12-19 Grenzwerte & Gesundheitsschäden
12) KREBSGEFAHR - Atomkraftwerke machen nicht nur
Kinder krank.
Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto
größer ist sein Risiko, an Krebs zu erkranken. Im 5-Kilometer-
Umkreis um deutsche Atomkraftwerke erkranken
Kinder unter fünf Jahren 60 Prozent häufiger als im bundesweiten
Durchschnitt. Die Leukämie-Rate ist sogar mehr
als doppelt so hoch (+ 120 %). Leukämie (Blutkrebs) wird
besonders leicht durch radioaktive Strahlung ausgelöst.
Daten aus den USA legen nahe, dass auch Erwachsene
rings um Atomanlagen häufiger an Krebs erkranken.
13) EMISSIONEN - Atomkraftwerke geben über den
Schornstein und ins Wasser radioaktive Stoffe ab.
Jedes Atomkraftwerk hat einen Abluftkamin und ein Abwasserrohr:
für radioaktive Stoffe wie Tritium, Kohlenstoff,
Strontium, Jod, Cäsium, Plutonium, Krypton, Argon und
Xenon. Sie verteilen sich in der Luft, landen in Wasser
und Boden. Sie lagern sich ab, reichern sich an, werden
von Organismen aufgenommen, zum Teil sogar in
Körperzellen eingebaut. Dort können sie besonders gut
Krebs auslösen und das Erbgut schädigen.
Die Abgabe strahlender Stoffe über Abluft und Abwasser
ist von den Behörden genehmigt. Üblicherweise erlaubt
sind rund eine Billiarde Becquerel radioaktive Edelgase
und Kohlenstoff, 50 Billionen Becquerel Tritium, 30
Milliarden Becquerel radioaktive Schwebstoffe und circa
10 Milliarden Becquerel radioaktives Jod 131. Pro Jahr
und Atomkraftwerk natürlich.
Zur Kontrolle gibt es regelmäßige Messungen – durchgeführt
von den Atomkraftwerksbetreibern selbst.
14) MANGEHAFTE GRENZWERTE - Die Strahlenschutz-
Grenzwerte nehmen Strahlenschäden in Kauf.
Noch heute werden die zulässigen Emissionen von Atomanlagen
anhand eines fiktiven ›reference man‹ berechnet.
Der ist stets jung, gesund und männlich. Dass ältere
Menschen, Frauen, Kinder, Kleinkinder und Embryos
zum Teil deutlich empfindlicher auf radioaktive Strahlung
reagieren, fällt dabei unter den Tisch.
Die internationalen und nationalen Strahlenschutz-
Grenzwerte nahmen von Anfang an Strahlenschäden der
Bevölkerung in Kauf. Es ging darum, »einen vernünftigen
Spielraum für die Expansion der Atomenergieprogramme
« zu gewährleisten.
15) NIEDRIGDOSISSTRAHLUNG - Niedrige Strahlendosen
sind gefährlicher als offiziell angenommen.
Schon sehr niedrige Strahlendosen verursachen gesundheitliche
Schäden. Das zeigen die Ergebnisse einer
ganzen Reihe von Untersuchungen aus verschiedenen
Ländern, unter anderem an Beschäftigten in Nuklearbetrieben.
Die Studien widerlegen die noch immer verbreitete Annahme,
dass niedrig dosierte Strahlung unterproportional
oder gar nicht schädlich sei oder dass sie sogar positive
Auswirkungen habe. Selbst die als konservativ geltende
National Academy of Science in den USA hat inzwischen
bestätigt, dass Niedrigdosisstrahlung schädlich ist. Auch
die erhöhte Krebsrate bei Kindern rings um Atomkraftwerke
ist so erklärbar.
16) TRITIUM - Radioaktive Abfallstoffe aus Atomkraftwerken
bauen sich sogar in die DNA ein.
Atomanlagen geben große Mengen radioaktiven Wasserstoffs
(Tritium) an Luft und Wasser ab. Menschen, Tiere
und Pflanzen nehmen es über Atemluft und Nahrung auf.
Der Körper baut Tritium und tritiiertes Wasser wie normalen
Wasserstoff und normales Wasser in alle Organe
ein, sogar direkt in die Gene. Dort kann ihre Strahlung
Krankheiten und Erbschäden auslösen.
17) HEIßE FLÜSSE - Das warme Abwasser aus Atomkraftwerken
raubt den Fischen die Luft.
Atomkraftwerke sind Energieverschwender – mit ihrem
bis zu 33 Grad warmen Abwasser heizen sie vor allem
die Flüsse auf. Das raubt den Fischen gleich doppelt den
Atem.
Erstens führt warmes Flusswasser weniger Sauerstoff
mit sich als kühles. Und zweitens sterben in warmem
Wasser mehr Pflanzen und Kleintiere ab, deren Biomasse
beim Verrotten weiteren Sauerstoff verbraucht. Der
fehlt dann den Fischen.
18) STRAHLENDE JOBS - Tausende Hilfsarbeiter erledigen
die Drecksarbeit in den Atomkraftwerken – oft ohne
ausreichenden Strahlenschutz.
Sie arbeiten bei Servicefirmen und müssen immer dann
ran, wenn es »heiß« wird: Tausende von Hilfsarbeitern
verdienen ihr Geld mit Putz-, Dekontaminations- und
Reparaturarbeiten in den verstrahltesten Bereichen der
Atomkraftwerke. Einer Statistik des Bundesumweltministeriums
von 1999 zufolge bekommen diese Springer viermal
so hohe Strahlendosen ab wie die Festangestellten
des Atomkraftwerks. In Frankreich sagt man: ›Strahlenfutter‹.
Die Arbeiter berichten von aufplatzenden und staubenden
Atommüllsäcken, von Kaffeepausen neben strahlenden
Tonnen und von Einsätzen ohne Vollschutz mitten im
Reaktorkessel. Manche legen vorher ihre Dosimeter ab.
Denn wenn sie ihre Maximaldosis erreicht haben, dürfen
sie nicht mehr in den Kontrollbereich. Und keiner will
schließlich seinen Job verlieren.
19) SELBSTSCHUTZ - Die Chefs der Atomstrom-Konzerne
halten privat viel Abstand zu ihren Atomkraftwerken.
Beruflich streiten die Vorstandsvorsitzenden von EnBW,
E.ON, RWE und Vattenfall vehement für Atomkraft. Privat
halten Hans-Peter Villis, Wulf Bernotat, Jürgen Großmann
und Tuomo Hatakka lieber Abstand: Alle vier haben ihren
Wohnsitz weitab von ihren Atomkraftwerken gewählt.





wenn bei uns ein Atommeiler hochgeht, sind die Verantwortlichen zuerst über alle Berge.. (die wohnen jetzt schon im Ausland) und Deutschland ist extrem verstrahlt!! (Tschernobyl.Hoch3)
bis zum SUPER GAU dauert es warscheinlich nicht mehr lange..