Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst REMID e.V.

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Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst REMID e.V.

Der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst e.V. arbeitet seit 1989 daran, mit Mitteln der akademischen Religionswissenschaft Vorurteile gegenüber anderen Religionen, religiösen Minderheiten abzubauen und setzt sich für ein tolerantes Zusammenleben der Religionen in einer pluralistischen Gesellschaft ein. Mit Projekten wie der ... mehr »

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Universitätsstr. 55
35037
Marburg
13.02.2013, 12:26 Uhr

Jahresrückblick 2012

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Was bewegte im letzten Jahr die öffentliche Diskussion?

- Wo berührte es das Feld Religion im weitesten Sinne?

- Was reicht ins aktuelle Jahr hinein?

Relevant im Jahr 2012 waren in Deutschland öffentliche Debatten wie die um Religion und Missbrauch, um Entsolidarisierung im Angesicht der Krise oder um die Zukunft von gesellschaftstragenden Utopien oder Bildung. Man könnte auch insgesamt von einer Werte-Diskussion sprechen, einer neuen Selbstvergewisserung, die versucht, sich ihrer moralischen Vorstellungen sicher zu werden. Oder eben sie mit allen Mitteln zu verteidigen. Eine andere Seite dieses Diskurses der Selbstvergewisserung besteht in der Frage, um wen es sich eigentlich bei den Konfessionslosen oder -freien handelt (und wie viele, die noch als Mitglieder der Amtskirchen zählen, gehören von ihrer Überzeugung her längst dazu?). Sind es eher Atheisten und Agnostiker oder eher Menschen, die eine lose Form von Spiritualität bevorzugen?

Wie bereits angedeutet, gehören aber auch die Schattenseiten einer solchen Selbstvergewisserung dazu, wo sie in eine andere diffamierende Form der Selbstbehauptung umschlägt: Seien es die Aktualität und Kontinuität von Rassismus in der Gesellschaft, die zunehmende Islamophobie oder der Stand der Religionsfreiheit als Menschenrecht.

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