contrAtom
contrAtom ist ein unabhängiges Informationsnetzwerk gegen Atomenergie und setzt sich für den sofortigen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie ein. Wir informieren über die Kehrseite einer Energieform, die nur für wenige Jahrzehnte existieren kann und uns großen Gefahren aussetzt. Wir recherchieren und veröffentl... mehr »Plutonium-Transport erreicht in Kürze Nordenham
Das Atom-Schiff “Atlantic Osprey” mit plutoniumhaltigen Brennelementen für das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde an Bord erreicht in wenigen Stunden den Zielhafen Nordenham. Seit Stunden harren Aktivisten am Anlager und vor dem AKW aus, dutzende Traktoren unterstützen Sitzblockaden. Wir fordern: Atomanlagen stilllegen! MOX sofort verbieten!
Atlantic Osprey, 18.11., 11.00 Uhr; Quelle: marinetraffic.com
Ein Begleitkonvoi aus mehreren Polizeischiffen hatte gegen 7.00 Uhr das britische Schiff “Atlantic Osprey”, in dem sich die radioaktive Fracht in zwei LKW an Bord befindet, an der Grenze zu den deutschen Hoheitsgewässern nördlich von Spiekeroog in Empfang genommen und befindet sich seitdem auf Kurs Nordenham. Am RoRo-Anlager erwartet erneut eine ganze Armada von Polizei-Schlauchbotten und ein Großaufgebot von Fahrzeugen das Schiff. Aber auch das Greenpeace-Schiff “Beluga-2″ befindet sich in der Wesermündung.
- Laut castorticker wird mit der Ankunft in Nordenham gegen 14.30 Uhr gerechnet.
Am AKW Grohnde wurde bereits am Freitag Abend eine Mahnwache aufgebaut, die ständig weiteren Zulauf erhielt. Der Höhepunkt waren 50 Schlepper aus dem Wendland, die gemeinsam mit Bauern aus Südniedersachsen und dem Lipperland eine Straßenunterführung zum AKW blockierten. Dazu gesellten sich zahlreiche Menschen und bildeten schon Stunden vor der möglichen Ankunft der MOX-LKW eine Sitzblockade. Auch rund um das AKW konzentriert sich zahlreiche die Polizei.
Am Nachmittag wird das Schiff den Anleger in Nordenham erreichen, dann werden die LKW entladen und setzen ihre Fahrt über etwa 250km Autobahn und Landstraßen fort. Vermutlich in der Nacht zu Montag werden dann die LKW nach etwa 4-stündiger Fahrt am AKW Grohnde ankommen.
17.11.2012 - Sitzblockade am AKW Grohnde; Bild: publixviewing.de
Atomkraftgegner haben auf allen Kilometern Widerstand angekündigt: Mit Sitzblockaden und kreativen Aktionen soll auf den gefährlichen Transport aufmerksam gemacht werden. Denn MOX-Brennelemente erhöhen die grundsätzliche Gefahr bei der Herstellung, dem Betrieb und der Entsorgung gegenüber herkömmlichen Brennstäben aus Uran. Plutonium ist ein Ultragift, das schon im Milligramm-Bereich tödlich wirkt. Deswegen fordern die Aktivisten das sofortige Verbot von MOX-Brennelementen – und die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen!
- Aktuelle Infos: www.castorticker.de
- Protestbilder auf www.publiXviewing.de
- Über 200 Atomkraftgegner am AKW Grohnde – Transportstrecke blockiert – Keine MOX-Brennelemente im Reaktor einsetzen!
17. November 2012 – Eine Transportstrecke zum AKW Gohnde ist seit dem Nachmittag von 10 Treckern und einer Sitzblockade mit 50 Menschen blockiert. Zur Zeit gibt es kein Durchkkommen durch die Unterführung unter der B83 vom Wirtschaftsweg “Rehrerstr.” zum AKW Grohnde. Nur Strohballen und ein Dixi-Klo wandern unbemerkt zur Blockade.
- Zweiter Plutonium-Transport zum AKW Grohnde gestartet
15. November 2012 – Ein zweiter Transport von plutoniumhaltigen Brennelementen zum niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde steht bevor. In diesem Monat soll das Schiff “Atlantic Osprey” die Fracht in Nordenham anlanden, die dann mit LKW zum AKW gebracht wird. Atomkraftgegner sind alarmiert und haben Proteste angekündigt.




