Nein zum Freihandelsabkommen der EU mit Kolumbien und Peru
Am 11. Dezember wird dem Europäischen Parlament das Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kolumbien und Peru zur Ratifizierung vorgelegt. Das Abkommen soll europäischen Unternehmen den bevorzugten Zugang zu Rohstoffquellen in den beiden Ländern garantieren. Einer der wesentlichen Punkte des Abkommens ist außerdem der zollfreie Import von Palmöl nach Europa. Verbindliche Regeln für Menschenrechte und Umweltstandards sind dagegen nicht Gegenstand des Abkommens. In beiden Ländern gibt es heftige soziale und Umweltkonflikte. In Peru wurden seit April 2011 16 Menschen bei Protesten gegen Berg... mehr »


Mit 868 leeren Kochtöpfen haben am heutigen Sonntag 400 Teilnehmer_innen einer Demonstration in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, der Spekulation mit Nahrungsmitteln einen Riegel vorzuschieben. Nahrungsmittelspekulation ist eine der Ursachen dafür, dass weltweit 868 Millionen Menschen hungern. Die Demonstrant_innen bildeten vor dem Brandenburger Tor ein Protestorchester, bei dem eine Samba-Band den Takt vorgab. Anschließend zogen sie in einer Krach-Demo vor das Bundeskanzleramt.
Pünktlich zum Internationalen Tag der Landlosen am heutigen Dienstag ist der neue Attac-Basis-Text "Land Grabbing – Der globale Wettlauf um Agrarland" erschienen. Das Buch nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise in verschiedene Länder der Erde, in denen Ackerland zu Spottpreisen verscherbelt wird. Timo Kaphengst (Attac-Agrarnetz) und Evelyn Bahn (Inkota Netzwerk) beschreiben die verheerenden Folgen dieser Landnahmen für die Menschen, die zuvor auf und von dem Land gelebt haben.
Angesichts einer Milliarde Hungernder auf der Welt fordert ein Bündnis aus Hilfs- und Kampagnenorganisationen jetzt ein Einschreiten der Bundesregierung, um der maßlosen Spekulation mit Nahrungsmitteln einen Riegel vorzuschieben. Attac, Campact, Misereor, Oxfam Deutschland, das Südwind-Institut, WEED und die Welthungerhilfe starten heute die Protestaktion "Mit Essen spielt man nicht!". Sie richtet sich an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der dazu beitragen soll, die Geschäfte mit dem Hunger zu stoppen.
Gegen die Nahrungsmittelspekulation haben Oxfam, Attac und WEED heute mit einer Aktion vor der Frankfurter Börse protestiert: Drei Jongleure ließen Maiskolben, Bananen und Kartoffeln durch die Luft fliegen. Die Zockerei an der Warenterminbörsen treibt die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe und macht sie für viele Menschen unerschwinglich. Ein als Finanzminister Schäuble verkleideter Aktivist gab in diesem Essens-Zirkus den Direktor: Mit einer Peitsche treibt er die Artisten an.
Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen und Zeitvorgaben gefordert
Angela Merkel sagte schon Anfang 2009, dass kein Mar...


