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14.06.2012, 21:27 Uhr

Strahlung steigt, wenn das AKW Grohnde vom Netz ist

In der Umgebung des niedersächsischen Atomkraftwerks Grohnde steigt die radioaktive Strahlung an, wenn es für die jährlichen Wartungsarbeiten mit Brennelementewechsel abgeschaltet wird. Wissenschaftler raten vor allem Müttern mit Kindern, den Nahbereich zu verlassen. Atomkraftgegner warnen vor den ungeklärten Risiken der Niedrigstrahlung.

AKW Grohnde

Ein AKW strahlt permanent – trotz dicken Wänden aus Stahl und Beton. Allerdings unterhalb der geltenden Grenzwerte. Diese Grenzwerte wurden nämlich so gestaltet, dass nur bei einem Unfall eine Überschreitung der zulässigen jährlichen Abgabe erfolgt – ein reibungsloser Betrieb der Meiler also gewährleistet bleibt.

Bündnis 90/Die Grünen haben dank einer Anfrage im niedersächsischen Landtag nun Gewissheit herstellen können, dass während der einmal jährliche stattfindenen Revision im AKW Grohnde die Strahlenbelastung in der direkten Umgebung steigt. Laut des Abgeordneten Christian Meyer geht aus einer Antwort der Landesregierung an seine Fraktion hervor, dass die tägliche Belastung der Schilddrüse bei Erwachsenen und Kindern durch Inhalation während der Revision 2011 (2. Mai bis 15. Juni) rund fünfmal so hoch gewesen ist wie im Monat davor: sie stieg von 0,62 E-10 Millisievert auf 3,18 E-10 Millisievert. Bei Kleinkindern im Alter von ein bis zwei Jahren erhöhte sich der Wert von 1,15 E-10 auf 5,98 E-10 Millisievert.

In dem beschriebenen Zeitraum sind damit – bezogen auf das ganze Jahr 2011 – 66 Prozent der radioaktiven Edelgase, 52 Prozent des radioaktiven Jods sowie 71 Prozent der an Aerosole – also an ein Gemisch aus Schwebeteilchen und Gas – gebundenen radioaktiven Partikel abgegeben worden. Das Ministerium verweist darauf, dass in die in der Genehmigung für das AKW Grohnde festgelegten Grenzwerte der Aktivitätsabgaben eingehalten worden seien. Der betroffene Zeitraum war in diesem Jahr vom 05. – 23. April 2012. Hintergrund der erhöhten Radioaktivität ist der Brennelementewechsel, bei dem der Reaktor “geöffnet” werden muss.

Atomkraftgegner sind alarmiert, waren identische Informationen bereits aus dem bayrischen AKW Gundremingen bekannt geworden und Experten hatten vor einem möglichen Zusammenhang mit Krebserkrankungen gewarnt:

“Nun haben wir Gewissheit, dass einmal im Jahr besonders viele radioaktive Stoffe an die Umgebung abgegeben werden”, so Jan Becker von contrAtom. “Experten warnen vor möglichen Folgen für die Gesundheit der Menschen um das AKW, Studien belegen einen möglichen Zusammenhang zwischen Strahlung und Krebs. Wir fordern: Schluss mit der Debatte um den Weiterbetrieb der Reaktoren. Sie müssen sofort vom Netz und stillgelegt werden!”

  • Erhöhtes Krebs- und Leukämie-Risiko durch AKW-Revisionen
    10. April 2012 – Einmal im Jahr werden die Atomkraftwerke abgeschaltet, um Wartungsarbeiten und einen Austausch von Brennelementen durchzuführen. In dieser etwa 14tägigen Zwangspause steigt anch Angaben des IPPNW die Radioaktivität im Nahbereich um die Reaktoren. Man solle in den Urlaub fahren, so die kritischen Ärzte. Das AKW Grohnde wurde am letzten Donnerstag zur Revision abgefahren.
  • Emissionsspitzen aus Atomkraftwerk Gundremmingen: Schützen amtliche Grenzwerte Embryonen?
    20. November 2011 – Während einer Revision mit Wechsel von hochradioaktiven Brennelementen werden durch das Öffnen des Reaktordruckbehälters erhöhte Mengen radioaktiver Substanzen vom Atomkraftwerk über den Kamin in die Umgebung abgegeben. Zu Beginn der diesjährigen Revision in Gundremmingen erreichte die Edelgaskonzentration im Maximum das 500-fache des Werts vor der Revision. Der IPPNW sieht Embryonen auch bei Strahlungswerten untnerhalb der Grenzwerte gefährdet.
  • Radioaktive Emissionsspitze zu Revisions-Beginn des Atomkraftwerks Gundremmingen
    12. November 2011 – Das zwischen Ulm und Augsburg gelegene Atomkraftwerk Gundremmingen hat zu Beginn der Jahresrevision im September sehr viel mehr radioaktive Edelgase abgegeben als im vorherigen Leistungsbetrieb. Nach Angaben der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW lag die Emissions-Konzentration des Atomkraftwerks vor der Revision in der Größenordnung von drei Kilo-Becquerel pro Kubikmeter (kBq/m3).
  • Erhöhte Radioaktivität durch AKW-Revision
    22. Juni 2011 – Die AKW-Betreiber loben das jährliche Abschalten ihrer Meiler zur “Revision” als Wartung, Überholung, Investition und Innovation. Mit Millionenbeträgen wird suggeriert, man erhöhe Sicherheit. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Im Zeitraum dieser Abschaltungen ist die Abgabe an Radioaktivität höher als im “Normalbetrieb”.

Quelle (Auszug): abendblatt.de, dewezet.de; 13.06.2012

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