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Mein Herz schlägt links

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08.12.2016, 17:52 Uhr

Syrien-Die Verantwortung vieler NGOs für zivile Opfer im Bürgerkrieg

Sönke Paulsen, Berlin

Der Krieg der Zivilgesellschaft, der auch in Syrien stattfand und noch stattfindet, wird mit einer Niederlage für den Westen enden. Die Opfer gehen zu gleichen Teilen an Assad, Russland, die Rebellengruppen, die Regierungen die dort mitgemischt haben und vor allem die westlichen NGOs, die das Kriegsgeschehen angeheizt und propagandistisch unterstützt haben. Aus Syrien kommt keiner der Beteiligten mit einem ruhigen Gewissen heraus.

Die sich anbahnende Niederlage der syrischen Rebellenfront in Aleppo wird zugleich eine Niederlage des Westens sein, die vermutlich niemals eingestanden wird.

Wie es dazu kam, dass der Westen zur Kriegspartei im syrischen Bürgerkrieg wurde und jahrelang gegen das Assad-Regime kämpfte, ohne dem Land den Krieg zu erklären, ist eine rückblickende Betrachtung wert.

Eine besondere Rolle spielen in dieser Betrachtung die neuen Armeen der westlichen Demokratien, die so genannten Nicht-Regierungs-Organisationen. Westliche NGOs begleiteten diesen Konflikt vom Beginn der Revolution bis heute nicht nur, sondern sie heizten ihn an, verschärften die Spannungen und unterstützten den Kampfeswillen, der inzwischen überwiegend islamistisch geführten Rebellenarmee entscheidend. Sie haben einen erheblichen Anteil daran, dass die Rebellen jetzt, kurz vor der Einnahme Aleppos, nicht aufgeben, sondern fanatisch weiterkämpfen.

Erschreckend, wie der Beginn der Revolution, die ohne Facebook und gelenkte Propaganda-Seiten wie Avaaz (Soros), ohne den Syrian American Council (SAC) und ohne voreingenommene Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch (Soros), die International Crisis Group (in der neben Soros auch Joschka Fischer wirkt), das World Federalist Movement, die sich zu einer Dachorganisation namens „Global Center for the Responsibility to protect“  zusammengeschlossen haben, nicht denkbar gewesen wäre,  war auch das Ende, in dem mehr als einhundert westliche NGOs den Kampf um Aleppo immer wieder „offen gehalten“ haben, darunter viele westliche Hilfsorganisationen.

Assad war der Gegner!

Insbesondere in diesem Jahr fragte man sich, wer die Bevölkerung in Aleppo stärker als Schutzschild für den ersehnten Sieg gegen Assad missbraucht hat. Die Rebellengruppen oder die so genannten Hilfsorganisationen und politischen NGOs?

In einem Apell aus dem Juli dieses Jahres haben sich mehr als vierzig dieser Organisationen gegen die Einrichtung humanitärer Hilfskorridore in Aleppo ausgesprochen und in verschiedenen Veröffentlichungen, unter der Führung der Deutschen Arbeiterwohlfahrt (AWO-International) und der bekannten amerikanischen Hilfsorganisation CARE, Front gegen die Evakuierung von Zivilisten aus Aleppo über die sieben von Russland und Assad eingerichteten Hilfs- und Fluchtkorridore gemacht.

Die Begründung dieser Opposition wirkt so fadenscheinig, dass man sie gar nicht wiederholen mag. Jeder sollte sich selbst ein Bild von dem vordergründigen Argumentationsmuster dieser Organisationen machen. Man wollte die Vertreibung der Zivilbevölkerung aus Ost-Aleppo verhindern, erwähnte aber mit keinem Wort, dass die Rebellenorganisationen die Fluchtkorridore immer wieder mit Minen und Sperrfeuer abgeriegelten, so dass niemand entkommen konnte. Die Zivilbevölkerung war das Faustpfand in den Händen der Rebellen.

