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contrAtom ist ein unabhängiges Informationsnetzwerk gegen Atomenergie und setzt sich für den sofortigen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie ein. Wir informieren über die Kehrseite einer Energieform, die nur für wenige Jahrzehnte existieren kann und uns großen Gefahren aussetzt. Wir recherchieren und veröffentl... mehr »

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31.01.2013, 22:22 Uhr

Der Atommüllstreit eskaliert in Dannenberg

Während der Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) den Widerstand gegen Gorleben lobt, hat das Amtsgericht Dannenberg seine bisherige Linie in der Rechtsprechung offensichtlich aufgegeben und angekündigt, nunmehr auch friedlichen Anti-Atom-Protest als “Nötigung durch verwerfliche Gewaltausübung” zu bestrafen. Der Amtsrichter eskaliert so den Atommüllstreit und kriminalisiert friedlichen Protest durch diese neue Rechtssprechung. Atomkraftgegner fordern Intervention von höchster Stelle!

Blockadeaktion im Wendland, 31.03.2010

Blockadeaktion im Wendland, 31.03.2010

 

Eigentlich sind alle Beteiligten in Bundes- und Landesregierungen um eine Entspannung im Streit um das weitere Verfahren mit dem Atommüllstandort Gorleben bemüht. Dem gegenüber hat das Amtsgericht Dannenberg nun seine bisherige Rechtssprechung aufgegeben und angekündigt, nunmehr auch friedlichen Protest gegen die Endlagerung als “Nötigung durch verwerfliche Gewaltausübung” zu bestrafen.

 

Konkret geht es in einem Prozess am kommenden Montag um die Protestaktion von Landwirten am 31.03.2010, als nach der Ankündigung der schwarz/gelben Bundesregierung, neben Laufzeitverlängerungen für die Atomkraftwerke auch in Gorleben weiterbauen zu wollen, die Elbbrücke bei Dömitz blockiert wurde. Über drei Stunden machten die Bauern mit mehr als 30 Trecker so auf die Missstände um den wendländischen Salzstock aufmerksam. Straßenblockaden: seit Jahrzehnten nicht nur im Wendland ein legitimes Mittel im Kampf gegen Jahrhunderte strahlende Nuklear-Abfälle.

 

Einem beteiligten Landwirt wird vorgeworfen, sich an der friedlichen Spontan-Demonstration beteiligt zu haben und hierdurch einen Lastwagenfahrer mit seinem LKW blockiert und zum Anhalten gezwungen zu haben. Solche Aktionen waren bisher von dem Amtsgericht Dannenberg nicht als strafbare Nötigung beurteilt worden, weil es bei friedlichen Blockaden an der Ausübung von Gewalt fehlt. Beteiligte berichten, dass die Polizei den LKW-Fahrer zu einer Anzeige gedrängt haben soll. Als Beweismittel gegen den Angeklagten wurde auch ein Video von “graswurzel.tv” hinzugezogen.

 

Durch die nunmehr erfolgte Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung hat der Dannenberger Strafrichter deutlich gemacht, dass für ihn ab jetzt auch friedlicher Protest “eine Straftat im Sinne §240, Nötigung, darstellt, weil es sich bei der Handlung – Stehen auf der Brücke und in der Folge Anhaltens des LKW – um die Ausübung von Gewalt zu verwerflichen Zwecken handelt, welche nach allgemeinem Urteil sittlich zu missbilligen sei,“ so die gesetzlichen Voraussetzungen der Nötigungsvorschrift (Az 11Cs23/11 Amtsgericht Dannenberg).

 

  • Der erste von drei angesetzen Prozessterminen findet am Montag, 04.02.13 um 9.30 im Amtsgericht Dannenberg statt. Die Verhandlung ist öffentlich.

 

Atomkraftgegner fordert eine sofortige Intervention von höchster Stelle:

 

“Hier ist die Bundesregierung gefragt, dem willkürlichen Handeln des Dannenberger Richters Einhalt zu gebieten. Die Regierung setzt bei der neuen Endlagersuche auf Vertrauen von Seiten der Bevölkerung. Mit einem derartigen Vorgehen aber konterkariert das Dannenberger Gericht alle Bemühungen – und schränkt letztlich massgeblich das Recht auf Demonstrationsfreiheit massiv ein”, so Jan Becker von contrAtom. “Wir fordern einerseits den Freispruch für den Angeklagten, andererseits muss die Bundesregierung eine Strafverfolgung von friedlichem Protest im Wendland unterbinden. Nur so bleibt sie überhaupt glaubwürdig.”

 

 

Bilder von der Aktion am 31.03.2010

 

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