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Adresse:

Behnstraße 21
22767
Hamburg

Website:

www.pokobi.de
06.07.2010, 09:45 Uhr

Verwalter betrügt Eigentümer

 

Ein Grundstücksverwalter verkaufte einem Unternehmen Baugrund. Er machte gegenüber dem Käufer die Zusage, darauf ein Gebäude mit 18.000 Ouadratmeter Bruttogeschossfläche errichten zu dürfen, obwohl in dem rechtlich geltenden Bebauungsplan nur maximal 12.000 Quadratmeter erlaubt waren.*

Die Eigentümergesellschaft dieses Grundstücks bemerkte offensichtlich nicht, dass hier etwas verkauft wurde, das nicht dem Verwalter gehört - beschwerte sich jedoch über die geplante, unzulässig massive Bebauung.

Der Grundstücksverwalter erwiderte die Beschwerde mit der Begründung, dass Verträge geschlossen wurden, die bei Nichteinhaltung hohe Regressforderungen für die Eigentümergesellschaft zur Folge hätten. Es diene - angesichts der angespannten Kassenlage - dem Wohle der Eigentümergesellschaft, die Verträge einzuhalten.

Später wurde bekannt, das der Verwalter dem Bauherren außerdem für einen Teil der Raumflächen, Mietgarantien aus Mitteln der Eigentümergesellschaft zugesagt hatte. Der Verwalter begründete diesen Schritt mit der Notwendigkeit, dem Bauherren einen Teil des Investitionsrisikos abzunehmen, um die Entscheidung für den Standort zu sichern.

Eine Folge dieser Subvention war allerdings ein sprunghafter Anstieg des Mietenspiegels, wodurch sich, neben steigenden Mieten für die Eigentümergesellschaft, auch die Kosten für die Mietgarantien horrend erhöhten.**

Auch hier bemerkte die Eigentümergesellschaft zu spät die Machenschaften des Verwalters.

Über den Verbleib der Gelder aus dem Verkauf des Grundstücks ist der Eigentümergesellschaft bis heute nichts bekannt. Der Verwalter spricht von roten Zahlen und wirft der Eigentümergesellschaft vor, über ihre Verhältnisse gelebt zu haben. ***

Die Eigentümergesellschaft hat es bis heute versäumt Anklage zu erheben.

––––––

So geschah und geschieht es in Hamburg bereits seit über zehn Jahren. Die Grundstücksverwaltung heißt Senat Hamburg und die geschädigte Eigentümergesellschaft sind die Bürger dieser Stadt.

* so geschehen Sichelfläche Hamburg Altona, siehe Welt online, 25.04.2010
** so geschehen HafenCity, Überseequartier, siehe Hamburger Abendblatt, 28.05.2010
*** Hamburg muss sparen, bis es weh tut! Siehe Morgenpost, 28.05.2010
–––––– Das Modell Hamburg lässt sich mühelos auch auf ganz Deutschland übertragen.

 

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3 Kommentare
1
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Kommentar von Einer von Vielen
06.07.2010, 20:16 Uhr

Die Bürger sollten nach Sicherheit vor ihren Regierungen verlangen. Man muss jetzt mehr denn je konstruktiv diabolisch denken...

2
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Kommentar von Fritz
13.08.2010, 18:02 Uhr

Das ist eben falsch! Eigentuemer sind nicht die Bueger, sondern das Land Hamburg. Und das handelt durch die gewaehlten Vertreter. Anders ist es gar nicht handlungsfaehig.

Ausserdem: Die Mieten steigen, so what? Die Einfuehrung des Euro war eine Verdoppelung der meisten Preise. Angelich nur ein Geruecht, in Wirklichkeit aber wahr. Der Goldpreis ist auch gestiegen, da ist eine Steigerung der Mieten nur natuerlich.

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Seit: Jun. 2009
Beiträge: 13
Kommentar von PoKoBi
16.08.2010, 16:27 Uhr

@ Fritz
FALSCH FALSCH, das Land Hamburg ist die Summe seiner Bürger - nicht Bürgermeister (so wie der Staat nicht die Regierung ist, sondern aus seiner bevölkerung besteht).
Die Politiker sind als Sachverwalter gewählt, benehmen sich jedoch wie Eigentümer. Und es geht hier nur in einer Herleitung um steigende Mieten - das ist NICHT der Aufreger!
Der Skandal ist, dass WIR mit UNSEREN Steuergeldern Bauherren subventionieren lassen, damit die Büroklötze (die niemand braucht) als Abschreibungsobjekt hinbauen, wodurch wir erneut ein Loch in den Finanzhaushalt bekommen.

Euro und Goldpreis? Ich kenn ne Frau die ist noch viel dicker - aber das tut hier nichts zur Sache.

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