Bildungsstreik-Demo

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Bildungsstreik-Demo

Für kostenlose und selbstbestimmte Bildung für Alle Bildungsstreik 2012: Demonstration am 22.11.2012 in Hannover   Seit Jahren haben Bildungsstudien ein Ergebnis: von einem längeren gemeinsamen Lernen profitieren alle Schüler. Trotzdem wird im Bundesland Niedersachsen an dem mehrgliedrigen Schulsystem nicht gerütt... mehr »

Zeitraum:

22.11.2012, 17:30 Uhr

Adresse:

Hauptbahnhof
Ernst-August-Platz 1
Hannover

Eingetragen von:

andakova

Aktionsform:

-

Für kostenlose und selbstbestimmte Bildung für Alle

Bildungsstreik 2012: Demonstration am 22.11.2012 in Hannover

Kostenlose und selbstbestimmte Bildung für alle!  

Seit Jahren haben Bildungsstudien ein Ergebnis: von einem längeren gemeinsamen Lernen profitieren alle Schüler. Trotzdem wird im Bundesland Niedersachsen an dem mehrgliedrigen Schulsystem nicht gerüttelt. Fehlende Studienplätze, unsoziale Studiengebu?hren, kein freier Zugang zu Masterplätzen – diese untragbaren Zustände sind das Resultat einer langjährigen falschen Bildungspolitik in Niedersachsen.

 

Viele tausende junger Menschen in Warteschleifen wie BerufsgrundbildungsjaIhr und Berufsvorbereitungsjahr und warten auf einen Ausbildungsplatz.Statt angemessen ausgebildet zu werden erfahren Azubis häufig eine Schmalspurausbildung oder müssen Tätigkeiten von Ausgelernten übernehmen ohne dementsprechend bezahlt zu werden und ausgebildet worden zu sein. 

 

Alle Studiengebühren abschaffen – sofort!

Fehlende Studienplätze, unsoziale Studiengebu?hren, kein freier Zugang zu Masterplätzen – diese untragbaren Zustände sind das Resultat einer langjährigen falschen Bildungspolitik in Niedersachsen. Während bundesweit durch Demonstrationen und den Druck von Schülerinnen und Schülern und Studierenden selbst CDU geführte Regierungen Studiengebühren wieder abgeschafft haben, hält die Landespolitik in Niedersachsen weiter an dieser unsozialen Politik fest. Obwohl nachwe

islich laut einer Studie im Auftrag des Bundesbildungsministeriums 15.000 Abiturienten aufgrund der Gebühren von einem Studium abgehalten worden sind, ist die Bereitschaft in Niedersachsen nicht erkennbar, jegliche Form der Studiengebühren wieder abzuschaffen. Dabei ist Niedersachsen neben Bayern das einzige Bundesland in Deutschland, das an dieser verfehlten und unsozialen Politik festhält. Daher fordern wir alle Schülerinnen und Schüler und alle Studierenden zum Protest auf! Jetzt Flagge zeigen vor den Landtagswahlen! Jetzt zeigen, dass wir weiterhin gegen jegliche Form der Studiengebühren sind! Jetzt zeigen, dass bei der Bildung nicht gespart werden darf!

Wir fordern:
# Studiengebühren abschaffen - sofort!
# Mehr Transparenz und Mitbestimmung in allen Gremien der Universitäten und Fachhochschulen!
# Freier Zugang zu Masterplätzen und Abschaffung des Numerus Clausus!


Eine Schule für alle – für ein besseres und gemeinsames Lernen!

Seit Jahren haben Bildungsstudien ein Ergebnis: von einem längeren gemeinsamen Lernen profitieren alle Schüler. Trotzdem wird im Bundesland Niedersachsen an dem mehrgliedrigen Schulsystem nicht gerüttelt. Und noch schlimmer: Niedersachsen ist im bundesweiten Vergleich nach „oben“ am undurchlässigsten. Auf mehr als zehn „Absteiger“ kommt nur ein „Aufsteiger“, der es von der Real- oder Hauptschule auf das Gymnasium schafft. Dabei wird der Druck auf die Schülerinnen und Schüler immer höher. Das Turbo-Abi führt nachweißlich zu mehr Krankmeldungen und Bournout-Fällen bereits im Kindesalter! Viel zu große Klassen erschweren das Lernen. Wer nicht mitkommt, bleibt auf der Strecke. Zudem sind die Schulgebäude vielerorts marode und sanierungsbedürftig.

Wir fordern:
# Eine Schule für alle!
# Weg mit dem Turbo-Abi! (G8)
# Kleinere Klassen!


Genügend Ausbildungsplätze und Übernahme aller Azubis!

Viele tausende junger Menschen in Warteschleifen wie Berufsgrundbildungsjahr und Berufsvorbereitungsjahr und warten auf einen Ausbildungsplatz. Durchschnittlich werden rund 40 Bewerbungen geschrieben, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Wer einen Ausbildungsplatz ergattert hat, kann sich freuen, doch ist dann bei Weitem noch nicht alles rosig. Statt angemessen ausgebildet zu werden erfahren Azubis häufig eine Schmalspurausbildung oder müssen Tätigkeiten von Ausgelernten übernehmen ohne dementsprechend bezahlt zu werden und ausgebildet worden zu sein. Viele Ausbilder scheinen als den didaktischen Leitspruch “Lernjahre sind keine Herrenjahre“ im Kopf zu haben, was sich auch bei der Ausbildungsvergütung oft deutlich spüren lässt. Ein selbstbestimmtes Leben in der Ausbildung ist so nicht möglich! Für eine qualifizierte Ausbildung ist außerdem eine Abstimmung zwischen Betrieb und BBS nötig und das Land muss seinen Aufgaben diesbezüglich nachkommen und auch für eine angemessene Ausstattung der Schulen sorgen.
Nach der Ausbildungszeit steht dann das Bangen um die Übernahme im Betrieb an, von der Übernahme im erlernten Beruf ganz zu schweigen.

Wir fordern:
# Unbefristete Übernahme nach der Ausbildung!
# Angemessene Ausbildungsvergütung!
# Bessere Ausbildungsqualität in Betrieb und BBS!


Die UnterstützerInnen:
Stadtschülerrat Hannover
Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union
DIE LINKE.SDS
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend-Hannover (SDAJ)
Junge Piraten
AStA der Hochschule Hannover
DGB-Studis
Verdi-Jugend
AStA der Universität Hannover
IGM-Jugend
Fachschaftsrat Design und Medien

 

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/71542

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