PoKoBi
PoKoBi - Politisch Korrektes Bier - damit Hopfen und Malz nicht verloren sind. Überparteilich, unabhängig und bierernst. Mit PoKoBi wollen wir protestieren und provozieren... ... zur Kontroverse anregen und Gemeinschaft schaffen. Vor allem aber wollen wir andere anstoßen, selber aktiv zu werden. Auch oh... mehr »Schleichen gegen Ikea in Altona
Zwei Termine gibt es noch. Und wir brauchen Verstärkung. Aber das nur nebenbei. Zur Sache:
In Hamburg-Altona soll das erste Innenstadt-Ikea gebaut werden. Das riesige Gebäude wird in den Vereinsfarben die Fußgängerzone schmücken. Täglich werden zusätzlich tausende Autos durch die Straßen schnecken - und Parkplätze suchen. Für erwartete 4.000 - 8.000 Besucher werden von Ikea 400 Parkplätze berreitgestellt. In den frühen Morgenstunden wird der Lieferverkehr den Anwohnern unmissverständlich den neuen Tag ankündigen.
Dabei ist Ikea nur ein Baustein in einem Gesamtkonzept (Masterplan), das auf eine investorengerechte Aufstylung des Stadtteiles zielt, um die 'ungüstige Sozialstruktur' im Sinne der Regierung zu beseitigen.
Im Klartext: Menschen mit geringem Einkommen sollen an den Stadtrand gedrängt werden.
Mehr Informationen hierzu (als PDF).
Wer auch gegenaschleichen möchte, ist herzlich eingeladen zur Fahrraddemo
Freitag, 28.05.2010 und Freitag, 4.6.2010
17.00 Uhr vor dem Frappant, Große Bergstraße, Hamburg-Altona





Der Volksentscheid war ja wohl mehr als eindeutig und es ist wieder mal traurig, wie hier mit Demokratie umgegangen wird... diejenigen, die für mehr Bürgerbeteiligung sind, können nicht damit umgehen, wenn der Bürger was anderes als sie will. Nehmt endlich mal zur Kenntnis, das die Altonaer sich für Ikea entschieden haben und das die Angstmacherei hier nicht ankommt. Die angebliche Autobahn mußte herhalten, die es natürlich nicht geben wird und habt Ihr mal die vielen kleinen Händler rund um die Bergstraße gefragt.. die waren nämlich dafür, weil ihnen sonst die Pleite droht.
Hallo mathilde,
als Antwort möchte ich ein klares NEIN erwidern.
1) Der Volksentscheid war und ist höchst zweifelhaft - weil:
a- Die Fragestellung in einer unzulässig suggestiven Form gestellt war und vor allem die Altonaer, die von IKEA nicht unmittelbar betroffen sind (also: Rissen, Blakenese, Sülldorf, Iserbrook, Nienstedten, Ossdorf, Groß Flotbek, Lurup, Bahrenfeld) bereitwillig mit Ja geantwortet haben.
b- CDU und GAL das Bürgerbegehren gegen eine Filiale mitten im Stadtteil in der Bezirksversammlung pro forma übernommen haben (siehe: http://bewegung.taz.de/organisationen/pokobi/blogeintrag/toedliche-umarmung-).
2) die vielen kleinen Händler, rund um die Bergstraße, fürchten zu Recht um Ihre Existenz. In erster Linie jedoch, weil die Politik in mehr als 8 Jahren versäumt hat ihre Arbeit zu tun. Statt für Beschäftigung und Einkommen zu sorgen, hat sie Entscheidungen verschleppt und kaschiert ihre Ratlosigkeit nun mit einem Gewaltakt namens "Masterplan".
3) Eine Bausünde durch eine Neue zu ersetzen, löst das Problem rund um die Bergstraße nicht.
4) Ob IKEA für Belebung sorgen wird, können wir beide nicht vorhersagen. Dass es zu einem Verkehrsinfarkt führen wird, steht bereits jetzt fest.
5) Dass erklärte Ziel des Senats ist, die "ungünstige Sozialstrucktur" in den kommenden 15 bis 20 Jahren zu verbessern. Jedoch nicht indem man für Arbeit, Einkommen und Wohnraum sorgt, sondern indem man betroffene aus dem Stadtteil verdrängt.
Nette Grüße
Die Krise der Neuen großen Bergstraße ist nicht damit zu beseitigen, ein großes Kaufhauses zu etablieren. Die Krise der Neuen großen Bergstraße hat ihre Ursachen in der Ansiedlung eines großen Kaufhauses (KARSTADT)!