Vogelschutzwarte erzählte mir, wie Ergebnisse seines Gutachtens von seiner Chefin, einer grünen Ministerin, manipuliert wurden.
- Bei einer unserer UVP schlug uns der Inhaber eines sehr renommierten Landschaftsplanungsbüros, der sich damit rühmt, in diversen ornithologischen Fachausschüssen dieses Landes zu sitzen, im konkreten Fall vor, Grenzwerte einfach viel höher zu setzen. Die fachliche Begründung hierfür fehlte fast völlig, ihm schien es nur darum zu gehen, möglichst viel Fläche für Windanlagen ausweisen zu können, um den Investor zu befriedigen.
Die Grenzwerte haben wir natürlich nicht höher gesetzt...
Übrigens: Er ist ein sehr anerkannter Gutachter, wird gerne auch von großen Umweltverbänden zitiert, wenn es darum geht, die Gefahr von Windanlagen für Vögel darzustellen...
- In einem anderen Fall bin ich nach der Fertigstellung einer Studie unter fadenscheinigsten Gründen mit juristischen Schritten bedroht worden, offensichtlich, weil dem Auftraggeber das Ergebnis unserer Studien nicht gefiel - vor Ende der Studie bedrohte er mich zumindest nicht, war im Gegenteil sogar schwer beeindruckt von unserer Arbeit...

Das Schlimme ist: Dies alles ist in der Regel keine offene Korruption, sondern eine unbewußte "Foucault`sche", die stattfindet:
Es werden keine Daten gefälscht (zumindest nur sehr selten), aber wenn Biologen plötzlich gutbezahlte Jobs von der Windindustrie bekommen, um Umweltverträglichkeitsprüfungen zu erstellen, werden sie alles tun, die Jobs zu behalten, werden jedes wissenschaftliche Argument, das sie finden, (oftmals unbewußt!) so verwenden, dass der Wille des Investors, der Wille der Windindustrie möglichst umfassend realisiert werden kann. Damit werden Umweltverträglichkeitsstudien zur Farce...

Wie gesagt:
Das eigentlich Tragische ist für mich, dass die Erneuerbaren Energien vom Lichtblick unserer Umweltbewegung zum Sündenfall unserer Umweltbewegung geworden sind.

Was wir brauchen, ist eine wirkliche dezentrale Energiewende, wie sie die Umweltbewegung früher gefordert hat:
Der Strom muss bei den Verbraucher_innen produziert werden, Photovoltaik, Kleinwindkraftanlagen auf jedes Dach, Blockheizkraftwerke in jeden Keller -
erst wenn diese Kapazitäten nicht reichen, sollten wir "mit den Anlagen in die Landschaft gehen", aber bitte nicht andersherum, wie es jetzt geschieht...

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