Attac, das globalisierungskritische Netzwerk

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Attac, das globalisierungskritische Netzwerk

Attac, das globalisierungskritische Netzwerk, setzt sich für eine sozial und ökologisch gestaltete Globalisierung ein. Mit Expertise und öffentlichkeitswirksamen Aktionen bringt Attac die Alternativen zur neoliberalen Weltwirtschaftspolitik in die politische Diskussion. "Globalisierung geht ganz anders - Menschen und Natur vor Pro... mehr »

Adresse:

Münchener Straße 48
60329
Frankfurt am Main

Website:

www.attac.de
03.01.2013, 16:00 Uhr

Attac kündigt für 2013 breite Mobilisierung für Umverteilung an

Proteste gegen Krisenpolitik gehen weiter / Misthaufen vor Bundestag abgeladen

 

Foto: www.echtfotografie.de

Attac hat für das Frühjahr weitere Proteste gegen die europaweite Verarmungspolitik sowie eine breite gesellschaftliche Mobilisierung für die Umverteilung von Reichtum angekündigt. "2012 war ein Anfang. Gemeinsam mit vielen Bündnispartnern werden wir im neuen Jahr den Widerstand gegen die neoliberale Schockstrategie in Europa verstärken", sagte Werner Rätz vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis heute bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Attac steht für andere Krisenlösungen. Statt autoritär durchgesetzter Kürzungsprogramme brauchen wir eine tiefgreifende Umverteilung von Reichtum und Macht."

Mit mehr als 20 Mitstreitern im Bündnis "Umfairteilen – Reichtum besteuern" – darunter Verdi und der Paritätische Wohlfahrtsverband – plant Attac für den 13. April einen landesweiten Aktionstag. Gefordert werden eine dauerhafte Vermögensteuer, eine Vermögensabgabe sowie wirksame Maßnahmen gegen Steuerflucht. "Wir werden die Umverteilung großer Vermögen 2013 zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema machen, das keine politische Kraft links liegen lassen kann", sagte Jutta Sundermann, ebenfalls aktiv im Attac-Koordinierungskreis. "Denn die ungleiche Verteilung von Reichtum ist nicht nur eine Folge des Missmanagements der Eurokrise, sondern eine ihrer zentralen Ursachen."

Für das Wochenende vom 25. und 26. Mai bereitet Attac zusammen mit der Gewerkschaft Verdi einen großen internationalen Kongress zum Thema Umverteilung vor. Ort wird voraussichtlich Berlin sein.

Am 31. Mai und 1. Juni werden Attac-Aktive mit dem Bündnis "Blockupy Frankfurt" den europäischen Protest gegen die derzeitige Krisenpolitik erneut auf die Straßen der Bankenstadt tragen – mit einer großen Demonstration und Aktionen des Zivilen Ungehorsams. "Mit Blockupy tragen wir zum Aufbau einer europäischen Protestbewegung bei. Politisch gilt unsere Kritik dem europäischen Krisenmanagement; praktisch wird die EZB im Zentrum der Proteste stehen", sagte Werner Rätz. "Dabei gilt: Wenn die Politik auf Argumente nicht hört, ist Ziviler Ungehorsam für viele Menschen das Mittel bürgerschaftlichen Engagements."

Vom 7. bis 9. Juni kommen die sozialen Bewegungen Europas zu einem Alternativengipfel (Alter Summit) in Athen zusammen. Attac organisiert das Treffen mit und mobilisiert dorthin. "Es ist notwendig, gerade den Menschen in Deutschland zu verdeutlichen, dass die so genannte Eurokrise nicht ein Problem allein der Menschen in den südeuropäischen Ländern ist", sagte Stephan Lindner, ebenfalls Mitglied im Attac-Koordinierungskreis. "Griechenland, Portugal und Spanien sind das Labor, in dem die herrschenden Eliten heute jene Lebensverhältnisse durchsetzen, die morgen überall in der EU normal sein sollen!"

Misthaufen vor dem Bundestag

Mit einer Aktion haben Attac-Aktivisten ihrer Forderung nach sozialer Gerechtigkeit heute in Berlin Nachdruck verliehen: Als Landwirte verkleidet luden sie vor dem Bundestag eine Fuhre Mist ab. Neben dem Misthaufen hielten sie ein Banner in die Höhe mit der Aufschrift "Reichtum ist wie Mist: Auf einem Haufen stinkt er – gut verteilt bringt er das Land zum Blühen."

Hintergrund
  • Bündnis Umfairteilen
    Dem parteipolitisch unabhängigen Bündnis "Umfairteilen – Reichtum besteuern!" gehören bisher auf Bundesebene über 20 zivilgesellschaftliche Organisationen an: von Attac und Campact, Gewerkschaften wie Verdi und GEW, Sozialverbänden wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, SoVD und dem Sozialverband VdK über die Katholische Arbeitnehmerbewegung, Migrantenverbände, Jugend- und Studierendenorganisationen bis hin zu den Naturfreunden Deutschlands und der Initiative Vermögender für eine Vermögensabgabe. Weitere 30 bundesweit aktive sowie rund 300 regionale Organisationen und Initiativen unterstützen das Bündnis. In mehr als 50 Städten arbeiten lokale Umfairteilen-Bündnisse. Beim Umfairteilen-Aktionstag am 29. September 2012 demonstrierten landesweit mehr als 40.000 Menschen in über 40 Städten für mehr Gerechtigkeit und die Zukunft des Sozialstaats.
  • Blockupy Frankfurt
    Das Blockupy-Bündnis wird von Aktivist_innen verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen getragen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei "Die Linke", das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis "Ums Ganze". Zehntausende Menschen aus ganz Europa beteiligten sich vom 16. bis 19. Mai 2012 an den Aktionstagen in Frankfurt, zu denen Blockupy unter dem Motto "Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche" aufgerufen hatte. Trotz eines umfassenden Versammlungsverbots der Stadt Frankfurt besetzten Demonstranten den Paulsplatz und Römerberg, immer wieder kam es in der Stadt zu spontanen Kundgebungen und Blockaden. Bei der – gerichtlich genehmigten – Abschluss-Demonstration gingen 30.000 Menschen auf der Straße.
  Weitere Informationen Fotos von der Misthaufen-Aktion in BerlinAttac-Schwerpunkt UmverteilenAttac-Schwerpunkt Eurokrise
2 Kommentare
1
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Kommentar von Ma
03.01.2013, 22:10 Uhr

Gibt es auch Unterschriftslisten, wo ich mich eintragen kann? Ansonsten viel Erfolg, eine unmobile Wutbuergerin

2
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Kommentar von Snoopy
07.01.2013, 10:43 Uhr

Sehr lobenswert. Allerdings vergesst bitte nicht die Pflege! Die "Rosenblätter im Irrgarten" kämpfen zunächst mir einer Petition für eine Verbesserung der herrschenden Zustände. Helft, unterschreibt! noch bis zum 10.1.2013. Jede Stimme zählt.

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(Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Bildung ...)

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