Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen ist eine pazifistische Organisation. Sie ist die älteste deutsche Friedensorganisation (gegründet 1892) mit über 4.000 Mitgliedern bundesweit.In ihr haben sich Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen und politischer Auffassungen zusammengeschlossen, die ihr... mehr »

Adresse:

Kasseler Str. 1a
60486
Frankfurt

Website:

www.dfg-vk.de

Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen ist eine pazifistische Organisation. Sie ist die älteste deutsche Friedensorganisation (gegründet 1892) mit über 4.000 Mitgliedern bundesweit.
In ihr haben sich Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen und politischer Auffassungen zusammengeschlossen, die ihre Verantwortung für eine menschenwürdige Zukunft erkennen und ernst nehmen wollen.

Ihr Pazifismus ist entstanden aus dem menschlichen Entsetzen über die Gräuel des Krieges und aus historischer und politischer Einsicht in die Ausweglosigkeit der Versuche kriegerischer Konfliktlösung.

Er hat seinen geschichtlichen Ursprung insbesondere im Humanismus, in der bürgerlichen Friedensbewegung, der Bewegung der Kriegsdienstverweigerung und der Frage nach den gesellschaftlichen Ursachen von Krieg und Gewalt.

Die Mitglieder der DFG-VK bekennen sich zur Grundsatzerklärung der War Resisters' International (WRI):
„Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten."

Pazifismus bedeutet für die DFG-VK das Streben nach gewaltfreien Formen der Konfliktlösung. Daher wollen wir gesellschaftliche und ökonomische Gewaltverhältnisse in ihren Ursachen erkennen und abschaffen. Wir wollen dazu beitragen, dass künftig die Menschen ihr Zusammenleben gewaltfrei organisieren. Nur in einem solchen Prozess lässt sich Frieden verwirklichen.

Denken und Handeln der PazifistInnen in der DFG-VK zielen auf die Beseitigung aller Kriegsursachen und richten sich zunächst gegen Rüstung und Militärpolitik. Diese bereiten die Vernichtung menschlichen Lebens vor oder führen sie aus. Sie verhindern die Lösung drängender globaler Probleme wie Armut, Ungerechtigkeit oder Umweltzerstörung.

Es ist unser Ziel, dass militärische Gewalt und Soldatentum geächtet und aus den internationalen Beziehungen verbannt werden. Konflikte können dauerhaft nur gewaltfrei gelöst werden.

Wir fordern die vollständige weltweite Abrüstung unter demokratischer Kontrolle der Bevölkerung, weil die Kriegsgefahr erst dann gebannt werden kann, wenn die Mittel der Kriegführung beseitigt sind. Wir treten ein für eine Bundesrepublik ohne Armee. Wir wollen ohne Rüstung leben.

Für uns PazifistInnen bedeutet Frieden die Verwirklichung von politischer, sozialer und ökonomischer Gerechtigkeit auf der ganzen Welt. Untrennbar damit verbunden ist der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und der schonende Umgang mit nicht erneuerbaren Ressourcen. Denn ökonomische Gewaltverhältnisse, wie die derzeitige, auf Ausbeutung beruhende Weltwirtschaftsordnung, Umweltzerstörung und Verschwendung von Rohstoffen erzeugen neue Kriegsgefahren und gefährden menschliches Leben.

Der politische Pazifismus propagiert kein spezifisches politisches oder soziales System. Wir erkennen aber als entscheidende Kriterien für die Fortentwicklung von Politik und Gesellschaft die Durchsetzung der Menschenrechte, die innergesellschaftliche Toleranz und den Schutz von Minderheiten sowie den Abbau struktureller Gewalt. Dazu gehören eine maximale Beteiligung Aller an politischen Entscheidungen und die umfassende Demokratisierung politischer Strukturen.

Wir fordern nicht nur die formale Gleichberechtigung von Frauen und Männern, sondern den Abbau patriarchaler Gewaltstrukturen, die auch durch die Sozialisation von Männern innerhalb des Militärs zementiert werden. Nationalistische und rassistische Ideologien lehnen wir als Menschen verachtend und Gewalt erzeugend ab.

Aus der Überzeugung, dass sich Mittel und Ziel entsprechen müssen, verfolgt die DFG-VK ihre politischen Ziele ausschließlich mit gewaltfreien Mitteln; diese schließen die Verletzung und Tötung von Menschen aus und zielen auf die Konfliktlösung durch Dialog.

Gewaltfreie Methoden, wie zum Beispiel verschiedene Formen der Verweigerung, ziviler Ungehorsam, direkte gewaltfreie Aktion, orientieren sich an der moralischen Legitimität der Ziele und Mittel, nicht an der formalen Legalität.

Der Pazifismus der DFG-VK verlangt dauerhaftes politisches Handeln mit dem Ziel, Bedingungen für eine Welt ohne Krieg und Unterdrückung zu schaffen. Das bedeutet:

* die öffentlichkeitswirksame Propagierung von Abrüstung mit dem Ziel der völligen Entmilitarisierung;
* die Förderung von antimilitaristischem Bewusstsein mit dem Ziel der völligen Ächtung des Soldatentums;
* die öffentliche Diskussion über die Aufgabe von Soldaten: Das Töten im Krieg;
* die internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel, Alternativen zu militärischen und Gewalt fördernden Strukturen zu entwickeln und durchzusetzen.

Die DFG-VK erachtet die Verweigerung aller militärischen und nichtmilitärischen Kriegsdienste als einen wichtigen und konkreten Beitrag gegen Krieg und Kriegsvorbereitung.

Wir lehnen die Wehrpflicht und staatliche Zwangsdienste ab und unterstützen die Totalverweigerer.

Kriegsdienstverweigerung kann ein Ausgangspunkt für ein Engagement in der Friedensbewegung sein und zur politischen Kraft werden.

Wir setzen uns ein für das uneingeschränkte Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung.

Um unsere Fähigkeiten und Kräfte zur Verwirklichung der genannten Ziele zu bündeln und unsere Bereitschaft zum persönlichen Einsatz politisch wirksamer werden zu lassen, haben wir uns in der DFG-VK organisiert. Die Mitgliedschaft bedeutet ein Mehr an Verbindlichkeit in der Friedensarbeit und gemeinsame Verantwortung.

Pazifismus, wie ihn die DFG-VK versteht, muss seine Unabhängigkeit gegenüber Regierungen und anderen Institutionen behaupten und bewahren.

Wir fühlen uns mit Menschen und Gruppen mit ähnlicher Zielsetzung in unserem und in anderen Ländern verbunden und verstehen uns als Teil einer weltweiten Bewegung für Frieden, Gerechtigkeit und eine menschenwürdige Zukunft.

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