Auch in diesem Apell der NGOs wurde die Wahrheit unterdrückt und  eine beispiellose Manipulation der Weltöffentlichkeit zu Gunsten der Rebellen betrieben.

Die Liste der NGOs (siehe unten) liest sich wie ein „Who is Who“ der großen internationalen Nicht-Regierungs-Organisationen.

Aber zurück zum Anfang.

Als 2011 der Aufstand in Syrien begann, war bereits klar, dass diverse islamistische Aktivistengruppen, teilweise unterstützt von der Moslembruderschaft, die Situation eskalierten. Auf der anderen Seite standen demokratische Aktionsgruppen, die sich teilweise auch spontan bildeten und entsprechenden Zulauf aus der syrischen Gesellschaft erhielten, die das öffentliche Bild des Aufstandes prägten. Die Islamisten, die erheblichen Anteil an der Brutalisierung des Kampfes hatten, wurden von Anfang an in den Medien ausgeblendet.

In dieser ersten Phase war die Rolle westlicher NGOs, welche diese sich selbst verpassten, den Aufstand zu waschen und neue Aufständische zu gewinnen. Besonders prekär wirkte sich dabei aus, dass vor allem Syrer, die im Ausland (USA und Europa) lebten, über soziale Medien und ihre eigenen Organisationen wie das erwähnte SAC, die KARAM-Foundation oder WATAM und viele andere Einflusskanäle ihre Landsleute in Syrien regelrecht aufstachelten.

Der nächste Schritt war dann im Verlauf des Jahres 2011 die Legitimation für den bewaffneten Kampf gegen Assad herzustellen. Hieran beteiligten sich neben den NGOs, die Assad von Anfang an schwere Menschenrechtsverstöße vorwarfen, auch Geheimdienste vom türkischen MIT bis zur amerikanischen CIA. Es ging darum Assad gleich zu Beginn der Revolution ein für alle Male als unhaltbaren Despoten darzustellen, obwohl bislang die Syrer relativ friedlich in diesem autokratischen Staat zusammen lebten.

Keine der Vorschläge Assads, die eigene Macht zu relativieren, wurde akzeptiert, ein typische Muster bei einem Regime Change. Stattdessen wurde Assad gleich im Jahr 2011 der Weltöffentlichkeit als grausamen Diktator verkauft, der in jedem Falle beseitigt werden muss. So waren die Parolen bei den Demonstrationen auch von Anfang an auf den Sturz von Assad getrimmt.

Höhepunkt dieser Anti-Assad-Kampagne, an der im Westen bis heute festgehalten wird, war der Chemiewaffenangriff in einem Vorort von Damaskus, der über tausend Menschen das Leben kostete. Dieses Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt, obwohl Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und Amnesty International (den amerikanischen Demokraten nahestehende Organisation soweit sie in Amerika ansässig ist) sofort den Schuldigen kannten.

Schuldig sollte Assad sein.

Es gibt erhebliche Zweifel daran, dass die gefundene Chemiewaffe tatsächlich auf Befehl des Autokraten abgeschossen wurde. Allerdings stammte sie aus den Chemiewaffenbeständen der syrischen Armee. Zweifel an der Skrupellosigkeit von Assad hätte es geben können, als er mit Unterstützung Russlands die gesamten Chemiewaffenbestände seiner Armee unter Kontrolle der Weltöffentlichkeit entsorgen ließ.

Dadurch entfiel für die USA der Kriegsgrund. Der Krieg wurde also weiter als Bürgerkrieg geführt. Die westlichen NGOs prangerten weiterhin die Gräuel der Assad-Armee an, während sich überall in Syrien islamistische Kampfgruppen bildeten, die das Land im Sinne einer islamischen Republik, auf Grundlage der Scharia, umgestalten wollten. Erst als der IS deutlich erkennbar in Syrien Terrain gewann, wurde die Weltöffentlichkeit skeptisch.

