Gen-ethisches Netzwerk e.V.

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Gen-ethisches Netzwerk e.V.

Das GeN ist kritischer Begleiter von Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien. Wir führen Veranstaltungen durch, unterstützen lokale Initiativen bei ihrer Arbeit in den genannten Bereichen und last but not least geben wir seit mehr als 25 Jahren die Zeitschrift "Gen-ethischer Informationsdienst" heraus, in der alle zwei Monate die wich... mehr »
23.07.2012, 22:18 Uhr

Aus der Propgandaküche: Totgesagte leben länger heute: DeCode Genetics:

  Jedenfalls trifft dies auf die im Gen-ethischen Informationsdienst über viele Jahre verfolgte Geschichte des isländischen start-ups DeCode Genetics zu: Vor nun bald sechzehn Jahren als weltweit erstes Biobank-Unternehmen gegründet, musste es vor drei Jahren Insolvenz anmelden (GID197). Doch als ginge es darum, dass eigene Vergessen aufzuhalten, platzte das Unternehmen mit dieser Nachricht in das aktuelle „Sommerloch“: Es sei nach langjähriger Forschung eine Genvariante gefunden worden, welche die Träger (bis zu 0,5 Prozent der Isländer und Isländerinnen), vor Gedächtnisverlust im hohen Alter schützt. Menschen mit dieser Mutationen haben nach Angaben der Forscher eine fünfmal höhere Chance, bis zu ihrem 85. Lebensjahr NICHT an Alzheimer zu erkranken, als Menschen ohne diese Mutation. Außerdem soll die genetische Veränderung auch die Wahrscheinlichkeit anderer Demenzerkrankungen verringern. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurden die Krankheitsakten von rund 1.800 Isländern ausgewertet, sowie drei Mal im Jahr Tests an Insassen von isländischen Altersheimen durchgeführt. Mit den „Ergebnissen“ wirbt das Pharmaunternehmen Roche, mit dem DeCode bereits 1998 ein Kooperationsabkommen abgeschlossen hat.
Quelle: telepolis, 16.07.2012
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37282/1.html
aerzteblatt online, 12.07.2012 http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50863/Mutation-schuetzt-vor-Alzheimer

 

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