Kontext TV - Die anderen Nachrichten

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Kontext TV - Die anderen Nachrichten

Kontext TV ist ein alternatives Nachrichtenmagazin im Aufbau. Inspiriert von dem US-amerikanischen Sender Democracynow! lässt Kontext kritische Stimmen aus dem In- und Ausland zu drängenden Gegenwarts- und Zukunftsthemen wie Klima, soziale Gerechtigkeit und Krieg und Frieden zu Wort kommen. Gesendet wird über Internet und lokale T... mehr »

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12167
Berlin
06.12.2012, 11:57 Uhr

Klimachaos: Der Kampf gegen Exxon, BP & Co.



Fossile Brennstoffindustrie steuert Planeten auf Klimakatastrophe zu

05.12.2012

  Während die USA dieses Jahr Hitzerekorde, Dürren und beispiellose Hurrikans wie Sandy erlebten, prognostiziert Bill McKibben bis zum Ende des Jahrhunderts weitere drastische Schäden durch den voranschreitenden Klimawandel. Die Frage sei nur noch, wie groß der Schaden sei. In einem weit verbreiteten Rolling-Stone-Artikel rechnete McKibben zudem vor, dass die fossile Brennstoffindustrie 2800 Gigatonnen Kohlendioxid in Form von Gas, Kohle und Öl in ihren Büchern eingepreist habe und plane sie zu verbrennen. Wenn das geschehe, sei das Ende des Planeten, so wie wir ihn kennen, vorgezeichnet, sagt McKibben. Die globale Klimabewegung 350.org versucht mit einer "Divestment-Kampagne" – wie einst gegen das Apartheidsregime in Südafrika – die Brennstoffindustrie daran zu hindern.

 

  Ölsande in Kanda: Ziviler Ungehorsam gegen Keystone XL Pipeline / Widerstand gegen die "Finanzmacht der reichsten Industrie" wächst

05.12.2012

Die kanadischen Ölsande sind die zweitgrößte Kohlenstofflagerstätte der Welt. Würde das gesamte dort abbaubare Öl verbrannt, würde damit mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen als in der bisherigen Menscheitsgeschichte. Bill McKibben von 350.org organsiert gemeinsam mit Naomi Klein und Klimaforscher James Hansen Protestaktionen gegen die Keystone XL Pipeline, die die Ölsande mit den amerikanischen Raffenerien im Süden verbinden soll und damit den Abbau beschleunigen würde. Im letzten Jahr wurden bei einer Aktion zivilen Ungehorsams über 1200 Menschen vor dem Weißen Haus in Washington D.C. festgenommen, die gegen die Pipeline demonstrierten. Die Menschen in den USA seien zunehmend bereit, sich wie in der Bürgerrechtsbewegung mit ihrem Körper gegen die Zerstörung einzusetzen.

  Klimakonferenzen im Würgegriff der fossilen Brennstoffindustrie / 1 Billion Dollar Subventionen an Öl- und Kohlekonzerne

05.12.2012

Das Kyoto-Protokoll ist bisher die einzige verbindliche Regelung für die Reduktion von CO2-Emissionen. Doch seit dem Beschluss von 1997 sind die weltweiten Emissionen um 40 Prozent gestiegen. Auf der bereits 18. UN-Klimakonferenz in Katar wird zudem nicht mit einem Kyoto-Folgeabkommen gerechnet. "Kopenhagen, Durban und die anderen Klimakonferenzen zeigen, dass sich auf internationaler Ebene nicht allzu viel bewegt, solange es nicht gelingt, die nationalen Regierungen aus dem Würgegriff der fossilen Brennstoffindustrie zu befreien", sagt Bill McKibben. Die Regierungen zahlen jedes Jahr rund 1 Billion Dollar Steuergelder an große Öl- und Kohleunternehmen. Diese Subventionen seien eine Unverschämtheit, sie müssen beendet werden, fordert McKibben.

  Obama hat Klima-Versprechen nicht eingehalten / "Schurkenindustrie" finanziert Klimaleugnung 05.12.2012

Mit seiner Blockade der internationalen Klimapolitik, der Erschließung der Arktis für die Ölförderung und der Öffnung des Powder River-Beckens für die Kohleförderung hat US-Präsident Barack Obama seine umweltpolitischen Versprechen nicht eingehalten, resümmiert Bill McKibben. Im US-Wahlkampf spielte Klimawandel zudem keine Rolle. Die fossile Brennstoffindustrie sei inzwischen eine "Schurkenindustrie". Sie schreibe an Umweltgesetzen mit und bezahle Kongressabgeordnete, um die Klimapolitik zu sabotieren und den Klimawandel zu leugnen.

 

Gäste in der Sendung:

Bill McKibben: Umweltjournalist und -aktivist, Gründer der Klimabewegung 350.org, Autor von "Das Ende der Natur", Middlebury, USA

 
1 Kommentar
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Kommentar von Joanna B
10.12.2012, 23:55 Uhr

War ja klar, dass sich die USA aus der Klimafalle befreien und wieder das tun, was sie wollen, genau wie Japan. Irgendwann werden die aber auch mal merken, dass die Welt kein Spielplatz ist.

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(Der Tag der Arbeit ist am ersten ...)

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