Netzwerk Grundeinkommen

Grundeinkommenlogo_large
22bfe90ac98d8e13286074c08520b92a

Netzwerk Grundeinkommen

Die Idee Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das bedingungslos allen Menschen gewährt wird. Es soll die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, einen individuellen Rechtsanspruch darstellen, ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt werden, keinen Zwang zur Arbeit oder zu einer anderen Gegenleist... mehr »

Adresse:

Gneisenaustr. 2a
10961
Berlin
29.11.2012, 04:00 Uhr

Indien: Erfolg mit Pilotprojekten für Sozialtransfers

cash-transfer-02-450.jpg
Ein Video in englischer Sprache (12 Minuten) zu den Social-Cash-Transfer-Projekten in Indien ist erschienen. Da die soziale Sicherung dort absolut unzureichend ist, wurde in Madhya Pradesh (Zentralindien) zunächst in acht, jetzt 22 Dörfern, in denen besonders schlimme Armut herrscht, ein regelmäßiger Geldtransfer bereitgestellt.

Ohne Bedingungen wird in den ausgewählten Dörfern an jede Bürgerin und jeden Bürger ab 18 Jahre ein Monatsbetrag von 200 Rupien ausgezahlt; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten die Frauen 100 Rupien. 200 Rupien entsprechen bei Umrechnung mit Kaufkraftparitäten (Methode Weltbank-Atlas) etwa 10 Euro. Es handelt sich also um ein partielles (nicht existenz- und teilhabesicherndes) Grundeinkommen. Die Verwendung steht den Menschen frei.

Die indischen Ergebnisse haben Erfahrungen bestätigt, die auch in Namibia bei dem Pilotprojekt in dem Dorf Otjivero gemacht wurden. Als wichtige Erfolge werden in dem indischen Video hervorgehoben:

  • Bessere Ernährungslage,
  • bessere Gesundheitsversorgung,
  • höhere Schulbesuchsrate,
  • mehr lokale Infrastrukturinvestitionen (Wasserversorgung, Straßeninstandhaltung, bessere Wohnsituation) und
  • gesteigerte Aktivität von Kleinunternehmen.

Von Anfang an wurden diese Projekte systematisch und wissenschaftlich evaluiert. Diese Erfolgskontrolle erlaubt es, Schlüsse aus den Pilotprojekten zu ziehen und daraus für andere Projekte, auch in anderen Ländern zu lernen. Für die Finanzierung aus nationalen Quellen und internationaler Entwicklungshilfe stehen überzeugende Argumente zur Verfügung.

Diese Pilotprojekte wurden von Frauenorganisationen organisiert und durchgeführt, die in der Gewerkschaft SEWA (Self Employed Women’s Association) zusammengeschlossen sind. SEWA ist eine große Organisation mit insgesamt 1,3 Millionen Mitgliedern. UNICEF wurde als Partner gewonnen. Schon auf der BIEN-Konferenz im September 2012 bei München haben
renana1-200.jpg
Renana Jabhvala,
standing_guy3.jpg
Guy Standing und
shikajoshi-200.jpg
Shika Joshi über diese Projekte berichtet; siehe die Video-Dokumentation mit deutscher Simultanübersetzung (1:27 Stunden).

Kommentar schreiben:
(Welcher Tag kommt nach Samstag?)