Gefährliche Toleranz - Vom unwidersprochenen Ressentiment in den Rechtsterrorismus?

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Gefährliche Toleranz - Vom unwidersprochenen Ressentiment in den Rechtsterrorismus?

Längst nicht mehr „nur" in Ostdeutschland ist heute das gesellschaftspolitische Klima geprägt von Hass und Ausgrenzung. Es hat sich bewiesen, wie schnell aus der Forderung „das ja wohl auch mal sagen zu dürfen", massive Grenzüberschreitung geworden ist, die jedweden demokratischen Rahmen sprengt. Bezeichnend f&uum... mehr »

Zeitraum:

21.03.2017, 19:00 Uhr

Adresse:

ver.di-Höfe
Goseriede 10
30159
Hannover

Aktionsform:

Diskussion / Vortrag

Längst nicht mehr „nur" in Ostdeutschland ist heute das gesellschaftspolitische Klima geprägt von Hass und Ausgrenzung. Es hat sich bewiesen, wie schnell aus der Forderung „das ja wohl auch mal sagen zu dürfen", massive Grenzüberschreitung geworden ist, die jedweden demokratischen Rahmen sprengt. Bezeichnend für diese Entwicklung sind nicht zuletzt die regelmäßigen Auftritte von Politikerinnen und Politikern der „Alternative für Deutschland" in den abendlichen Polit-Talkshows, die gerne auch als vermeintliche „Stimme des kleinen Mannes" angekündigt werden, dann aber nicht selten mit Hetze und offenem Rassismus das Abendprogramm füllen. Seit vielen Monaten nunmehr sind die Nachrichten und Berichterstattungen zudem geprägt von Meldungen zu rassistischen, antisemitischen und rechtsradikalen Aufmärschen und gewalttätigen Übergriffen gegen Migrant*innen und politisch Andersdenkende.

Blickt man in die jüngere deutsche Geschichte zurück, fallen einem die Ähnlichkeiten zu den frühen 90er Jahren deutlich ins Auge. Hat das Eine vielleicht etwas mit dem Anderen zu tun?
Wir möchten uns an diesem Abend mit der Frage befassen, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der medialen Allgegenwärtigkeit rassistischer Alltagsdiskurse, die leider häufig auch nicht als solche benannt werden, und der flächendeckenden Welle von rechter Gewalt. Wie wirkt sich die „neue rassistische Normalität" auf die rechte Mobilisierung aus? Und wie weit ist letztlich der Weg vom unwidersprochenen Ressentiment in den Rechtsterrorismus?

Mit Prof. Dr. Samuel Salzborn. Sozialwissenschaftler an der Uni Göttingen, Publizist und ehemaliger Sachverständiger im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, dem ver.di-Bildungswerk Hannover, der DGB Region Niedersachsen-Mitte, der VVN-BdA Hannover sowie der Initiative "Kirche für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus" (IKDR) in der Ev.-luth. Landeskirche Hannover.

 

Themenkategorien:

Antifaschismus