BerlinAppell zur Wohnungspolitik

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BerlinAppell zur Wohnungspolitik

Dieser „BerlinAppell" hat sich in der Vorbereitung der Spreeparade 2011 entwickelt, die einen starken Aspekt Mietenpolitik hatte. Interessierte, die bei der Durchführung mitmachen wollen, wenden sich bitte an: berlinappell[at]gmx.de   Liebe Engagierte, Interessierte, liebe Mieterinnen und Mieter! Die Mietenwillkür und Zwe... mehr »
05.09.2012, 11:56 Uhr

Gutachten belegt angespannten Wohnungsmarkt in Berlin

Das GEWOS-Gutachten zur Wohnungsmarktanalyse liegt vor (HIER)


Die traurige Realität der Wohnungsknappheit in Berlin ist nun endlich gutachterlich bestätigt. Das Institut GEWOS, in Berlin auch zuständig für die Erstellung des Mietspiegels, hatte bis März 2012 ein vom Senat beauftragtes Gutachten fertiggestellt, das als Zweck die Umwandlungen von Wohnungen in Feriendomizile aufhalten sollte. Den Innenstadtbezirken wurde in dieser Wohnungsmarktanalyse – bezogen auf den Anteil von Ferienwohnungen – wie erwartet eine angespannte Situation attestiert.
Was bisher aber nicht ausreichend beachtet wurde: Die berlinweite Untersuchung der „Fluktuationsreserve“ ergab den Beleg für eine eklatante stadtweite Unterversorgung an verfügbarem Wohnraum, was eigentlich weitreichende Konsequenzen haben müsste.


Der entscheidende Wert: Berlinweit nur 2,21% Angebotsüberhang!

 

Von 59 Gebieten, in die Berlin aufgeteilt wurde, haben nur drei eine Fluktuationsreserve an Wohnungen, die mit 4% nicht einmal den „gesunden“ Wert von 5% erreichen – in Berlin aber als „entspannt“ gelten. Nur weitere 9 Gebiete sind knapp über der Marke von 3%, die als Grenze zur Wohnungsknappheit gilt. Alle übrigen 47 Gebiete, also 80% der gesamten Stadt, weisen dem Gutachten zufolge eine zum Teil gravierende Mangelsituation an verfügbarem Wohnraum auf – in vielen Innenstadtbezirken steht sogar eine Null vor dem Komma.


Karte als PDF

Das Gutachen als PDF

 

Der berlinweite Durchschnittswert von nur 2,21% Angebotsüberhang rechtfertigt nunmehr die Anwendung des §5 Wirtschaftsstrafgesetz, der bei derart geringem Wohnungsangebot die Mietpreisüberhöhung verbietet. Die Mietpreise bei Neuvermietungen müssen sich an den Mietspiegelmittelwert halten und ab einer Überschreitung von 20% stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit bis zu 50.000 Euro geahndet wird.

Der Senat ist verpflichtet den gesetzlichen Bestimmungen nachzukommen und die Wohnungsämter in die Lage zu versetzen Mietpreisüberhöhungen zu ahnden.

 

Das muss jetzt umgesetzt werden!

 

Bitte unterstützt und verbreitet den Appell

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(Wir nannten ihn Birne - eigentlich heißt er Helmut ...)