Die meisten NGOs blieben auch in dieser Situation bei ihrem Feindbild, Assad, und operierten ganz überwiegend illegal in enger Zusammenarbeit nicht nur mit den demokratischen Rebellengruppen und der Freien Syrischen Armee, sondern vor allem mit den islamistischen Rebellengruppen, die sich am Ende zu einer großen islamistischen Front zusammenschlossen, zu der auch die Terrormilizen von Al-Nusra gehörten.

Es war spätestens im Jahr 2012, als der IS erste Erfolge in Syrien erzielte, ziemlich klar, was sich dort zusammenbraute. Aber es blieb dabei, dass sämtliche westlichen NGOs Kriegsparteien gegen Assad waren und wo immer möglich (bei ISIS war das natürlich nicht möglich) mit den islamistischen Rebellengruppen kooperierten.

Im September dieses Jahres protestierten über 70 NGOs in mehreren Veröffentlichungen gegen die Zusammenarbeit der UNO und ihrer Hilfsorganisationen mit dem Regime in Damaskus. Es wurde angeprangert, dass Assad bestimme, wo Hilfe geleistet würde und wo nicht.

Die Liste der Organisationen, die diesen Protest unterschrieben haben, offenbart dann, dass es sich ganz überwiegend um Organisationen handelt, die sich in den letzten fünf Jahren gebildet haben und den unterschiedlichen Rebellengruppen nahestehen. Die Skepsis des Assad-Regimes, unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe evtl. die Kriegsparteien der Rebellen zu unterstützen, ist angesichts solcher Proteste nachvollziehbar.

Eigentliches Ziel des Protestes waren aber die UN-Organisationen, die deutlicher auf eine Entmachtung von Assad hinarbeiten sollten, das heißt, sich unabhängig vom Regime und auch gegen das Regime im Land aufhalten und nach eigenem Ermessen agieren sollten. Die UN sollte auf ein möglichst robustes Mandat gegen Assad hinarbeiten, d.h. wiederum die Entmachtung des Regimes fördern. Das war der wahrscheinliche Hintergedanke dieser NGOs.

Allerdings war dies durch den starken Machtzuwachs von Assad in den letzten beiden Jahren kaum noch realistisch.

Makabrer Höhepunkt dieses Krieges der westlichen und arabischen NGOs gegen Assad war ein Skandal, den man zunächst woanders hin sortieren möchte.

In diesem Jahr wurde ein Mitarbeiter der deutschen evangelikalen Hilfsorganisation „World Vision“ in Israel verhaftet. Der Palästinenser, El Halabi, leitete die Außenstelle von World Vision in Palästina und soll bis zu 45 Millionen Dollar an Spendengeldern, zu Gunsten der Hamas veruntreut haben. Der dringende Verdacht steht im Raum, dass seit 2012 auch Waffen für den Kampf der Hamas in Syrien für das Geld besorgt wurden. Die Hamas kämpft seit 2012 an der Seite der Seite der islamistischen Rebellen in Syrien.

Kaum vorstellbar, dass die seriöse deutsche Organisation einen Krieg gegen Syrien im Sinn hatte. Aber auch das ist das Ergebnis einer Verwicklung von NGOs in den arabischen Frühling und den Bürgerkrieg in Syrien. Viele Organisationen haben sich im Schlepptau westlicher Regierungen, politischer NGOs und internationaler Medien als Kriegspartei in den Bürgerkrieg verwickeln lassen und müssen nun wohl oder übel, die eigene Niederlage an der Seite der Rebellen, der Islamisten und der Terroristen realisieren.

Die vielen zivilen Opfer aber, die in diesem Krieg immer wieder gegen Assad instrumentalisiert wurden, Zivilisten die zuletzt, mit Unterstützung der internationalen NGOs, als Geiseln und Schutzschilde für die Rebellen in Aleppo missbraucht wurden, haben die NGOs mit auf dem Gewissen.

