Nach Hambach statt nach Doha!
Attac verurteilt Taktieren der Industrieländer bei UN-Klimaverhandlungen

Attac hat das Taktieren vor allem der Industrieländer bei den aktuellen UN-Klimaverhandlungen in Doha (Katar) scharf verurteilt. Dort beraten noch bis Freitag Vertreterinnen und Vertreter von 194 Nationen, wie ein Kyoto-Folgeprozess zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels beitragen kann.
"Schon das Ergebnis des Durban-Gipfels 2011 war zynisch – bis 2015 soll ein Abkommen beschlossen sein, dass dann erst 2020 greift. Nun, in Doha, passiert offenbar gar nichts mehr", stellte Eberhard Heise vom bundesweiten Attac-Koordinie...
mehr »


Seit April dieses Jahres halten Aktivistinnen und Aktivisten der Anti-Kohlekraft-Bewegung Teile des Hambacher Forstes bei Köln besetzt, um eine Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus in der Region zu verhindern. Der Protest gegen den dortigen Tagebau wird von regionalen Initiativen und vielen unabhängig organisierten Aktivist_innen getragen. Medienberichten zu Folge bereitet die Polizei nun die Räumung des Camps vor. Dagegen protestieren die vier Organisationen Attac, Robin Wood, BUND-Jugend Nordrhein-Westfalen und FIAN. Die gewaltfreie Besetzung des Forstes ist ein wichtiger Beitrag für mehr Klimagerechtigkeit.
Mit einer Großdemonstration am heutigen Mittwoch in Rio de Janeiro macht der Peoples Summit, der Gegengipfel zur Rio+20-Konferenz, auf die scharfe Kritik indigener Bevölkerungsgruppen sowie entwicklungs- und umweltpolitischer Organisationen an der UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung aufmerksam. Attac unterstützt die Proteste ebenso wie Kampagnen zur Eindämmung des Konzernlobbyismus in UN-Konferenzen. Notwendig sind wirksame politische Regeln für soziale und ökologische Gerechtigkeit statt neoliberaler Green Economy für Konzerne. 

