Mein Herz schlägt links

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Mein Herz schlägt links

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12.02.2013, 23:31 Uhr

Drei Freundinnen

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Mohn-Merkel-Springer.

Wie Volksverdummung, Hetze und Volksverarschung harmonisch Hand in Hand gehen.

Volksverdummung

Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, dass man den Medienkonzern von Reinhard und Liz Mohn in seiner Gefährlichkeit für die Demokratie nicht ähnlich positionieren muss, wie die Scientology Church?

Absurd?

Keinesfalls.

Denn der Spruch von der Mohn-Sekte der schon seit Jahren die mentale innere Geschlossenheit des Bertelsmann-Konzerns charakterisiert und schon zu einem geflügelten Wort im Konzernumfeld geworden ist, trifft voll und ganz zu.

Reinhard Mohn war niemals angetreten, nur Profite zu erwirtschaften, er wollte die Gesellschaft beeinflussen.

Ein wesentlicher Beweggrund für die Gründung der Bertelsmann-Stiftung in den siebziger Jahren, welche heute vor allem tendenziöses kapitalismusfreundliches Gedankengut in Studien gießt.

Darüber wacht seine Frau Liz Mohn, die ein ebenso einfach gestricktes Weltbild hat, wie der Lenker eines ehemals religiösen Buchverlages in Gütersloh.

Die Mohn-Sekte und Scientology sind sich auch in einem anderen Punkt sehr ähnlich, sie haben ein durchaus marktkonformes Sektenverständnis und streben nach der globalen Machtexpansion.

Es bei beiden Organisationen kein Manifest, welches veröffentlich wäre und sowohl Bertelsmann, als auch Scientology sind klug genug, das zu vermeiden.

Die Zeiten in denen substanzarme bis verrückte Weltenführer mit Realmacht ihren „Kampf“ veröffentlicht haben, sind vorbei.

Im Zeitalter des Web 2.0 wird lieber geschwiegen oder geschickt mit Zahlen manipuliert, wie es bei der Bertelsmann-Stiftung seit Längerem üblich ist.

Dieses Motto, im Verborgenen zu leben, haben inzwischen alle ambitionierten Weltenlenker tief verinnerlicht, da Demokratie zu einer Realmacht geworden ist, die einer Plutokratie tatsächlich gefährlich werden kann.

Verschwiegenheit, was wirkliche Machtambitionen angeht ist auch im Bertelsmann-Konzern nach der anfänglichen liberalen Ära der siebziger und achtziger Jahre, nun zur Pflicht geworden.

Die ehemals beteiligten Mitarbeiter werden Schritt um Schritt ausgebootet.

Es entsteht ein neues Modell der stillen gesellschaftlichen Machtergreifung, bei dem Betriebsräte und Gewerkschaften eher stören.

Liz Mohns Wirkung in unserem Land liegt neben der Beschaffung statistischer Munition für das neoliberale Kapitalismusmodell auch in der Entpolitisierung der Bevölkerung in der Super-Show, die garantiert ohne Anspruch ohne Kritikfähigkeit und ohne Intellekt über die hauseigenen RTL-Schirme flimmert.

Selbst beim Spiegel hat Mohn sich ihr Viertel erstritten und könnte dem Verlag, so er zu grundsätzlich wird, in seiner Kritik, schnell an die Feder gehen.

Hetze

Die Entpolitisierung und Entmündigung der Masse und somit ihre Steuerung hat sich auch Friede Springer auf die stille Agenda geschrieben.

Die Springer-Presse hat sich prinzipiell nicht verändert, sie ist nur nicht mehr so auffällig in einem kapitalismusfreundlichen Umfeld, welches den kleinen Leuten mal nach dem Mund redet, um sich dann in skandalisierender Weise die Treiber möglicher gesellschaftlicher Veränderungen in Richtung eines neuen sozialen Demokratiemodells mit jedem Mittel der Denunziation, Diskreditierung, Diskriminierung und Kriminalisierung zur Brust zu nehmen.

Auch Friede Springer ist noch in der Lage ihren Konzern inhaltlich zu lenken und ihre Medienmacht so auszuspielen, dass sie jederzeit „systemerhaltend“ im Sinne der Reichen wirksam werden kann.

Eine konsequente Akteurin der Plutokratie, die das Wohl weniger Milliardäre über das der Allgemeinheit stellt.

Faktisch sind beide Frauen Feinde der Demokratie, wenn man Demokratie als Macht des Volkes definiert und nicht, wie in der Antike, als Macht weniger einflussreicher Akteure.

In dieser Eigenschaft sind beide Frauen eng mit Angela Merkel verbunden.

Sie sind, so kann man sagen auch schlicht und einfach sehr gut befreundet.

Diese Freundschaft ist allerdings ein Erbe Kohls, nur dass es keine Männer- sondern eine Frauenfreundschaft ist, die aber im Prinzip das gleiche bewirkt.

Ein Machtblock der die Meinungsbildung in unserem Land unter Kontrolle hat und gleichzeitig die Exekutive unseres politischen Systems mit einschließt.

Mohn, Springer und Merkel kontrollieren Deutschland und leider auch schon Europa mit einer verschwiegenen Agenda, die sich nur an ihren Taten ablesen lässt, nie oder nur äußerst selten an ihren Worten.

Alle drei Frauen sind äußerst kontrolliert und perfekt auf verbale Verschleierung getrimmt.

Ihr öffentlicher Auftritt entgleist niemals und alle drei können sich sicher sein, dass es keine negative Meinungsbildung gegen sie geben wird. 