Die arabische Welt, so muss man inzwischen erkannt haben, ist weder willens noch in der Lage, Demokratien nach westlichen Maßstäben zu entwickeln. Man kann nur hoffen, dass diese Einsicht endlich das Ende des westlichen Interventionismus in arabischen Staaten bedeutet.

Aktuell aber, ist von dieser Einsicht wenig zu spüren. Die westliche Zivilgesellschaft setzt ihren Krieg in Syrien fast unbekümmert fort. Regime Change heißt weiterhin die Devise, egal mit wie vielen Opfern, egal wohin das führt! Schuld sind immer die anderen.

 

  1. ASML Stiftung eines großen holländischen Halbleiterherstellers, der auch den Direktor der Stiftung direkt bezahlt. Die Stiftung beschäftigt sich mit der Förderung der Bildung in Entwicklungs- und Schwellenländern.
  2. AWO International  Fachverband der Arbeiterwohlfahrt für internationale humanitäre Hilfe.  Mitglied bei VENRO dem Dachverband deutscher Hilfsorganisationen. AWO International ist auch in der Flüchtlingshilfe für Syrien aktiv, unterstützt beispielsweise  ein Krankenhaus in Reyhanli .  AWO international hat besonders intensiv gegen humanitäre Fluchtkorridore in Aleppo protestiert.

https://www.awointernational.de/aktuelles/meldung/syrien-statement-zur-belagerung-von-aleppo.html

  1. BINAA Libanesische Hilfsorganisation mit Sitz in Beirut und der Türkei (Entwicklungshilfe) unklar
  2. Bridge of Peace Hilfsorganisation mit Sitz in Kambodscha
  3. The Council for Arab-British Understanding (CAABU) Ältere NGO, die für das Verstehen der arabischen Welt durch Workshops, Pressearbeit und Netzwerke fördern will. Im Vorstand sitzen ehemalige Labour-Leute, in Syrien gibt es eine Position sowohl gegen Assad, als auch gegen Teile der Rebellen.
  4. CARE International  Große Internationale Hilfsorganisation, mit Sitz in Genf, die mit einer halben Milliarde Jahresbudget arbeitet und von allen großen westlichen Regierungen finanziert wird.  Steht in der Kritik, da sie durch ihre Lebensmittelhilfe auch Bürgerkriegsarmeen indirekt unterstützt.
  5. CCFD-Terre Solidaire Traditionelle französische Hilfsorganisation mit einem Jahresbudget von ca. 3 Millionen Euro. Sehr viele Hilfsprojekte. Finanzierung zu 75% aus EU-Mitteln. Katholische Organisation. Kürzlich kritisiert für finanzielle Unterstützung von Palästinenser-Organisationen
  6. Christian Aid Dachorganisation von 41 christlichen Kirchen in GB, die wegen Desinformation (Abbau Handelsschranken in Afrika), Verschwendung von Geldern (hohe Managergehälter) und Fall Haiti-Regime Change US-Unterstützung in Misskredit geraten ist.
  7. Doctors of the World UK Relativ solide Ärzteorganisation mit Hauptsitz in Paris und Vereinen in verschiedenen Ländern, darunter Deutschland
  8. EuroMed Rights (EMHRN)  Netzwerk von 80 Menschenrechtsorganisationen, auch Human Rights Watch.
  9. Global Centre for the Responsibility to Protect  Eine Organisation, die schon die offizielle Bezeichnung des amerikanischen Interventionismus (R2P) im Namen trägt! Die Organisation sitzt in New York als Dachorganisation oder Joint Venture einiger bekannter NGOs.  (Human Rights Watch, International Crisis Group, Oxfam International, Refugees International and the World Federalist Movement).
  10. GOAL Kleinere irische Hilfsorganisation von John O Shea (ehemaliger Sportjournalist) Neuerdings in eine Untersuchung verwickelt in der es um Korruption durch türkische Geschäftsleute bei der Flüchtlingshilfe in Syrien geht.

