Komitee für eine demokratische UNO

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Komitee für eine demokratische UNO

Das Komitee für eine demokratische UNO (KDUN) wurde 2003 gegründet. Es setzt sich für eine Demokratisierung und Stärkung der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen ein. Wir zählen zu den weltweit führenden Organisationen, die sich auf die Einrichtung einer Parlamentarischen Versammlung bei ... mehr »

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11.12.2012, 19:29 Uhr

Richter_innen und Rechtsexpert_innen aus über 60 Ländern beraten über eine demokratischere und effektivere Global Governance

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Oberes Bild: Plenum des “Weltgipfels der Obersten Richter” 2012. Foto: City Montessori School

Die Etablierung eines Weltparlaments war eines der Hauptthemen bei der "Internationalen Konferenz der Obersten Richter_innen", die von der City Montessori School im indischen Lucknow an diesem Wochenende zum 13. Mal veranstaltet wurde. Bei der Konferenz berieten Mitglieder von nationalen obersten Gerichtshöfen und Verfassungsgerichten sowie andere Richter_innen und Rechtsexpert_innen über die Notwendigkeit zur Stärkung des internationalen Rechts, um den Herausforderungen globaler Probleme wie dem Klimawandel begegnen zu können.
Bei der Eröffnung erklärte der oberste Richter von Uganda, Benjamin Odoki, dass "Schritte zur Konstituierung eines Weltjustizsystems und eines Weltparlaments" erforderlich seien. "Niemand steht über dem Gesetz. Internationales Recht muss strikt durchgesetzt und implementiert werden”, sagte Odoki. Der Vorsitzende des Parlaments von Uttar Pradesh, Mata Prasad Pandey, betonte, dass ein Weltparlament “das Gebot der Stunde“ sei.
Laut Jagdish Gandhi, dem Veranstalter der Konferenz, stimmten die in Lucknow versammelten Richter_innen darin überein, "dass obgleich die Kulturen und Traditionen der verschiedenen Länder sehr unterschiedlich sind, die grundlegenden Übereinstimmungen dennoch überwiegen, da wir alle Mitglieder der einen Menschheitsfamilie sind. Deshalb brauchen wir ein durchsetzbares Völkerrecht, das uns zusammenhält und Kriege verhindert. Nur wenn Weltrecht einheitlich und in gleicher Weise auf alle Länder anwendbar ist, können wir auf eine friedliche und glückliche Weltgesellschaft hoffen". Gandhi fügte hinzu, dass die teilnehmenden obersten Richter überzeugt seien, dass diese Mission "nur durch die Errichtung eines Weltparlaments mit Vertretern aller Länder erreicht werden" könne.
Die Frage eines Weltparlaments wurde in zahlreichen Reden angesprochen. Der Erste Präsident des Obersten Gerichtshofes der Türkei, Ali Alkan, erklärte zum Beispiel, dass “ein demokratisch gewähltes Weltparlament, bestimmte Änderungen der UN-Charta wie die Abschaffung der Vetorechte und ein durchsetzbares Rechtssystem die Wege sind, die uns dabei helfen können, die Zukunft der Kinder in der Welt und ungeborener Generationen zu schützen".
Bei der Konferenz im vergangenen Jahr wurde einstimmig eine Abschlussdeklaration verabschiedet, in der “für die Setzung von Weltrecht“ die Gründung eines Weltparlaments empfohlen wurde.
Mit mehr als 44.000 Schülern ist die City Montessori School vom Guiness-Buch der Rekorde als weltgrößte Schule anerkannt. Die Institution sieht sich selbst als “selbsternannten Wächter der weltweit zwei Milliarden Kinder und zukünftiger Generationen".
Über die Konferenz in Lucknow wurde im Deccan Herald, dem Indian Express, in The Pioneer und anderen indischen Zeitungen berichtet.

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