Sie kontrollieren die deutsche Medienlandschaft zu über 90%.

Auch Angela Merkel ist hier mit von der Partie, auch wenn sich ihre Medienmacht eher kläglich auf die öffentlich Rechtlichen beschränkt, hat sie dennoch die private Medienmacht ihrer Verbündeten, Mohn und Springer auf ihrer Seite.

Volksverarschung

So wundert es nicht, dass Merkels verheerende europäische Agenda, die vor allem in den ärmeren europäischen Ländern Not und Elend in wachsendem Ausmaß produziert, von den deutschen Leitmedien überhaupt nicht kritisiert wird.

Es verwundert nicht, dass der Herausforderer der Bundeskanzlerin bereits am Start durch die Medien diskreditiert wurde und die Meinungsumfragen konsequent für Merkel ausgehen.

Dies ist subtile Manipulation, die eigentlich nicht subtil ist, weil jeder verstehen kann, dass die Medienmacht die Meinung macht.

Es wir nur eben nicht deutlich wahrgenommen, weil die Kanäle, über welche diese Dreier-Bande aufgedeckt und kritisiert werden könnten, eben in den Händen dieser Dreierbande sind.

Putins Demokratur lässt grüßen.

Es ist gut nachzuvollziehen, dass der russische Präsident sich über die demokratischen Moralpredigten Merkels ärgert, da er doch genau weiß, dass Angela Merkel alles andere als eine lupenreine Demokratin ist.

Aber dennoch ist dies kein Plädoyer für Putin.

Es ist vielmehr eine eindringliche Warnung vor Angela Merkel, die mit einer Machtfülle agiert, welche sie durch zwei schwerreiche Konzernerbinnen erhält, die Angela Merkel vor jeder Bundestagswahl konsequent hochschreiben und Kampagnen gegen ihre Gegner im richtigen Augenblick in den Leitmedien platzieren können.

Das macht Merkel unschlagbar und unglaublich gefährlich für unsere Demokratie.

Die größte Gefahr und zugleich die größte Macht, die mit Merkel verbunden ist, besteht aber in der geringen „Salience“ ihrer Macht.

Merkel vermeidet konsequent jede Form des machtvollen Agierens in der Öffentlichkeit und schafft es auf diese Weise das Bild einer Frau zu erzeugen, die doch nur unser aller Bestes will, obwohl sie konsequent für die Reichen und gegen die Armen Europas handelt.

Angela Merkel ist Europas soziales Menetekel! Ein Menetekel, das sich niemals offenbart, aber immer konsequent gegen den Sozialstaat agiert.

Solange sie dies tut, was lange sein kann, wird sie die Unterstützung und intime Freundschaft von Liz Mohn und Friede Springer behalten.

Was Wulff zum Verhängnis wurde ist für Merkel wegen ihrer scheinbar nicht korrumpierbaren Aura kein Problem.

Auch hier ein letzter Vergleich mit Putin.

Putin unterstellt man alles, aber selbst in der kritischen westlichen Öffentlichkeit und schon gar nicht im eigenen Lande unterstellt man ihm im größeren Umfang, sich selbst zu bereichern.

Sehr wahrscheinlich aber ist Putin auch als Privatmann inzwischen Milliardär.

Merkel hat die Aura, sich nicht von Macht korrumpieren zu lassen.

Ihr Auftritt ist unprätentiös und wirkt teilweise sogar bescheiden.

Aber sie agiert allein und konsequent nach den Maßstäben der Machterhaltung um jeden Preis und tut dafür alles.

Für politische Fragen hat sie sich nie selbst zur Disposition gestellt und wird dies auch niemals tun.

Fazit:

Merkel sitzt auf einer perfekt geölten antidemokratisch orientierten Machtmaschine der Plutokraten und macht ausschließlich deren Politik.

Sie ist eine reine Machtpolitikerin ohne wenn und aber und ohne jegliches demokratisches Gewissen.

Sie agiert technokratisch innerhalb und an den Grenzen der formalen Demokratie.

Sie war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, Demokratie mit Leben zu erfüllen und hat sich nun zur Führerin Europas aufgeschwungen.

Ihre enge Zusammenarbeit mit Sarkozy, die man auch als Merkozy scherzhaft karikierte war in Wirklichkeit die Diktatur zweier Staatsführer über Europa.

Nun haben die Franzosen Sarkozy in die Wüste geschickt und einen Sozialisten gewählt, der nicht über die Machtentfaltung Merkels verfügt.

Die Franzosen haben gemerkt, welches böse Spiel die deutschen Wirtschaftseliten mit Merkel an ihrer Spitze für Europa treiben.

Die Deutschen haben es leider noch nicht gemerkt.

Es wird höchste Zeit aufzuwachen und diesem Albtraum im „Status Nascendi“ rechtzeitig ein Ende zu setzen.

Wenn die linke deutsche Mehrheit schon keinen überzeugenden Kanzlerkandidaten hat, so muss sie sich wenigstens inhaltlich von der Politik Merkels distanzieren und die Bedrohung für Europa, die von Merkels leiser Agenda der sozialen Demontage ausgeht, bekämpfen.

Letztes Fazit:

Merkel ist nicht harmlos.

Sie ist gerade durch ihre Bündnisfähigkeit mit der deutschen Wirtschaftselite hoch gefährlich.

Sie sitzt bereits in einem Triumfeminat, das sie fast unangreifbar macht!

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(Welche Partei ist neoliberal und gelb?)

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