http://www.telegraph.co.uk/news/2016/05/11/david-milibands-refugee-aid-group-in-corruption-probe/

  1. Hand in Hand for Syria Zur syrischen Opposition gehörende britische Hilfsorganisation, die vor allem hilft, Hilfsgüter in Syrien zu verteilen. Steht in der Kritik und hat viele Schwierigkeiten.
  2. Human Appeal International – Wohltätigkeitsorganisation mit islamischem Hintergrund, die in England ihren Hauptsitz hat, sich stark in Syrien engagiert und die unter Verdacht steht ein Ableger der Moslem Bruderschaft zu sein. Intensive Kontakte zur Hamas seien überdies nachgewiesen.
  3. Human Rights Watch Human Rights Watch wurde 2009 für eine Spende über 100 Millionen Dollar von George Soros sozusagen gekauft.
  4. Human Rights and Democracy Media Center “SHASM” /Palestine 2004 gegründete Menschenrechts-NGO (im Jahr des R2P-Summits bei dem die UN in ihrer Charter das Recht auf Interventionen in schlecht regierte Länder festgelegt hat) mit Sitz in Rammallah. Die palästinensische Organisation gibt ein Jahresbudget von Spenden von einer Million Dollar an und scheint besonders mit Dänemark und Norwegen zusammen zu arbeiten. Hauptfokus der Menschenrechtskritik ist Israel.
  5. International Crisis Group  Die International Crisis Group ist keine Hilfsorganisation, sondern ein amerikanischer  Think Tank, in dem neben Soros auf Joschka Fischer und viele andere illustre Interventionisten sitzen.
  6. Islamic Relief USA  Islamic Relief USA ist eine Ablegerorganisation von Islamic Relief Worldwide, der 2014 von der israelischen Regierung vorgeworfen wurde, seit Jahren zentraler Financier der Hamas gewesen zu sein. Ähnliche Vorwürfe kamen von der HBSC-Bank. Eine selbst veranlasste Untersuchung, welche sie angeblich entlastet, hat die Wohltätigkeitsorganisation allerdings nie veröffentlicht.
  7. Karam Foundation – Die ursprünglich libanesische und jetzt in Syrien aktive Wohltätigkeitsorganisation ist stark mit dem Syrian American Council, einer syrischen Lobbyorganisation in den USA , verbunden. Karams CEO, Attar,  sitzt auch im Vorstand des SAC, welcher enge Beziehungen zur US-Moslembruderschaft unterhält.  Der Karam-Foundation wird vorgeworfen, die gemäßigten syrischen Rebellen zu unterstützen und  die Anti-Assad Bewegung auch in Zusammenarbeit mit Erdogan zu betreiben. Auch enge Beziehungen zu den Soros-NGOs scheinen zu existieren, welche die Revolution in Syrien mit initiiert haben. Stark politische Organisation mit dezenten Charity-Elementen.
  8. Montreal Institute for Genocide and Human Rights Studies   “Today, MIGS is Canada’s leading voice and international partner on Responsibility to Protect issues.” (Wikipedia) Herausragendes Project des Institutes ist das W2I-Project (Will to Intervene) das eine offensive Rolle der Kanadischen Regierung auch bei militärischen Interventionen in andern Ländern (gemäß der R2P-Charta) propagiert. Hierzu sollte auch ein eigenes Schattenministerium für Sicherheit eingerichtet werden (eine Art internationales Sicherheitsministerium, das sie Schutzverantwortung für die Weltbevölkerung als Aufgabe hat)
  9. NuDay Syria  Von NADIA ALAWA gegründete Hilfsorganisation für Syrien mit Schwerpunkt für Frauen und Kinder. Sitz der NGO ist New Hampshire New England. Bereits 2013 befürwortete die Gründerin eine militärische Intervention der USA in Syrien. Auf einer Friedensdemonstration äußerte ” Nadia Alawa, the founder of NuDay Syria, said an attack on Syria was a humanitarian responsibility for the U.S.”

