Egyptian German Network for Changing Egypt

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Egyptian German Network for Changing Egypt

„In der Mitte des 20. Jahrhunderts gelang es den arabischen Völkern, sich von den europäischen Kolonialmächten zu befreien. Allerdings entstanden im Zuge dieser Dekolonialisierung militärisch totalitäre repressive Regime, welche die Völker heute zu einem miserablen Zustand geführt haben. Repression, Korru... mehr »

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„In der Mitte des 20. Jahrhunderts gelang es den arabischen Völkern, sich von den europäischen Kolonialmächten zu befreien. Allerdings entstanden im Zuge dieser Dekolonialisierung militärisch totalitäre repressive Regime, welche die Völker heute zu einem miserablen Zustand geführt haben. Repression, Korruption, Wahlfälschungen, Folter, Armut und Arbeitslosigkeit gehören zur alltäglichen Realität der arabischen Welt. Vor diesem Hintergrund ist die Jasmin-Revolution in Tunesien ausgebrochen. Zum ersten Mal seit fast einem halben Jahrhundert bricht wieder eine arabische Volksrevolution aus: diesmal für Freiheit, Demokratie und ein menschenwürdiges Leben.


Am 25. Januar, kaum zehn Tage nach dem Sturz des tunesischen Diktators Ben Ali, brachen auch Massenproteste in dem bevölkerungsreichsten arabischen Land Ägypten aus. Dieser Tag ist bereits heute in die Geschichte als „Tag des Zorns" eingegangen. Doch der Unmut der ägyptischen Massen ist bei weitem noch nicht zu Ende, solange das Regime Mubaraks und seines Sohnes anhält. Die Proteste, die nun überall im Lande stattfinden, werden aufgrund der Aggressivität des Sicherheitsapparats des Regimes in diesen Tagen weiterhin andauernd. Bereits am zweiten Tag der Proteste wurde mit scharfer Munition auf die Demonstranten geschossen.

Auf Grund dieser Situation gründeten wir, eine Gruppe deutscher Bürger mit ägyptischem Hintergrund, in Deutschland lebender Ägypter oder Deutsche, die sich für die Zukunft Ägyptens interessieren, eine Initiative. Diese setzte sich zum Ziel, die Protestbewegungen in Ägypten zu unterstützen. Als erste Aktion kam es zur Gründung einer Facebook-Gruppe unter dem Namen „Egyptian German Network for Changing Egypt". Dieses dort geschaffene Netzwerk stellt nun ein grundlegendes Kommunikationsforum dar, von dem aus unterschiedliche Aktionen und Aktivitäten ausgehen sollen, um die ägyptischen Protestbewegungen in Deutschland solidarisch zu begleiten. Wir beabsichtigen, der deutschen Öffentlichkeit zu signalisieren, dass wir diese ägyptische Volksbewegung für Demokratisierung und Befreiung begrüßen und unterstützen. Auf der anderen Seite lehnen wir jede Form der Gewalt, Repression, Folter und politische Verhaftung seitens des ägyptischen Regimes gegen die Oppositionellen kategorisch ab. Hinzu appellieren wir an die deutsche Politik, künftig repressive und korrupte Regime in der Region nicht mehr zu unterstützen, sondern auf der Seite der unterdrückten Bevölkerung zu stehen und dem europäischen Verständnis von Menschenrechten und ethischen Werten treu zu bleiben.

Folgende Forderungen für Ägypten teilt unserer Zusammenschluss mit den ägyptischen Protestlern, die am 25. Januar 2011 zornig auf die Straßen gingen:

1) Keine weitere Präsidentschaft für Mubarak und seinen Sohn und eine in der Verfassung verankerte Garantie für einen demokratischen und dynamischen Machtwechsel.

2) Ein modernes säkulares Ägypten, das für alle seine Bürger einsteht.

3) Abschaffung des Notstandesgesetzes, sowie der Folterungen und der politischen Inhaftierungen.

4) Freilassung aller politisch Inhaftierten.

5) Freie parlamentarische Wahlen und freie Präsidentschaftswahlen.

6) Eine zügige Aufsetzung einer neuen demokratisch zivilen Verfassung.

 

Unsere Stimme soll auch deutsche Politiker erreichen, und dafür plädieren, den Willen des ägyptischen Volks zu respektieren und das repressive Regime von Mubarak nicht mehr zu unterstützen. Durch Demonstrationen und andere Formen des zivilen Protestes sowie durch Medien soll unsere Stimme in die deutsche Öffentlichkeit gelangen.

Unsere Demonstration in Berlin am 30. Januar um 13:00 auf dem Potsdamer Platz und vor der ägyptischen Botschaft war mehr als erfolgreich und ich habe viele positive Feedbacks, auch von den Medien bekommen. Ein besonderer Dank gilt für die Freunde, die diese Demo mit mir finanziert haben: Atef Botros, Hoda Salah, Sherif el-Saify, Walid Abdelgawad, Asim Hefny, Omar Kamil. Wir überlegen eine größere Sache bald zu gestalten: eine ständige Mahnwache in Berlin, adressiert nur an die deutsche Regierung, mit der Aufforderung, sofort eine korrekte Haltung dem verbrecherischen Regime Mubarak ein zu nehmen.

Was meint Ihr?

 

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Flyer für die Demo zur Solidarität mit Ägypten in Berlin

Hier ist der Flyer Flyer_zur_demo_mini

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