Straßen aus Zucker
Wir sind die Straßen aus Zucker, ein Jugendzeitungsprojekt aus Berlin. In den drei Jahren unserer Existenz sind nun schon acht Ausgaben in einer Auflage von zuletzt 115.000 Exemplaren pro Ausgabe erschienen. Und nun gibts die Straßen aus Zucker als Routes sucrées auch auf englisch! Soviel zu den Facts. Aber was wollen wir? ... mehr »Wir sind die Straßen aus Zucker, ein Jugendzeitungsprojekt aus Berlin. In den drei Jahren unserer Existenz sind nun schon acht Ausgaben in einer Auflage von zuletzt 115.000 Exemplaren pro Ausgabe erschienen. Und nun gibts die Straßen aus Zucker als Routes sucrées auch auf englisch!
Soviel zu den Facts. Aber was wollen wir? Das lässt sich wohl am Besten an einer der Ausgaben zeigen. Z.B drehte sich die vierte Ausgabe um 20 Jahre sog. Wiedervereinigung. Wir nahmen die Zeremonien zum Anlass, zu sagen, warum Germany für uns kein Grund zum Schunkeln ist. Auf 24 Seiten gab es Artikel zu Fußball und ‘Sommermärchen’, warum Staat und Geschlecht ein Verhältnis haben, zu “Wir sind Lena”, warum ‘die Deutschen’ in der Krise mal so richtig zusammenhalten sollen, ein Interview mit Dirk von Lowtzow von Tocotronic u.v.m. Überhaupt führen wir in jeder Ausgabe ein Interview, zuletzt war das mit Rage Against the machine, aber auch mit Robert Stadlober, Deichkind, David Harvey, K.I.Z., Frittenbude und Sila Sönmez sprachen wir schon. Ein anderes Thema: Warum wollen wir die Revolution, wie kann mensch sich herrschaftsfrei organisieren, was macht die Behindertenbewegung? Dazu gab es die Nummer 7. Oder aktuell die Nummer 8 zu Liebe, Freundschaft, Gender, Sex.
Was wir inhaltlich wollen. Naja, Kritik der Nation als Zwangsgemeinschaft nach Außen und Innen ist uns ziemlich wichtig. Wir mögen auch nicht diese Einteilung in Geschlechter und ihre angeblich natürlichen Rollen, haben dafür neben Spott auch viele Argumente übrig. Uns treibt auch um, dass wir immer noch Hunger auf der Welt kennen - und das zu einer Zeit, zu der, wenn die Produktion nach Bedürfnissen ausgerichtet würde, genügend Lebensmittel für alle produzieren könnten. So dass wir uns für den Horror der Marktwirtschaft auch nicht erwärmen können (obwohl einige von uns Horrofilme mögen). Natürlich ist an der gar nichts, Elend bringt sie über die Menschen, so dass wir sie schnellstmöglich in die Geschichtsbücher verbannen möchten. Für die Argumente hierfür wie für viele andere Kritiken verweisen wir jetzt einfach auf die Zeitung, die unter obiger Internetadresse gelesen und kostenlos bestellt werden kann, sowohl neue wie alte Ausgaben gibts da. Wie auch in Infoläden und Buchläden. Und wir freuen uns arg über Anregungen und Kritik. Und Spenden kann auch mensch auch noch, na ist das nix?