http://dailyfreepress.com/2013/09/10/hundreds-gather-in-common-to-protest-u-s-involvement-in-syria/

  1. Oxfam Bekannte NGO, die  weltweit Ableger besitzt und sich aus Spenden und Verkauf von gebrauchten Waren finanziert (Oxfam-Shops). Der Organisation mit Hauptsitz in Oxford (GB) wurde immer wieder ein konzernähnliches Verhalten vorgeworfen, einschließlich der Nutzung von Steuerparadiesen (Luxemburg) , um seine Ennahmen möglichst steuerfrei zu halten. Politisch ist die Organisation, der in den Neunzigern vorgeworfen wurde, zu nahe an der Labour Party von Tony Blair zu operieren, aber insgesamt äußerst streitbar und schwer zu vereinnahmen. Ein großer, aber politisch eher unabhängiger Player bei den NGOs (ein so genannter BINGO-Big International-Non-Government.Organization)
  2. Physicians for Human Rights NGO, die sich auf den Nachweis von Kriegsverbrechen, Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit spezialisiert hat und auch die schweren Folgen für die Folteropfer von Guantanamo untersucht hat. Es gibt einen Hauptsitz in New York und einen Sitz in Tel Aviv.  Etwas auffällig ist die starke Involvierung der Organisation in Kriege, die von den Amerikanern und der Nato geführt werden, wobei jeweils die Kriegsverbrechen der Gegenseite untersucht wurden (Beispiel Jugoslawien Karadzizc, Irak Saddam Hussein und Syrien Assad).
  3. Refugees International :Refugees International wurde in diesem Jahr (2016) von George Soros durch Spenden und Spendenankündigungen massiv aufgewertet. Die NGO sitzt in Washington und hatte neben Soros auch schon den Interventionisten und Neokonservativen Holbrook (Trilaterale Kommission)  im Vorstand. Sie ist neokonservativ, interventionistisch und regierungsnah orientiert.
  4. Relief & Reconciliation for Syria Hilfsorganisation der anglikanischen Kirche in England, die von dem Priester Andrew White (Vicar of Baghdad) geleitet wird. Sie setzt sich unter anderem für die Versöhnung und Annäherung von Shiiten und Sunniten ein und kümmert sich um Syrische Flüchtlinge im Libanon.
  5. Relief International Gegründet vor zwanzig Jahren als Hilfsorganisation iranisch-amerikanischer Persönlichkeiten anlässlich eines schweren Erdbebens im Nordiran mit 50000 Opfern, wurde im Jahr 2009 unter schwer nachvollziehbaren Umständen die gesamte Führung der NGO ausgetauscht. Der Gründer der Organisation und  damalige   CEO, Farshad Rastegar wurde angeblich gefeuert. Danach wurde aus der Organisation eine extrem regierungsnahe und abhängige NGO, die fast neunzig Prozent ihrer Finanzierung durch die amerikanische Regierung erhält. Als NGO kann man das nicht mehr bezeichnen, eher eine G-NGO (Governmental Non-Governmental Organization). Die Hintergründe des Anschlusses von Relief International an die demokratische Administration in Washington und des Umbaus der NGO wurden in den Medien bisher nicht reflektiert. Aufklärungsbedarf besteht in erheblichem Maße, auch im Zusammenhang mit der Rolle von Relief International im Syrischen Bürgerkrieg.
  6. Rethink Rebuild Society Kleine Community-basierte Organisation aus Machester, in der Syrer für eine bessere Integration in die britische Gesellschaft arbeiten, sich aber auch in der Syrien-Krise engagieren.
  7. Save the Children Neoliberal unterwanderte Hilfsorganisation für Kinder  die bereits zu beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gegründet wurde,  Schwerpunkt in GB und USA, die dadurch in die Schlagzeilen geriet, dass sie eine große Nähe zur Regierung Blair in GB zeigte. So verlieh der amerikanische Arm der Organisation dem Premier den Legacy Award, eine hohe Ehrung für die Bekämpfung der Armut insbesondere in Afrika. Die Tatsache, dass Blair Großbritannien an der Seite der USA in den Irakkrieg führte, was vielen Kindern das Leben kostete und eine ganze Region destabilisierte, wurde von vielen Mitgliedern der Organisation heftig kritisiert. Blair hätte diesen Preis als “Kriegsverbrecher” nicht verdient. Die Struktur der Organisation ist denkwürdig, da sie sich zur Hälfte aus amerikanischen und internationalen Hilfsprogrammen und zur anderen Hälfte aus privaten Spenden, die aber überwiegend durch die Industrie kommen, finanziert. Der weltweite Gesamtetat der Organisation liegt annähernd bei zwei Milliarden Dollar. Das Konzept beruht auf einer engen Zusammenarbeit mit westlichen Unternehmen wie Pharmakonzernen (GKS und Johnson und Johnson, Internetgrößen wie Google, Facebook sowie Produzenten in Entwicklungsländern wie IKEA, C&A, Bulgari usw. Daneben Spielzeugkonzerne wie Toys´us.

