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11.02.2013, 17:51 Uhr

Billiges Gas: AKW in den USA wird stillgelegt

Das US-Atomkraftwerk Crystal River in Florida wird stillgelegt, weil sich Energie aus Kernspaltung nicht mehr rechnet. Die USA will große Gasmengen durch das umstrittene “Fracking” bereitstellen, damit sinken die Produktionskosten von Gaskraftwerken – und eine Reparatur des seit September 2009 abgeschalteten Reaktors rechnet sich nicht. Weitere Meiler könnten folgen.

Auch auf der Streichliste: AKW Kewaunee / USA; Bild: google.com

Auch auf der Streichliste: AKW Kewaunee / USA; Bild: google.com

 

Der größte US-Stromerzeuger, Duke Energy, müsste drei Milliarden Euro in die Reparatur des seit 1977 betriebenen AKW in Florida investieren. Die Instandsetzung könne zudem bis zu acht Jahre dauern. Dagegen wäre der Neubau eines Gaskraftwerks vergleichbarer Kapazität in nur drei Jahre abgeschlossen und würde nur etwa eine Milliarde Dollar kosten. Daher sei die Errichtung eines Gaskraftwerkes eine der Alternativen, die als Ersatz für den Crystal-River-Reaktor erwogen würden.

 

“Die wirtschaftlichen Bedingungen im Energiemarkt sind wegen der Erdgas-Schwemme hart, besonders für jene, die in liberalisierten Märkten tätig sind”, sagte Tony Pietrangelo vom Nuclear Energy Institute (NEI) laut Reuters. Die Gewinnspannen für AKW-Betreiber seien in den vergangenen Jahren ohnehin schon gesunken, und zwar wegen des Preisdrucks und der geringeren Nachfrage aufgrund der Rezession.

 

Atomkraftwerke seien um das Jahr 2000 herum sehr lukrativ gewesen, weil die Gaspreise seinerzeit in die Höhe schossen. Diese Situation hätte sich in den USA jetzt komplett umgekehrt. Damit könnte die Entscheidung von Duke Energy eine Signalwirkung in den USA sein. Künftig ist nicht nur der Neubau von Atomreaktoren mehr als fraglich, sondern sogar der Weiterbetrieb alter Meiler. Reparaturen werden je älter die Anlagen werden immer umfangreicher und damit teuerer. Nach Ansicht von Energie-Analysten könnten diese Umstände zwar nicht verallgemeinert werden. Aber es sei nicht zu übersehen, dass der Druck auf die Unternehmen wegen des großen Angebots an billigem Erdgas weiter steigt.

 

  • Heute vor einem Jahr war nach 1978 der Bau eines neuen AKW genehmigt worden. Am Standort Vogtle sollte der erste Neubau seit mehr als 30 Jahren entstehen.

 

Ein weiterer Reaktor, der dem billigen Gas zum Opfer fallen ist, wird das AKW Kewaunee im Bundesstaat Wisconsin sein. Der Betreiber will ihn noch in diesem Jahr schließen und gab als einen Grund den Preisdruck durch das Gas an. Laut Analyst Dumoulin-Smith stünden mindestens vier weitere Reaktoren auf der Streichliste, zusammen mit den AKWs Kewaunee und Crystal River wären das rund vier Prozent der gesamten Atomstromkapazität der USA.

 

  • USA: Auch keine nukleare Renaissance
    21. August 2012 – Die US-Nuklearindustrie hatte fest damit gerechnet, in den nächsten Jahren auch im eigenen Land wieder Atomkraftwerke bauen zu können. Doch auch in dem Land mit den meisten Reaktoren schreitet die “atomare Renaissance” nur im Schneckentempo voran. Der Grund ist billiges Gas, was Strom aus AKWs unrentabel machen lässt, nicht etwa das Zweifeln an der Sicherheit.

 

  • “Zu teuer”: Weltgrößter AKW-Ausrüster verabschiedet sich von Atomkraft
    2. August 2012 – Einer der größten Ausrüster für Atomkraftwerke in aller Welt verabschiedet sich von der Technologie. Man könne irgendwann die wirtschaftliche Seite “einfach nicht mehr ignorieren”, denn Atomkraft würde durch staatliche Subventionen billig gehalten, so der Chef des amerikanischen Unternehmens General Electric. Atomkraftwerke werden von anderen Energieformen verdrängt – nicht aus Idealismus, sondern wegen der Kosten.

 

  • USA: Neue Meiler nur mit Staatshilfe
    11. Februar 2012 – Die Atomfans sehen nach deren Scheitern in Europa nun die “atomare Renaissance” in den USA. Kürzlich wurde der Bau von zwei Reaktoren am Standort Vogtle im Bundesstaat Georgia genehmigt. Doch bei näher Betrachtung ist eine Finanzierung nur mithilfe des Staates möglich – der AKW-Bau politisch motiviert, damit noch lange nicht wirtschaftlich. Kritik gibt es auch am Reaktortypen AP-1000.

 

Quellen (Auszug): reuters.de, cash.ch; 09.02.2013

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