Drohnen-Kampagne

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Drohnen-Kampagne

Wir sind ein bundesweites, offenes Bündnis aus Friedens- Bürgerrechts- und Antikriegsbewegung gegen die Etablierung von Drohnentechnologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung. Unser gemeinsamer Konsens ist der Appell "Keine Kampfdrohnen!" mehr »
24.03.2013, 21:55 Uhr

Kampagnenstart

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24. März 2013 - Presseerklärung zur Veröffentlichung des Appells „Keine Kampfdrohnen!"

Appell von Friedens- und Bürgerrechtsgruppen: „Keine Kampfdrohnen!"

Veröffentlichung des Aufrufs von zahlreichen Gruppen, Initiativen und Vereinen


Zahlreiche Friedens- und Bürgerrechtsgruppen wenden sich zum heutigen Beginn der bundesweiten Ostermarschaktionen mit einem gemeinsamen Appell gegen die Etablierung von Drohnen bei Kriegseinsätzen, zur Überwachung und Unterdrückung. Der Appell "Keine Kampfdrohnen!" richtet sich an Bundesregierung und Bundestag und fordert dazu auf, weder bewaffnete Drohnen anzuschaffen noch in deren Forschung und Entwicklung weiter zu investieren.


Anfang März trafen sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Friedens- und Bürgerrechtsbewegungen in Hannover, um über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Ausrüstung der Bundeswehr mit unbemannten, bewaffneten Drohnen (sog. Kampfdrohnen) zu beraten. Anlass dazu gaben die in letzter Zeit sich häufenden Überlegungen aus Regierungskreisen zur Anschaffung dieser neuen Waffen.

Daraus hervor ging der bundesweite Appell "Keine Kampfdrohnen!", der bereits zum jetzigen Veröffentlichungszeitpunkt von mehr als 90 Gruppen, Verbänden und Initiativen in der Bundesrepublik mitgetragen wird. Das breite Bündnis besteht aus Organisationen der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, Kirchengruppen und Gewerkschaften sowie Bürgerinitiativen.

Die Kampagne zielt auf die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren, die durch die Aufrüstung mit Kampfdrohnen und Aufklärungsdrohnen verbunden sind und fordert konkret von Bundesregierung und Bundestag den "Irrweg" der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und sich für ein weltweites Verbot und die völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen. Zudem wird sich das Bündnis um eine stärkere Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Gruppen auf internationaler Ebene bemühen.

Das Bündnis ruft ab sofort zur namentlichen Unterstützung des Appells auf und stellt dafür Unterschriftenlisten bereit. Auf dem Internetportal

www.drohnen-kampagne.de

werden zudem die zusätzliche Möglichkeit einer Online-Unterstützung des Appells sowie Informationen und Materialien zum Thema Drohnen angeboten.

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4 Kommentare
1
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Kommentar von Realist
31.03.2013, 20:00 Uhr

Kampfbomber statt Drohnen - eine ganz dolle Idee.

2
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Kommentar von flitz
31.03.2013, 20:24 Uhr

Leider gehts im Krieg um Zwecke, also Politik, und nicht die Mittel. Das hat die liebe Friedensbewegung leider nie verstanden. Deutschland kann sich gerade weil es in zwei Weltkriegen besiegt worden ist nicht erlauben, sich aus den Kriegen der Siegermaechte herauszuhalten (zur kleinen Erinnerung, die "Vereinten Nationen" sind nichts anderes als die "Alliierten").

Man muss also schon inhaltlich argumentieren und das international. Das ist allerdings viel einfacher, als man denken mag.

Man muss nur den deutschen Mief etwas verlassen. Zum Beispiel die amerikanische Oeffentlichkeit mobilisieren, was geht, weil es allen typisch deutschen eingefleischten Vorurteilen zum Trotz auch in den USA sehr deutlich sehr viel mehr praktische Meinungsfreiheit gibt. Dissidenten werden dort wirklich ernstgenommen und wirklich diskutiert, wie schon Umberto Eco treffend beschrieben hat. Jeder Kenner weiss wie leicht das ist. Es ist verblueffend.

Das will der Michel natuerlich nicht wahrhaben, deutsch bleibt deutsch, was das heisst wissen die meisten gar nicht, diese Schlafmuetzen, es ist aber so.

3
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Kommentar von Johannes Kühn
01.04.2013, 14:34 Uhr

Gerade Deutschland nach den schlimmen Erfahrungen des letzten Weltkriegs soll ein Zeichen setzen gegen das feige Töten aus der Luft.
Da gibt es keine Mitmachverpflichtung mehr !

"Der Prolet baut ihnen die Kriegsmaschinen
Für einen schlechten Lohn
Damit sie ums Leben bringen mit ihnen
Mancher Proletenmutter Sohn.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um
Und machen einen anderen Krieg.
Das wird der richtige sein.

Der Prolet bezahlt die Niederlage
Der Prolet bezahlt den Sieg.
Drum planen sie bis zum Jüngsten Tage
Mit ihm noch manchen blutigen Krieg.
Dreck euer Krieg! So macht ihn doch allein!
Wir drehen die Gewehre um" ...

Bertolt Brecht

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User_78x78c
Seit: Apr. 2013
Beiträge: 1
Kommentar von hippiebewegung-zwei-punkt-null
01.04.2013, 18:51 Uhr

Wer einmal in die Geschichte zurückblickt, stellt fest, dass die Beginner der Kriege diese Kriege auch verloren haben, u.a. Deutschland, Äthiopien (mit Eritrea; Eritrea hat die Unabhängigkeit vor gut 20 Jahren erlangt). Wer hatte mehr Opfer beim Irakkrieg und in Afghanistan? Amerika und in den 1980er die Sowjetunion sind in Afghanistan einmarschiert.... Hat es etwas gebracht?
WAS KOMM,T WENN NORD-KOREA ERNST MACHT? Wollen wird das? Gewinner ist immer die Waffenindustrie. Ja klar die Waffenindustrie erzeugt Arbeitsplätze... Wie wäre es, wenn die Waffenindustrie in sinnvolle nachhaltige Industriezweige investiert, z.B. für den Umweltschutz, Energiewende?!

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(Was ist das Gegenteil von osten?)