Prinzip ist, Kindern zu helfen und gleichzeitig die Märkte für die kooperierenden Unternehmen zu erschließen. Ein Prospekt der Organisation weist ganz offen auf diese Co-Marketingstrategie zwischen STC und den Unternehmen hin. (Auch die CIA wollte schon in ihrer Weise ein Ko-Marketing mit STC initiieren. In einem gefakten Impfrogramm in Pakistan in dem CIA-Mitarbeiter behaupteten, sie arbeiten für STC versuchte die CIA Osama Bin Laden auf die Spur zu kommen. Konsequenz war die Ausweisung von STC-Mitarbeitern aus Pakistan, die allerdings mit der CIA-Aktion nichts zu tun hatten.)

Unterm Strich verfolgt STC ein fragwürdiges Konzept des Co-Marketings mit westlichen Unternehmen, das zwar hohe Einnahmen und Wirksamkeiten zur Folge hat, aber auch starke Abhängigkeiten von transnationalen Konzernen. So forschen die beteiligten Pharmaunternehmen für Kinder in der Dritten Welt wollen aber auch Marktzugang, beispielsweise für Nahrungsergänzungsmittel haben. Die Konsequenz ist, dass dieses Prinzip nur funktioniert, wenn die Entwicklungsländer und ihre Märkte für die westlichen Unternehmen aufgebrochen werden, mit schwer kalkulierbaren Folgen. STC ist also ein echter Player der Globalisierung.

  1. STAND: The Student-led Movement to End Mass Atrocities  Studentenorganisation mit Sitz in Washington, die sich anlässlich des Bürgerkrieges von Darfur gebildet hat. Ihre Haupttätigkeit besteht in Campagnen gegen Genozide und ihrer rechtzeitigen Prävention. Dafür fordern sie unter anderem das die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates freiwillig auf ihr Vetorecht gegen UN-Entscheidungen verzichten, wenn es um Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehe.
  2. Stichting Vluchteling Kleine niederländische Hilfsorganisation, die sich darum bemüht, Flüchtlingen insbesondere innerhalb ihrer Landesgrenzen zu unterstützen, um Massenauswanderung und Entwurzelung zu vermeiden. Sie arbeitet eng mit dem International Rescue Commitee zusammen.
  3. Syria Relief Eine in Manchester registrierte syrische Hilfsorganisation, die nach eigenen Angaben insgesamt für 44 Millionen Dollar Hilfsgüter geliefert hat. Struktur unklar.
  4. Syria Relief and Development  Syrische Hilfsorganisation mit Sitz in USA, die eng mit dem Syrian American Council kooperiert. (SAC)

Das SAC ist eine Interessensorganisation von emigrierten Syrern in Amerika, die den Sturz Assads und die Demokratisierung Syriens auf der Agenda hat. Die Unterstützung syrischer Rebellen wurde von ihr ebenso an die US-Regierung herangetragen. Wesentlicher Unterstützer der syrischen Revolution gegen Assad (SAC).

