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contrAtom ist ein unabhängiges Informationsnetzwerk gegen Atomenergie und setzt sich für den sofortigen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie ein. Wir informieren über die Kehrseite einer Energieform, die nur für wenige Jahrzehnte existieren kann und uns großen Gefahren aussetzt. Wir recherchieren und veröffentl... mehr »

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02.07.2012, 10:57 Uhr

Uranzug aus Gronau erwartet

Ein weiterer Atommüllzug mit Abfall aus der westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau (UAA) wird heute erwartet. Atomkraftgegner rufen zu Protesten gegen den Weiterbetrieb der Anlage auf: NRW soll die sinnlosen Transporte sofort unterbinden!

Urantransport am 07.05.2012; Bild: aaa west

Der Zug, dessen Ziel die französische Uranfabrik Pierrelatte sein wird, soll gegen 12.00 Uhr starten. Es findet bereits eine Streckenüberwachung mit einem Hubschrauber statt. Die Route führt von Gronau über Ochtrup – Metelen – Steinfurt – Nordwalde – Altenberge nach Münster. Gegen 13.15 Uhr wird der Zug in Münster Hauptbahnhof erwartet. Die weitere Route könnte über Hamm – Hagen – Wuppertal – Köln (Gremberg) – Bonn – Trier – Perl – Pierrelatte führen.

Zuletzt hatten Atomkraftgegner Anfang Mai einen Uranzug aus Gronau mehrere Stunden mit einer Kletteraktion gestoppt. Ein weiterer Zug rollte Anfang Juni. Der Protest gilt dem Weiterbetrieb der einzigen Urananreicherungsanlage Deutschlands, die trotz Atomausstiegs weiter ausgebaut wird und Atomkraftwerke in aller Welt mit Brennstoff versorgt.

Das transportierte abgereicherte Uranhexafluorid wird als Abfallstoff aus der Produktion von Uran für Brennstäbe von Gronau nach Frankreich gebracht, damit es dort in Uranoxid rückgewandelt werden soll. Letztlich soll das Uranoxid wieder nach Gronau gebracht werden, wo es in einem Zwischenlager eingelagert werden soll, das derzeit neben der Urananreicherungsanlage gebaut wird.

“Offenbar rollen nun – ein Jahr nach dem Atomausstieg – die Uranmülltransporte schon einmal im Monat quer durch Deutschland. Auch Großstädte werden passiert. Ein Unfall der unzureichend geschützten Behälter hätte dramatische Folgen für die Menschen, die nahe der Unfallstelle leben. Bei Freisetzung des radioaktiven Inventars bildet sich Säure, die die Lungen verätzt”, so Jan Becker von contrAtom. “Wir fordern die nordrhein-westfälische Landesregierung auf, diese sinnlose Atommüllverschiebung sofort zu unterbinden! Sie ist ein unnötiges Risiko für die Bevölkerung und dient ausschließlich dem reibungslosen Weiterbetrieb der UAA in Gronau.”

Sichtmeldungen bitte an info@urantransport.de melden.

  • Urantransport aus Gronau erwartet
    4. Juni 2012 – Heute vor genau vier Jahren musste ein Urantransport aus der Urananreicherungsanlage Gronau (UAA) einen unplanmäßigen Stopp einlegen, weil sich eine Aktivistin über der Schiene abgeseilt hatte. Heute wird erneut ein Transport erwartet. Atomkraftgegner rufen zu Protesten auf.
  • Uranzug mit Kletteraktion gestoppt
    7. Mai 2012 – Am heutigen Montag ist etwa um 12 Uhr erneut ein Zug mit abgereichertem Uranmüll aus der Urananreicherungsanlage Gronau aufgebrochen. Zwischen den Bahnhöfen Münster-Häger und Münster-Zentrum-Nord seilten sich mehrere Aktivist_innen von Bäumen ab. Der Urantransport musste direkt vor der Protestaktion anhalten.

Quelle (Auszug): urantransport.de, 02.07.2012

Tags: Uran Gronau UAA
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