Interkulturelle Perspektiven zum 2. Weltkrieg - Gedenkstätte Augustaschacht

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Interkulturelle Perspektiven zum 2. Weltkrieg - Gedenkstätte Augustaschacht

Der Service Civil International, kurz SCI, ist eine internationale Organisation, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und interkulturellen Austausch einsetzt. In 90 Ländern finden Workcamps zu Menschenrechten, Natur- und Umweltschutz, Kinder- und Jugendarbeit und zu vielen weiteren Themen statt.Der wichtigste Arbeitsschwerpunkt des SCI ... mehr »

Zeitraum:

29.07.2017, 13:00 Uhr - 11.08.2017, 12:00 Uhr

Adresse:

Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
Zur Hüggelschlucht 4
49205
Hasbergen

Aktionsform:

Workcamp

Der Service Civil International, kurz SCI, ist eine internationale Organisation, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und interkulturellen Austausch einsetzt. In 90 Ländern finden Workcamps zu Menschenrechten, Natur- und Umweltschutz, Kinder- und Jugendarbeit und zu vielen weiteren Themen statt.
Der wichtigste Arbeitsschwerpunkt des SCI sind sogenannte Workcamps, Freiwilligeneinsätze in internationalen Gruppen, die zwei bis vier Wochen dauern. In der Regel kommen 10 bis 20 junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und unterstützen mit ihrer Arbeit z. B. soziale Projekte. Workcamps bedeuten nicht nur arbeiten und lernen, sondern auch zusammen leben, Kontakte knüpfen und Spaß haben. Seine Freiwilligendienste führt der SCI in Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern durch.


Im „Arbeitserziehungslager Ohrbeck" waren von Januar 1944 bis zum Kriegsende 1945 mehr als 2.000 Menschen aus 17 Nationen inhaftiert, die unter dem Kommando der Gestapo zur Arbeit im
angrenzenden Eisenhüttenwerk und zur Trümmerbeseitigung und Minenräumung gezwungen wurden. Viele von ihnen verloren ihr Leben. Die meisten Gefangenen waren Zwangsarbeiter und kamen aus den Niederlanden und der Sowjetunion. Ihre Bestrafung diente zugleich der Abschreckung von über 25.000 zwangsarbeitenden Frauen, Männern und Kindern in der Region Osnabrück. Fast die Hälfte von ihnen stammte aus der Ukraine, Weißrussland und Russland. Die Gedenkstätte Augustaschacht wird seit siebzehn Jahren schrittweise mit viel freiwilliger Arbeit aufgebaut. Wie in der Vergangenheit, so soll durch ihre Teilnahme an diesem Workcamp das Bewusstsein der Freiwilligen für die Lehren aus der Geschichte des Zweiten Weltkrieges gestärkt werden.


Die Teilnehmenden dieses Workcamps werden bei Ausgrabungen auf dem ehemaligen Lagergelände mithelfen.
Die Workcamps des SCI beinhalten auch stets einen Studienteil, der sich in diesem Projekt wie folgt gestaltet: Anhand eines konkreten Beispiels werden die Freiwilligen sich mit Zwangsarbeit und NS-Geschichte sowie deren Ursachen und Folgen auseinandersetzen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Zeitzeugengesprächen mit russischsprachigen jüdischen Einwanderern, die Krieg und Holocaust in der damaligen Sowjetunion erlebt haben. Die heute alten Menschen sind in den vergangenen 15-25 Jahren nach Deutschland eingewandert und leben nun in Osnabrück. Sie sind somit Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie zwischen Deutschland und Russland/Ukraine. Zudem soll über die Möglichkeiten bi-nationaler Zusammenarbeit bei der Erforschung der Geschichte der sowjetischen Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus am Beispiel eines langjährigen deutsch-ukrainischen und deutsch-belarussischen Begegnungsprojektes gesprochen werden.


Ausflüge nach Osnabrück und in die Niederlande sind ebenfalls geplant.
Die Freiwilligen sind in einem Haus des Deutschen Roten Kreuzes untergebracht.
Interesse an neuen Sichtweisen und interkulturelle Begegnungen und am Thema sollte mitgebracht werden.

 

DATUM
Das Workcamp findet vom 29.07. - 12.08.2017 statt.


ORT
Gedenkstätte Augustaschacht e.V.
Zur Hüggelschlucht 4
49205 Hasbergen
www.augustaschacht.de

KOSTEN
Die Teilnehmenden aus Deutschland bezahlen bei erfolgreicher Vermittlung eine Gebühr von 82,00 € und organisieren und finanzieren ihre Fahrtkosten in das Camp selbst. Unterkunft und Verpflegung im Workcamp werden vom SCI und dem Projektpartner bereitgestellt. Das Camp wird von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gefördert.

ANMELDUNG
Die Anmeldung erfolgt über die internationale Workcamp-Datenbank des SCI

KONTAKT
SCI - Deutscher Zweig
Tel: 0228/21 20 86
E-Mail: info@sci-d.de
Website: https://www.sci-d.de/

 

Themenkategorien:

Antifaschismus, Soziales / Arbeit, Frieden / Antimilitarismus, Politik / Demokratie / Recht