  1. Syrian American Medical Society (SAMS) Syrisch amerikanische medizinische Hilfsorganisation, die vor allem Kliniken und Versorgungseinrichtungen in den Flüchtlingscamps in der Türkei, in Syrien und im Libanon und Jordanien betreibt.
  2. Tearfund Kirchliche Hilfsorganisation mit Sitz in England, Schottland und Irland
  3. The International Rescue Committee Amerikanische Hilfsorganisation mit Sitz in New York in der ehemalige amerikanische Politgrößen wie Madleine Albright und Henry Kissinger, Collin Powell und Kofi Anan  supervidieren.  Derzeit läuft eine offizielle Untersuchung gegen die relativ große Organisation mit mehr als 8000 Mitarbeitern, der vorgeworfen wird über eine n langen Zeitraum Hilfsartikel für syrische Flüchtlingslager vollkommen überteuert bei türkischen Geschäftsleuten eingekauft zu haben. Es sollen dabei auch Bestechungsgelder geflossen sein. Die Untersuchung wird von USAID geführt, da der größte Teil der Gelder der Organisation aus Hilfsprogrammen der US-Regierung stammen. CEO der Organisation ist seit 2013 der ehemalige britische Außenminister Miliband.

http://www.telegraph.co.uk/news/2016/05/11/david-milibands-refugee-aid-group-in-corruption-probe/

  1. The Syria Campaign Syrischer Zivilschutz (Syrische Weißhelme) Unterstützer des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und der russischen Föderation behaupteten, die Organisation sei vor allem ein für Propagandazwecke gegründetes Mittel westlicher Staaten, betreibe primär eine PR-Kampagne und sympathisiere mit Dschihadisten.[3] Der Syrische Zivilschutz sei mit Unterstützung und Konzeption aus westlichen Ländern aufgebaut worden. Er habe Pressemeldungen veröffentlicht, die den Bürgerkrieg einseitig dargestellt hätten. Er habe manchmal nicht unabhängig geholfen und habe auch dschihadistische Gruppen (Al-Nusra Front, IS u. a.) unterstützt
  2. Trocaire Katholische Hilfsorganisation mit Sitz in Irland
  3. Vision GRAM-International Aktionsgruppe gegen die Marginalisation mit unklarem Profil, Sitz und Organisation, Schwerpunkt scheint Afrika zu sein
  4. WATAN Politische Organisation mit unklaren Hintergründen, die sich die nationale Entwicklung Syriens auf die Fahnen geschrieben haben und viele Büros in den USA besitzen
  5. WILPF Internationale Frauenorganisation (Womens international League for Peace and Freedom) mit Sitz in New York und Genf
  6. World Federal Movement  Die World Federal Movement ist eine NGO mit Sitz in New York, die eine Weltregierung anstrebt. Jeder darf raten, wo der Sitz dieser Regierung sein wird?
  7. World Vision Evangelikale Organisation, die sich für Kinder einsetzt und weltweit seit 40 Jahren Kinderpatenschaften organisiert. Das Jahresbudget liegt bei 2,6 Milliarden Dollar.  Operiert weltweit, in allen Internationalen Organisationen maßgeblich vertreten (UN, UNICEF, etc). Kürzlich durch einen Korruptionsskandal erschüttert, in  dem Mitarbeiter bis zu einer Million Dollar veruntreut und für kriegerische Zwecke verwendet haben sollen.

http://www.fnp.de/nachrichten/politik/World-Vision-unter-Druck;art673,2147870

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